Mehr Sicherheit für Fahranfänger 16 weitere Schulen engagieren sich für Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen

Staatssekretär Georg Eisenreich (Mitte) übergab einem Team jeder Schule das Zertifikat (hier: Staatliche Berufsschule I Kempten)
Staatssekretär Georg Eisenreich (Mitte) übergab einem Team jeder Schule das Zertifikat (hier: Staatliche Berufsschule I Kempten)

Wie vermeiden Schülerinnen und Schüler mit Führerschein riskantes Verhalten im Straßenverkehr? Im Programm EVA (Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit) lernen sie verkehrssicheres Verhalten zu entwickeln. Jetzt an weiteren 16 Schulen im Freistaat.

16 Berufliche Schulen aus ganz Bayern beteiligen sich neu am Programm „EVA – Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit“. Staatssekretär Georg Eisenreich verlieh heute in München zusammen mit Vertretern des Innenministeriums, der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB), der Landesverkehrswacht Bayern und des Landesverbands Bayerischer Fahrlehrer die Zertifikate an die neuen EVA-Schulen. Außerdem wurde das neue Jahresthema 2014/15 „Schulwegsicherheit“ bekannt gegeben. Alle Partner im Bereich der Verkehrserziehung in Bayern widmen sich im laufenden Schuljahr verstärkt diesem Thema.

Staatssekretär Eisenreich würdigte das Programm EVA: „EVA ist auf eine besonders gefährdete Personengruppe – die Fahranfänger – zugeschnitten. Diskussionen in der Gruppe und Fahrversuche zusammen mit einem Fahrlehrer helfen dabei, Risiken besser einzuschätzen. Projekte wie EVA machen unsere bayerischen Straßen sicherer.“ Auch Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann freut sich, dass immer mehr Schulen am erfolgreichen Programm EVA teilnehmen: "Die Schulwegsicherheit liegt uns besonders am Herzen und ist ein Schwerpunkt in unserem großen Verkehrssicherheitsprogramm 'Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. EVA ist eine hervorragende Unterstützung, die Unfallzahlen bei unseren jüngsten Verkehrsteilnehmern zu senken."

Dr. Florian Herrmann, Präsident der Landesverkehrswacht Bayern e.V., schloss sich dem an: „Mit dem Projekt EVA sprechen wir gerade die Schüler an den beruflichen Schulen zielgruppenorientiert an, nicht belehrend von oben herab, sondern ernst nehmend und kooperativ. Verkehrssicherheitsarbeit nach Maß, das ist das Markenzeichen der Bayerischen Verkehrswachten, und daher bin stolz darauf, dass auch die Landesverkehrswacht Bayern zum Erfolg des Projekts EVA beiträgt.“

Die Lehrer-Combo der Staatlichen Berufsschule Altötting sorgte für eine vergnügliche musikalische Umrahmung der Veranstaltung
Die Lehrer-Combo der Staatlichen Berufsschule Altötting sorgte für eine vergnügliche musikalische Umrahmung der Veranstaltung

Elmar Lederer, Vorsitzender der Geschäftsführung der KUVB, betonte: „Die Kommunale Unfallversicherung Bayern und die Bayerische Landesunfallkasse haben den gesetzlichen Auftrag, mit allen geeigneten Mitteln Unfälle ihrer Versicherten zu verhindern. Dazu gehören auch alle Schülerinnen und Schüler in Bayern. Wir leisten mit unserem gemeinsamen Projekt EVA einen Beitrag, dass Berufsschüler/innen die heutzutage geforderte Mobilität sicher erlernen, erfahren und erleben können.“ Dr. Walter Weißmann, 1. Vorsitzender des Landesverbands Bayerischer Fahrlehrer e.V., ergänzte: „Es ist wichtig, auch nach der Fahrausbildung unterstützend einzugreifen. Damit aus dem Erleben Erfahrung wird, bedarf es der Reflexion, der kritischen Analyse – am besten gemeinsam mit anderen.“

Jedes Jahr verunglücken junge Fahranfänger im Straßenverkehr. Im Rahmen von EVA lernen Schülerinnen und Schüler mit PKW-Führerschein, riskantes Verhalten im Straßenverkehr zu erkennen und verkehrssichere Verhaltensmöglichkeiten zu entwickeln. Das Kultusministerium führt EVA gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, dem Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband, der Landesverkehrswacht Bayern sowie dem Landesverband Bayerischer Fahrlehrer durch.

Die EVA-Schulen verpflichten sich, das Programm mindestens 3 Jahre in Folge durchzuführen. Ein Programmdurchlauf besteht aus einer moderierten Gruppendiskussion zu Beginn, einem beobachteten Fahren gemeinsam mit einem Fahrlehrer und einer Schlussdiskussion.

Folgende 16 Schulen wurden als neue EVA-Schulen zertifiziert (ohne Bild: Staatliche Berufsschule Pegnitz):

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