Wissenschaftsland Bayern: Freistaat und Hochschulen entwickeln den Standort durch Zielvereinbarungen gemeinsam weiter

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Staatssekretär Bernd Sibler mit den Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Staatssekretär Bernd Sibler mit den Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen

Zielvereinbarungen stehen für ein partnerschaftliches Verhältnis von Freistaat und Hochschulen, die auf Augenhöhe die nächsten Reformschritte verhandeln. Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle hat nun mit den Präsidenten der staatlichen Hochschulen in Bayern jeweils eine solche Zielvereinbarung geschlossen.

Der Freistaat Bayern sichert in den Zielvereinbarungen den staatlichen Hochschulen verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und damit Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu. Als Grundlage dazu dient das Innovationsbündnis 2018. In dessen Rahmen stehen als zusätzliche Finanzierungsquelle pro Jahr deutlich über 10 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds zur Verfügung. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sind dies spürbar mehr als 50 Millionen Euro.

Die Hochschulen ihrerseits verpflichten sich, die erforderlichen Ausbildungskapazitäten sicherzustellen, die Qualität in der Lehre systematisch weiterzuentwickeln und weitere hochschulpolitische Zielsetzungen nachdrücklich zu verfolgen, etwa die Internationalisierung oder auch die Frauenförderung.

Für Minister Spaenle schaffen die Zielvereinbarungen eine Win-win-Situation für die Vertragspartner: „Der Freistaat Bayern fördert damit die Qualität in Forschung und Lehre. Und die Hochschulen selbst können gestützt auf die Planungs- und Finanzsicherheit eigene Schwerpunkte ausbauen und sich weiterentwickeln.“

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Präsidentin Uta M. Feser unterzeichnen die Zielvereinbarung der Hochschule Neu-Ulm
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Präsidentin Uta M. Feser unterzeichnen die Zielvereinbarung der Hochschule Neu-Ulm

Finanzielle Sicherheit für die Hochschulen

Mit den unterzeichneten Vereinbarungen sichert der Freistaat  den Hochschulen zusätzliche Mittel für die Ausbauplanung zu. Er garantiert zudem, dass die Haushaltsansätze, die vom Innovationsbündnis umfasst werden, während der gesamten Laufzeit nicht unter die des Jahres 2013 fallen. „Diese Zusicherung des Freistaats Bayern eines verlässlichen Haushalts auf einem hohen Niveau verdient auch bundesweit Beachtung“, betonte Minister Spaenle.

Hochschulen können den ihnen überlassenen Spielraum für eigene, individuelle Zielsetzungen proaktiv nutzen. In den Zielvereinbarungen werden strukturelle Fragen wie der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems und die Steigerung der Effizienz der Hochschulverwaltung ebenso aufgegriffen wie auch Ansätze, wie man Profilsetzungen in der Forschung rascher verwirklichen kann, etwa durch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses oder die Weiterentwicklung von Netzwerkstrukturen auch mit Einrichtungen außerhalb der Hochschulen.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, Präsident Karl-Dieter Grüske und Staatssekretär Bernd Sibler mit der Zielvereinbarung für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, Präsident Karl-Dieter Grüske und Staatssekretär Bernd Sibler mit der Zielvereinbarung für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Weitere 300 Millionen Euro dienen allein dem Ausbau der Studienplätze

Ebenfalls in die Zielvereinbarungen zwischen Freistaat und Hochschulen sind Leistungen und Gegenleistungen zum weiteren Ausbau der Ausbildungskapazitäten aufgenommen. Zu diesem Zweck stellt der Freistaat Bayern umfangreiche Gelder zur Verfügung. „Den Ausbau der Studienplätze fördert der Freistaat im aktuellen Haushaltsjahr allein mit deutlich mehr als 300 Millionen Euro“, konkretisierte Minister Spaenle abschließend.

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