Realschule Poing: Kultusminister nimmt Neubau in Betrieb

Schulleiter Matthias Wabner (rechts) spielt zur Einweihung der Realschule Poing
Schulleiter Matthias Wabner (rechts) spielt zur Einweihung der Realschule Poing

Schulkleidung, Dreifach-Turnhalle oder Medienreferenzschule. Die Realschule Poing befindet sich zwar noch im Aufbau, hat aber schon jetzt einiges zu bieten. Kultusminister Spaenle weihte nun den Neubau ein: „Ein Tag der Freude für Poing und für die Bildungslandschaft in Bayern.“

Kultusminister Ludwig Spaenle bei seinem Grußwort
Kultusminister Ludwig Spaenle bei seinem Grußwort

Die offizielle Inbetriebnahme des Neubaus der Staatlichen Realschule Poing mit Dreifach-Sporthalle nahm Kultusminister Ludwig Spaenle gemeinsam mit dem Ebersberger Landrat Gottlieb Fauth, dem Poinger Bürgermeister Albert Hingerl und dem Schulleiter Matthias Wabner vor. Der Minister formulierte dabei auch seine bildungspolitischen Grundvorstellungen: "Wir wollen für alle Kinder und Jugendliche mit ihren unterschiedlichen Interessen und Begabungen einen passgenauen Weg eröffnen, sei es über die Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium." "Realschulbildung bereitet", so Minister Spaenle weiter, "junge Menschen sehr gut auf alle Möglichkeiten vor, ihren Weg weiterzugehen". Sie können z. B. die duale Ausbildung einschlagen und die Berufliche Oberschule besuchen. Seit seiner Amtsübernahme im Herbst 2008 hat Minister Spaenle 15 Realschulen in Bayern neu genehmigt.

Landrat Fauth würdigte die enge und intensive Zusammenarbeit mit dem Schulleiter der Realschule, Matthias Wabner, bei der Planung des Baus. Mit hoher Geschwindigkeit habe der Schulbau in der Form der Private Partnership realisiert werden können. Der Landrat ergänzte: "Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen."

Bürgermeister Hingerl zog sein Fazit der langjährigen Bemühungen von Gemeinde, Landkreis und Freistaat, die nun den Schülerinnen und Schülern vor Ort neue Perspektiven eröffnen: "Was lange währt, wird endlich gut."

Unter anderem eine Trachtentanzgruppe gestaltete die Einweihungsfeier
Unter anderem eine Trachtentanzgruppe gestaltete die Einweihungsfeier

Die in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 bereits vierzügige Realschule Poing, die Kultusminister Spaenle im Rahmen eines Kooperationsmodells mit einer Mittelschule genehmigt hatte, ist eingebunden in ein Schulzentrum am Schulplatz in der Marktgemeinde. Diesem gehören die Grund- und Mittelschule Poing sowie das Sonderpädagogische Förderzentrum an. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich zudem ein Kindergarten. Die im Aufbau befindliche Realschule Poing bietet den bislang knapp 350 Schülerinnen alle Wahlpflichtfächergruppen an, ferner ein gebundenes und offenes Ganztagsangebot.

Reger Andrang: Die Schulfamilie bei der Einweihung ihres neuen Gebäudes
Reger Andrang: Die Schulfamilie bei der Einweihung ihres neuen Gebäudes

Der Neubau war im Frühjahr 2012 begonnen und war nun bezogen worden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro; davon hat der Landkreis Ebersberg 17 Millionen Euro übernommen, ferner die Gemeinde Poing 2 Millionen Euro. Bayern hat 6 Millionen Euro zugesichert.
Die Staatliche Realschule unter Leitung von Matthias Wabner und seiner Stellvertreterin Sylvia Schnaubelt, der ehemaligen Stellvertretenden Pressesprecherin des Kultusministeriums, pflegt ein intensives Wir-Gefühl, das sich auch in einer Schulverfassung und einer Schulkleidung niederschlägt. Sie präsentiert sich als moderner Lern- und Lebensraum. Die Schule nutzt die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Technik für die Kommunikation und der Energieersparnis. Das Gebäude wurde als Passivhaus errichtet und hat den Status einer Referenzschule für Medienbildung.

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