Wertebündnis Bayern: Schulen vernetzen sich mit 81 Bündnispartnern

Vertreter der 81 Partner-Organisationen waren in München anwesend
Vertreter der 81 Partner-Organisationen waren in München anwesend

Bei dem ersten Treffen des Wertebündnis Bayern in diesem Jahr hat Kultusminister Spaenle die Untrennbarkeit von Schule und Werteerziehung betont. Das Bündnis möchte Kinder und Jugendliche in ihrer Werteorientierung weiter stärken und fördern.

Das bayerische Wertebündnis hat sich entwickelt aus der Initiative des Kultusministeriums Werte machen stark. Nach dem Zusammenschluss zahlreicher Organisationen aus Kirchen und Wirtschaft, aus Sport, Kultur und Medien gemeinsam mit Erziehern und Lehrern erfolgte im März 2010 der offizielle Start des Wertebündnis Bayern. Momentan arbeiten dort 81 Partner-Organisationen  zusammen.

Kultusminister Ludwig Spaenle
Kultusminister Ludwig Spaenle

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle freute sich, viele Teilnehmer des Bündnisses zu ihrem ersten Treffen in diesem Jahr im Ministerium begrüßen zu dürfen: „Der Tagungsort Kultusministerium ist auch ein Sinnbild für die Vernetzung der Schule mit allen wichtigen Akteuren der Erziehung von Kindern und Jugendlichen“, so Ludwig Spaenle. „Die Werteerziehung ist ein übergeordnetes Ziel der schulischen Bildung – ein Auftrag, der im Artikel 131 der Bayerischen Verfassung fest verankert ist.“

Das Kultusministerium unterstützt die Lehrkräfte bei diesem Auftrag mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen. „Zur Werteerziehung gehört auch die Prävention gegen Gewalt, Sucht, Mobbing und rechtsextreme Einstellungen“, sagte der Minister. „Denn die Schulen müssen allen ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen ein friedliches, angstfreies und gesundes Zusammenleben ermöglichen. Das umfassende Präventionskonzept des Kultusministeriums basiert auf einer Verzahnung von Intervention und Primärprävention.“

Dabei erhalten die Schulen Unterstützung durch ein landesweites Netz aus rund 700 Schulpsychologen, 2.500 Beratungslehrern, Verbindungslehrern, Medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungslehrkräften und Sozialpädagogen als Ansprechpartner für Schüler und Lehrkräfte. Zudem stehen die neun Staatlichen Schulberatungsstellen auf regionaler Ebene Eltern, Schülern und Lehrkräften bei allen Fragen und Problemen als kompetente Ansprechpartner zur Seite.

Das Ziel der Wertevermittlung ist es, personale, soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen zu entwickeln und zu fördern – Kindern und Jugendlichen Raum zu geben für persönliche Stärke, für ein solides Selbstwertgefühl und eine tragende Beziehungsfähigkeit.

Vertreter des Wertebündnis Bayern im Kultusministerium in München
Vertreter des Wertebündnis Bayern im Kultusministerium in München

„Der schulische Bildungs- und Erziehungsauftrag kann besonders dann gut gelingen, wenn die Schulen mit anderen gesellschaftlichen Akteuren gut vernetzt sind“, so Spaenle. „Deshalb initiieren wir Bildungsregionen in ganz Bayern. Direkt vor Ort sollen Dialogforen und Arbeitskreise mit allen Beteiligten den Weg bereiten, die Bildungsangebote zu vernetzen, die Qualität der Bildung weiter zu verbessern und die Bildungschancen junger Menschen weiter zu erhöhen. 

In einer Bildungsregion arbeiten Schulen und außerschulische Organisationen zusammen, um die Bildungsqualität in ihrer Region zu verbessern. Für den Bereich der Werteerziehung ist dies von besonderer Bedeutung. Denn schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger werden noch besser vernetzt, um die Öffnung der Schulen in die Region zu intensivieren.“

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