Ingenieurwissenschaften Fünf Studentinnen für Arbeiten geehrt

Fünf Studentinnen der Ingenieurwissenschaften wurden mit einem Preis von je 2.000 Euro für ihre hervorragenden Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten geehrt. Die Preisträgerinnen beweisen damit, dass es sich nicht mehr um eine Männerdomäne handelt. Diese Ehrungen dienen auch als Inspiration für junge Schülerinnen, die sich ein Studium in diesem Bereich vorstellen können.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle gab in München die fünf Studentinnen der Ingenieurwissenschaften bekannt, die in diesem Jahr für ihre hervorragenden Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten an bayerischen Hochschulen ausgezeichnet werden. Die mit 2.000 Euro dotierten Preise werden jährlich auf Vorschlag der Hochschulen vergeben.

Minister Spaenle gratulierte den Akademikerinnen zu ihren Leistungen: „Sie haben gezeigt, dass MINT-Fächer längst keine Männerdomäne mehr sind. Ihre Erfolge können Mädchen und junge Frauen dazu inspirieren, sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen vertieft auseinanderzusetzen und ein entsprechendes Studium aufzunehmen.“ Knapp ein Drittel aller MINT-Studierenden in Bayern sind Frauen. Für Minister Spaenle ist dies jedoch noch zu wenig: „Wir müssen weiter daran arbeiten, junge Frauen für ein Studium der technischen Fächer zu begeistern. Denn der Forschungs- und Wissenschaftsstandort Bayern ist auf sehr gut ausgebildete Ingenieure und Ingenieurinnen angewiesen.“

Vielfältige Maßnahmen, um Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen

Um den Frauenanteil in MINT-Fächern weiter zu steigern, ist Bayern 2012 dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten. Gemeinsam mit Partnereinrichtungen unterstützt der Freistaat dabei vielfältige Initiativen. Beispielhaft ist auch das Projekt „Best MINT“: Hier werden neben einer eigens eingerichteten Beratungs- und Koordinierungsstelle am Ministerium gezielt Maßnahmen an Hochschulen gefördert, die dem Studienabbruch speziell in diesen Studiengängen entgegen wirken. Angebote wie der Girls’ Day, an dem jährlich über 20.000 Mädchen und junge Frauen in Bayern teilnehmen können, sorgen zudem für praxisnahe Einblicke in technische Berufsfelder, die für Frauen traditionell untypisch sind.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle ehrt die Preisträgerinnen im
Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe am 21. Oktober 2014 um 16
Uhr im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft
und Kunst.

Die Preisträgerinnen sind:

  • Dr.-Ing. Maria Magdalena Jarczyk: Studium im Diplomstudiengang Mathematik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg mit Vertiefungsrichtung Technik und Doktor der Ingenieurwissenschaften an der Universität der Bundeswehr; Dissertation „Numerische Modellierung von turbulenten Strömungen realer Gasgemische“
  • Vera Jüchter (M. Sc.): Bachelorstudium der Werkstoffwissenschaften und Masterstudium der Materialwissenschaften und Werkstofftechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg; Masterarbeit: „Prozessfenster und Gefügeeinstellung von TiAl6V4 im Selektiven Elektronenstrahlschmelzen (SEBM)“
  • Julia Kolbinger (B. Eng.): Bachelorstudium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ingolstadt; Bachelorarbeit: „Berechnung allgemeingültiger Fehlertransferfunktionen für Inertialsysteme“
  • Corinna Fischer (M. Eng.): Bachelorstudium des Wirtschaftsingenieurwesens und Masterstudium der Verbundwerkstoffe an der Hochschule Hof; Masterarbeit: „Entwicklung von reibungs- und verschleißoptimierten Hochtemperaturwerkstoffen auf Basis langfaserverstärkter Folien“
  • Dr.-Ing. Christina Artmann: Diplom- und Masterstudium Maschinenbau an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und Doktor der Ingenieurwissenschaften an der OTH Regensburg in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Straubing der TU München; Dissertation: „Ein neues Verfahren zur Online-Ermittlung der Schmierölverdünnung bei Verbrennungsmotoren“

Weitere Informationen

Stand: 4. August 2014 // Bild: wikipedia - Argonne National Laboratory

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