Mobben stoppen: Landesschülerrat kämpft mit eigenem Wettbewerb gegen Mobbing

Die Richard-Rother-Realschule Kitzingen gewann den 1. Preis der Realschulen

Die Richard-Rother-Realschule Kitzingen gewann den 1. Preis der Realschulen

"Hey Du Opfer" stand auf einem Zettelchen. Dann folgten böse Pinnwand-Kommentare auf Facebook. Was erst klein anfing, endete mit einer Prügelei auf dem Heimweg. Mobben stoppen heißt ein Wettbewerb des Landesschülerrates. In München wurden nun vier Schularten für die besten Beiträge gegen Mobbing ausgezeichnet.

Das Logo des Wettbewerbs

Das Logo des Wettbewerbs

Ein Film gegen Mobbing, selbst produzierte Radio-Beiträge, ein Handbuch, Aktionstage an der Schule oder die Ausbildung zu Streitschlichtern – mit diesen spannenden Projekten haben sich Schulen beworben. Nach einer Umfrage einer Krankenkasse hatten 15 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Bayern schon einmal Probleme mit Mobbing.

Der Landesschülerrat hat daher seinen Wettbewerb entworfen: Mobben stoppen. In München wurden nun Schulen ausgezeichnet, die besonders nachhaltige, kreative und engagierte Projekte und Konzepte gegen Mobbing entwickelt und umgesetzt haben.

„Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche angstfrei lernen, leben und aufwachsen können“, erklärte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Der Landesschülerrat hat mit Mobben stoppen einen Wettbewerb initiiert und durchgeführt, bei dem Schüler für Schüler eintreten und sich für ein Miteinander in gegenseitiger Anerkennung und Achtung stark machen“, so Spaenle. 

Aus ganz Bayern gingen 120 Wettbewerbsbeiträge ein. Die teilnehmenden Schulen nutzten dabei ganz verschiedene Medienarten aus.

David Rappenglück

David Rappenglück

David Rappenglück, Landes- schülersprecher, beschrieb die Zielsetzung des Landesschülerrates folgendermaßen: „Ziel des Wettbewerbes Mobben stoppen ist es, offen mit dem Thema umzugehen. Wir möchten auf diese Problematik aufmerksam machen und offen darüber reden. Die Probleme gibt es an allen Schulen. Nur durch einen offenen Dialog kann eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

Die Besonderheit unseres Wettbewerbes: Die Initiative geht von Schülern aus. Die meisten Projekte wurden von Lehrern mitbetreut oder wurden komplett in Eigenregie durchgeführt. So wird deutlich: Die Schüler wollen sich aktiv gegen Mobbing einsetzen.“

Die Bandbreite der vorgestellten Projekte ist beeindruckend: Von einem Anti-Mobbing-Handbuch, über Film- und Radiobeiträge bis hin zu Aktionstagen und Ausbildungen zu Mediatoren, Streitschlichter und einem Pausenhelferdienst reichen die Ideen, Projekte und Konzepte der zwölf Siegerschulen im Wettbewerb Mobben stoppen. Den Wettbewerb hatte der Landesschülerrat in Bayern für Schulen aller Schularten ins Leben gerufen und im 2. Schulhalbjahr 2010/2011 durchgeführt.

„Die Schülerinnen und Schüler haben uns gezeigt, wie sie sich als Schulfamilie aktiv dagegen stellen, falls Mitschüler gekränkt, ausgegrenzt und unterdrückt werden. Dies unterstützt die intensiven Anstrengungen des Kultusministeriums auf diesem Gebiet“, sagte Kultusminister Spaenle mit Blick auf das Landesprogramm „Schule als Lebensraum – ohne Mobbing!“. Dieses groß angelegte Lehrerfortbildungsprojekt wurde 2010 zur Unterstützung bayerischer Schulen ins Leben gerufen und wird zum laufenden Schuljahr bereits bayernweit umgesetzt. Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse hat das Kultusministerium Ende Oktober 2011 darüber hinaus 1.200 Anti-Mobbing-Koffer an die Schulberatungsstellen übergeben, die interessierte Schulen dort kostenfrei anfordern können. „Mit all diesen Maßnahmen möchten wir die Schulen darin unterstützen, ein offenes und angstfreies Schulklima zu schaffen und junge Menschen für einen respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren“, so Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

Folgende Schulen wurden mit Geldpreisen von 500 Euro (1. Preis), 300 Euro (2. Preis) und 200 Euro (3. Preis) ausgezeichnet.

Kategorie Gymnasium:

  • Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf
  • Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern
  • Willstätter Gymnasium Nürnberg

Kategorie Realschule:

  • Richard-Rother-Realschule, Kitzingen
  • Konrad-Max-Kunz-Realschule, Schwandorf
  • Realschule am Maindreieck, Ochsenfurt

Kategorie Haupt-/Mittelschule:

  • Mittelschule Cadolzburg
  • Mittelschule Oberes Rodachtal, Steinwiesen
  • Weiß-Ferdl-Hauptschule, Altötting

Kategorie Berufliche Schulen und Förderschulen:

  • Reichshainschule Memmingen
  • Sonderpäd. Förderzentrum Pfaffendorf
  • Berufliche Schulen Haus St.Marien, Neumarkt

Die Preisträger von Mobben Stoppen

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Stand: 15. November 2011

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