Musik für Schüler: Klassische Musik hautnah an Mittelschulen erleben

Staatssekretär Bernd Sibler mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6

Staatssekretär Bernd Sibler mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6

Junge Schülerinnen und Schüler für klassische Musik begeistern – in dem Projekt Musik für Schüler kommen dazu die Kammermusiker in die Schule. Mit Hilfe einer Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Bernd Sibler wurden 45 Klassik-Konzerte an Mittelschulen in Schwaben und Niederbayern organisiert.

Nicht nur die erste Reihe musste bei dem Konzert mitspielen

Nicht nur die erste Reihe musste bei dem Konzert mitspielen

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Ruhstorf drängen aufgeregt in den Musikraum – auf dem Spielplan steht etwas, worauf sie sich sehr freuen: Ein klassisches Konzert. Es ist bereits das dritte Konzert, das sie hören. Von den 69 Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 spielen rund 40 selber ein Instrument – die Schule Ruhstorf wurde schon 2003 zur ersten bayerischen Musikhauptschule ernannt.

Doch dieses Konzert ist etwas ganz Besonderes: Es ist das Abschlusskonzert des Projekts Musik für Schüler. Musiker besuchten dazu 15 Schulen auf dem Land. Bei den ersten beiden Konzerten sahen, hörten und spürten die Kinder vor allem die Instrumente Viola, Klarinette, Klavier, Gitarre und den Gesang. Heute spielen sich Violoncello und Kontrabass in den Vordergrund.

Von Februar bis Mai wurden an insgesamt 15 Mittelschulen in Schwaben und Niederbayern jeweils drei Kammerkonzerte in unterschiedlicher Besetzung und mit wechselndem Programm gegeben. Die Musiker zeigen ihre Spielfreude, sie binden die Kinder immer mit ein, reden und scherzen mit ihnen. Davon nicht ausgenommen war Staatssekretär Bernd Sibler, der als Schirmherr der Veranstaltung das Konzert in Ruhstorf in der ersten Reihe mitverfolgte.

Staatssekretär Bernd Sibler in Ruhstorf

Staatssekretär Bernd Sibler in Ruhstorf

"Die Kammerkonzerte sind in vielen Fällen die erste tiefgreifendere Begegnung der Schülerinnen und Schüler mit klassischen Werken", erläuterte der Kultusstaatssekretär. "Klassische Musik für sie erlebbar zu machen und ihr Interesse an Musikinstrumenten zu wecken, liegt mir am Herzen", so Sibler. Er sprach von einem beispielhaften Projekt im Rahmen der musikalischen Bildung.

Ziel der Konzerte an den Schulen ist es, klassische Musik einem breiteren Publikum zu eröffnen. Gerade für Kinder, die im Alltag nur wenige Berührungspunkte zu dieser Musik haben, etwa, weil in ihrem Heimatraum nur selten klassische Konzerte besucht werden können. Die Musiker sind dabei immer auch Moderatoren, sie erklären ihre Musik und ihre Spielweise auf kindgerechte Art und Weise. Diese direkte Art kommt sehr gut an: Nach den ersten beiden Konzerten umringten die Kinder die Musiker. "Davon will ich mehr hören", sagte ein Junge. "Es war einfach nur schön, zuzuhören und zuzuschauen", meinte ein anderer. Ein Mädchen hatte sogar geschrieben: "Ihr seid mein Vorbild", ein anderes: „Das gesamte Konzert hat mir gut gefallen – es war interessant und teilweise lustig.“

Bratsche, Violoncello und Kontrabass fesselten die jungen Zuhörer

Bratsche, Violoncello und Kontrabass fesselten die jungen Zuhörer

Das Pilotprojekt Musik für Schüler ist eine Initiative der gemeinnützigen Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation in Kooperation mit dem Kultusministerium und der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM).

Staatssekretär Bernd Sibler dankte nachdrücklich der Internationalen Stiftung für die Initiative und für die Übernahme der Kosten der Konzerte. Die Stiftung wurde 1995 von Erich Fischer gegründet. Sie bezieht für die Vielzahl ihrer sozialen Projekte fast keine Spendengelder. Nach den Pfingstferien will die Stiftung interessierten Schülern drei Schnupperstunden Instrumental-Unterricht bezahlen – die Schulen werden bei der Organisation helfen.

Weitere Informationen zur Stiftung

Stand: 24. Mai 2012 / Fotos: Frieder Köbele

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