Hochbegabung bezeichnet ein weit über dem Durchschnitt liegendes Maß an Intelligenz. Aber: Die Feststellung eines hohen Intelligenzquotienten rechtfertigt noch nicht die Definition Hochbegabung. Ergänzend müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden.
Das Münchner Hochbegabungsmodell von K. Heller u.a. macht in differenzierter Form deutlich, welchen Stellenwert die Intelligenzmessung im Gesamtzusammenhang einnimmt und welche Faktoren für die Entwicklung und Manifestation der besonders Begabten bedeutsam sind. Die Einbindung der Leistungsbereiche (Kriterien) betont zudem die Bedeutung der besonderen Leistung auf einem Gebiet oder in mehreren Teilbereichen. In der Beratungssituation hilft das Modell auch, die Beteiligten auf mögliche Schwachstellen aufmerksam zu machen, über Interventions- und Veränderungsmöglichkeiten zu diskutieren und vorschnell gefasste, monokausale Ursachenzuschreibungen (typisches Beispiel: „Mein Kind lernt nicht, weil es im Unterricht unterfordert ist.“) zu hinterfragen.
Und: Zum Thema Hochbegabung sind auch regionale Angebote und Selbsthilfegruppen wertvoll, da im nahen Umfeld Unterstützung und Hilfe besonders effektiv wirken können. Beachten Sie dazu auch die Informationen auf den regionalen Seiten der Schulberatung.

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