Pressemitteilungen

Nr. 028 vom 15.02.2016

Trenckverein überreichte Pandurenhut und Kavalleriesäbel an Kultusminister Spaenle

Minister Ludwig Spaenle hat heute Schirmherrschaft für Freilicht-Spiele Trenck der Pandur in der Oberpfalz übernommen - Präsident Löffler und Vorstände des Trenckvereins dankten Staatsminister

MÜNCHEN/WALDMÜNCHEN. Einen Tschako (militärische Kopfbedeckung) und einen Säbel, wie sie die Panduren als Verbündete Kaiserin Maria Theresias im 18. Jahrhunderte getragen haben, haben heute Präsident Landrat Franz Löffler sowie die Vorstände des Trenckvereins aus Waldmünchen in der Oberpfalz Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle überreicht. An dem Termin hat auch Bürgermeister Markus Ackermann teilgenommen. Minister Spaenle würdigte das traditionsreiche Freilichtspiel aufgrund des enormen bürgergesellschaftlichen Engagements. Über 300 Frauen, Männer und Kinder aus der Region gestalten hier jedes Jahr aktiv das Freilichtspiel. „Als Historiker ist mir die Bedeutung des Österreichischen Erbfolgekriegs und die Rolle, die dabei Trenck der Pandur gespielt hat, bekannt. Für mich war das Grund genug, die Einladung von Landrat Löffler, Bürgermeister Ackermann und der Vereinsvorstände Alois Frank, Roswitha Preis und Martin Frank anzunehmen und die Schirmherrschaft zu übernehmen“, sagte der Minister.

Als Präsident des Trenckvereins macht Landrat Löffler die Gründe des Vereins deutlich, Kultusminister Spaenle um die Übernahme der Schirmherrschaft zu bitten: Minister Spaenle sei für die Förderung und Pflege der Kultur verantwortlich und habe bewiesen, dass ihm die Verarbeitung historischer Stoffe dabei sehr am Herzen liege.
Vereinsvorstand Alois Frank dankte Minister Spaenle für die Übernahme der Schirmherrenfunktion und freut sich bereits auf die gemeinsame Eröffnung der Festspiele im Juli in Waldmünchen. 
 
Die beiden Symbole, Säbel und Tschako, erinnern an eine existenzielle Bedrohung der Menschen in der bayerischen Stadt Waldmünchen in der Oberpfalz im Jahr 1742 durch den Pandurenoberst Trenck im Österreichischen Erbfolgekrieg. An Tschako und Säbel erkannten die Zeitgenossen die Verbündeten der österreichischen Kaiserin.

Historischer Bezug zu den Freilichtspielen, die vom 8. Juli bis 12. August 2016 aufgeführt werden, ist das Datum 15. September 1742. An diesem Tag hat der Pandurenoberst Franz Freiherr von der Trenck im Auftrag der österreichischen Kaiserin Maria Theresia Waldmünchen belagert. Die Auseinandersetzung ergab sich aus dem Versuch von Bayerns Kurfürst Karl Albrecht von Wittelsbach, Maria Theresia die Habsburger Monarchie streitig zu machen. Maria Theresia konnte letztlich ihren Anspruch auf die Macht in Österreich und die Kaiserkrone im Deutschen Reich durchsetzen.

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105


Unter dem Link  http://steffen-leiprecht.de/download können Fotos von der Übergabe von Säbel und Pandurenhut heruntergeladen werden.

Das Passwort lautet: kumpr

 

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