Pressemitteilungen

Nr. 310 vom 01.10.2014

Bayerische Kunstförderpreise 2014 für junge Darstellende Künstler aus Augsburg und München

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Preisträger bekannt - Je 6.000 Euro für "herausragende bayerische Nachwuchskünstlerinnen und  -künstler"

MÜNCHEN. Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute in München die bayerischen Kunstförderpreisträgerinnen und -preisträger 2014 in der Sparte Darstellende Kunst bekannt gegeben. Die mit je 6.000 Euro dotierten Preise gehen an Anna Drexler, Franz Pätzold, Cathrin Lange und Anna-Maria Thoma. „Mit den Bayerischen Kunstförderpreisen zeichnen wir herausragende bayerische Nachwuchskünstlerinnen und -künstler aus“, betont Kunstminister Spaenle. „Unsere Preisträger in der Sparte Darstellende Kunst haben durch ihr Spiel auf der Bühne nicht nur die Jury beeindruckt. Der Preis soll für unsere jungen Talente nicht nur Anerkennung, sondern auch ein Ansporn für ihre weitere Entwicklung sein“, so Spaenle weiter. Für ihr weiteres Schaffen wünschte der Minister den Preisträgerinnen und Preisträgern viel Erfolg.

Junge Künstler aus Augsburg und München

Anna Drexler, geboren 1990 in Filderstadt, erhielt ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Für die Rolle der Sofja Alexandrowna (Sonja) in „Onkel Wanja“ an den Münchner Kammerspielen wurde sie 2013 von der Fachzeitschrift „Theater heute" zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Drexler festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Die Jury hält sie einstimmig für eine absolute Hochbegabung im Schauspielfach. Mit ihrer fabelhaft ruhenden Natürlichkeit falle sie auf, so die Jury, jeder Auftritt sei eine stille Sensation, fein schillernd und extrem nuanciert.

Franz Pätzold, geboren 1989 in Dresden, wurde an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Halle ausgebildet. Seit 2011 ist er Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel. In der 2014 mit der Einladung zum Berliner Theatertreffen ausgezeichneten Produktion „Reise ans Ende der Nacht“ war er in einer Hauptrolle besetzt. Daneben spielte und spielt er Rollen in zahlreichen weiteren Produktionen des Staatsschauspiels, darunter „Pünktchen und Anton“, „In Agonie“, Jean Pauls „Flegeljahren“ und „Der Sturm“. Die Jury überzeugte er mit seiner Einsatzfreude, Virtuosität und Chuzpe sowie der großen Ernsthaftigkeit, Offenheit und Hingabe, mit der er sich auch schwierige Rollen aneignet.

Cathrin Lange, geboren 1982, studierte von 2001 bis 2007 Gesang an der Folkwang Universität der Künste in Essen und besuchte zahlreiche Meisterkurse. Seit 2009 ist Cathrin Lange festes Ensemblemitglied am Theater Augsburg. Hier feierte sie zunächst im Soubrettenfach mit Partien wie Adele in „Die Fledermaus“ oder Musette in „La Boheme“ große Erfolge. Im Verlauf der Zeit entwickelte sich ihre Stimme zunehmend in Richtung lyrisches Fach. Die Jury hält sie für eine ausgezeichnete Sängerdarstellerin, die über ein hohes Maß an Musikalität in einer enormen Bandbreite von Mozart bis Nono verfügt. Ihr gelinge die Verbindung von tadellosem Gesang und ausdrucksstarker Darstellung, so die Jury.

Anna-Maria Thoma, geboren 1984, studierte von 2007 bis 2012 an der Hochschule für Musik und Theater München. Nach ihrem Diplom setzte sie ihre Ausbildung im Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang in München fort. Sie trat in einer Reihe von Produktionen der Bayerischen Theaterakademie auf, darunter „Impressions de Pelléas“, „Street Scene“, „Adelasia ed Aleramo“ und zuletzt in der Titelrolle der Oper „Salomé“. Dass sie mit großer Lust am Spiel die vielen Facetten ihrer Figuren ausleuchte und nie nur schön, sondern dramatisch richtig sang, überzeugte die Jury. In Antoine Mariottes „Salomé“ habe sie zuletzt die Titelfigur mit einer Urgewalt verkörpert, die stimmlich vom Heranreifen eines großen, dramatischen Mezzo kündete. Zusammen mit ihrer Stimme biete Thomas Spiel ein Erlebnis seltener Güte, so die Jury.

Bayerischer Kunstförderpreis

Der Bayerische Kunstförderpreis wird jährlich in den vier Sparten „Bildende Kunst“, „Darstellende Kunst“, „Musik und Tanz“ sowie „Literatur“ vergeben. Die Preisträger sollen in Bayern leben, dort ihren Schaffensmittelpunkt haben und dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Voraussetzung ist zudem, dass sie über eine außergewöhnliche künstlerische Begabung verfügen und durch herausragende Leistungen hervorgetreten sind. Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag von Fachjurys vergeben.

Die feierliche Verleihung der Preise erfolgt am 3. November durch Kunstminister Dr. Spaenle in der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Auf Wunsch vermitteln wir gerne für Ihre Berichterstattung den Kontakt zu den Preisträgern.

hg. Kathrin Gallitz, Tel. 089 2186 2108

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