Pressemitteilungen

Nr. 226 vom 06.10.2011

„Unterrichtsausfall konsequent zu Leibe rücken“ - „Die verlässliche Schule ist unser Ziel“ – Mobile Reserven und Geldmittel als Hauptinstrumente

Bayern Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle will auf der Basis eines Gesamtkonzepts den Ausfall von Unterricht an den Schulen reduzieren– „Ich setze mich bei den Haushaltsverhandlungen für zusätzliche Mittel ein“

MÜNCHEN. Mit einem Gesamtkonzept will Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle dem Unterrichtsausfall konsequent zu Leibe rücken und den Unterricht an den Schulen in Bayern sichern. „Unser Ziel ist es, dass für unsere Schülerinnen und Schüler möglichst wenig Unterrichtsstunden ausfallen.“
Zentrale Elemente, um diesem Ziel näherzukommen, sind nach dem Gesamtkonzept des Ministeriums die mobilen Reserven und die Zuweisung von Geldmitteln, mit denen die Schulen Aushilfslehrkräfte beschäftigen können. Diese sollen vor allem bei längerfristigem Unterrichtsausfall zum Einsatz kommen und damit wirkungsvoll den Unterrichtsausfall minimieren.
Die einzelnen Schulen sieht der Minister vor allem in kurzfristigen Vertretungsfällen in der Pflicht. In diesem Zusammenhang formulierte der Minister: „Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die den Schulleitungen in Eigenverantwortung zur Sicherung des Unterrichts zur Verfügung stehen. Die Eltern können zu Recht erwarten, dass die Schulleitungen diese Möglichkeiten voll ausschöpfen.“ Zu den Möglichkeiten zählen u. a. angeordnete Mehrarbeit und Mehrung der Unterrichtsverpflichtung mit anschließender Minderung.

Als Grundlage für die Optimierung der bereits gängigen Instrumente dient künftig eine verfeinerte Erhebung der Unterrichtssituation. Ab dem kommenden Jahr will der Minister alle weiterführenden allgemeinbildenden Schulen in die Erhebung mit einbeziehen, um mit Blick auf die einzelne Schule und bestimmte Zeitpunkte eine Art Frühwarnsystem zu installieren.

Nach der bisherigen repräsentativ angelegten Erhebung, die bereits zum Schuljahr 2010/2011 zeitlich ausgeweitet worden ist, liegt der Anteil des Unterrichts, der ersatzlos ausfällt, je nach Schulart zwischen 1,0 und 3,9 Prozent, durchschnittlich aber bei knapp zwei Prozent.

Wenn wir diese Instrumente im Sinne des Gesamtkonzepts ausbauen und optimiert einsetzen können, ist die verlässliche Schule in greifbarer Nähe“, so der Minister abschließend. Und die ist für Dr. Spaenle eine wichtige Basis für eine qualitativ anspruchsvolle schulische Bildung für die jungen Menschen. Im Rahmen der Entwicklung der eigenverantwortlichen Schule stellt sich Minister Spaenle mittelfristig durchaus die Schaffung eines Personalbudgets an jeder Schule vor Ort vor, um den Unterricht zu sichern.
 

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105

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