Bayerischer Landtag: Kultusminister zieht Bilanz zu den Abiturprüfungen der G8-Schüler

Bei den Abiturprüfungen zum achtjährigen Gymnasium haben mehr Schülerinnen und Schüler als am neunjährigen Gymnasium ein sehr gutes Ergebnis erzielt

Bei den Abiturprüfungen zum achtjährigen Gymnasium haben mehr Schülerinnen und Schüler als am neunjährigen Gymnasium ein sehr gutes Ergebnis erzielt

"Das achtjährige Gymnasium hat seine erste Bewährungsprobe in Bayern bestanden. Wir haben die Hürden auf dem Weg genommen und es erfolgreich ins Ziel gebracht." Dieses Fazit zog heute Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle im Bayerischen Landtag auf der Basis einer Erhebung an staatlichen Gymnasien. Bei den Abiturprüfungen zum achtjährigen Gymnasium haben mehr Schülerinnen und Schüler als am neunjährigen Gymnasium ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

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"Ich freue mich, dass so viele Schülerinnen und Schüler ein sehr gutes Abiturzeugnis am achtjährigen Gymnasium erworben haben - allen Unkenrufen zum Trotz", so der Minister. Der Staatsminister dankte ausdrücklich den Lehrkräften, die sich mit großem Engagement einer qualitätsvollen Ausbildung der jungen Menschen gewidmet haben. "Es war unser Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler des neun- wie auch des achtjährigen Gymnasiums vergleichbare Leistungen erbringen konnten und dies ist gelungen", sagte Spaenle.

"Damit die Schülerinnen und Schüler des achtjährigen und des neunjährigen Gymnasiums gleichermaßen gute Chancen in der historischen Sondersituation haben, hat die Staatsregierung das Instrument des Monitoring und der Feinsteuerung 2009 beschlossen und umgesetzt", erinnerte der Minister. So wurden auf der Basis entsprechender Umfragen an den Schulen beispielsweise Änderungen im Stundenumfang ermöglicht und Hilfestellungen zum Niveau von Unterricht und Leistungsnachweisen gegeben. Erhebungen zu den Durchschnittsnoten der Halbsjahreszeugnisse von Schülerinnen und Schülern der Oberstufen beider gymnasialen Schulformen hatte ein nahezu identisches Notenbild ergeben.

Nicht in die Notengebung eingegriffen

Zu den jüngsten Prüfungs- ergebnissen: Es gibt eine deutliche Zunahme von Schülerinnen und Schülern mit hervorragenden Abiturleistungen. Es gibt aber auch eine Auffälligkeit: Einige Schülerinnen und Schüler konnten die im ursprünglichen Konzept vorgesehene Mindestpunktzahl von 5 Punkten (Note 4) in zwei der drei Pflichtfächer (Deutsch, Mathematik und Fremdsprache) nicht erbringen. Sie hatten aber insgesamt in mindestens der drei insgesamt fünf Abiturfächer die erforderlichen 5 Punkte erreicht. Darauf hat das Kultusministerium sachgerecht und im Rahmen der KMK-Vorgaben reagiert und "nachgesteuert". Die Schülerinnen und Schüler müssen in drei der fünf Prüfungsfächer eine Mindestanzahl von fünf Punkten erbringen. Sie müssen dabei in einem der drei Pflichtfächer mindestens 5 Punkte erreichen. In einem weiteren Fach müssen mindestens 4 Punkte (Note 4-) erzielt werden.

Es wurde weder in die Korrektur, noch in die Notengebung bei der Abiturprüfung am achtjährigen Gymnasium eingegriffen. "Durch unser Nachsteuern wahren wir die Chancen der Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs des achtjährigen Gymnasiums", machte der Minister nochmals die Verantwortung für die Zukunftschancen junger Menschen bewusst. "Deshalb begleiten wir die Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums so lange, bis sie ihr Abiturzeugnis in der Hand halten werden", schaute der Minister voraus. "Wir werden allerdings auch die kommenden Jahrgänge intensiv begleiten und uns aktiv Herausforderungen stellen, die sich dabei ergeben", kündigte Minister Spaenle die Fortsetzung des Monitoring an.
 
Alle Spitzenabiturienten zur Aufnahmeprüfung für die Begabtenförderung eingeladen

Alle Schülerinnen und Schüler werden beim Erreichen der Voraussetzungen zur Aufnahmeprüfung für das Max-Weber-Programm zur Begabtenförderung eingeladen, hatte Minister Spaenle bereits am Dienstag entschieden. Dazu müssen sie eine Durchschnittsnote von 1,3 in den Seminaren und Kursen erbracht haben, die in das Abiturzeugnis eingebracht werden müssen, sowie von 1,5 bei den eigentlichen Abiturprüfungen.
 
Anforderung von Hochschule und Arbeitswelt im Blick

"Das achtjährige Gymnasium soll die Schülerinnen und Schüler noch gezielter als bisher das neunjährige auf die Anforderungen von Hochschulen und Wirtschaft vorbereiten", fasste Minister Spaenle die Zielsetzung der Neukonzeption zusammen. Dazu dient auch das 5-Fächer-Abitur. Das Grundwissen und die Methodenkompetenz stehen im Mittelpunkt der Vermittlung. Die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache wurden gestärkt und zu Kernbestandteilen des 5-Fächer-Abiturs erhoben. Neue Fächer wie Informatik, Natur und Technik sowie Wirtschaftsinformatik wurden eingeführt, die Studien- und Berufsorientierung u. a. durch das P- und das W-Seminar gestärkt. Schließlich konnte mit dem Instrument der Intensivierungsstunden auch die individuelle Förderung verbessert werden.

Stand: 9. Juni 2011

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