
Kultusminister Dr. Spaenle gibt Förderung von 25 Projekten durch Kulturfonds Bayerns bekannt – 724.800 Euro fließen in Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchliche Bil-dungsarbeit und in sonstige kulturelle Veranstaltungen
MÜNCHEN. 25 Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchlichen Bildung sowie sonstige kulturelle Veranstaltungen werden im Jahr 2011 mit Fördergeldern in Höhe von 724.800 Euro durch den Kulturfonds Bayern gefördert. Dies gab heute Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in München nach der Sitzung des Haushaltsausschusses des Landtags bekannt.
„Mit den Mitteln des Kulturfonds Bayern können wir flexibel Projekte der Jugendarbeit, der kirchlichen Bildungsarbeit, der Erwachsenenbildung und kulturelle Einzelprojekte fördern und damit Akzente in den Regionen setzen“, so der Minister.
Eigens nannte Dr. Spaenle z. B. das Projekt „Computer auf dem Lande“, „SchuleWirtschaft – Senior-Consultant“ und „Lebenswelten“. Die Wirkung des Mitteleinsatzes ist überproportional groß. „Mit relativ kleinen Förderbeträgen setzen wir innovative und modellhafte Impulse für die Menschen in allen Regionen Bayerns“ würdigte Kultusminister Spaenle die Bedeutung des Kulturfonds.
Für die Mittelvergabe aus dem Kulturfonds sind u. a. die Wirkung und die erwarteten Ergebnisse der Maßnahmen, der Inhalt des Bildungsangebots sowie der bleibende Einfluss auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausschlaggebend. Die Projekte sollen nachhaltig angelegt und in der Region verankert sein.
Der Kulturfonds war 1996 ursprünglich aus Privatisierungserlösen eingerichtet worden. Jährlich können die Mittel für Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchlichen Bildungsarbeit und des internationalen Ideenaustauschs sowie für Sonstige kulturelle Veranstaltungen und Projekte verwendet werden.
Mit Blick auf Projekte aus den jüngsten Jahren lässt sich feststellen: Die vorgelegten Projekte beweisen, dass der Kulturfonds den Anstoß gibt für eine nachwirkende kulturelle Bildungsarbeit durch gemeinsame Anstrengungen der Beteiligten vor Ort.
Dr. Ludwig Unger
Tel. 089-21862105
Liste der Projekte, die vom Kulturfonds Bayern 2011 gefördert werden
1. Bezogen auf den inhaltlichen Schwerpunkt Jugendarbeit wird folgendes Projekt gefördert:
„Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen"
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, das im Januar 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 bezuschusste Fachprogramm "Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen" bis 2012 fortzuführen. Der Jugendring will bayernweit mit Trägern der Jugendarbeit Projekte initiieren, die die Etablierung von Jungen- und Männerarbeit und eine breite Fachdiskussion ermöglichen.
Innovative Formen der Jugendarbeit sollen angestoßen werden, um geeignete Umsetzungs- und Gestaltungsformen der Jungenarbeit in Bayern aufzuzeigen. Mit den Mitteln des Fachprogramms sollen Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte gefördert werden, die an den Lebenswelten von Jungen und jungen Männern ansetzen, das Selbstwertgefühl von Jungen stärken, damit diese ihre eigene Identität entwickeln und mit den an sie gestellten Anforderung adäquat umgehen.
Der Bayerische Jugendring erhält aus dem Kulturfonds 2011 einen weiteren Zuschuss in Höhe von 90.000 EUR.
2. Aus dem Bereich der Erwachsenenbildung werden folgende Projekte gefördert:
„Bildungsportal Bayern“
Als Service für die Bürgerinnen und Bürger will der Bayerische Volkshochschulverband ein „Bürgerportal Bayern“ für 60 Volkshochschulen einrichten – im Sinne einer träger-, institutionen- und regionenübergreifenden Internet-Weiterbildungsdatenbank. Die Datenbank kann zugleich genutzt werden als Grundlage für Bildungsberatungsangebote in den Kommunen. Das Vorbild liefert ein entsprechendes Internet-Angebot im Landkreis Ostallgäu und der Kreisfreien Stadt Kaufbeuren. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt.
Das Projekt wird aus dem Kulturfonds 2011 mit 60.500 EUR unterstützt.
„SCHULEWIRTSCHAFT - Senior-Consultant“
Die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Bayern will mit „SchuleWirtschaft – Senior-Consultant“ ehemaligen Entscheidungsträgern aus Schule und Arbeitswelt die Möglichkeit eröffnen, sich weiterhin für eine zukunftsorientierte Bildung vor Ort zu engagieren. Aktive Senioren sollen als Multiplikatoren und Berater ausgebildet und bayernweit eingesetzt werden und sich vor Ort für eine effektive Kooperation zwischen Schulen und Arbeitswelt einsetzen. Dabei soll auf die Generierung und Übertragung von lokalen Bestpractice Beispielen geachtet werden, wie z.B. die Auszeichnung von Hauptschülern, Patenprojekte, regionale Berufsorientierungsmessen, Elternabende etc..
Der „SCHULEWIRTSCHAFT-Senior-Consultant“ soll durch seine Tätigkeit Impulse für regionale, innovative und nachhaltige Bildung in den Regionen setzen. Die Projektlaufzeit ist auf zwei Jahre angesetzt.
Das Projekt war 2010 vom Kulturfonds mit 35.000 EUR unterstützt worden und wird 2011 mit 36.500 EUR bezuschusst.
3. Folgende Projekte kirchlicher Bildungsarbeit werden gefördert
„Interrreligiöse Kulturarbeit – Heranführen, Erleben, Begegnen, Erfahren“
Das Münchner Bildungswerk e.V. will angesichts der Debatte über interkulturelle Kompetenzen vor allem die Begegnung von Islam und Christentum fördern. Zu diesem Zweck sollen Führungen in Sakralbauten, in denen sich religiöse Vorstellungen und Inhalte verdichten, und Integrationskurse für Zuwanderer angeboten werden. Das in Kursen erworbene Wissen “Islam und Christentum“ können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann bei der Führung durch die Gotteshäuser anwenden und vertiefen.
Das Projekt wird aus dem Kulturfonds 2011 mit 8.700 Euro unterstützt
„Anerkennung macht Schule“
Unter dem Titel „Anerkennung macht Schule“ will die Evangelische Akademie Tutzing eine Tagung zur Lern- und Lebenssituation von Kindern in Deutschland durchführen und dabei die Frage nach einer Kultur der Anerkennung stellen. Schließlich will die Akademie eine „Tutzinger Agenda der Anerkennung“ verabschieden und herausgeben.
Für das Projekt werden 4.300 EUR als Zuschuss gewährt.
„Computer auf dem Land – Mobile Softwareschulungen für Menschen ab 50“
Unter dem Titel „Computer auf dem Land“ will das Evangelische Bildungswerk Landshut e.V. die Menschen in der ländlichen Region in Niederbayern, die nicht mobil sind, dabei unterstützen, sich Kompetenzen in Software anzueignen. Zielgruppe sind u. a. ältere Menschen vom Lande. Nebenamtliche Kursleiterinnen und Kursleiter sollen dabei rund 40 Kurse in ländlichen Gemeinden durchführen.
Für das Projekt werden 11.900 EUR als Zuschuss gewährt.
„Einstieg, Umstieg, Aufstieg“
Die Gleichberechtigung der Frauen im Beruf will der Katholische Deutsche Frauenbund in der Diözese Regensburg durch das Projekt „Einstieg, Umstieg, Aufstieg“ fördern. Mit einem Mentoringprogramm will der katholische Verband Frauen nach einer Familienphase beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt begleiten und damit einen Beitrag zur Überwindung des sog. „Gender Pay Gap“ leisten.
Für das Projekt werden 9.800 EUR als Zuschuss gewährt.
„Lebensfreude entdecken, Evangelische Erwachsenenbildung als Salutogenese“
Die Stärkung der Gesundheit und das Wecken von Lebensfreude hat das Evangelische Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck/Pegnitz e.V. zum Ziel des Projekts „Lebensfreude entdecken“ erklärt. Es geht darum die Ressourcen in den Menschen zu stärken, die sie befähigen, ihr Leben zu meistern – auch in schwierigen Situationen.
Für das Projekt werden 26.500 EUR als Zuschuss gewährt.
„Marilyn Monroe, der Atem Gottes trocknet Dir den Nagellack“
Der Kultwerdung von Menschen auf den Grund gehen will das Evangelische Bildungswerk Erlangen und die Ergebnisse auch als Ausstellung präsentieren.
Für das Projekt werden 5.100 EUR als Zuschuss gewährt.
„Weltethos vor Ort“
Die Integration der Angehörigen verschiedener Religionen in der Metropolregion Nürnberg steht im Mittelpunkt der Diözesanakademie Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg. Bei dem Projekt wird Bezug genommen auf die Theorie des „Weltethos“ des Freiburger Theologen Hans Küng.
Für das Projekt werden 16.000 EUR als Zuschuss gewährt.
„Kirchen sehen - entdecken - verstehen“
Dieses Projekt der Katholischen Erwachsenbildung Nürnberg will sowohl die religiösliturgische wie auch die kulturelle Relevanz von Sakralbauten erschließen und erlebbar machen. Es will Menschen für diese Aufgabe gewinnen und qualifizieren. Das Vorhaben soll ein Beitrag dazu sein, dass Kirchenbauten auch in Zukunft als einprägsame „Gesichter" von Dörfern und Städten in Bayern wahrgenommen und verstanden werden. Dabei wird die religiöse Dimension des Menschseins einbezogen.
Das Projekt besteht aus einem Grund- und einem Aufbaukurs.
Es wurde vom Kulturfonds im vergangenen Jahr mit einem Zuschuss in Höhe von 5.100 EUR und wird in diesem Jahr mit 5.000 EUR unterstützt.
Aus dem Bereich „Sonstige kulturelle Veranstaltungen und Projekte“ werden gefördert
„TAKE OFF“
Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e. V. (ABMI e.V.) beabsichtigt mit dem Projekt „Take Off", Jugendlichen durch vierwöchige projektorientierte Auslandsaufenthalte in Dublin (Irland) und Lyon (Frankreich) die Möglichkeit zu geben, ihre Sprachkompetenz zu fördern, Auslandserfahrungen zu sammeln, allgemeine und soziale Handlungskompetenzen zu erweitern und sich auf diese Weise auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.
Dem Auslandsaufenthalt geht eine vierwöchige Vorbereitungsphase in München voraus. Nach Beendigung ihrer Auslandsaufenthalte wird mit den Teilnehmern eine Auswertung vorgenommen. Eine Integration in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse wird in Abstimmung mit den beteiligten Arbeitsagenturen und ARGEs organisiert.
Parallel zu den Jugendaustauschen soll ein Experten- und Erfahrungsaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Regionen und Behörden stattfinden.
Der Kulturfonds gewährte im vergangenen Jahr einen Zuschuss in Höhe von 22.100 EUR und bezuschusst „Take off“ in diesem Jahr mit 15.800 EUR.
„Stadt. Geschichte.Zukunft“
Die Arbeitsgemeinschaft für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e. V. will Themen der Alltagsgeschichte von Menschen in Städten und ihre Zukunft aufarbeiten und sinnlich-ästhetisch im öffentlichen Raum erlebbar machen. An dem Projekt beteiligen können sich Schulen, Volkshochschulen und sonstige Bildungseinrichtungen. Anliegen ist es, das Bewusstsein für die Landes- und Stadtgeschichte und deren Auswirkungen auf die Zukunft zu fördern.
Der Kulturfonds bezuschusst „Stadt. Geschichte. Zukunft“ mit 100.000 EUR.
„Lebenswelten“
Das Projekt "Lebenswelten" will Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund dazu anregen, ihre eigenen Norm- und Wertevorstellungen zu reflektieren und andere Kulturen, Lebensweisen und Interessen kennenzulernen. Die Jugendlichen begegnen sich in interkulturellen Tandems, die sich gegenseitig ihre Welten erklären. Ihre Erlebnisse dokumentieren die Jugendlichen in Radiotagebüchern, aus denen im Anschluss kleine Radiosendungen entstehen. Die fünf besten Beiträge werden im Bayerischen Rundfunk mit professioneller Unterstützung produziert und gesendet.
Bayerische Haupt- und Realschulen zwischen Klassenstufe 8 und 10 können sich mit jeweils bis zu acht innerschulischen Tandems für die Teilnahme am Projekt bewerben. Für die Teilnahme am Projekt werden 10 Schulen ausgewählt.
Der Zuschuss des Kulturfonds im Jahr 2010 belief sich auf 29.500 EUR, 2011 beläuft er sich auf 29.800 EUR.
„Sprachkultur im Altmühl-Jura-Raum“
Der eingetragene Verein Altmühl-Jura geht mit dem Projekt der Frage nach, wie wichtig die Mundart für die Identität der Menschen in einer Region ist und wie viele junge Menschen noch Dialekt sprechen. Ziel ist es, die Mundart durch unterschiedliche Maßnahmen in der Region wieder zu stärken.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 17.500 EUR.
„Tusch – Theater und Schule“
Eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Schulen und Theatern und eine nachhaltige kulturell-ästhetische Bildung von Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt des Projektes „Tusch – Theater und Schule“ von der Landeshauptstadt München. Im Mittelpunkt stehen dabei zweijährige Partnerschaften zwischen einzelnen Schulen und Schauspielhäusern.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 48.200 EUR.
„Bewusst essen – besser leben, für eine Esskultur mit Zukunft“
Mit der interaktiven Ausstellung „Bewusst essen – besser leben“ wendet sich das Forum Ökologie e.V. im Landkreis Traunstein an Schülerinnen und Schüler, damit diese die Umwelt neu erleben und auch Ernährung unter einem gesundheitlichen Aspekt wahrnehmen und verinnerlichen. Zur Ausstellung werden Erlebnistage und workshops an einem Schulbauernhof sowie Exkursionen zu Lebensmittelerzeugern der Region angeboten.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 10.500 EUR.
„Theaterwerkstatt 2.0“
Schulübergreifend sollen Schülerinnen und Schüler bei dem Projekt des Fördervereins der Städtischen Musikschule Plattling e.V. gemeinsam eine Theaterproduktion erarbeiten und aufführen. Im Rahmen der Theaterwerkstatt sollen 18 Kurse an den beteiligten allgemeinbildenden Schulen angeboten werden.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 65.000 EUR.
„Kultur.Klassen“
Kulturunterricht langfristig in den Alltag in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu verankern, beabsichtigt die Stadt Bamberg mit ihrem Projekt „Kultur.Klassen“. Diese Zielsetzung kann, wie etwa die Beispiele aus zehn Schulen zeigen, ganz unterschiedlich verortet sein: im Regelunterricht oder im Ganztagsschulkonzept.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 20.000 EUR.
„Ente, Tod und Tulpe“
Neue Wege, Kinder mit dem Thema Tod zu konfrontieren, gehen das ensemble-Kontraste GbR und das Theater Pfütze in Nürnberg. Mit den Mitteln des zeitgenössischen Musiktheaters und der Videokunst greifen sie weitgehend tabuisierte Themen auf.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 12.000 EUR.
„Tanzende Klassenzimmer“
Die Vermittlung von Werten und sozialen Kompetenzen stehen im Mittelpunkt des Projektes „Tanzende Klassenzimmer“, mit dem sich der .Förderverein neugierig e.V. an Haupt- und Realschüler wendet.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 20.000 EUR.
„Wow!“
Mit dem Klassenzimmerstück „Wow!“ will das Freilandtheater Bad Windsheim GbR Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren in Haupt-/Mittel-, Realschule und Gymnasien im ländlichen Raum zu einem bewussten Umgang mit elektronischen Medien motivieren.
Der Kulturfonds förderte das Projekt bereits 2010 mit 9.400 EUR und 2011 mit 16.500 EUR.
„Unser Show!“
Hauptschülerinnen und Hauptschüler erlernen im Rahmen des Projekts der Stadt Augsburg durch Unterstützung von Musikpädagogen ein Instrument und üben als Ensemble ein Konzert ein, das sie öffentlich aufführen.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 37.600 EUR.
„Anti-Mobbing!“
Ein Anti-Mobbing-Theaterprojekt vor allem zur Prävention von Mobbing und Gewalt gegen Grundschüler plant die Theater EUKITEA gGmbH in Diedorf. Es wird begleitet von Arbeitsmaterialien und Workshops für Lehrkräfte, Eltern und Kinder. Theater EUKITEA will mit dem Projekt 1000 Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und über 100 Lehrkräfte erreichen.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 41.000 EUR.
„Mehr Musik“
Musik möchte die Stadt Augsburg mit ihrem Schulprojekt „Mehr Musik“ in den Volksschulen verankern und bezieht dabei beispielsetzend das Philharmonische Orchester des Theaters Augsburg und das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg mit ein.
Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 16.600 EUR.

1. Projekt „Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen“
Maßnahmeträger:
Bayerischer Jugendring
Herzog-Heinrich-Str. 7
80336 München
Bewilligter Zuschuss: 90.000 €
Projektbeschreibung:
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, das im Januar 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 und 2010 mitfinanzierte Fachprogramm "Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen" bis 2012 fortzuführen, um weiterhin landesweit mit Trägern der Jungenarbeit Projekte initiieren zu können, durch die Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozesse bei der Entwicklung von Jungen durch alters-, geschlechts- und regionalspezifische Angebote angestoßen werden.
Ziel des Fachprogramms ist es, innovative Formen der Jugendarbeit anzustoßen, um geeignete Umsetzungs- und Gestaltungsformen der Jungenarbeit in Bayern aufzuzeigen. Dabei soll im besonderen Maße die Bedeutung der Jungenarbeit, sowie der geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen für das Aufwachsen von Jungen und jungen Männern herausgearbeitet werden.
Im Verlauf des im Jahr 2010 gestarteten Projekts hat sich gezeigt, dass sich alle Bereiche der Jugendarbeit, die Jugendverbände und die Jugendringe, mit der Thematik Jungen- und Männerarbeit auseinandersetzen und entweder konkreten Bedarf an Fortbildungen zum Thema oder auch an der finanziellen Unterstützung von konkreten Umsetzungen von Projektideen haben.
Festzustellen ist, dass das Thema „Jungenarbeit" derzeit deutschlandweit im Fokus steht, Netzwerke entstehen und Bundesstellen installiert sowie Arbeitsgemeinschaften gegründet werden. Dem gegenüber stand jedoch eine gewisse Unsicherheit der Praktiker/innen vor Ort bezüglich der konkreten Umsetzung von Angeboten. Aus diesem Grund wurden gerade Einsteigerkurse und Methodenseminare zur Jungenarbeit sehr stark angenommen. Dabei ist es positiv zu bewerten, dass die Träger ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erst fundiert qualifizieren möchten, bevor konkrete jungenpädagogische Angebote für Teilnehmer ausgeschrieben werden.
Im Bereich Projekte gingen die Aktivitäten im Berichtszeitraum von eintägigen Veranstaltungen über Maßnahmen mit mehreren Teilen bis zu mittelfristigen Projekten.
Es gab Workshops, Aktionswochen, Selbstbehauptungstrainings, Erlebnistage, Selbsterfahrungstage, Jungentage, Bildungswochenenden uvm..
In den künftig geplanten Aktivitäten und Projekten werden unterschiedliche Altersgruppen angesprochen von Kindern über Jugendliche bis zu Erwachsenen. Die Projekte setzen sich inhaltlich, unabhängig von Titel und eingesetzten Methoden, insbesondere mit den Bereichen Rolle und Identität, Sozialisation, Lebensentwürfe und Lebensführung/Gesundheit alltagsnah und lebenspraktisch auseinander. Dazu kommen speziellere Themen wie Gewalt, Sucht und Sexualität und andere, je nach Ausrichtung der Projekte.
Das Fachprogramm soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das Thema Jungenarbeit in den Aktivitäten der Jugendarbeit zu verankern.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.bjr.de/foerderung/massnahmen-aktivitaeten-projekte/jungen-und-maennerarbeit.html

1. Projekt „Bildungsportal Bayern“
Maßnahmeträger:
Bayerischer Volkshochschulverband e.V.
Fäustlestr. 5 a
80339 München
Bewilligter Zuschuss: 60.500 €
Projektbeschreibung:
Ziel des vorliegenden Projektes ist die Unterstützung zur Entwicklung einer IT-gestützten Beratungsinfrastruktur mit Hilfe einer träger-, institutionen- und regionenübergreifenden Internet-Weiterbildungsdatenbank ("Bildungsportal Bayern").
Inhalt des Projektes ist die bayernweite und trägerübergreifende Anbindung und Nutzung eines Bildungs- und Beratungsportals in mindestens 60 Regionen Bayerns auf der Basis des bereits bestehenden Internet-Systems im Landkreis Ostallgäu und der Kreisfreien Stadt Kaufbeuren.
60 Volkshochschulen mit trägerübergreifenden Beratungsstellen sollen in ihren Regionen aktiv eine Multiplikatorenfunktion übernehmen.
Der Bayerische Volkshochschulverband (Geschäftsstelle) erfüllt dieselbe Multiplikatorenfunktion auf Landesebene in Zusammenarbeit mit den Landesorganisationen der Erwachsenenbildung und den kommunalen Spitzenverbänden.
Der Bayerische Volkshochschulverband leistet darüber hinaus zentrale Beratung und Unterstützung sowohl bei der technischen Anbindung der regionalen Weiterbildungsanbieter als auch bei der Organisation regionaler und Bayern weiter Aktionen zur Bekanntmachung und Nutzung des Bildungsportals.
Die Projektlaufzeit ist auf zwei Jahre angesetzt.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: http://bildungsportal.vhs-bayern.de
2. Projekt „SCHULEWIRTSCHAFT-Senior-Consultant“
Maßnahmeträger:
Bildungswerk der Bayerischen
Wirtschaft e.V. (bbw)
Infanteriestraße 8
80797 München
Bewilligter Zuschuss: 71.500 €
Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts "SCHULEWIRTSCHAFT - Senior-Consultant" ist die Ausbildung aktiver Senioren aus Schule und Wirtschaft als Berater für effektive Kooperationen zwischen Schule und Arbeitswelt.
Ehemalige Entscheidungsträger aus der Schul- und der Arbeitswelt sollen nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben die Möglichkeit erhalten, sich weiterhin für eine zukunftsorientierte Bildung vor Ort zu engagieren. Aktive Senioren aus Schule und Wirtschaft sollen als Multiplikatoren und Berater ausgebildet werden. Diese Experten sollen sich dann vor Ort für eine effektive Kooperation zwischen Schulen und Arbeitswelt einsetzen. Idealerweise sollten 15 „Senior-Consultants“ aus allen bayerischen Regierungsbezirken gewonnen werden. Diese sollen dann als Berater und Multiplikatoren allen bayerischen Regionen zur Verfügung stehen. Ihre zentrale Aufgabe soll es sein, Akteure vor Ort in der Umsetzung von gemeinsamen Aktionen zwischen Schule und Arbeitswelt zu beraten und zu unterstützen.
Dabei soll auf die Generierung und Übertragung von lokalen Best-practice Beispielen geachtet werden, wie z.B. die Auszeichnung von Hauptschülern, Patenprojekte, regionale Berufsorientierungsmessen, Elternabende etc..
Im April 2011 wurde die Konzeptionsphase begonnen. Zunächst werden ein Projektkonzept und das Qualifizierungsprogramm ausgearbeitet. Dann steht die Akquise- und Auswahlphase für die potentiellen Consultants an. 2011 sind die Projektentwicklung und Fortbildungsphase der Senior-Consultants geplant. 2012 erfolgt die Projektdurchführung, das heißt 2012 sollen die Senior-Consultants zur Beratung für SCHULEWIRTSCHAFT-Fragen zur Verfügung stehen.
LinK: http://www.schulewirtschaft-bayern.de/index.php?pageid=10897
Link: http://www.schulewirtschaft-bayern.de/index.php?pageid=10641
Link: http://www.schulewirtschaft-bayern.de/index.php?pageid=10904
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt

1. Projekt „Interreligiöse Kulturarbeit – Heranführen, Erleben, Begegnen, Erfahren“
Maßnahmeträger:
Münchner Bildungswerk e.V.
Dachauer Straße 5
80335 München
Bewilligter Zuschuss: 8.700 €
Projektbeschreibung:
Die derzeit so intensiv geführte Debatte zur interkulturellen Kompetenz ist Ausgangspunkt für das Projekt „Interreligiöse Kulturarbeit" des Münchner Bildungswerks e.V..
Hier steht die Begegnung von Islam und Christentum im Vordergrund. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass das Konzept auf Anregung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zustande gekommen ist und zwei Bereiche, in denen das Münchner Bildungswerk seit Jahren aktiv ist, nämlich Führungen in Sakralbauten und Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten, miteinander verknüpft.
Damit dringt das Münchner Bildungswerk in den zentralen Bereich des interreligiösen Austausches vor:
Religiöse Überzeugung verdichtet sich im jeweiligen Sakralbau - der Kirche oder der Moschee. Das in Kursen über die eigene und andere Religion erworbene Wissen wird anschaulich im Gotteshaus dargestellt. Über die Erarbeitung einer reflektierten Verankerung in der jeweils eigenen Spiritualität wird es gelingen, Vorurteile abzubauen, die eigene religiöse Identität zu stärken und zu einem respektvollen und substantiellen interreligiösen Miteinander zu kommen.
Ziel des Projekts „Interreligiöse Kulturarbeit" ist es, sowohl aus christlicher wie auch aus muslimischer Sicht Einblicke in die Welt des jeweils anderen zu ermöglichen, religiöse Vorbehalte und Schwellenängste abzubauen und ein Bewusstsein der eigenen religiöskulturellen Identität zu fördern. Der interreligiöse Dialog geht einher mit interkulturellem Austausch und der Verbesserung der Sprachfähigkeit. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Integration. Das Projekt wird in Sprach- und Integrationskursen sowie in Kirchen und Moscheen durchgeführt.
Die Durchführung des Projekts erfolgt in fünf Modulen:
- Modelldurchlauf: In einem ersten Schritt des Modelldurchlaufs wird in einem Integrationskurs im Unterricht mit einem Pilotteilnehmerkreis ein Basiswissen „Islam und Christentum" behutsam erarbeitet. Im Rahmen eines begleiteten Rundgangs werden im zweiten Schritt des Modelldurchlaufs besondere, zentrale Orte in einer Moschee und einer Kirche besucht und betrachtet.
- Evaluation: Teilnehmer/innen, Kursleiter/innen und Referent/innen werden in Bezug auf Inhalte, Didaktik, Durchführung und Organisation befragt und die Ergebnisse evaluiert.
- Schulung der Kursleiter/innen: Die Kursleiter/innen werden in mehreren Einheiten inhaltlich, methodisch und didaktisch geschult, damit sie im Unterricht das Thema „Religion" aufgreifen können.
- Schulung der Referent/innen: In der Moschee und im Kirchenraum finden Führungsgespräche statt, die die Referent/innen inhaltlich und methodisch/didaktisch in Bezug auf das Führungsgespräch schult.
- Durchführung in Unterricht und Exkursionen: Die im Modelldurchlauf erprobten und evaluierten Abläufe werden in verschiedenen Integrations- und Deutschkursen in Unterricht und Exkursion durchgeführt. Es erfolgt ein Aufbau von Unterrichtsmedien, die den Kursleiter/innen zur Verfügung gestellt werden. Prozesse und Abläufe werden dokumentiert. Der Leuchtturmcharakter des Projekts wird in einer Internet-Plattform präsentiert.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: http://www.muenchner-bildungswerk.de
2. Projekt „Anerkennung macht Schule“
Maßnahmeträger:
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 - 4
82327 Tutzing
Bewilligter Zuschuss: 4.300 €
Projektbeschreibung:
Die in Tutzing geplante Tagung soll die Bedeutung von Achtung und Anerkennung für die Lern- und Lebensverhältnisse von Kindern in Deutschland ins Blickfeld rücken.
Der öffentliche Diskurs über eine „Pädagogik der Anerkennung", die Kinder emotional stützt, motiviert und befähigt, soll befördert werden. Diese Tagung fragt danach, wie Erkenntnisse der Anerkennungstheorie in den pädagogischen Raum übertragen werden können und wie Schulen der Anerkennung zu gestalten sind.
Eine öffentlichkeitswirksame Aktion wie die Verabschiedung einer "Tutzinger Agenda zur Anerkennung" ist geplant.
Zielgruppe der Veranstaltung sind Beteiligte an der Bildung, Erziehung und Sozialisation von Kindern, das heißt Eltern, Lehrpersonal, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagogen, Jugendleiterinnen und -leiter, Trainer, Jugend- und Fürsorgebeamte, Kinderärzte, außerdem Familien- und Jugendpolitikerinnen und
-politiker.
Inhalte und Methoden der geplanten Tagung:
Erziehung und Bildung sind ohne die Erfahrungen von Anerkennung nicht denkbar. Alle Formen institutionalisierten Lernens sind neben der Vermittlung kognitiven Wissens auf die Kommunikation und die Erfahrungen von Anerkennung angewiesen. Die Förderung der Selbstwirksamkeit, d. h. eine optimistisch getönte Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, ist unerlässlich für eine positive Motivation zu schulischer Leistung. Diese hängt entscheidend von der positiven Bewertung und Anerkennung individueller Initiative und Anstrengungsbereitschaft ab. Es soll nicht nur die tatsächlich erbrachte Leistung gewürdigt werden. Zudem fördert eine Kultur der Anerkennung nicht nur den unmittelbaren Schulerfolg, sondern stärkt die Kompetenzen und die Persönlichkeit der Kinder auch im Hinblick auf ihr späteres Leben und die Entwicklung unserer Gesellschaft.
Um diese Erkenntnisziele zu vermitteln, beleuchtet die Tagung 5 Perspektiven mit Hilfe von Experten:
1. Anerkennung und Lernen: Lernorganisation und -formen in einer „Schule der Anerkennung"
2. Anerkennung und Beziehungen: Kommunikations- und Umgangsformen in einer „Schule der Anerkennung"
3. Anerkennung und Schulkultur: „Instrumente" und „Rituale" in einer „Schule der Anerkennung"
4. Anerkennung und Schulorganisation: Rechtliche, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen für eine „Schule der Anerkennung"
5. Anerkennung, Schule und Gesellschaft: Öffentliche und mediale Co-Faktoren für eine "Schule der Anerkennung".
Link: http://web.ev-akademie-tutzing.de/cms/index.php?id=576&lfdnr=1700&part=detail
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
3. Projekt „Computer auf dem Land – Mobile Softwareschulungen für Menschen ab 50 Jahre“
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Landshut e.V.
Luitpoldstraße 3
84034 Landshut
Bewilligter Zuschuss: 11.900 €
Projektbeschreibung:
Zweck des Projekts ist es, älteren, nicht mobilen Bürgerinnen und Bürgern in der ländlichen Region im Bezirk Niederbayern einen Zugang zu den neuen Medien zu ermöglichen.
Es ist geplant, im Projektzeitraum mit nebenamtlichen Kursleitern (Tutoren) auf Honorarbasis Kurse in Niederbayern durchzuführen. Diese sollen in der Regel in kirchlichen Gemeindehäusern stattfinden. Das gesamte Equipment für die Durchführung wird vom Evangelischen Bildungswerk Landshut gestellt. Lediglich ein heizbarer Raum, Licht und Stromanschluss sowie WC muss vorhanden sein. Prämisse ist es, nur in kleinen Orten, ohne eigene Bildungseinrichtung vor Ort, zu arbeiten. Die evangelische oder katholische Kirche oder eine andere Einrichtung sollte Raumgeber sein. Die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit erfolgt komplett vom Evangelischen Bildungswerk Landshut. Insgesamt sind im Projektzeitraum ca. 40 in sich geschlossene Kurse geplant. Die Teilnehmerzahl beträgt dabei pro Kurs maximal acht Teilnehmende. Die Kursdauer beträgt ca. drei Stunden. Der Kurs findet morgens, nachmittags oder auch abends statt.
Das Projekt fußt dabei auf einer kompletten Mobilität des Anbieters. Es muss ein Fahrzeug existieren, sowie eine mobile Grundausstattung an Tischen, Stühlen, Notebooks und Software, die an jedem Ort mitgeführt und aufgebaut werden kann. Dozenten müssen bereit sein, für kleine und kleinste Einheiten anzureisen und entsprechende Kurse durchzuführen.
Die Anleitung von Computer- und Internetkursen für ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfordert nicht nur sichere Kenntnisse und Fertigkeiten für die Bedienung des PCs oder das Surfen im Internet. Bei Senioren-Computerkursen ist zu erwarten, dass ein Teil der Teilnehmer noch nie zuvor einen Computer bedient hat und mit großen Unsicherheiten in einen Kurs kommt. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass sich Lernvoraussetzungen im höheren Lebensalter teilweise ändern (z. B. größere Störbarkeit der Konzentration, langsameres Lernen als bei Jüngeren). Tutoren und Co-Tutoren werden deshalb Kenntnisse über Lernen im Alter erhalten, um angemessen auf die Kursteilnehmer eingehen zu können.
Link: http://computeraufdemlande.ebwlandshut.de/
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
4. Projekt „Einstieg, Umstieg, Aufstieg!“
Maßnahmeträger:
Katholischer Deutscher Frauenbund
Diözesanverband Regensburg
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg
Bewilligter Zuschuss: 9.800 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt „Einstieg, Umstieg, Aufstieg" wendet sich der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) einem gesellschaftlich höchst brisanten Thema zu: der Gleichberechtigung von Frauen in der Berufswelt. Nach wie vor sind es hauptsächlich Frauen, die aufgrund von Erziehungs- oder Pflegezeiten phasenweise aus ihrem Berufsleben aussteigen (müssen). Der Wiedereinstieg gestaltet sich häufig äußerst schwierig: Die während der Familienzeit erworbene persönliche Kompetenz wird wenig gewürdigt, verantwortungsvolle Stellen sind rar und werden den Frauen de facto oft nicht zugetraut oder zumindest schlechter entlohnt. Gerade weil das Projekt eine intensive, individuelle Förderung der einzelnen Teilnehmerinnen vorsieht (Mentoringprogramm), leistet es einen wertvollen Beitrag zur Überwindung des sog. „Gender Pay Gap“.
Das Projekt besteht aus zwei zusammenhängenden Komponenten:
Einem mehrtägigen Workshop mit den Schwerpunkten Orientierungsfindung, Zielformulierung, Kompetenztraining und (Gehalts-)Verhandlungen sowie einem sich anschließenden Mentoringprogramm.
Im persönlichen Coaching durch ihre jeweilige Mentorin haben die Teilnehmerinnen die Chance, die Ergebnisse aus dem Workshop und ihre weitere Berufswegplanung mit einer „eigenen" Beraterin zu konkretisieren. Auf diese Weise können sie ausgewählte Bereiche Ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung festigen, vorantreiben oder neu ausrichten. Sie profitieren vom Erfahrungs- und Wissensschatz ihrer Mentorin und lernen andere Perspektiven auf bereits bekannte oder auch ganz neue Arbeitsbereiche kennen. Nicht zuletzt entstehen durch die Mentoring-Phase nützliche Kontakte und Vernetzungsmöglichkeiten.
Die Mischung aus Wissensvermittlung und Sensibilisierung über Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt auf der einen, sowie Persönlichkeitsstärkung und Empowerment auf der anderen Seite ist wesentlicher Bestandteil des Projekts, da das Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten unabdingbar mit der Entwicklung des beruflichen Lebenswegs verbunden ist. Das Projekt grenzt sich durch diesen speziellen Fokus von anderen Angeboten zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen ab.
Die Abschlussphase des Projekts dient der Ergebnissicherung und dem nachhaltigen Transfer und der Implementierung der Projektergebnisse:
- Auswertung der Evaluationsbögen
- Evtl. Vernetzung mit dem Internetportal des KDFB-Bundesprojektes „Einstieg, Umstieg, Aufstieg!". Die Teilnehmerinnen und Mentorinnen haben dort die Möglichkeit, sich bundesweit über einen internen Bereich auszutauschen.
- Entwicklung eines Bereichs „Wiedereinstieg" auf der Internetseite des KDFB Diözesanverbands Regensburg. Dort soll es eine Linkliste zu relevanten Institutionen, Materialien und Veranstaltungen geben.
- Öffentlichkeitswirksame Aufarbeitung der Ergebnisse mit der Intention, verbandsintern als auch -extern für die Bedeutung des Themas Entgeltgleichheit beim Wiedereinstieg zu sensibilisieren.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.frauenbund-regensburg.de
5. Projekt „„Lebensfreude entdecken. Evangelische Erwachsenenbildung als Salutogenese
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk
Bayreuth/Bad Berneck e.V.
Richard-Wagner-Str. 24
95444 Bayreuth
Bewilligter Zuschuss: 26.500 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt "Lebensfreude entdecken. Evangelische Erwachsenenbildung als Salutogenese" will das Evang. Bildungswerk Bayreuth/Bad Bereck/Pegnitz e.V. einen Beitrag dazu leisten, all jene Ressourcen zu fördern, die dem Erhalt der Gesundheit dienen. „Lebensfreude“ soll dabei verstanden werden als Gegenentwurf zu Stress, Burnout und Depression. Lebensfreude soll (wieder) gefunden werden in Kursen, Workshops, Trainings und die Menschen stärken (Empowerment).
Bisher war der Fokus darauf gerichtet, individuelle und soziale Probleme zu bewältigen. Es gilt, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und das in den Blick zu nehmen, was Gesundheit - Wohlbefinden - Lebensfreude fördert. Wenn Menschen auf vergleichbare Belastungen höchst unterschiedlich reagieren, soll in den Blick genommen werden, welche Ressourcen die Menschen befähigen, das Leben zu meistern. Das Entdecken von Lebensfreude soll mit einem neuartigen Konzept verbunden werden: Evangelische Erwachsenenbildung als Salutogenese. Salutogenese (Gesundheitsentwicklung, abgeleitet von lat. salus für „Gesundheit, Wohlbefinden“ und von griechisch genesis „Geburt, Ursprung, Entstehung“) bezeichnet ein Rahmenkonzept, das sich auf Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung (Genese) und Erhaltung von Gesundheit führen. Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen. Vereinfacht formuliert: Es geht nicht darum, das Leben unter einer „Käseglocke“ zu verbringen, sondern es geht um den gesunden Umgang mit schwierigen, krankenden Situationen und Bedingungen. Es geht darum, sich eigene Stärken bewusst zu machen, um diese als Ressource in schwierigen Lebensphasen zur Verfügung zu haben Es geht darum, immer wieder (und nicht unkritisch) einen Zugang zur eigenen Lebensfreude zu finden.
Bezüglich der Inhalte, Formen und Methoden der Maßnahmen wird eine Fülle höchst unterschiedlicher Veranstaltungen entwickelt werden. Deren Gemeinsamkeit besteht darin, dass versucht wird, der bedrohten oder gar verlorenen Lebensfreude nachzuspüren, und dass individuelle wie soziale Ressourcen bewusst gemacht und gefördert werden, um den Anforderungen des alltäglichen Lebens gerecht zu werden.
Diese sollen als Herausforderung verstanden werden, die motiviert, strukturiert und engagiert angegangen werden.
Nach Ablauf des Projekts sollen die Veranstaltungen evaluiert und in die bestehenden Programmstrukturen integriert werden.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://lebensfreudeevangelisch.wordpress.com/
6. Projekt „Marilyn Monroe, der Atem Gottes trocknet Dir den Nagellack“
Maßnahmeträger:
Bildung Evangelisch
Hindenburgstraße 46 A
91054 Erlangen
Bewilligter Zuschuss: 5.100 €
Projektbeschreibung:
Mit dieser Ausstellung soll der Spur der Kultwerdung von Menschen nachgegangen werden - angefangen von ihrem historischen Leben bis zur Kultikone. Sie will zum kritischen Nachdenken anregen. Zivilreligiöse Dimensionen postmoderner Kultur sollen aufgezeigt werden.
Entscheidend ist, dass auch ausstellungsdidaktische und museumspädagogische Fragen bearbeitet werden. Eine Vorbereitungsgruppe soll dazu dienen, dass der Raum (Villa an der Schwabach) für zukünftige Projekte ausstellungstechnisch und -didaktisch erschlossen wird. Dies trägt zur Nachhaltigkeit des Projekts bei. Zudem ist gedacht, dieses Vorbereitungsteam auch mit dem neuen Team, das in der Villa für Ausstellungen zuständig ist, ins Gespräch zu bringen.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Bearbeitung der Frage, wie sich im Bereich Ausstellung informelles Lernen und nonformales Lernen verbinden lassen.
Ein weiterer Aspekt ist die Verknüpfung der Ausstellung in der Villa, einer Homepage dazu (mit geführter Bildergalerie) und einer Broschüre. Hier geht es um die Fragen, wie sich ein Thema multimedial darstellen lässt, welche Unterschiede zu beachten sind und welche Zielgruppen wie angesprochen werden können.
Zur Ausstellung (Konzeptionen, multimediale Aufarbeitung etc) soll es Veranstaltungen geben, in denen die Ausstellung erschlossen wird - also formal Ausstellungseröffnung und Finissage, Führungen und Workshops für unterschiedliche Zielgruppen. Die Workshops setzen sich inhaltlich mit diesen Fragen postmoderner Zivilreligion und konkret mit dem Phänomen Marilyn Monroes auseinander. Auch dazu braucht es die Vorbereitungsgruppe, die sich wiederum pädagogisch qualifizieren muss.
Ein wesentliches Element des Projekts ist die integrierte Öffentlichkeitsarbeit: Nicht nur Marilyn Monroe ist ein öffentliches Ereignis, die Ausstellung ist es auch. Wie diese in der medialen Öffentlichkeit Erlangens - und als Projekt der evangelischen Bildungsarbeit - zu kommunizieren ist, dazu braucht es sowohl medienethische als auch journalistische Grundkenntnisse, die mit dem Projekt und seiner Umsetzung erarbeitet werden sollen.
Zum Projekt gehört auch eine reflexive Bearbeitung der Fragestellungen. Dies soll in einem Vorlesungszyklus von vier Vorlesungen geschehen, in dem die Themen von Zivilreligion, postmodernen Kulten, Bild-Theologie etc. angesprochen werden.
Wichtig für das Projekt ist auch die Auswertungsphase. Dies setzt voraus, dass von Anfang an Zielfragen formuliert werden, die am Ende ausgearbeitet werden. Die Evaluation soll dann eingehen in die weitere Arbeit von Bildung Evangelisch Erlangen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.bildung-evangelisch.de
7. Projekt „Weltethos vor Ort“
Maßnahmeträger:
Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus
Königstr. 64
90402 Nürnberg
Bewilligter Zuschuss: 16.000 €
Projektbeschreibung:
Das Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg greift mit seinem Projekt „Weltethos vor Ort" eine höchst aktuelle Debatte auf: das Thema Integration. Hauptanliegen des Projekts ist es, die in der Regel überregional geführte Diskussion auf die interkulturellen Gegebenheiten vor Ort zu übertragen:
Was bedeutet Integration in der Metropolregion Nürnberg? Wo liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der in der Stadt zusammenlebenden unterschiedlichen (religiösen) Kulturen? Kann man einen gemeinsamen Wertekonsens erkennen, der über eine rein juristisch zu interpretierende Verfassungstreue hinausgeht?
Das Projekt „Weltethos", das auf den katholischen Theologen Hans Küng zurückgeht, bietet hier Ansatzpunkte, auf interkultureller Ebene regional weiterzudenken. Die Tatsache, dass unterschiedliche Bildungsträger der Stadt Nürnberg in diesem Projekt zusammenarbeiten, macht die gesamte Veranstaltungsreihe besonders reizvoll.
Im Rahmen dieses Projekts soll zum einen Bezug genommen werden auf das Konzept Weltethos, zum anderen aber offene Veranstaltungsformen gefunden werden, um auf einer breiten gesellschaftlichen Basis die kurz skizzierten Fragestellungen zu behandeln. Als Aufhänger wird daher zum einen die Ausstellung „Weltethos" in Nürnberg zu sehen sein und für Schulklassen, Jugendgruppen sowie für den Bereich der Erwachsenenbildung aufbereitet werden. Neben Veranstaltungen, welche ganz konkret die Ausstellung begleiten, werden unterschiedliche Herangehensweisen gewählt, um hier einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Es sind offene Diskussionsforen, Tagungen und Vortragsabende geplant.
Zur Dokumentation ist eine Medienpartnerschaft angedacht, außerdem eine interaktive Darstellung auf den Internetseiten und abschließend eine Publikation.
Link: http://www.weltethos-nuernberg.de
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
8. Projekt „Kirchen sehen - entdecken - verstehen“ entstehen.
Maßnahmeträger:
Kath. Erwachsenenbildung
Stadtbildungswerk Nürnberg e.V.
Königstr. 64
90402 Nürnberg
Bewilligter Zuschuss: 5.000 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Kirchen sehen - entdecken - verstehen" der Katholischen Erwachsenbildung Nürnberg stellt sich der doppelten Aufgabe, sowohl die religiös-liturgische wie die kulturelle Relevanz von Sakralbauten zu erschließen und erlebbar zu machen. Es wird Wert darauf gelegt, dass unterschiedliche Zugänge zu Kirchen erlebt und reflektiert werden. Hierbei handelt es sich um ein ökumenisches Projekt.
Die Planungsphase des Projekts wurde bereits abgeschlossen.
Der Basiskurs (ca. sechs Ganztagsveranstaltungen) wird zur Zeit durchgeführt. Er vermittelt Kenntnisse, mit denen Kirchenräume und ihr Inventar erschlossen werden können, in ihren jeweils vielfältigen Dimensionen. Das Projekt, das im September 2010 startete, wurde bisher sehr gut angenommen. Die Schnuppertage, die Veranstaltungen und die ersten Module der Seminarreihe fanden regen Zuspruch.
Im Kulturfondsjahr 2011 sind ein Aufbaukurs zur Vertiefung und die Auswertungsphase geplant, in der das Projekt gründlich reflektiert werden soll.
Die Angebote des Aufbaukurses widmen sich speziellen Themen.
Sie sind gedacht für Menschen, die bereits Erfahrung mit Kirchenführungen haben und eine Erweiterung und Spezialisierung wünschen.
Nach dem Modulsystem (ca. 12 Veranstaltungen) werden verschiedene Themenbereiche abgedeckt und sind frei wählbar:
- Skulptur und Malerei
- Kirchenräume erfahren und erschließen
- Kirchenfenster - gestaltetes Licht
- mit Bildern arbeiten
- Wallfahrten
- Ikonographie
- Kulträume erfahren und Religionen erleben
- liturgische Orte im Kirchenraum
- Heilige Zeichen und Symbole
- Moderner Kirchenbau und moderne Kunst
In der Auswertungsphase soll das Projekt gründlich reflektiert werden. Die Erkenntnisse aus den beiden Durchführungsphasen sollen ausgewertet werden. Insbesondere soll die Frage nach der dauerhaften Verankerung des lokal ausgerichteten Kurses bei weiteren Trägern der Erwachsenenbildung gestellt werden.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.keb-nuernberg.de

1. Projekt „Stadt.Geschichte.Zukunft.“
Maßnahmeträger:
Arbeitskreis für gemeinsame
Kulturarbeit bayerischer Städte e.V.
Hoheschul-Straße 4
85049 Ingolstadt
Bewilligter Zuschuss: 100.000 €
Projektbeschreibung:
Das bayernweite Projekt des Arbeitskreises für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e.V. wird sich mit der Geschichte der Städte beschäftigen und besonders die Alltagsgeschichte in den Blick nehmen. Die Zeitspanne, die in der Veranstaltungsreihe thematisiert werden soll, beginnt nach dem 2. Weltkrieg und führt bis in die Zukunft.
Das Projekt soll über zwei Jahre laufen.
Seit Dezember 2010 wurde die Projektskizze ergänzt und überarbeitet und das Projekt in der Presse angekündigt. Mit der Literaturstiftung Bayern wurde die Auslobung eines Nachwuchsautorenwettbewerbs zum Festival-Thema verabredet. Möglichkeiten der Kooperation wurden erarbeitet. Diese sollen den Schulen und Kulturämtern in einem Rundschreiben im Frühsommer mitgeteilt werden.
Der Arbeitskreis für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e.V. veranstaltet im Sommer 2012 ein Festival im öffentlichen Raum, das sich mit der Alltagsgeschichte und der Zukunft des täglichen Lebens in den Städten beschäftigt. Ziele des Projekts sind die Entwicklung eines historischen Bewusstseins für die jüngere Alltagsgeschichte und die Auswirkungen des Alltagslebens auf die Gestaltung der Städte und die Förderung eines Bewusstseins für nachhaltige Lebens- und Zukunftsplanung.
In gemeinsamen Projekten von Schulen, Kultureinrichtungen und Künstlern sollen die Themen der Alltagsgeschichte und Zukunft der Städte und Stadtteile aufgearbeitet und sinnlich-ästhetisch im öffentlichen Raum erlebbar gemacht werden. Alle staatlichen und privaten Schulen, Volkshochschulen und sonstige Bildungseinrichtungen können sich an dem Projekt beteiligen.
Die Alltagsgeschichte soll auf vielfältige Weise im öffentlichen Raum erlebbar gemacht werden.
Veranstaltungsformen können sein:
Bleibende und temporäre Projekte im öffentlichen Raum, Veranschaulichungstafeln mit historischen Fotos und kurzen Erklärungen, Markierungen, Ausstellungen, Stadtrundgänge, multimediale Installationen, künstlerisch erarbeitete Stadtführer, Memory-Spiele, Filme, Erzählbucher, Straßentheater, Literaturveranstaltungen, Lichtinstallationen, Vorträge, Symposien, usw.
Bestehende Projekte und Auseinandersetzungen mit Stadtgeschichte können aufgegriffen und einbezogen werden.
Orte und Themen sind beispielsweise:
Historische Gaststätten, Stadt- oder Ortsteilbrunnen, Platz einer historischen Schule, Orte des Handwerks und Gewerbes, erste Kfz-Werkstätte am Ort, Tankstelle, erste Zeitung/Druckerei am Ort, Wohnhaus eines Schriftstellers, Musikers, Malers, Politikers, eine Kaserne, Badeanstalt, ein Stadtgarten, Stadtbaum, Wasserwerk, eine Flaschensammelstelle, der Marktplatz, Einzelhandelsgeschäfte, besondere Partnerstadteinrichtung, der erste Jazz-Keller und die erste Diskothek usw..
Das Wecken von Interesse für Fragen der bayerischen Landesgeschichte und für die Bedeutung der Geschichte für unsere Gegenwart ist ein wichtiges Anliegen des Geschichtsunterrichts. Das Projekt „Stadt.Geschichte.Zukunft“ ist in besonderer Weise geeignet, die schulische Arbeit in diesem Bereich zu unterstützen, gleichzeitig auch die Beschäftigung mit Zukunftsfragen anzuregen und der Arbeit der Schulen ein öffentliches Forum zu geben, das über den engen Kreis der Schulfamilie hinaus geht. Mit den Fördermitteln sollen so ganz gezielt außerunterrichtliche schulische Projekte unterstützt werden.
Die Thematik des Projektes "Stadt.Geschichte.Zukunft" eignet sich für Schüler aller Altersgruppen und Schularten
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links http://www.stadt-geschichte-zukunft.de/
2. Projekt „Lebenswelten“
Maßnahmeträger:
Bayerischer Rundfunk
Rundfunkplatz 1
80335 München
Bewilligter Zuschuss: 29.800 €
Projektbeschreibung:
"Lebenswelten - tausche deinen Tag" ist ein interkulturelles, bayernweites Jugend-Radioprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler einen identitätsstiftenden Teil der Lebenswelt ihres Tauschpartners miterleben und darüber einen Radiobeitrag erstellen. Der Bayerische Rundfunk hat dieses Projekt im Schuljahr 2010/2011 ins Leben gerufen. Aktuell läuft es als Pilotprojekt an neun bayerischen Realschulen. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund werden dazu angeregt, ihre eigenen Norm- und Wertevorstellungen zu reflektieren und somit ein Erforschen anderer Kulturen, Lebensweisen und Interessen zu ermöglichen. Das Projekt hat auf diese Weise bislang sehr erfolgreich spannende, interkulturelle Begegnungen initiiert und kreative Prozesse in Gang gesetzt. Deshalb möchte der Bayerische Rundfunk in Kooperation mit der Stiftung Zuhören das Projekt im kommenden Schuljahr weiterführen und intensivieren. Die Erfahrungen zeigen, dass "Lebenswelten" besonders gut in weiterführenden Ganztagsschulen aller Schularten aufgehoben ist: Einerseits, da hier externe Schulpartner, z. B. Sozialarbeiter, mit einbezogen werden können, die die sehr persönlichen Begegnungen zwischen den Jugendlichen begleiten können. Andererseits, da die Möglichkeiten für Projektarbeit vorhanden und gute Angebote willkommen sind. Gleichzeitig beinhaltet "Lebenswelten" viele der Lernziele, denen sich bayerische Ganztagsschulen verschrieben haben: interkulturelles Lernen, Medienkompetenz, Sprachförderung, Berufsorientierung, Werteerziehung.
Das Konzept für 2011/2012 behält das Thema des Pilotprojektes bei, beinhaltet aber auch eine Reihe von Neuerungen, die auf die Bedürfnisse von Ganztagsschulen ausgerichtet sind und die interkulturelle Begegnung zwischen den Jugendlichen vertiefen sowie die Nachhaltigkeit des Projekts weiter fördern sollen. So wird beispielsweise ein neues Trainingsmodul entwickelt, in dem die Methoden der Zuhörförderung mit denen der interkulturellen Sensibilisierungsarbeit kombiniert werden. Mit diesem Modul sollen Mediencoaches, Lehrer, externe Schulpartner und Schülerinnen und Schüler fortgebildet werden.
Die Begegnungen der Jugendlichen finden jeweils in interkulturellen Tandems statt, die sich gegenseitig ihre Welten zeigen. Ihre Erlebnisse halten die Jugendlichen mit dem Aufnahmegerät fest. Aus Live-Mitschnitten, Interviews, Reportagen und anderen O-Tönen entstehen Radiotagebücher, die auf www.stiftung-zuhoeren.de und www.br-online.de als Download-Audiofile sowie in Auszügen auf einem geeigneten Bayern2-Sendeplatz zu hören sind.
Beim Schulradiotag im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks im Juli 2012 präsentieren die Jugendlichen "Lebenswelten - tausche deinen Tag" mit einem eigenen Stand. Sie können im Rahmen dieses großen Festivals an Vertiefungsworkshops teilnehmen und ihre neu erworbenen Radiokenntnisse festigen, um diese langfristig in der Schule in weiteren Tandems, als Schülerreporter oder für eigene Podcasts einzusetzen. Weiterführende Ganztagsschulen aller Schularten in ganz Bayern können sich für "Lebenswelten" bewerben. Acht Schulen werden für die Teilnahme ausgewählt. Auswahlkriterien sind regionale Streuung, Projekt- bzw. Tandemideen und das Engagement der beteiligten Jugendlichen und Lehrkräfte.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.br-online.de
3. Projekt „Sprachkultur im Altmühl-Jura-Raum“
Maßnahmeträger:
Altmühl Jura e. V.
Am Ludwigskanal 2
92339 Beilngries
Bewilligter Zuschuss: 17.500 €
Projektbeschreibung:
„Sprachkultur im Altmühl-Jura-Raum“ ist ein Projekt des Vereins Altmühl-Jura, dem als Mitglieder die Kommunen Altmannstein, Beilngries, Berching, Breitenbrunn, Denkendorf, Dietfurt, Greding, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting angehören. Wie wichtig ist der Dialekt für die Identität der Sprecher einer Region? Wie steht es um die Dialektkompetenz der jungen Generation? Diese Fragen stehen im Mittel-punkt des Projekts, das vom Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in zwei Projektphasen umgesetzt wird. Ziel des Vorhabens ist die Wiederbelebung und Stärkung der regionalen Sprachkultur. Der Dialekt ist ein Thema, das alle in der Region betrifft. Deshalb sind die Wissenschaftler bei der Realisierung des Projekts auf Vereine, Heimatforscher, Musikgruppen, Lehrer, Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindergärten angewiesen.
Die Projektphase 1 (Zeitraum 2010/2011 und mit Kulturfonds-Mitteln in Höhe von 17.500 EUR gefördert) beinhaltet eine gemeinsame Auftaktveranstaltung sowie die Sammlung von Dialektwissen älterer Sprecher im Internet-Forum und über die Heimatvereine als Grundlage für die anschließende Befragung zur mundartlichen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen an Schulen und Kindergärten (Fragebögen, Interviews, Beobachtungen). Die ermittelten Daten werden statistisch und qualitativ ausgewertet.
Nach Abschluss der Datenauswertung sollen in Projektphase 2 (Zeitraum 2011/2012) die gewonnenen Erkenntnisse in Vorhaben zur praktischen Anwendung einfließen. Geplant sind beispielsweise ein „Sprechender Sprachatlas“ und ein „lebendiger Sprachkulturkalender“ für die Altmühl-Jura-Region. Des Weiteren werden Theater-Workshops, Musik-, Lyrik- und Filmwettbewerbe sowie Autorenlesungen in Schulen und kulturellen Einrichtungen der beteiligten Kommunen stattfinden, um die Dialekte in der Region weiter zu fördern und zu beleben.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.altmuehl-jura.de/handlungsfeld/kultur/sprachkultur/
4. Projekt „TUSCH Theater und Schule“
Maßnahmeträger:
Landeshauptstadt München
Schul- und Kultusreferat
Pädagogisches Institut
Herrnstraße 19
80539 München
Bewilligter Zuschuss: 48.200 €
Projektbeschreibung:
TUSCH - Theater und Schule ist ein Projekt zur nachhaltigen kulturell-ästhetischen Bildung von Schülerinnen und Schülern sowie zur Förderung und Festigung von langfristiger Zusammenarbeit zwischen Schulen und Theatern. Im Zentrum steht die zweijährige Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Theater, deren gemeinsame, vielfältige und intensive Partnerschafts-Vorhaben den Kern der TUSCH-Idee bilden.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, rezeptiv und produktiv Zugang zur Welt des Theaters zu finden. Die Theater begegnen jungen Menschen, lernen deren Ansichten, Interessen und Erfahrungen kennen und können so neue Impulse für ihre Arbeit am Theater gewinnen.
Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wird das Projekt TUSCH von der Landeshauptstadt München erstmals auch in Bayern umgesetzt. Für die ersten zwei Jahre bildeten sich in Runde 1 folgende Partnerschaften:
- Tagesheimschule Hochstraße und Bayerisches Staatsschauspiel,
- Hauptschule Ichostraße und Staatstheater am Gärtnerplatz,
- Städt. Lion-Feuchtwanger-Gymnasium und Metropoltheater,
- Städt. Berufsoberschule Sozialwesen und Bayerisches Staatsballett,
- Städt. Rainer-Werner-Fassbinder Fachoberschule Sozialwesen/Gestaltung und Münchner Kammerspiele.
Im Verlauf der jeweils zweijährigen Kooperation erreicht TUSCH München mehr als 3.500 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft. In jedem Jahr erarbeiten die Jugendlichen gemeinsam mit Künstlern ihres Partnertheaters eine Inszenierung, die dann auch der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Zusammenarbeit von Schulen und Theatern der ersten TUSCH-Runde endet mit dem Schuljahr 2010/2011. Schon jetzt wird dem Projekt eine ausgesprochen positive Resonanz in Presse und Medien zuteil.
Die Landeshauptstadt München möchte das erfolgreich gestartete Projekt weiterführen. Für Runde 2 in den Spielzeiten/Schuljahren 2011/2012 und 2012/2013 sind fünf bis sechs zweijährige Partnerschaften zwischen Münchner Schulen und Theatern geplant. Die Nachfrage an einer TUSCH-Partnerschaft seitens der Schulen ist sehr groß. Bei einer Informationsveranstaltung im Januar 2011 haben 40 Lehrkräfte aus 30 verschiedenen Münchner Schulen ihr Interesse bekundet. Von den Theatern haben sich für eine TUSCH-Partnerschaft bereit erklärt:
das Bayerische Staatsballett, das Metropoltheater, die Münchner Kammerspiele, das Bayerische Staatsschauspiel, das Staatstheater am Gärtnerplatz und das TanzTheaterMünchen am Gärtnerplatz.
Mit dem Deutschen Theater München laufen die Verhandlungen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.tusch-muenchen.de
5. Projekt „Ente, Tod und Tulpe“
Maßnahmeträger:
ensembleKONTRASTE GbR
Hagenhausener Str. 13
90518 Altdorf
Bewilligter Zuschuss: 12.000 €
Projektbeschreibung:
Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Tod - ganz unbefangen. Alle Eltern wissen das und haben selten eine ebenso unbefangene Antwort parat. In ihrem Projekt "Ente, Tod und Tulpe" (nach der literarischen Vorlage von Wolf Erlbruch) gehen das ensembleKONTRASTE und das Theater Pfütze neue, unerhörte Wege: Mit den Mitteln des zeitgenössischen Musiktheaters und der Videokunst erzählen sie eine Geschichte über das Thema „Tod“, die sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren richtet. Die Initiatoren lassen sich damit gleich auf zwei im Umkreis des Kinder- und Jugendtheaters weitgehend tabuisierte Themen ein: Den Tod und die Neue Musik. Ein Projekt, das von viel Mut und Innovationswillen zeugt - und das große Chancen bietet, neue Horizonte zu öffnen. Dem Erlbruch-Text wollen ensembleKONTRASTE und Theater Pfütze in der Tendenz nichts hinzufügen, sondern den Raum, den die Geschichte lässt, durch szenische Bilder und Musik weiter beleben. Welche Erfahrungen Ente und Tod in den paar Tagen ihres Zusammenlebens machen und welche Formen der Annäherung sie miteinander erleben, sind Leerstellen, die der Fantasie des Publikums viele Möglichkeiten offen lassen. Die eigens für dieses Stück komponierte Musik unterstützt und beschreibt das Geschehen emotional.
Die musik- und theaterpädagogische Vermittlung, der Kontakt mit der jungen Zielgruppe, mit Schulen und Familien ist Grundlage eines nachhaltigen Musiktheaterbesuchs.
Im Dezember 2010/Januar 2011 fanden erste Begegnungen und Vorproben der beteiligten Künstler statt. Es wurden zwei Musikpädagogen verpflichtet, die zusammen mit der Theaterpädagogin die anspruchsvolle Aufgabe der Vermittlung des Projekts an Schulen übernehmen werden. Nach einem Probenmonat fand im Frühsommer 2011 eine öffentliche Vorpremiere und Sichtungsveranstaltung für interessierte Lehrer statt. An die offizielle Premiere im September 2011 schließen sich im Laufe des Schuljahres 2011/2012 rund 80 Aufführungen an. Bis zu 10.000 junge Besucher sollen erreicht werden. Eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung an den Schulen im Großraum Nürnberg wird durch den gezielten Einsatz von eigens geschulten Musik- und Theaterpädagogen, die die Schüler und Schülerinnen aktiv auf das Abenteuer „Neues Musiktheater“ vorbereiten, gewährleistet.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.ensemblekontraste.de
6. Projekt „Wow!“
Maßnahmeträger:
Freilandtheater Bad Windsheim GbR
Oberer Weinberg 61
91522 Ansbach
Bewilligter Zuschuss: 16.500 €
Projektbeschreibung:
„Mit dem Klassenzimmerstück "Wow!" wendet sich das Theater an Jugendliche (insbesondere Schüler und Schülerinnen) ab 13 Jahren der 7. Klassen an Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien im ländlichen Raum. Das Projekt soll ein Beitrag zu einem bewussten Umgang Jugendlicher mit elektronischen Medien, vor allem mit persönlichen Daten, und einem gestärkten Bewusstsein über die mit diesem Umgang verbundenen Gefahren sein (Internetabhängigkeit, Spielsucht).
In einer 1. Phase wurden zunächst mit einer Schauspielerin Szenen erarbeitet, die dann in Zusammenarbeit mit den Partnerschulen weiterentwickelt wurden. Die jugendliche Zielgruppe wurde so bereits in den Entstehungsprozess des Stückes mit einbezogen. Im Anschluss der Vorstellungen fand jeweils eine Gesprächsrunde mit der Theaterpädagogin statt. In einer weiterführenden 2. Phase sollen ab dem Schuljahr 2011/2012 die Figuren aus "Wow!" ihre mediale Ausarbeitung erfahren, um die es in dem Stück geht. Neben der Weiterführung der Vorstellungen (30) im Klassenraum werden die fiktiven Personen des Stückes außerhalb des Klassenraums mit eigenen Facebook-Seiten, Videobotschaften, ... erscheinen. So soll eine große Nachhaltigkeit des Stücks erzeugt werden - die Figuren wirken weiter, und was sie den Zuschauern zu sagen haben, kann diese auch noch lange nach dem Theater erreichen und zur Reflexion und dem bewussten Umgang mit dem Medium Internet anregen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
http://www.freilandtheater.de/wow/wow-inhalt.html
http://www.freilandtheater.de/wow/wow/informationen-fuer-schulen-und-interessierte.html
http://www.freilandtheater.de/sponsoren-und-foerderer-2011/index.html
7. Projekt „TAKE OFF"
Maßnahmeträger:
Verband für Popkultur in Bayern e.V. Rock.Büro SÜD
Postfach 15
93087 Alteglofsheim
Bewilligter Zuschuss: 15.800 €
Projektbeschreibung:
Der Verband für Popkultur in Bayern e.V.(VPBy; früher Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e. V.) beabsichtigt mit dem Projekt „Take Off", Jugendlichen aus der Region Oberbayern (Schulabgänger/innen und Schulabbrecher/innen) durch vierwöchige projektorientierte Auslandsaufenthalte in Dublin (Irland) und Lyon (Frankreich) die Möglichkeit zu geben, ihre Sprachkompetenz zu fördern, Auslandserfahrungen zu sammeln, allgemeine und soziale Handlungskompetenzen zu erweitern und sich auf diese Weise auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Zwischen 1. Mai 2010 und 30. April 2012 sind zehn Aufenthalte (fünf pro Land) geplant. Als fachliche und künstlerische Tätigkeitsbereiche sind IT, Dienstleistungen, Design/Grafik, Medien vorgesehen.
Dem VPBy ist es in denen letzten achtzehn Monaten gelungen, die Partnerschaft und den Jugendaustausch für benachteilige Jugendliche und junge Erwachsene mit der City of Dublin und dem St. Michaels Parish Youth Project als Teilprojekt des Verbundprojektes „Take Off“ erfolgreich zu implementieren und zu vertiefen. Das Gesamtprojekt „Take Off“ umfasst eine Partnerschaft zu Lyon und wird im Programm IdA - Integration durch Austausch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert (http://www.ida.de).
36 Jugendliche haben bisher an drei Austauschmaßnahmen teilgenommen. Sie absolvierten dabei eine vierwöchige Vorbereitungsmaßnahme, die die Kompetenzfeststellung, einen Englisch-Sprachkurs auf zwei Niveaustufen, eine vorbereitende Berufsorientierung und eine interkulturelle Sensibilisierung umfasste. Dazu kam eine zweiwöchige Nachbereitungsphase.
In Dublin wurden jeweils im Rahmen von vierwöchigen gemeinsam organisierten Aufenthalten, künstlerische Arbeitsprojekte und gemeinsame Projekte mit Jugendlichen aus der gastgebenden Region von Dublin absolviert. Räumliche Umgebung ist der Stadtteil Inchicore in Dublin, ein am Rande des Zentrums liegendes Gemeinwesen. Lokaler Partner war immer das St. Michaels Youth Project, eine kommunale Jugendhilfeeinrichtung in Dublin, die breit in die lokalen Gemeinwesensstrukturen integriert ist. Wohnung fanden die jungen Erwachsenen bei irischen Gastfamilien, was einen weiteren Schritt, bzw. eine lernerische Herausforderung an interkultureller Erfahrung und sprachlichen Anforderungen bedeutete. Zudem absolvieren erstmalig ab Oktober 2011 Teilnehmerinnen dreimonatige Langzeitpraktika in Dublin.
Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden ihren Weg zu dem Projekt über Schulen, aus deren Abgangsklassen sie stammen, bzw. die sie abgebrochen haben (Hauptschule, Mittelschule, Realschule bzw. Fachoberschule), über Einrichtungen der Jugendhilfe und über die Jobcenter in München und den angrenzenden Landkreisen.
Durchgängig ist es für sie die erste internationale Erfahrung, die einerseits sprachliche und mobilitätsbezogene Ersterfahrungen und Lernerfolge bedeutet, andererseits lösen die Aufenthalte auch durchgängig überraschende, teils dramatische persönliche Entwicklungsprozesse aus, die einen Einstieg in erfolgreiche Bildungsschritte in Deutschland (erst wieder) ermöglichen.
Bei jedem der bisherigen Aufenthalte fand eine - durch die Teilnehmenden eigenständig gestaltete - Präsentation von eigenen Kunstwerken, bzw. Dokumentation der eigenen Erlebnisse statt, bei der sich die Teilnehmenden vor Vertretern der sozialen Einrichtungen in Dublin und in München, bzw. der Jobcenter präsentierten. Alle Aufenthalte wurden jeweils durch junge Filmerinnen des Ausbildungs- und Förderkanals (AFK) des Bayerischen Rundfunks dokumentiert.
Am 12. Mai 2011 wurde im Rahmen einer Internationalen Fachtagung in München die Praxis und mögliche Lerneffekte von internationalen Mobilitätsprojekten durch künstlerische Arbeitsprojekte im Rahmen der internationalen Partnerschaft „Take Off" bearbeitet. Wissenschaftlich begleitet wird „Take off“ seit 1.1.2011 durch die GAB München (Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung e.V.). Im Juli 2011 war eine Gruppe junger Teilnehmer aus Irland zu Besuch in Bayern. Ab Oktober 2011 begannen die ersten Teilnehmerinnen mit ihren Langzeitpraktika in Dublin. Untergebracht in Gastfamilien werden sie drei Monate in einem von ihnen gewählten Betrieb oder einer Einrichtung Berufs-, Sprach-, Lern- und Lebenserfahrung sammeln.
Link: http://www.takeoff-network.eu/
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt

Kultusminister Dr. Spaenle gibt Förderung von 22 Projekten durch Kulturfonds Bayerns bekannt – 827.100 Euro fließen in Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchliche Bildungsarbeit, internationalen Ideenaustausch und in sonstige kulturelle Veranstaltungen „Kulturfonds setzt nachhaltige und wichtige Impulse für die Menschen in allen Regionen Bayerns“
MÜNCHEN. 22 Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Kirchlichen Bildung, des internationalen Ideenaustauschs sowie sonstige kulturelle Veranstaltungen werden im Jahr 2010 mit Fördergeldern in Höhe von 827.100 EUR durch den Kulturfonds Bayern gefördert. Dies gab heute Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in München bekannt.
„Mit den Mitteln des Kulturfonds Bayern können wir unabhängig von der jeweiligen Haushaltslage Projekte der Jugendarbeit, der kirchlichen Bildungsarbeit, der Erwachsenenbildung, kulturelle Einzelprojekte und den Internationalen Ideenaustausch fördern. Dabei unterstützen wir nachhaltige Programme“, so der Minister. Eigens nannte Dr. Spaenle mit Blick auf die nachhaltige Wirkung z. B. das Projekt „Gesund ernähren trotz Hartz IV“, „Lebenswelten“ und „SchuleWirtschaft – Senior-Consultant“. Die Wirkung des Mitteleinsatzes ist überproportional groß. „Mit relativ kleinen Förderbeträgen setzen wir innovative und modellhafte Impulse für die Menschen in allen Regionen Bayerns“ würdigte Kultusminister Spaenle die Bedeutung des Kulturfonds.
Für die Mittelvergabe aus dem Kulturfonds sind u. a. die Wirkung und die erwarteten Ergebnisse der Maßnahmen, der Inhalt des Bildungsangebots sowie der bleibende Einfluss auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausschlaggebend. Die Projekte sollen nachhaltig angelegt und in der Region verankert sein.
Der Kulturfonds war 1996 ursprünglich aus Privatisierungserlösen eingerichtet worden. Jährlich werden die Mittel für Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchlichen Bildungsarbeit und des internationalen Ideenaustauschs sowie für „Unvorhergesehenes und Besonderes“ verwendet.
Erfreulicherweise können heuer insgesamt 22 modellhafte und innovative Projekte dem Bayerischen Landtag für eine Förderung vorgeschlagen werden. Die Projekte decken dabei ein breites fachlich-inhaltliches Spektrum ab.
Zu den Projekten der einzelnen Förderbereiche: Von den insgesamt 22 Projekten sind 5 Projekte bereits vom Landtag genehmigte Fortsetzungsmaßnahmen und 8 der 22 Projekte sind überregionale Projekte.
Mit Blick auf Projekte aus den jüngsten Jahren lässt sich feststellen: Die vorgelegten Projekte beweisen, dass der Kulturfonds den Anstoß gibt für eine nachwirkende kulturelle Bildungsarbeit durch gemeinsame Anstrengungen der Beteiligten vor Ort.
Dr. Ludwig Unger
Tel. 089-21862105
Liste der Projekte, die vom Kulturfonds Bayern 2010 gefördert werden
1. Bezogen auf den inhaltlichen Schwerpunkt Jugendarbeit wird folgendes Projekt gefördert
„Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen"
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, das im Januar 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 bezuschusste Fachprogramm "Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen" bis 2012 fortzuführen. Der Jugendring will bayernweit mit Trägern der Jugendarbeit Projekte initiieren, die die Etablierung von Jungen- und Männerarbeit und eine breite Fachdiskussion ermöglichen.
Innovative Formen der Jugendarbeit sollen angestoßen werden, um geeignete Umsetzungs- und Gestaltungsformen der Jungenarbeit in Bayern aufzuzeigen. Mit den Mitteln des Fachprogramms sollen Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte gefördert werden, die an den Lebenswelten von Jungen und jungen Männern ansetzen, das Selbstwertgefühl von Jungen stärken, damit diese ihre eigene Identität entwickeln und mit den an sie gestellten Anforderung adäquat umgehen.
Der Bayerische Jugendring erhält aus dem Kulturfonds 2010 einen weiteren Zuschuss in Höhe von 110.000 EUR.
2. Aus dem Bereich der Erwachsenenbildung werden folgende Projekte gefördert
„Kreativ - Aktiv - KreAktiv“
Ausgehend von dem Verfassungsauftrag, allen Schichten und Gruppen im Rahmen der Erwachsenenbildung "Lernen im Lebenslauf" zu ermöglichen, sind die Volkshochschulen gefordert, sich mit der demographischen Entwicklung der Bevölkerung auseinanderzusetzen. Dabei spielt der Wunsch der Menschen, gesund alt zu werden, eine große Rolle, aber auch der mittel- und langfristig zu erwartende Fachkräftemangel bzw. das Rentenalter. Um der wachsenden Gruppe der alten Menschen eine angemessene Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, will der Bayerische Volkshochschulverband mit dem Projekt "KreAktiv" inhaltliche Angebote erarbeiten, die die Volkshochschulen dann in ihre Programme aufnehmen.
Das Projekt wurde bereits aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2009 gefördert.
Das Projekt wird aus dem Kulturfonds 2010 mit 55.000 EUR unterstützt.
„Anforderungen reiferer Erwachsener im Zuge der demografischen Entwicklung unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten“
Die Gesundheitsakademie - health and more - e.V. möchte das erstmals 2009 aus Mitteln des Kulturfonds bezuschusste Projekt bis 2011 fortführen. So will sie bisher gesicherte mentale Trainingsmethoden und -inhalte für den lebenslangen Lernalltag umsetzen und verfügbar machen.
Für das Projekt wird ein Zuschuss in Höhe von 30.000 EUR gewährt.
„SCHULEWIRTSCHAFT - Senior-Consultant“
Die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Bayern will mit „SchuleWirtschaft – Senior-Consultant“ ehemaligen Entscheidungsträgern aus Schule und Arbeitswelt die Möglichkeit eröffnen, sich weiterhin für eine zukunftsorientierte Bildung vor Ort zu engagieren. Aktive Senioren sollen als Multiplikatoren und Berater ausgebildet und bayernweit eingesetzt werden und sich vor Ort für eine effektive Kooperation zwischen Schulen und Arbeitswelt einsetzen. Dabei soll auf die Generierung und Übertragung von lokalen Best-practice Beispielen geachtet werden, wie z.B. die Auszeichnung von Hauptschülern, Patenprojekte, regionale Berufsorientierungsmessen, Elternabende etc..
Der „SCHULEWIRTSCHAFT-Senior-Consultant“ soll durch seine Tätigkeit Impulse für regionale, innovative und nachhaltige Bildung in den Regionen setzen. Die Projektlaufzeit ist auf zwei Jahre angesetzt.
Das Projekt wird 2010 mit 35.000 EUR unterstützt.
3. Folgende Projekte kirchlicher Bildungsarbeit werden gefördert
„Porzellan prägt Leben“
Die Region um Selb mit ihren Menschen ist durch die Porzellanindustrie geprägt. Die schwere Krise der Porzellanindustrie hat die Region stark gezeichnet. 2010 wird in den Porzellanmuseen von Selb und Hohenberg eine kulturgeschichtlich-kunsthistorische Schau der Porzellangeschichte präsentiert. Diese Ausstellung wird Neugierige aus Bayern, Deutschland und Europa in die Museen locken.
Das Evangelische Bildungswerk Selb/Wunsiedel plant ein Begleitprogramm, das mit vielfältigen Veranstaltungen die Porzellangeschichte mit der Lebensweise in Selb verknüpft. Dabei sollen die Ressourcen der christlichen Tradition, Bildwerke, religiöse Literatur sowie literarische Zeugnisse helfen.
Die Veranstaltungsreihe wird mit 7.200 Euro unterstützt
„Die Entdeckung Europas. Die Integration Europas und die Kirchen.“
Mit dem Modellprojekt soll ein Beitrag zur Geschichte der europäischen Integration nach 1945 in Bayern geleistet werden. Darüber hinaus sollen aktuelle Europathemen präsentiert werden. Das vorliegende Lern- und Leseprogramm nimmt die Geschichte der europäischen Integration nach 1945 auf und zeigt auf, welche Rollen Kirchen dabei gespielt haben.
Für Multiplikatoren im Bildungsbereich wird eine Homepage entwickelt, die Überblickswissen mit weiterführenden Fragen, Gesprächsimpulsen und Quellentexten verknüpft. Entwürfe und Anregungen für die Bildungsarbeit sollen sich anschließen.
Für das Projekt werden 10.500 EUR als Zuschuss gewährt.
„Kirchen sehen - entdecken - verstehen“
Dieses Projekt der Katholischen Erwachsenbildung Nürnberg will sowohl die religiös-liturgische wie auch die kulturelle Relevanz von Sakralbauten erschließen und erlebbar machen. Es will Menschen für diese Aufgabe gewinnen und qualifizieren. Das Vorhaben soll ein Beitrag dazu sein, dass Kirchenbauten auch in Zukunft als einprägsame „Gesichter" von Dörfern und Städten in Bayern wahrgenommen und verstanden werden. Dabei wird die religiöse Dimension des Menschseins einbezogen.
Das Projekt besteht aus einem Grund- und einem Aufbaukurs.
Es wird vom Kulturfonds mit einem Zuschuss in Höhe von 5.100 EUR gefördert.
„Gesund ernähren trotz Hartz IV“
Das Projekt "Gesund ernähren trotz Hartz IV" will Langzeitarbeitslosen nötiges Wissen über Ernährung, Kauf- und Essverhalten, sowie das Erlernen von Kochkenntnissen für den "schmalen Geldbeutel" näher bringen. Ziel ist das schrittweise Kennenlernen und die Umstellung der Ernährung und des Essverhaltens, um so gesunde Ernährung wertzuschätzen und dies in der Familie zu vermitteln.
Das Projekt wird mit 17.100 EUR gefördert.
„Neue Musik. Neue Öffentlichkeit?“
Das Projekt will das Verständnis für zeitgenössische Musik als Indikator gesellschaftlicher Entwicklungen stärken. Im Zusammenspiel von Vorträgen, Diskussionen und Konzerten sollen aktuelle Tendenzen, Formate und Entwicklungen im Bereich zeitgenössischer Musik vorgestellt und diskutiert werden. Ausdrücklich richtet sich das Symposium an ein allgemein kulturell interessiertes Publikum aus Stadt und Kirche. Ein Zuschuss in Höhe von 10.600 EUR wird bewilligt.
„ViceVersa. Oder: Das bin ich selbst, ich bin mein Erinnern.“
Das Diözesanbildungswerk Eichstätt will bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Kunstprojekts das Interesse an der Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie fördern und zur aktiven Beschäftigung mit der Frage führen, wie sie zu dem wurden, was sie sind. Das Vorhaben soll zugleich Erinnerungsfähigkeit, Reflexivität und Kreativität weiterentwickeln.
Das Diözesanbildungswerk Eichstätt Bereich Schloss Hirschberg vertieft damit sein Angebot zur Biografiearbeit. Der Kulturfonds gewährt einen Zuschuss in Höhe von 10.000 EUR.
„Heimat - Kulturlandschaft - Klima“
Das Projekt des Katholischen Bildungswerks Traunstein ist fokussiert auf den unauflösbaren Zusammenhang von Klimaschutz und Bewahrung bayerischer Kulturlandschaft. Parallel zur Einführung von Umweltmanagement in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen werden Maßnahmen zur Information und Bewusstseinsbildung von Verantwortlichen in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen in den Dekanaten Traunstein und Baumburg sowie für die Öffentlichkeit eingerichtet. Der konkrete praktische Beitrag der Einzelnen in verschiedenen Bereichen ihres privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Umfelds soll in Informationsreihen in den Dekanaten Traunstein und Baumburg ausgelotet und zum Handeln motiviert werden. Ein Zuschuss in Höhe von 2.900 EUR wird gewährt.
4. Beim Internationalen Ideenaustausch werden gefördert
„Kulturfonds-Stipendium `Botschafter Bayerns`“
Das Stipendienprogramm motiviert Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung in der Regel die 10. Jahrgangsstufe einer bayerischen Schule besuchen, ein Jahr in mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Indien und China zu verbringen.
Während ihres Auslandsjahres leben die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und besuchen eine Schule, sodass sie die jeweilige Kultur und Lebensweise intensiv kennenlernen und sich interkulturelle Kompetenzen aneignen.
Nach ihrem Auslandsjahr beherrschen die Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Sprache, die nicht zum üblichen Fremdsprachenkanon gehört.
Auch im Kulturfondsjahr 2010 soll in Zusammenarbeit mit Youth for Understanding der einjährige Aufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden.
Aus dem Kulturfonds 2010 wurde ein Zuschuss in Höhe von 60.000 EUR gewährt.
5. Aus dem Bereich „Sonstige kulturelle Veranstaltungen und Projekte“ werden gefördert
„TAKE OFF“
Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e. V. (ABMI e.V.) beabsichtigt mit dem Projekt „Take Off", Jugendlichen durch vierwöchige projektorientierte Auslandsaufenthalte in Dublin (Irland) und Lyon (Frankreich) die Möglichkeit zu geben, ihre Sprachkompetenz zu fördern, Auslandserfahrungen zu sammeln, allgemeine und soziale Handlungskompetenzen zu erweitern und sich auf diese Weise auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.
Dem Auslandsaufenthalt geht eine vierwöchige Vorbereitungsphase in München voraus. Nach Beendigung ihrer Auslandsaufenthalte wird mit den Teilnehmenden eine Auswertung vorgenommen. Eine Integration in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse wird in Abstimmung mit den beteiligten Arbeitsagenturen und ARGEs organisiert.
Parallel zu den Jugendaustauschen soll ein Experten- und Erfahrungsaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Regionen und Behörden stattfinden. Der Kulturfonds gewährt einen Zuschuss in Höhe von 22.100 EUR.
„opus21musikplus live in der Grundschule“
Das internationale Künstlernetzwerk opus21musikplus unter der Leitung von Professorin Konstantia Gourzi steht für zeitgenössische Musik. Prof. Gourzi gilt als wichtige Mentorin zeitgenössischer Musik. Sie ist die Gründerin und künstlerische Leiterin von "opus21musikplus", das Neue Musik in Verbindung mit Theater, Tanz und bildender Kunst fördert und aufführt. Das Künstlernetzwerk will das 2009 entwickelte Projekt "opus21musikplus - live in der Grundschule" der kommenden Ausbildungsphase 2010/2011 weiterentwickeln und neu gestalten.
Im Education-Programm "opus21musikplus - live in der Grundschule" erleben Kinder Neue Musik in höchster Qualität an einem ihnen vertrauten und alltäglichen Ort. Durch ein "plus" in der Verbindung zeitgenössischer Musik mit anderen Kunstgattungen werden Kreativität und Fantasie interdisziplinär angeregt und geistige Flexibilität gefördert. Der Kulturfonds fördert das Projekt mit 14.300 EUR.
„Jugendkulturservice Oberpfalz“
Der Bezirksjugendring Oberpfalz möchte das im 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 mitfinanzierte Projekt "Jugendkulturservice Oberpfalz" bis Februar 2012 fortführen. Vorbereitende Arbeiten wurden bereits durchgeführt. Unter dem Titel "Bunt gefächert" wurde eine Beschreibung aller Workshops erarbeitet. Ziel ist es, dass junge Menschen sich unabhängig vom Elternhaus mit Kultur in ihren vielfältigen Formen auseinandersetzen und dies als bereichernd erfahren. Das kulturelle Bildungsangebot soll Kindern und Jugendlichen ihre Ausdrucksmöglichkeiten erschließen und sie zu kreativer Aktivität anregen. Ein Zuschuss in Höhe von 5.000 EUR wird gewährt.
„Kultur.Klassen“
Mit dem Projekt "Kultur.Klassen" will der Kultur- und Schulservice Bamberg Kulturunterricht stärker und längerfristig in der Schule verankern.
Im Baukastensystem koordiniert der Maßnahmeträger das Angebot und trägt den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Schulen Rechnung. So ist geplant, Kultur.Klassen in verschiedenen Formen, innerhalb einer Klasse, einer Jahrgangsstufe oder als Wahlfach anzubieten. Die Umsetzung soll im Regelunterricht, im Ganztagesprogramm, als P-Seminar, als Projekt-Präsentation oder als freiwilliges Nachmittagsangebot erfolgen.
Das Projekt ist für zehn Schulen und zwei Kindertagesstätten auf zwei Jahre mit maximal zwei Kultur.Klassen pro Schule angelegt. Insgesamt sollen 20 Kultur.Klassen angeboten werden Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert.
Ein Zuschuss in Höhe von 40.000 EUR wird gewährt.
„Lebenswelten“
Das Projekt "Lebenswelten - tausche deinen Tag" will Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund dazu anregen, ihre eigenen Norm- und Wertevorstellungen zu reflektieren und andere Kulturen, Lebensweisen und Interessen kennenzulernen. Die Jugendlichen begegnen sich in interkulturellen Tandems, die sich gegenseitig ihre Welten erklären. Ihre Erlebnisse dokumentieren die Jugendlichen in Radiotagebüchern, aus denen im Anschluss kleine Radiosendungen entstehen. Die fünf besten Beiträge werden im Bayerischen Rundfunk mit professioneller Unterstützung produziert und gesendet.
Bayerische Haupt- und Realschulen zwischen Klassenstufe 8 und 10 können sich mit jeweils bis zu acht innerschulischen Tandems für die Teilnahme am Projekt bewerben. Für die Teilnahme am Projekt werden 10 Schulen ausgewählt.
Ein Zuschuss in Höhe von 29.500 EUR wird gewährt.
„Auf die Bühne, fertig, los“
"Auf die Bühne, fertig, los" wurde 2009 als außerschulisches Bildungsprojekt für Schülerinnen und Schüler an 5 Grundschulen im „Sozialraum Nord“ des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen ins Leben gerufen. Die Innovation des Projekts liegt im Workshopangebot, welches unterschiedlichen Neigungen und Charakteren von Kindern Rechnung trägt. Das Konzept ermöglicht den Kindern, im Laufe einer Projektwoche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln, die im üblichen Schulalltag kaum gefördert werden. Sie machen neue Erfahrungen mit ihrem Körper, neuen Geräten und anderen Mitschülerinnen und Mitschülern. Das Hauptaugenmerk wird auf das gemeinsame Lernen gelegt. Alle Kinder präsentieren ihr neu erworbenes Können auf der Bühne in einer gemeinsamen großen Abschlussgala.
Der Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen möchte das erfolgreiche Bildungsprojekt weiterführen. 2010 sind vier Projektwochen an drei Grundschulen in Wolfratshausen und Icking für rund 430 Kinder geplant.
Ein Zuschuss in Höhe von 9.800 EUR wird gewährt.
„Memorium Nürnberger Prozesse“
Rund um den historischen "Sitzungssaal 600" im Nürnberger Justizgebäude soll ein Museumsprojekt entstehen, das die weltgeschichtliche Bedeutung des Ortes dokumentiert. Hier wurden 1945 von den Alliierten 21 Hauptkriegsverbrecher - u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß, Julius Streicher - wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen den Frieden angeklagt. Der Saal 600 gilt als ein Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts. Die bisherige Präsentation ist unzureichend. Derzeit wird über dem historischen Saal ein bisher ungenutzter Dachboden für eine Dauerausstellung ausgebaut.
Das Projekt wird aus dem Kulturfonds 2010 letztmalig mit 315.000 EUR gefördert.
„Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen“
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg beabsichtigt, das in Zusammenarbeit mit dem Spielwerk Theater EUKITEA Diedorf 2009 initiierte Theaterprojekt zum Thema „Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen“ im Schuljahr 2010/2011 weiterzuführen.
Mit dem Theaterstück werden Kinder zum Mitmachen, Mitfühlen und Verstehen angeregt; den Schülerinnen und Schülern werden Impulse zum eigenen verantwortungsvollen Handeln gegeben. Zukunftsträchtige und existentielle Themen, nämlich die Abfallvermeidung und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen, stehen im Mittelpunkt. Vor allem Grundschüler sind aktiv am Projekt zur Umwelterziehung beteiligt. Ein weiterer Zuschuss von 5.000 EUR wird gewähren.
„Ente, Tod und Tulpe“
In ihrem Projekt "Ente, Tod und Tulpe" erzählen das ensembleKONTRASTE und das Theater Pfütze mit den Mitteln des zeitgenössischen Musiktheaters und der Videokunst eine Geschichte über den "Tod", die sich an Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche richtet. Die geplante Produktion soll 2011 Premiere haben und bis Ende 2012 in insgesamt 81 Aufführungen rund 10.000 junge Besucher erreichen. Die Vor- und Nachbereitung an den Schulen im Großraum Nürnberg soll durch den Einsatz von eigens geschulten Musik- und Theaterpädagogen gewährleistet werden.
Ein erster Zuschuss in Höhe von 18.000 EUR wird gewährt.
„NatureFashion“
2010/2011 soll der Jugend-Designwettbewerb mit dem neuen Titel "NatureFashion" in eine zweite Runde gehen. Die inhaltliche Neuakzentuierung des Projekts erfolgt nach der Bayerischen Biodiversitätsstrategie, zu deren zentralen Zielen die Vermittlung von Umweltwissen an Schulen und in der außerschulischen Umweltbildung gehört.
Der in Bayern flächendeckend ausgeschriebene Jugend-Designwettbewerb möchte Mode interessierte Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren an das Thema biologische Vielfalt und die Trendwissenschaft Bionik heranführen und auf kreative Weise ihr Interesse für die Verknüpfung der Bereiche Natur, Bionik und Mode wecken. Die Modelle der ersten drei Preisträger werden erneut professionell von Kostümschneiderinnen des Münchner Gärtnerplatztheaters sowie Studierende der Akademie Mode und Design München angefertigt.
Die Preisverleihung und öffentliche Präsentation der Modelle soll im September 2011 im Deutschen Museum München stattfinden.
Ein Zuschuss von 15.000 EUR wird gewährt.
Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

1. Projekt „Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen“
Maßnahmeträger:
Bayerischer Jugendring
Herzog-Heinrich-Str. 7
80336 München
Bewilligter Zuschuss: 110.000,00 €
Projektbeschreibung:
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, das im Januar 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 mitfinanzierte Fachprogramm "Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen" bis 2012 fortzuführen, um bayernweit mit Trägern der Jugendarbeit Projekte initiieren zu können, die einen großen Schritt in Richtung Auseinandersetzung mit dem Arbeitsfeld, Etablierung von Jungen- und Männerarbeit und deutlich verbreiterte Fachdiskussion und Fachlichkeit ermöglichen. Ausgangspunkt des Fachprogramms ist, dass bei der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen die Wahrnehmung der eigenen Geschlechterzugehörigkeit eine wichtige Rolle spielt. Im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung wird das soziale Geschlecht erworben und hergestellt. Die Gesellschaft verbindet mit den unterschiedlichen Geschlechtern verschiedene Erwartungen. So befinden sich Jungen und junge Männer in unserer Gesellschaft aus mehreren Gründen in Spannungsverhältnissen, die sich von den Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen unterscheiden. Die ersten Lebensjahre von Jungen sind stark geprägt durch das Fehlen von Männern in ihrem sozialen Nahbereich wie Kindergarten, Schule und auch der Familie. So kommen viele Jungen, mit Ausnahme der Wochenenden, in den ersten zehn Lebensjahren überwiegend mit Frauen in Kontakt: Mütter, Tagesmütter, Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen. Jungen finden sich in Spannungsverhältnissen zwischen Stärke und Schwäche, „Probleme haben" und „Probleme machen" und zwischen Opfer- und Täter-Sein wieder. Vor diesem Hintergrund entwickeln Jungen ihre Geschlechtsidentität, ihre sexuelle Orientierung und ihre Lebenspläne. Eine Nichtbewältigung der damit zusammenhängenden Spannungen kann zu Schulversagen, Delinquenz, psychosomatischen Erkrankungen, Risikoverhalten bezüglich der eigenen körperlichen Gesundheit, spezifischem Suchtverhalten und Suizid führen. Der geschlechtsbewusste Blick auf Jungen setzt an den Bedürfnissen und Problemen, an den Stärken und Schwächen, sowie an den Lebenswelten der Jungen und jungen Männer an.
Ziel des Fachprogramms ist es, innovative Formen der Jugendarbeit anzustoßen, um geeignete Umsetzungs- und Gestaltungsformen der Jungenarbeit in Bayern aufzuzeigen. Dabei soll im besonderen Maße die Bedeutung der Jungenarbeit, sowie der geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen für das Aufwachsen von Jungen und jungen Männern herausgearbeitet werden. Es sollen Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozesse bei der Entwicklung von Jungen durch alters-, geschlechts- und regionalspezifische Angebote angestoßen werden. Mit den Mitteln des Fachprogramms sollen in der direkten Arbeit mit Jungen vor allem Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte gefördert werden, die an den Lebenswelten von Jungen und jungen Männern ansetzen. Sie sollen das Ziel verfolgen, das Selbstwertgefühl von Jungen zu stärken, um in dem oben genannten Spannungsverhältnis eine eigene Identität entwickeln zu können. Es gilt, den Jungen Wege aufzuzeigen, wie sie in veränderter Weise mit den täglichen Anforderungen besser und adäquat umgehen können. Des Weiteren soll durch gezielte Maßnahmen der Qualifizierungsgrad von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Bereich der Jungenarbeit bzw. der geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen in Bayern erhöht werden. Hierzu gehört perspektivisch auch, die geeignete Verankerung des Themenbereichs in der Juleica - Ausbildung vorzunehmen (Juleica: Jugendleiter/in-Card; Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit). Der Vernetzungsgrad auf örtlicher bzw. regionaler Ebene muss deutlich erhöht werden, um einerseits den fachlichen Austausch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, sowie andererseits die Nachhaltigkeit von Angeboten der Jungenarbeit bzw. geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen zu gewährleisten. Insgesamt soll die Bedeutung der Jungenarbeit und geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen als Querschnittsaufgabe innerhalb der bayerischen Kinder- und Jugendarbeit gestärkt werden.
Am 1. Januar 2010 startete das Fachprogramm zur Jungen- und Männerarbeit. Obgleich die Bewerbung des Fachprogramms über elektronische Medien aus technischen Gründen erst mir deutlicher Verzögerung begann, konnte bereits früh im Jahr ein reges Interesse an dem Fachprogramm festgestellt werden. Fast unmittelbar nach Veröffentlichung der Antragsunterlagen gingen vor diesem Hintergrund die ersten Anträge auf Fördermittel beim Bayerischen Jugendring ein. Das Spektrum der Förderanträge reicht dabei von kleinen, einmaligen Aktionen bis zu großen Jahresprojekten. Die Antragsstellerinnen und Antragsteller bzw. Interessentinnen und Interessenten kommen aus unterschiedlichsten Bezügen der Jugendarbeit: Kirche, Jugendringe, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Umweltschutz, u.v.m. . Aufgrund der Anfragen und Anträge ist bereits jetzt festzustellen, dass ein sehr hoher Bedarf an Qualifizierung von Mitarbeitern für die Jungen- und Männerarbeit besteht, so dass schon nach kurzer Zeit die Aufnahme von Qualifizierung in die Fördermöglichkeiten als richtiger und wichtiger Schritt bewertet werden kann. Ein zum Auftakt des Fachprogramms gedachter Fachtag zur Jungen- und Männerarbeit im April in Nürnberg war so gut nachgefragt, dass trotz Hinzubuchung weiterer Tagungskapazitäten einigen Interessierten aus Platzgründen abgesagt werden musste. Auch dies zeigt den hohen Bedarf an Fachlichkeit, fachlichem Input und fachlichem Austausch im Bereich der Jungen- und Männerarbeit.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: http://www.bjr.de/foerderung/massnahmen-aktivitaeten-projekte/jungen-und-maennerarbeit.html

1. Projekt „Halbzeit plus“
Maßnahmeträger:
Bayerischer Volkshochschulverband
e.V.
Fäustlestr. 5a
80339 München
Bewilligter Zuschuss: 55.000,00 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt wurde bereits aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2009 gefördert. Es konnte jedoch erst verspätet begonnen werden und befindet sich noch in der Vorbereitungsphase, so dass wegen der Kürze der Zeit noch keine Aussage zum Projektfortschritt gemacht werden kann.
Ausgehend von dem in der Bayerischen Verfassung verankerten Auftrag, allen Schichten und Gruppen im Rahmen der Erwachsenenbildung "Lernen im Lebenslauf" zu ermöglichen, sind die Volkshochschulen mehr und mehr gefordert, sich mit der demographischen Entwicklung der Bevölkerung auseinanderzusetzen. Dabei spielt der Wunsch, gesund alt zu werden, eine große Rolle, aber auch der mittel- und langfristig zu erwartende Fachkräftemangel bzw. die Rente mit 67plus sind als Herausforderung erkannt. Es sind daher vielerlei Wege zu suchen, um der immer größer werdenden Gruppe der alten und älteren Menschen, auch der Hochbetagten, eine angemessene Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Der Bayerische Volkshochschulverband (bvv) plant, mit dem Projekt "Halbzeit plus" durch eine qualitative und quantitative Steigerung der Angebote bundesweit eine führende Position einzunehmen.
Projektziel soll sein, dass 60 Volkshochschulen ein Jahr und 90 Volkshochschulen zwei Jahre nach Ende der Konzeptionsphase die erarbeiteten Angebote im Programm haben. Damit würden die bayerischen Volkshochschulen systematisch die Voraussetzungen herstellen, dem Aufruf zur Kreativität zu folgen.
Um das Projektziel zu erreichen, soll am Ende des Projektzeitraumes, der sich vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011 erstreckt, den bayerischen Volkshochschulen ein Fundus an Konzepten zur Verfügung stehen, mit dem sich vor Ort die "Halbzeit plus"-Idee modular in ein individuelles Angebot umsetzen lassen könnte. Dazu soll ganz wesentlich der Aufbau eines Wissensforums, das inhaltlich und technisch z.B. auf der - durch den Bayerischen Kulturfonds bereits erfolgreich geförderten - vhs-freelearning-Plattform beheimatet sein könnte, beitragen.
Das Wissensforum soll folgende zwei wichtige Aufgaben erfüllen:
Es soll Schnittstelle und Kooperationsbörse zwischen Dozentinnen und vhs-Mitarbeitern sowie fachliches Austauschforum für beide Gruppen sein.
Daneben soll es als Plattform für Unterrichtsmaterialien und Lehrgangskonzepte dienen.
Nebenbei soll das Projekt "Halbzeit plus" dazu führen, dass sich bei vielen älteren Menschen der Selbstorganisationsgrad erhöht, z.B. "alte Kursleiter" motiviert und qualifiziert werden.
Kooperationen zwischen Volkshochschulen untereinander und mit weiteren Partnern sollen die Wirkung verstärken. Insgesamt würde durch einen erfolgreichen Projektverlauf erreicht, dass das Expertenwissen strukturiert mit Hilfe der Angebote der Volkshochschulen verbreitet wird.
Für die Maßnahme war bereits bei der Antragstellung und der Bewilligung des Zuschusses aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2009 eine Laufzeit und eine Förderung von zwei Jahren vorgesehen.
Link: https://portal.vhs-bayern.de/
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt.
2. Projekt "Anforderung reiferer Erwachsener im Zuge der demographischen Entwicklung - vorrangig Frauen ab 45 - unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten"
Maßnahmeträger:
Gesundheitsakademie
Mitterweg 8 "Alte Fabrik"
84048 Mainburg
Bewilligter Zuschuss: 30.000,00 €
Projektbeschreibung:
Die Gesundheitsakademie - health and more - e.V., eine rechtlich selbständige Ausgliederung der Volkshochschule Mainburg, möchte wie ursprünglich bereits beabsichtigt das im September 2009 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 mitfinanzierte Projekt "Anforderung reiferer Erwachsener im Zuge der demographischen Entwicklung unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten" bis August 2011 fortzuführen, um bisher gesicherte mentale Trainingsmethoden und -inhalte für den lebenslangen Lernalltag umzusetzen und verfügbar zu machen.
Der Maßnahmeträger erstrebt mit diesem Projekt, ausgehend davon, dass das Thema „Alter“ in Bezug auf den Menschen in unserem Kulturraum vorwiegend negativ besetzt und die Informationsflut zum Thema mittlerweile so umfangreich ist, dass es für die Betroffenen schwer ist, eine qualifizierte Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot zu treffen, einen wissenschaftlicher Austausch mit dem Ziel, vorhandene Projekte/Ergebnisse der Projektpartner zu sichten und an länderspezifische Bedürfnisse anzupassen. Kooperationspartner sind das bifed (österreichisches Kompetenzzentrum für Erwachsenenbildung) und die Evangelische Akademie Tutzing. Im Rahmen des Projekts sollen Erfahrungen ausgetauscht und wissenschaftlich fundierte Kenntnisse weiterentwickelt werden. Lösungsansätze sollen ausgearbeitet bzw. neu konzipiert werden. Eine wissenschaftliche Begleitung/Studie ist geplant.
Zielgruppe der Maßnahme ist insbesondere die Generation 45+/vorrangig weiblich. Aus dem im Rahmen des Projekts zusammengeführten Erfahrungsschatz soll ein Mehrwert für alle Beteiligten und ein reicher Fundus für Betriebe im regionalen und grenzüberschreitenden Umfeld resultieren. Außerdem soll das Selbstbewusstsein von älteren Frauen in Beruf und Familienleben gestärkt und der Begriff der „Älteren Frau“ positiv besetzt werden. Die Art der Verbreitung des Endergebnisses soll auf dem Weg einer Lernplattform erfolgen. Die Projektorganisation soll ebenfalls im Wesentlichen der gleichen Struktur auf einer Lernplattform folgen, womit das Endergebnis ständiger Begleiter des Projektes sein soll.
Die Projektinhalte wurden bisher sehr zielgerichtet im vorgegebenen Zeitplan umgesetzt. Auf die ersten Ergebnisse aus den bisherigen Aktionen und Arbeitsgruppen kann nun aufgebaut werden, so dass auch eine intensive Vernetzung ausgebaut werden kann mit weiteren Frauenverbänden und Plattformen. Um die Ergebnisse zu sichern, wissenschaftlich zu begründen und wirksam für die Verbreitung vorzubereiten, wurde auch eine Studie durchgeführt: „Mehr Erfolg bei der Arbeit: Steigerung mentaler Ressourcen bei Berufstätigen im Alter ab 50 Jahren" - gemischt mit Frauen und Männern, um die besonderen Bedürfnisse von reiferen Frauen im Lernverhalten gegenüber ihren männlichen Kollegen zu ergründen. Die Auswertung ist derzeit in Arbeit.
Die Projektidee und die Ergebnisse erweckten großes Interesse. Neben den regionalen Frauenverbänden wurden vor allem auch Unternehmen und Behörden aufmerksam.
Link: http://www.gesundheitsakademie-mainburg.org/we-are.html
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt

1. Projekt „Porzellan prägt Leben“
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Selb/Wunsiedel
Von-der-Tann-Str.4
95100 Selb
Bewilligter Zuschuss: 7.200,00 €
Projektbeschreibung:
In einmaliger Weise ist die Region um Selb durch die Porzellanindustrie geprägt. Familiengeschichten, öffentliches Leben und Kulturbetriebe sind von den Traditionen und Impulsen aus der Porzellanfertigung geprägt. Die schwere Krise der Porzellanindustrie hat die Region stark gezeichnet und zu hohen Bevölkerungsverlusten geführt. Dennoch bleibt der Stolz auf die große Geschichte.
In den Monaten April bis Oktober 2010 wird in den Porzellanmuseen von Selb und Hohenberg eine kulturgeschichtlich- kunsthistorische Schau der Porzellangeschichte präsentiert. Diese Ausstellung wird vermutlich Kenner und Neugierige aus ganz Europa in die Museen locken. Sie ist aber auch für die Menschen von Selb und Umgebung von großem Interesse.
Das Evangelische Bildungswerk Selb/Wunsiedel plant für den Zeitraum Mai bis Oktober 2010 ein Begleitprogramm, das mit vielfältigen, unterschiedlichen Veranstaltungen die Prozellangeschichte mit der Lebensweise in Selb verknüpft.
Das Begleitprogramm soll die kulturhistorische Schau in den Museen in mehrfacher Hinsicht ergänzen: Es geht ein Stück auf die Suche nach der besonderen Prägung der Mentalitätsgeschichte durch das Porzellan in der Region, erinnert an "die großen alten Zeiten", versucht aber andererseits auch ein Stück des Erbes für die Zukunft zu sichern. Dabei sollen die Ressourcen der christlichen Tradition, Bildwerke, religiöse Literatur sowie literarische Zeugnisse helfen.
Die folgenden Veranstaltungen sollen die Anliegen der Ausstellung in das religiöse und kulturelle Leben der Region einbringen:
Schmückt das Fest mit Maien
Porzellangeschichte in Grabdenkmälern
Auf den Spuren der Porzellangeschichte
Ein Taufgeschirr aus Porzellan
Warum Herr Böttcher so lange experimentieren musste
Der Schatz in irdenen Gefäßen
Tassengeschichten
Kirche und Arbeitnehmerbewegung - ein Diskussionsabend
Erinnern an alte Zeiten
Hörzeit zu den Porzellanepochen
Kannen, Kaffee und Kantate
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link: http://www.ebw.selb.de
2. Projekt "Die Entdeckung Europas. Die Integration Europas und die Kirchen."
Maßnahmeträger:
Bildung Evangelisch
Hindenburgstraße 46 A
91054 Erlangen
Bewilligter Zuschuss: 10.500,00 €
Projektbeschreibung:
Mit diesem Modellprojekt soll ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der europäischen Integration nach 1945 - mit Schwerpunktsetzung auf die Situation in Bayern - geleistet werden. Darüber hinaus sollen aktuelle Europathemen präsentiert werden.
Darstellungen der Geschichte der europäischen Integration, mit Schwerpunkt ab 1945 gibt es einige wenige. Für diese Geschichte im Zusammenspiel mit den Perspektiven und Positionen der Kirchen gibt es bislang keine Gesamtdarstellung.
Dazu dient das Lernprogramm.
Das vorliegende Lern- und Leseprogramm nimmt die Geschichte der europäischen Integration vor allem nach 1945 auf, zeichnet in die Logik und Dynamik dieses Prozesses der Fort- und Rückschritte, der treibenden Motive und entscheidenden Momente ein, welche Rollen Kirchen dabei gespielt haben. Besonderer Wert wird dabei auf die Situation in Bayern gelegt - hier sollen neben kurzen Informationen aktuelle Europathemen präsentiert werden.
Gerade Multiplikatoren im Bildungsbereich - Schule, Erwachsenenbildung - brauchen für die eigene Orientierung und die eigene Bildungsarbeit verlässliche Informationen. Für diese Zielgruppe ist die Homepage entwickelt. Sie verknüpft Überblickswissen mit weiterführenden Fragen und Gesprächsimpulsen und Quellentexten. Daran sollen sich Entwürfe und Anregungen für die eigene Bildungsarbeit anschließen.
Die aktuelle Form der Wissensvermittlung ist in diesem Fall europäischer Bildungsarbeit ein internetgestütztes, modularisiertes Lern- und Leseprogramm. Bücher in der klassischen Form können den Herausforderungen nicht gerecht werden.
Dieses Lern- und Leseprogramm ist im Format einer Homepage gestaltet. Linien und Knotenpunkte, Wege und Stationen werden in Form einer übersichtsartigen Gesamtdarstellung präsentiert. Hier wird Wissen vermittelt, das Schritt für Schritt
oder in einzelnen Abschnitten abgerufen werden kann. Dazu gibt es zu den einzelnen Punkten vertiefende Fragen, Exkurse, weiterführende Informationen und Quellentexte. Ein Linksystem ermöglicht es, eigenständig Schwerpunktfragen
zu erschließen. Impulse für Bildungsveranstaltungen ergänzen das Setting.
Die Zielgruppe sind alle, die an den Fragen zum Wechselspiel von Europa und den Kirchen interessiert sind. Vor allem für Multiplikatoren im Bereich von Schule und Kirche, von Bildungseinrichtungen, die nach verlässlichen Informationen und weiterführenden Fragestellungen suchen, ist dieses Lern- und Leseprogramm gestaltet.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.bildung-evangelisch.de
3. Projekt „Kirchen sehen – entdecken - verstehen"
Maßnahmeträger:
KEB Stadtbildungswerk Nürnberg e.V.
Königstr. 64
90402 Nürnberg
Bewilligter Zuschuss: 5.100,00 €
Projektbeschreibung:
Für Christen sind Kirchen herausgehobene Orte gemeinsamen gottesdienstlichen Feierns. Zumindest als bau-, kunst- und kulturgeschichtliche Zeugnisse kommt ihnen in einer säkularen Gesellschaft bleibende Bedeutung zu. Das Projekt der Katholischen Erwachsenbildung Nürnberg stellt sich der doppelten Aufgabe, sowohl die religiös-liturgische wie die kulturelle Relevanz von Sakralbauten zu erschließen und erlebbar zu machen. Es zielt darauf, Menschen für diese Aufgabe zu gewinnen und zu qualifizieren. Das Vorhaben soll ein Beitrag dazu sein, dass Kirchenbauten auch in Zukunft als die einprägsamen „Gesichter" von Dörfern und Städten in Bayern wahrgenommen und verstanden werden können. Dass dabei ausdrücklich die religiöse Dimension des Menschseins einbezogen wird, spiegelt die ganzheitliche Ausrichtung kirchlicher Erwachsenenbildung, ihre spezifischen Kompetenzen und ihren Auftrag in einer pluralen Bildungslandschaft wider. Hervorzuheben ist zudem der ökumenische Charakter des Projekts; es erscheint beispielhaft für die Zusammenarbeit von Einrichtungen der Erwachsenenbildung über Trägergrenzen hinweg.
Das Projekt besteht aus einem
1. Grundkurs, der zunächst Kenntnisse vermitteln soll, mit denen Kirchenräume und deren Inventar erschlossen werden können, in den jeweils vielfältigen Dimensionen und einem
2. Aufbaukurs zur Vertiefung mit thematisch breit gefächerten und sehr unterschiedlichen Bausteinen, die frei wählbar sind.
Zu 1.Grundkurs:
Der Basiskurs (ca. sechs Ganztagsveranstaltungen) vermittelt Kenntnisse, mit denen Kirchenräume und ihr Inventar erschlossen werden können, in ihren jeweils vielfältigen Dimensionen.
Inhalte sind u.a.:
- Bau- und Kirchengeschichte
- Theologische und kirchengeschichtliche Hintergründe
- Christliche Symbole und Attribute
Nach einer Abschlussarbeit und einem Kolloquium über eine eigene Kirchenführung kann nach dem Grundkurs das Zertifikat als Kirchenführer/in erworben werden.
Zu 2. Aufbaukurs:
Die Angebote widmen sich speziellen Themen. Sie sind gedacht für Menschen, die bereits Erfahrung mit Kirchenführungen haben und eine Erweiterung und Spezialisierung wünschen.
Das Modulsystem (ca. 12 Veranstaltungen) deckt verschiedene frei wählbare Themenbereiche ab, z.B.:
- Skulptur und Malerei
- Kirchenräume erfahren und erschließen
- mit Bildern arbeiten
- Wallfahrten
- Kulträume erfahren und Religionen erleben
- liturgische Orte im Kirchenraum
- Heilige Zeichen und Symbole
- Moderner Kirchenbau und moderne Kunst
In der Auswertungsphase soll das Projekt mit dem Kooperationspartner gründlich reflektiert werden. Die Erkenntnisse aus den beiden Durchführungsphasen sollen ausgewertet werden. Insbesondere soll die Frage nach der dauerhaften Verankerung des lokal ausgerichteten Kurses bei weiteren Trägern der Erwachsenenbildung gestellt werden. Die Ergebnisse der Auswertung sollen dokumentiert werden.
Link: http://www.keb-nuernberg.de
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
4. Projekt „Kochen für Sparfüchse - wie Sie sparsam und vor allem gesund kochen und essen"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Landshut e.V.
Maistrasse 8
84034 Landshut
Bewilligter Zuschuss: 17.100,00 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Gesund ernähren trotz Hartz IV" will Langzeitarbeitslosen das nötige Wissen über Ernährung, Kauf- und Essverhalten, sowie das Erlernen von Kochkenntnissen für den "schmalen Geldbeutel" näher bringen. Ziel ist das schrittweise Kennenlernen und die Umstellung der Ernährung und des Essverhaltens, um die Wertschätzung gesunder Ernährung und die Vermittlung in der Familie zu erreichen.
In der Phase 1 werden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Grundsicherung, ARGE der Stadt Landshut, langzeitarbeitslose Frauen und Männer sowie Hartz-IV-Empfänger unter der Leitung einer erfahrenen Hauswirtschafterin und Köchin als Mitarbeitende und Tutoren gewonnen. Dieses Team, ca. drei bis vier Personen plus Leitung, erarbeitet in einem Zeitraum von ca. vier Monaten ein Kursmanual mit allen wesentlichen Inhalten zur sinnvollen und inhaltsreichen Haushaltsführung. Wissensdefizite sollen festgestellt und überwunden werden. Dieses Manual umfasst somit die Grundfertigkeiten und Kenntnisse zur hauswirtschaftlichen Eigen- und Familienversorgung. Ferner beschäftigt es sich mit der Ermittlung von Bedarf und Ansprüchen der zu versorgenden Personen, mit der gesunden Speisenzubereitung, mit der Vorratshaltung und Warenwirtschaft sowie mit der Kostenplanung eines Haushaltes. Ebenso wird ein Kochkurs ausgearbeitet, der Grundfertigkeiten des Kochens vermittelt. Das Manual dient als Grundlage für die Durchführung entsprechender geeigneter Kurse.
In der Phase 2 werden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Grundsicherung, ARGE der Stadt Landshut, langzeitarbeitslose Frauen und Männer sowie Hartz-IV-Empfänger zur Teilnahme an den Kursen eingeladen. Geplant sind insgesamt sechs Kurse, jeweils vier Wochen lang. In der Regel befinden sich in einem Kurs sechs bis zehn Teilnehmende. Diese erlernen dabei, Montag bis Freitag, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr, die Grundregeln einer sinnvollen und inhaltsreichen Haushaltsführung sowie Kochkenntnisse. Gerade in unserer modernen Gesellschaft ist dies wichtig, denn die Bewältigung der Alltagsaufgaben ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die persönliche Lebensqualität.
In einer abschließenden Evaluation werden Verhaltensmuster und Gewohnheiten der Teilnehmenden erarbeitet und dargestellt. Mit der Verdeutlichung dieser Muster können Fehlentwicklungen dargestellt und aufgehoben werden. Sie dienen der Reflexion und Bewusstmachung.
Link: http://www.ebwlandshut.de
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
5. Projekt "Neue Musik. Neue Öffentlichkeit?"
Maßnahmeträger:
Evangelische Stadtakademie München
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München
Bewilligter Zuschuss: 10.600,00 €
Projektbeschreibung:
In einer Verbindung von Diskussionen und Konzerten soll das Verständnis für zeitgenössische Musik als Indikator gesellschaftlicher Entwicklungen gestärkt werden.
Im Zusammenspiel von Vorträgen, Diskussionen und Konzerten und also von Erfahrung und Reflexion, Theorie und Praxis, sollen aktuelle Tendenzen, Formate und Entwicklungen im Bereich zeitgenössischer Musik vorgestellt und diskutiert werden.
Ausdrücklich richtet sich das Symposium nicht nur an „Fachleute", sondern an ein allgemein kulturell interessiertes Publikum aus Stadt und Kirche, dessen Kompetenz in diesem Feld gestärkt werden soll.
Um die Milieus zu mischen, werden sowohl für die Diskursschiene als auch für die Konzertschiene verschiedene Veranstaltungsorte mit unterschiedlichen Images und Besucherprofilen einbezogen.
Das Symposium will dem Verhältnis von Neuer Musik und (möglicher) neuer Öffentlichkeit - in einer Kooperation von Trägern aus Kirche, Wissenschaft und Kultur - nachgehen und zu einer Klärung und Standortbestimmung beitragen.
Geplante Programmelemente:
Diskurse:
Geplant sind vier Panels mit Fachleuten aus folgenden Bereichen:
1. Komponisten und Interpreten
2. Musik- und Kulturwissenschaftler
3. Musikkritiker und -publizisten/-journalisten
4. Musikveranstalter/Organisatoren von Festivals und neuen Veranstaltungsformaten
Auf diesen Panels wird analysiert
• was Anliegen und Ausdrucksformen zeitgenössischer Kompositionen sind,
• was aus der Avantgarde geworden ist,
• was die Vermittlungsprobleme neuer Musik sind,
• was zu ihrem Verständnis notwendig ist,
• welche Aufführungsformate ihr entsprechen können.
Konzerte:
An drei Orten werden Werke zeitgenössischer Musik aufgeführt, wobei alle drei Konzerte durch die Wahl des Ortes oder Neukompositionsaufträge experimentellen Charakter haben:
• Konzert von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München in der Muffathalle München - sonst eher für Rock- und Popkonzerte bekannt
• Nach(t) der Avantgarde: Erteilung von Kompositionsaufträgen und Uraufführungen für „Orgel +", d.h. für Kombinationen des „klassischen" Kircheninstruments mit einem anderen Instrument/Klangkörper/PC und Chor Via Nova in der Erlöserkirche Schwabing
• Sonderkonzert mit musica viva in der Villa Stuck - einem Ausstellungshaus für Bildende Kunst
Durch die Kooperation in der Vorbereitungsphase werden neue Kontakte zwischen Kirche, Evangelischer Erwachsenenbildung, Musikwissenschaft der LMU und Kulturreferat der LH München hergestellt.
Diese sollen kontinuierlich in Folgeprojekten weitergeführt werden, wie dies für den Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst bereits der Fall ist (in Zusammenarbeit mit der Pinakothek der Moderne, der Akademie der Bildenden Künste und St. Lukas bzw. St. Markus).
Es soll hier im Rahmen der Stadtakademie eine neue Kompetenzschiene zum Verständnis und zur Vermittlung neuer Musik angelegt werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
http://www.evstadtakademie.de
6. Projekt „Viceversa. Oder: Das bin ich selbst, ich bin mein Erinnern"
Maßnahmeträger:
KEB-Diözesanbildungswerk Eichstätt e.V.
Bereich Schloss Hirschberg
Hirschberg 70
92339 Beilngries
Bewilligter Zuschuss: 10.000,00 €
Projektbeschreibung:
Kunst kann uns mit uns selbst konfrontieren. Auf dieses Potential konzentriert sich das Vorhaben des Diözesanbildungswerks Eichstätt. Unterschiedliche Elemente und Methoden sollen bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Kunstprojekts das Interesse an der Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie fördern und zur aktiven Beschäftigung mit der Frage führen, wie sie zu dem wurden, was sie sind.
Das Vorhaben zielt darauf, gleichermaßen Erinnerungsfähigkeit, Reflexivität und Kreativität weiter zu entwickeln und ordnet sich damit in ein zentrales Anliegen katholischer Erwachsenenbildung ein: Hilfestellung zu leisten bei der Bildung der eigenen Persönlichkeit.
Im historischen Rahmen des ehemaligen Sommerschlosses der Eichstätter Fürstbischöfe, heute Bildungshaus der Diözese Eichstätt, stellt das Künstlerpaar Annette Lucks und Norbert Eberle sein Kunstprojekt mit Malerei und keramischen Arbeiten vor. Es ist inspiriert von den Reflexionen des Hl. Augustinus über die Erinnerung (memoria) in seinen „Confessiones", der sich mit dem Rätsel von Gedächtnis und Vergessen abmüht.
Die Erinnerung bestimmt die Authentizität des Menschen, ist die These der Künstler. Sie suchen dafür künstlerische Ausdrucksformen, die den Betrachter zur Beschäftigung mit der eigenen Biografie auffordern.
Die Ausstellung im historischen Marstall von Schloss Hirschberg ergänzt auf ihre Weise damit die Angebote des Diözesanbildungswerks zum Themenbereich „Biografiearbeit".
Eine dreitägige Kunstwerkstatt unter der Leitung der beiden Künstler lädt künstlerisch Interessierte ein, unter ihrer Anleitung mit Monotypien und Holzschnitten eigene Ausdrucksformen der Erinnerungsarbeit zu gestalten.
Das Diözesanbildungswerk Eichstätt Bereich Schloss Hirschberg vertieft damit sein Angebot zur Biografiearbeit, Schloss Hirschberg öffnet sich mit der Ausstellung für Passanten und erschließt mit dem Angebot der Kunstwerkstatt neue Zielgruppen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.bistumshaus-hirschberg.de
7. Projekt „Heimat - Kulturlandschaft - Klima"
Maßnahmeträger:
Kath. Kreisbildungswerk Traunstein
Kardinal-Faulhaber-Str. 6
83278 Traunstein
Bewilligter Zuschuss: 2.900,00 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt des Katholischen Bildungswerks Traunstein ist fokussiert auf den unauflösbaren Zusammenhang von Klimaschutz und Bewahrung bayerischer Kulturlandschaft, die nicht nur als Urlaubsumfeld von touristischem Interesse ist, sondern Lebensraum für die einheimische Bevölkerung darstellt.
Im Zusammenhang mit dem Start der Einführung von Umweltmanagement in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen werden flankierende Maßnahmen zur Information und Bewusstseinsbildung von Verantwortlichen in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen in den Dekanaten Traunstein und Baumburg sowie für die Öffentlichkeit eingerichtet, die den wirksamen Schutz des Klimas als einer unabdingbaren Voraussetzung für den Erhalt unserer heimischen Kulturlandschaft im weitesten Sinn zum Ziel haben.
Konkrete praktische Beitragsmöglichkeiten der Einzelnen in verschiedenen Bereichen ihres privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Umfelds sollen dabei thematisiert und ausgelotet werden, mit dem Ziel, zu aktivem Engagement zu ermutigen, unter Umständen sogar zu befähigen und dazu konkrete Anregungen und Hilfen zu geben.
Das Projekt soll als Informationsreihe mit 5 Abenden im Wochenabstand jeweils in den Dekanaten Traunstein und Baumburg zentral an einem Ort oder auch an mehreren Orten des jeweiligen Dekanats durchgeführt werden.
Die Projektziele, vor Ort das Bewusstsein für den angesprochenen Zusammenhang zu schärfen und die Bereitschaft für den persönlichen Einsatz zum Klimaschutz zu wecken und zu fördern - Handlungsorientierung und bürgerlicher Engagement-,
gründen im genuin christlichen Motiv eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Schöpfung.
Link: http://traunstein.keb-muenchen.de/2639/
Status: Erfolgreich abgeschlossen

Projekt „Bayerisches Kulturfondsstipendium "Botschafter Bayerns"“
Maßnahmeträger:
Deutsches
Youth For Understanding
Komitee e.V. (YFU)
Averhoffstraße 10
22085 Hamburg
Bewilligter Zuschuss: 60.000,00 €
Projektbeschreibung:
Das Bayerische Kultusministerium fördert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) aus Mitteln des Bayerischen Kulturfonds den internationalen Austausch junger Menschen.
Das Stipendienprogramm, das im Jahr 2004 ins Leben gerufen worden ist, beruht auf folgendem Konzept:
• Es motiviert Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung in der Regel die 10. Jahrgangsstufe einer bayerischen Schule besuchen, ein Jahr in einem eher ungewöhnlichen Zielland zu verbringen. Das Programm umfasst mittel- und osteuropäische Länder sowie Indien und China.
• Während ihres Auslandsjahres leben die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und besuchen eine Schule, sodass sie die jeweilige Kultur und Lebensweise intensiv kennenlernen und sich interkulturelle Kompetenzen aneignen können.
• Nach ihrem Auslandsjahr beherrschen die Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Sprache, die nicht zum üblichen Fremdsprachenkanon gehört.
Daher soll auch im Kulturfondsjahr 2010 in Zusammenarbeit mit YFU der einjährige Aufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 - 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden: China, Indien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Zwischenberichte der Stipendiatinnen und Stipendiaten der bisherigen Kulturfondsjahre haben gezeigt, dass sich ein längerer Aufenthalt in Ländern, die z.T. nicht unbedingt als bevorzugte Austausch-Länder gelten, bestens dafür eignet, ganz intensive Auslandserfahrungen zu sammeln. Die Stipendiaten haben die Phase des Auslandsaufenthalts gut bewältigt, sich in ihre Familien eingelebt und über die Schule oder den Projektträger zahlreiche Kontakte geknüpft. Sie äußern sich durchweg positiv zum Austauschjahr, empfehlen diese Erfahrungen weiter und drücken ihren Dank auch dem Kulturfonds aus.
Das Kulturfondsstipendium wird bei einem offiziellen Treffen voraussichtlich im Frühsommer 2010 verliehen. Diese Veranstaltung dient auch dem Kennenlernen der "alten" und "neuen" Botschafter Bayerns. Jedes der insgesamt 15 Kulturfondsstipendien ist je nach Programmpreis zwischen 3.650 und 4.000 EUR dotiert. Für China ist ein Eigenanteil von 2.950 EUR, für Indien von 2.000 EUR und für europäische Länder von 1.000 EUR zu erbringen.
Auf Grund der langjährigen positiven Erfahrungen mit diesem Projekt ist vorgesehen, das Stipendienprogramm in den regulären Staatshaushalt zu überführen. Die Anmeldung zum Doppelhaushalt 2011/2012 wurde bereits vorgenommen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.yfu.de/ins-ausland-gehen/botschafter-bayerns

1. Projekt „TAKE OFF"
Maßnahmeträger:
Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e.V. (ABMI e.V)
Am Schlosshof 1
93087 Alteglofsheim
Bewilligter Zuschuss: 22.100,00 €
Projektbeschreibung:
Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e. V. (ABMI e.V.) beabsichtigt, mit dem Projekt „Take Off", Jugendlichen aus der Region Oberbayern (Schulabgänger/innen und Schulabbrecher/innen) durch vierwöchige projektorientierte Auslandsaufenthalte in Dublin (Irland) und Lyon (Frankreich) die Möglichkeit zu geben, ihre Sprachkompetenz zu fördern, Auslandserfahrungen zu sammeln, allgemeine und soziale Handlungskompetenzen zu erweitern und sich auf diese Weise auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Zwischen 1. Mai 2010 und 30. April 2012 sind zehn Aufenthalte (fünf pro Land) geplant. Als fachliche und künstlerische Tätigkeitsbereiche sind IT, Dienstleistungen, Design/Grafik und Medien vorgesehen.
Die Auslandsaufenthalte werden auf der Grundlage einer dauerhaften Projektpartnerschaft zwischen der Region Oberbayern (vertreten durch die ABMI e.V. als Träger und lokale Akteure) und der City of Dublin (vertreten durch das St. Michaels Parish Youth Project Ltd.) organisiert. Es wird zweimal jährlich jeweils eine Gruppe von 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Jugendliche und zwei Begleitpersonen) in Dublin an künstlerischen, medienorientierten und sozialraumbezogenen Projekten teilnehmen. Dies betrifft im Projektzeitraum von zwei Jahren also 96 Jugendliche. Die Aufenthalte dauern in der Regel vier Wochen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Arbeitsprojekten erstellen unter fachlicher Anleitung ein künstlerisches Produkt, das dauerhaft in Dublin und München veröffentlicht wird. Neben der gemeinschaftlichen produktorientierten Zusammenarbeit werden die deutschen Teilnehmer/innen einen begleitenden Sprachkurs in der jeweiligen Landessprache absolvieren, der integriert ist in interkulturelles Lernen im Partnerland (landeskundliche Exkursionen, Betriebsbesichtigungen, Besuch kultureller Veranstaltungen, Erlebnispädagogik, Mobilitäts- und Orientierungstrainings, Betriebshospitationen etc.). An den Projekten werden grundsätzlich auch Jugendliche aus Dublin mitarbeiten. Im Anschluss besteht für einen kleineren Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit eines mehrmonatigen Praktikums in der Partnerregion Dublin.
Dem Auslandsaufenthalt geht eine vierwöchige Vorbereitungsphase in München voraus. Vor dem Auslandsaufenthalt durchlaufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in München ein vierwöchiges Vorbereitungsprogramm, das eine Kompetenzfeststellung, Angebote der beruflichen Orientierung und eine interkulturelle Sensibilisierung beinhaltet. Ein Englischsprachkurs ist sowohl Bestandteil der Vorbereitungsphase als auch begleitend in die erste Hälfte des Aufenthaltes in Irland integriert. Die Verkehrssprache während des Aufenthalts ist Englisch, das auch im Alltagsleben erprobt wird.
Nach Beendigung ihrer Auslandsaufenthalte wird mit den Teilnehmenden eine Auswertung im Rahmen eines Workshops (zwei-drei Tage) vorgenommen. Mit allen Teilnehmenden wird in Einzelberatungen der Aufenthalt nachbereitet, um eine Fokussierung und persönliche Nachbereitung hierfür abzusichern. Eine Integration in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse wird in Abstimmung mit den beteiligten Arbeitsagenturen und ARGEs organisiert, wobei das Projekt für jeden Teilnehmenden bis zu sechs Monate nach Rückkehr zur Verfügung steht. Für diese Aufgabe stehen drei pädagogische Fachkräfte im Projekt zur Verfügung.
Parallel zu den Jugendaustauschen soll ein Experten- und Erfahrungsaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Regionen und Behörden stattfinden. Grundsätzlich soll in diesem Zusammenhang zweimal jährlich eine transnationale Tagung stattfinden. Die Details und Themensetzungen der gemeinsamen Aktivitäten und Arbeitsvorhaben im Rahmen des Expertentreffens werden nach Maßgabe der aktuellen Entwicklungen - gemeinsam - angepasst.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
http://www.takeoff-network.eu/
2. Projekt "Jugendkulturservice Oberpfalz"
Maßnahmeträger:
Bezirksjugendring Oberpfalz
Von-der-Tann-Straße 13
93047 Regensburg
Bewilligter Zuschuss: 5.000,00 €
Projektbeschreibung:
Der Bezirksjugendring Oberpfalz möchte, wie bereits ursprünglich beabsichtigt, das im März 2010 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2009 (M-Quote) mitfinanzierte Projekt "Jugendkulturservice Oberpfalz" bis Februar 2012 fortführen. Bisher wurden vorbereitende konzeptionelle Arbeiten durchgeführt. Unter dem Titel "Bunt gefächert" wurde eine Beschreibung aller Workshops erarbeitet. Es hat jedoch noch kein Workshop stattgefunden. Zahlreiche Anfragen zu den Angeboten liegen dem Maßnahmeträger bereits vor.
Ziel des Projekts ist, dass junge Menschen sich unabhängig vom Elternhaus mit Kultur in ihren vielfältigen Formen auseinandersetzen und dies als bereichernd für ihr Leben erfahren. Das kulturelle Bildungsangebot soll Kindern und Jugendlichen ihre Ausdrucksmöglichkeiten erschließen und sie zu künstlerischer und kreativer Aktivität anregen. Im Vordergrund steht hierbei das Erleben des eigenen kreativen Ausdrucks, das sinnliche Lernen durch Umgang mit Materialien und das kreative Lernen durch Experimentieren und Selbermachen, exemplarisch in den vier Kunstsparten Musik, Literatur, Theater und Bildende Kunst.
Der Maßnahmeträger entwickelte in enger Kooperation mit geeigneten Referent/innen Workshop-Angebote für verschiedene Kultursparten und macht diese Angebote oberpfalzweit über schriftliche und digitale Medien bekannt. Die Workshopangebote können beim Bezirksjugendring Oberpfalz anfragt werden, und dieser vermittelt den Kontakt zu den Kulturschaffenden. Da die Workshops im alltäglichen Umfeld der Kinder und Jugendlichen stattfinden, z. B. im Gruppenraum oder Jugendzentrum, wird Kunst ein Bestandteil ihrer eigenen Lebenswelt. Entsprechend der Zielsetzung bilden die in der Regel zweitägigen Workshops Erfahrungsräume, in denen junge Menschen unter fachlicher Anleitung aktiv werden und mit sprachlichen, bildnerischen, rhythmischen und darstellenden Ausdrucksformen experimentieren können. Leitendes Prinzip des Projekts ist es, den Organisations- und Kostenaufwand für die Veranstalter vor Ort gering zu halten. Dies wird ermöglicht durch die dezentrale Durchführung der Workshops am Heimatort, durch die Vermittlung und Finanzierung der Künstlerinnen bzw. Fachreferent/innen und durch Workshopangebote, die im Vorfeld von den Künstlerinnen in Absprache mit dem Bezirksjugendring konzipiert sind.
Bei allen Kultursparten werden Workshops entwickelt, die weitgehend mit Materialien auskommen, die auch nach Abschluss des Workshops für die Kinder/Jugendlichen zur Verfügung stehen. Somit ist der Weg frei für eine kontinuierliche kreativ-künstlerische Betätigung auch ohne größere finanzielle Belastung des Einzelnen. Da die Workshopangebote über die Jugendorganisationen auf Orts- und Kreisebene, die offenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie über die Gemeindejugendarbeit realisiert werden, erreicht das Projekt Kinder und Jugendliche aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, u. a. aus unterschiedlichen Altersgruppen und Bildungsniveaus, aus urbanen und ländlichen Regionen und auch mit unterschiedlichem kulturellen Sozialisationshintergrund. Die grundsätzliche obere Altersgrenze der Workshopteilnehmenden liegt bei 26 Jahren, die untere Altersgrenze richtet sich nach der Zielgruppe der jeweiligen Jugendorganisationen und Einrichtungen und nach den jeweils angebotenen Workshops.
Workshopangebote wurden in folgenden Bereichen erarbeitet:
• Musik:
Im Zentrum stehen dabei Workshops im Bereich Rhythmus - Percussion. Gedacht ist an Body-Percussion und Percussion mit Alltagsgegenständen.
• Theater:
Hierbei sind verschiedene Formen interessant: Tanztheater, Schwarz-Licht-Theater, Improvisations-Theater. Dabei sollen sowohl verbale als auch nonverbale Ausdrucksformen erprobt und gefördert werden.
• Literatur:
Vorrangig werden hier Poetry Slam Workshops angeboten. Das Interesse an dieser jugendnahen Lyrik und Prosa mit Bühnenperformance kann ein Einstieg in die dauerhafte Beschäftigung mit Literatur und den eigenen Ausdruck in Sprachkunst bedeuten.
• Bildende Kunst:
Interessant sind hierbei die Bereiche plastisches Gestalten (z.B. Bau von Skulpturen mit diversen Materialien, Objektkunst mit Materialien des alltäglichen Lebensumfelds und Naturmaterialien) und Malerei (großformatige Malerei, Airbrush-Kunst, Schablonengraffiti).
Durch den Jugendkulturservice sollen neue Initiativen im jugendkulturellen Bereich angeregt werden, mit der Perspektive, diese als regelmäßige Angebote in Eigenregie weiterzuführen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.bezirksjugendring-oberpfalz.de
3. Projekt „opus21musikplus live in der Grundschule“
Maßnahmeträger:
0PUS21
MUSIKPLUS GmbH
Habsburgerstr. 2
80801 München
Bewilligter Zuschuss: 14.300,00 €
Projektbeschreibung:
Das internationale Künstlernetzwerk opus21musikplus unter der Leitung von Prof. Konstantia Gourzi steht für zeitgenössische Musik. Frau Prof. Gourzi gilt als eine der wichtigsten Mentorinnen zeitgenössischer Musik. Sie ist die Gründerin und künstlerische Leiterin von "opus21musikplus", das Neue Musik in Verbindung mit Theater, Tanz und bildender Kunst fördert und aufführt.
Im Schuljahr 2008/2009 wurde im Education-Programm des Maßnahmeträgers das Projekt "opus21musikplus - live in der Grundschule" ins Leben gerufen und mit Schülerinnen und Schülern der 2. Klasse der Grundschule an der Klenzestraße in München erstmals erprobt. In Education-Workshops (Dauer je 60 - 90 Minuten) wurden von Prof. Gourzi und den Künstlern ihres Musiknetzwerkes im Klassenzimmer zeitgenössische und neue Kompositionen vorgestellt, erklärt und aufgeführt. Im Zentrum stand dabei die sinnliche Erfahrung im Umgang mit zeitgenössischer Musik und das ganzheitliche Begreifen - also Instrumente auch anzufassen, zu ertasten, hineinzublasen und ihnen selbst Klänge zu entlocken.
Zur Musik konnten die Kinder ihre Assoziationen in einem extra entwickelten Education-Noten- und Zeichen-Heft mit Stift, Pinsel und Farbkreide ausdrücken. Durch die Arbeit mit den Künstlern fanden die Kinder den Bezug zu zeitgenössischer Musik ganz natürlich und wie von selbst. Zusammen mit dem Choreografen des Gärtnerplatztheaters wurde im Sommer 2009 von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3b die Musik des eigens von Enjott Schneider komponierten Education-Stückes "Vier Elemente" in Bewegung umgesetzt und beim Sommerfest der Klenzeschule zur Aufführung gebracht. Die Vorführung löste nach Aussage der Schulleiterin "Begeisterungsstürme und zum Teil auch sprachlose Bewunderung" aus.
opus21musikplus möchte das Projekt in der Ausbildungsphase 2010/2011 weiterentwickeln und wie folgt neu gestalten:

Knapp 1 Million Euro für innovative Bildungsprojekte - Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gibt 26 Projekte des Kulturfonds 2009 bekannt
MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle stellte heute dem Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages die Planungen zur Verwendung der Kulturfondsmittel 2009 vor. Dieser genehmigte die Unterstützung von insgesamt 26 Projekten durch den Kulturfonds in Höhe von zusammen rund 1 Mio. €.
"Mit den Mitteln des Kulturfonds können wir Projekte der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung, kulturelle Einzelprojekte oder den Internationalen Ideenaustausch fördern. Dabei unterstützen wir mehrjährige Programme", machte Minister Spaenle den Förderansatz des Kulturfonds deutlich.
"Wir setzen aber auch mit relativ kleinen Förderbeträgen innovative und modellhafte Impulse in allen Regionen Bayerns," würdigte Kultusminister Spaenle die Bedeutung des Kulturfonds. Für die Mittelvergabe aus dem Kulturfonds sind u. a. die Wirkung und die erwarteten Ergebnisse der Maßnahmen, der Inhalt des Bildungsangebots sowie der bleibende positive Einfluss auf die Teilnehmer ausschlaggebend. Wichtig für die Förderung der Projekte ist es, dass sie nachhaltig angelegt und in der Region verankert sind.
Die einzelnen Projekte decken ein breites fachlich-inhaltliches Spektrum ab. Von den insgesamt 26 Projekten betreffen 3 Projekte bereits vom Landtag genehmigte Fortsetzungsmaßnahmen, 6 der 26 Projekte sind überregionale Projekte.
Unter den genehmigten Projekten befinden sich:
Aus der Jugendarbeit
Projekt "Jungenarbeit und geschlechtsreflektierte Arbeit mit Jungen"
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, in den Jahren 2009 bis 2013 ein neues Fachprogramm aufzulegen. Ziel des Fachprogramms ist es, innovative Formen der Jugendarbeit anzustoßen, um geeignete Umsetzungs- und Gestaltungsformen der Jungenarbeit in Bayern aufzuzeigen. Im Projekt soll im besonderen Maße die Bedeutung der Jungenarbeit, sowie der geschlechtsreflektierten Arbeit mit Jungen für das Aufwachsen von Jungen und jungen Männern herausgearbeitet werden. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 110.000 EUR gewährt.
Aus der Erwachsenenbildung
Projekt "Kreativ - Aktiv - KreAktiv"
Der Bayerische Volkshochschulverband (bvv) plant mit dem Projekt "KreAktiv" - durch eine qualitative und quantitative Steigerung der Bildungsangebote - bundesweit eine führende Position einzunehmen. Projektziel soll sein, dass 60 Volkshochschulen ein Jahr und 90 Volkshochschulen zwei Jahre nach Ende der Konzeptionsphase die erarbeiteten Angebote im Programm haben. Damit würden die bayerischen Volkshochschulen systematisch die Voraussetzungen herstellen, dem Aufruf zur Kreativität zu folgen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 35.000 EUR gewährt.
Tagungsprojekt: "Gewalt begegnen"
Die Evangelische Akademie in Tutzing will mit der geplanten Tagung, die vom 16. bis 18. Oktober 2009 stattfinden soll, einen Beitrag leisten Ansätze zu entwickeln und sinnvolle Strategien gegen eine Ausbreitung von Gewalt vorzustellen. Geplante Schwerpunkte sind: Ursachen und Entwicklung von Ausgrenzung und Gewalt, Zusammenhang von Mediengewalt und Aggressivität, Stellenwert zivilgesellschaftlichen Engagements für Gewaltprävention, kulturdifferente Gewalt, "Best Practice".
Dem Projekt wird ein Zuschuss von 10.540 EUR gewährt.
Projekt "Anforderungen reiferer Erwachsener im Zuge der demografischen Entwicklung unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten"
Die Gesundheitsakademie -health and more - e.V., eine rechtlich selbstständige Ausgliederung der Volkshochschule Mainburg, strebt mit diesem Projekt einen wissenschaftlichen Austausch mit dem Ziel an, vorhandenes Erfahrungswissen der Projektpartner zu sichten, kritisch zu beleuchten und an länderspezifische Bedürfnisse anzupassen an. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass das Thema "Alter" in Bezug auf den Menschen in unserem Kulturraum vorwiegend negativ besetzt und die Informationsflut zum Thema mittlerweile so umfangreich ist, dass es für die Betroffenen schwer ist, eine qualifizierte Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot zu treffen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 30.000 EUR gewährt.
Projekt "Verbesserung der Medienkompetenz bei jugendlichen Migranten und Senioren"
Der Freundeskreis Filmfest München e.V. beabsichtigt mit diesem Projekt, die erfolgreich angelaufene Kooperation zwischen der Münchner Filmfest GmbH und der Münchner Volkshochschule in einer zweiten Stufe im Jahr 2010 fortzuführen. Es sollen weitere Teilnehmerschichten der Münchner Volkshochschule mit einem großenteils eigenständigen Profil in das Projekt einbezogen werden. Dies sollen zum einen jugendliche Migranten aus dem Programmbereich "Deutsch, Migration, Integration" und Teilnehmer der Senioren-Volkshochschule sein. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 23.600 EUR gewährt.
Projekt "Bayerische Kräuterwege - Unkraut/ Wildpflanzen entlang von Rad – und Feldwegen sehen, erkennen, lieben und nutzen lernen"
Mit dem Projekt sollen bayerische Wander- und Radwege durch vielfältig erlebnisreiche Stationen, den "Wiesen und Wald Kräuterschulen" aufgewertet werden. Wiesen und Wald Kräuterschulstationen können Höfe von Kräuterpädagogen mit besonderen Angeboten sein und/oder Gasthöfe, Museen oder Klöster, die mit Kräuterpädagogen zusammenarbeiten und ein spezielles Wildkräutererlebnisangebot haben. Dadurch soll ein Netz von Kräuterwegen in Bayern, das sich auch in andere Regionen wie z.B. Baden-Württemberg und Sachsen als Kräuterfernwanderweg fortsetzt, entstehen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 14.675 EUR gewährt.
Aus der kirchlichen Bildungsarbeit
Projekt "Alltagsmanagement für Singles, Eltern und Alleinerziehende"
Das Projekt der Katholischen Erwachsenenbildung Landkreis Lindau (B) e.V. hat zum Ziel, eine bewusste und gesunde Ernährung, das Wissen um die Herkunft und die ethische Qualität von Nahrungsmitteln sowie grundlegende Informationen zur Erziehung und einen kontrollierten Umgang mit Geld unter dem Gesichtspunkt einer geordneten Haushaltsführung zu vermitteln. Zielgruppe der Maßnahme sollen Singles, junge Erwachsene, Eltern und Alleinerziehende sein. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 3.020 EUR gewährt.
Projekt "Cafe 'Integration'"
Das Evangelische Bildungswerk Landshut beabsichtigt, in der Zeit von 1.September 2009 bis 31. August 2010 ein Projekt mit dem Titel "Cafe Integration" durchzuführen. Mit diesem Projekt sollen die Bemühungen des Trägers um die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ergänzt und fortgesetzt werden. Im Einzelnen soll das "Cafe Integration" als Treffpunkt zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen sowie für Deutsche mit Migrationshintergrund in der Stadt Landshut etabliert werden.
Dem Projekt wird ein Zuschuss von 16.100 EUR gewährt.
Projekt "Christenkreuz und Hakenkreuz - Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus"
Das Projekt "Christenkreuz und Hakenkreuz - Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus" stellt eine Kooperation von BildungEvangelisch - Stadtakademie Erlangen - mit dem Fachbereich Theologie der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und dem Institut für Regionalgeschichte (Geschichte-für-Alle) dar. Im zentral gelegenen Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Erlangen soll eine Ausstellung des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart mit didaktischem Begleitprogramm präsentiert werden. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 6.005 EUR gewährt.
Projekt "Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich"
Das Evangelische Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e.V will die zunächst kommunalpolitische Debatte zur Frage nach dem Umgang der Stadt und der Region mit ihrer Geschichte mit dem Projekt "Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich" zugespitzt auf das Thema nach der evangelischen Identität der Stadt und der Region beleuchten. Mittel- bis langfristig soll das Projekt "Die Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich" den Auftakt zu einer reflektierten und innovativen Erinnerungskultur in der Region bilden.
Dem Projekt wird ein Zuschuss von 17.160 EUR gewährt.
Projekt "GenerationenHochschule"
Mit dem Projekt "GenerationenHochschule" möchte der Maßnahmeträger KEB Regensburg Land e.V. erstmals den Bedarf an Veranstaltungsreihen, die für die Zielgruppe der über 55-Jährigen zugeschnitten sind und die dazu dienen, einen Einblick in aktuelle Forschungs- und Lehrbereiche von ansässigen Hochschulen zu geben, ausloten. Ziel ist es, an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen entsprechenden Veranstaltungs-Zyklus zu etablieren. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 3.355 EUR gewährt.
Projekt "Neue Formen des Ehrenamts"
Die Katholische Erwachsenenbildung KEB will im Bistum Regensburg mit dem Projekt " Neue Formen des Ehrenamts" speziell die theoretischen Erkenntnisse der Arbeitsgruppen "Projektgebundenes Ehrenamt" und "Erwachsenenbildungs-Koordinatoren" in der Praxis erproben. Ziel des Projekts soll sein, die ehrenamtliche Arbeit die bisher allein in den Händen der jeweils für eine Wahlperiode vom Pfarrgemeinderat bestellten Erwachsenenbildungsbeauftragten der Pfarreien und der auf Vereinsbasis in Verbänden langfristig arbeitenden Ehrenamtlichen durch eine befristete und projektgebundene ehrenamtliche Mitarbeit zu ergänzen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 22.500 EUR gewährt.
Projekt "Ansbach-Süd im Spiegel der Zeit
Das Projekt "Ansbach -Süd im Spiegel der Zeit" trägt den Untertitel "Zeitgeschichte und historische Entwicklungen eines Stadtteils Ansbachs exemplarisch dargestellt anhand von Biografien jüdischer Mitbürger/innen bis 1938 und Zuwanderungen von Flüchtlingen und Gastarbeitern nach dem 2. Weltkrieg". Mit diesem Projekt möchte das Evangelische Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V. unter Einbeziehung zweier Mitgliedseinrichtungen im südlichen Stadtteil Ansbachs Zeitgeschichte nachvollziehbar darstellen und wohnortnah aufzeigen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 8.400 EUR gewährt.
Aus dem Internationalen Ideenaustausch
Projekt "Kulturfonds-Stipendium 'Botschafter Bayerns'"
Auch im Kulturfondsjahr 2009 soll in Zusammenarbeit mit dem Youth for Understanding Komitee der einjährige Schulaufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden: China, Indien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Das Kulturfondsstipendium für das Schuljahr 2010/2011 wird bei einem offiziellen Treffen voraussichtlich im Frühsommer 2010 verliehen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 60.000 EUR gewährt.
Sonstige kulturelle Veranstaltungen und Projekte
Projekt "Entflammt für Energie"
Das Projekt "'E n t f l a m m t f ü r Energie': modellhafte außerunterrichtliche Projektwerkstätten für Schulen zur Verknüpfung der Themen Bioenergie und Kunst" ist eine Kooperation zwischen der Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR, dem bayerischen Lehrstuhl für Didaktik der Biologie, dem Staatlichem Schulamt im Landkreis und in der Stadt Bayreuth, dem Umweltbeauftragten der Grund- und Hauptschulen des Staatlichen Schulamtes, den Hauptschulen der Region Bayreuth, Künstlern und außerschulischen Umweltbildungsstätten in der Region. Ziel des Projektes ist es, Hauptschülerinnen und Hauptschüler zu einer ganzheitlichen, handlungsorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema Bioenergie zu führen, wobei der Schwerpunkt auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema liegen soll. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 15.000 EUR gewährt.
Projekt "Stadt-Geschichten"
Mit dem Bayerischen Rundfunk als Medienpartner möchte die Stiftung Zuhören das Projekt "Stadt-Geschichten" realisieren. Dem Vorhaben liegt die Idee zugrunde, bayerische Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung professioneller Journalisten auf die Spurensuche nach Geschichte und Geschichten ihrer Heimatorte zu schicken und akustische und visuelle Portraits zu produzieren. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 30.000 EUR gewährt.
Projekt "TUSCH"
TUSCH ist ein Projekt zur nachhaltigen kulturell-ästhetischen Bildung von Schülern sowie zur Förderung und Festigung von langfristiger Zusammenarbeit zwischen Schulen und Theatern. Im Zentrum steht die zweijährige Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Theater, deren gemeinsame, vielfältige und intensive Partnerschafts-Vorhaben den Kern der TUSCH-Idee bilden. TUSCH München initiiert und fördert dauerhafte Partnerschaften zwischen jeweils einer Münchner Schule und einem Münchner Theater. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 30.700 EUR gewährt.
Projekt "Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen"
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg plant, mit dem Spielwerk Theater EUKITEA Diedorf ab Oktober 2009 ein Theaterprojekt zunächst für Grundschülerinnen und -schüler zum Thema "Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen". Ein buntes zielgruppengerechtes Theaterstück soll geschaffen werden, das Kinder zum Mitmachen, Mitfühlen und Verstehen anregt und ihnen starke Impulse zum eigenen verantwortungsvollen Handeln gibt. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 8.500 EUR gewährt.
Projekt "Unsere Show!"
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen, die bisher nur wenig Ambition haben, sich mit Bildung, Kultur und insbesondere Musik zu befassen. Über ein Jahr lang lernen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Profis einer Musikschule und Pädagogen ein Instrument und werden zeitgleich Teil eines schulübergreifenden Ensembles, das am Ende des innovativen Projektjahres ein großes Konzert gibt, nämlich "Unsere Show". Dem Projekt wird ein Zuschuss von 37.450 EUR gewährt.
Projekt "Paulus 2009"
Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy plant der Verein Kronach Creativ e.V. die Einstudierung und Aufführung von dessen Oratorium "Paulus". Der Chor wird dabei aus Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften der beiden Kronacher Gymnasien und der Berufsfachschule für Musik in Kronach gebildet. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 6.600 EUR gewährt.
Projekt "Mittelalter erleben"
Der Landesbund für Vogelschutz e.V. beabsichtigt mit dieser Maßnahme, Schülerinnen und Schülern verschiedener Schularten (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasien) die geschichtlichen Hintergründe und die damalige Lebensweise und Kultur zu vermitteln. Die Weltkulturerbestadt Bamberg mit ihrer einzigartigen mittelalterlichen Kulisse bietet hierzu viele Anlässe die Geschichte im Rahmen von Veranstaltungen erlebbar zu machen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 3.558 EUR gewährt.
Projekt "Nibili - die Theaterwerkstatt"
Ziele des Pionierprojekts, welches als erstes in der Nibelungenstadt Plattling im Schuljahr 2009/10 durchgeführt werden soll, sind schulübergreifende Kooperation, Ganztagsschule als Zukunftskonzept, kreative Berufsbildung und Integration. Kinder und Jugendliche aller Plattlinger Schulen - Grundschule, Hauptschule, Realschule und Musikschule - arbeiten in freien Wahlfächern ein Schuljahr lang an einem ganzheitlichen Theaterprojekt. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 52.422 EUR gewährt.
Projekt "Spielraum"
Das weit über den Einzugsbereich von Nürnberg bekannte und erfolgreiche Kindertheater Pfütze entwickelt in einem 2jährigen Modellprojekt mit 4 ausgewählten Schulen ein theaterpädagogisches Programm. Nach der Auswahl im Mai 2008 wurden an den Schulen Konzeption und Schwerpunkte der theaterpädagogischen Arbeit festgelegt. Das Projekt wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik II der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Liebau, wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Dem Projekt wird ein Zuschuss von weiteren 20.000 EUR gewährt.
Projekt "You + Me. So anders und doch gleich"
Mit diesem Projekt beabsichtigt der Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds, das Thema "Gesellschaftliche Diskussion über Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf Grund religiöser oder kultureller Herkunft" ab dem Jahr 2009 über die Jugendfilmclubs, die Jugendkinotage und den Jugendfilmwettbewerb, zu beleuchten. Der thematische Überbau "Dialog der Religionen und Kulturen" soll deshalb in einem gemeinsamen, starken Projekt "You + Me. So anders und doch gleich" beleuchtet, vertieft und evaluiert werden. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 12.000 EUR gewährt.
Projekt "Die verlorengegangenen Wurzeln Langwassers sichtbar machen"
Mit der konsequenten Weiterentwicklung einer bereits aus dem Kulturfonds 2007 geförderten Projektidee will der Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V. Nürnberg durch die projektbezogene Bündelung von Einzelmaßnahmen wie Erinnerungstafeln, Führungen, Geschichtswerkstatt, Ausstellungstafeln, Material für Schulen, Zeitzeugengespräche und die Aufbereitung von erarbeitetem Material für das Internet, die Geschichte und die Geschichte der Entstehung einer Trabentenstadt mit 35.000 Einwohnern für die Einwohner des Nürnberger Stadtteils Langwasser erstmals bzw. wieder erlebbar machen und zur identitätsstiftenden Bildungs- und Kulturarbeit beitragen. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 11.000 EUR gewährt.
Projekt: "Memorium Nürnberger Prozesse"
Rund um den historischen "Sitzungssaal 600" im Nürnberger Justizgebäude soll ein Museumsprojekt entstehen, das die weltgeschichtliche Bedeutung des Ortes dokumentiert. Hier wurden 1945 von den Alliierten 21 Hauptkriegsverbrecher - u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß, Julius Streicher - wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen den Frieden angeklagt. Der Saal 600 (in dem immer noch Prozesse stattfinden) gilt als Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts. Die bisherige Präsentation ist unzureichend. Derzeit wird über dem historischen Saal ein bisher ungenutzter Dachboden für eine Dauerausstellung ausgebaut - von dort wird der Raum 600 durch eine Fensterfront einsehbar sein. Dem Projekt wird ein Zuschuss von weiteren 315.000 EUR gewährt.

1. Projekt "Halbzeit plus"
Maßnahmeträger:
Bayerischer Volkshochschulverband e.V.
Fäustlestr. 5a
80339 München
Zuschuss: 35.000 €
Projektbeschreibung:
Ausgehend von dem in der Bayerischen Verfassung verankerten Auftrag, allen Schichten und Gruppen der Bevölkerung im Rahmen der Erwachsenenbildung "Lernen im Lebenslauf" zu ermöglichen, sind die Volkshochschulen mehr und mehr gefordert, sich mit der demographischen Entwicklung der Bevölkerung auseinander zu setzen. Dabei spielt der Wunsch, gesund alt zu werden, eine große Rolle; aber auch der mittel- und langfristig zu erwartende Fachkräftemangel bzw. die Rente mit 67plus sind als Herausforderung erkannt. Es sind daher vielerlei Wege zu suchen, um der immer größer werdenden Gruppe der alten und älteren Menschen, auch der Hochbetagten, eine angemessene Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Der Bayerische Volkshochschulverband (bvv) plant mit dem Projekt "KreAktiv" durch eine qualitative und quantitative Steigerung der Angebote bundesweit eine führende Position einzunehmen. Projektziel soll sein, dass 60 Volkshochschulen ein Jahr und 90 Volkshochschulen zwei Jahre nach Ende der Konzeptionsphase die erarbeiteten Angebote im Programm haben. Damit würden die bayerischen Volkshochschulen systematisch die Voraussetzungen herstellen, dem Aufruf zur Kreativität zu folgen.
Um das Projektziel zu erreichen soll am Ende des Projektzeitraums (der sich von 1. September 2009 bis 30. Juni 2011 erstreckt), den bayerischen Volkshochschulen ein Fundus an Konzepten zur Verfügung stehen, mit dem sich vor Ort die "KreAktiv"- Module in ein individuelles Angebot umsetzen lassen könnte. Dazu soll ganz wesentlich der Aufbau eines Wissensforums, das inhaltlich und technisch z. B. auf der - durch den Bayerischen Kulturfonds bereits erfolgreich geförderten - vhs-freelearning-Plattform beheimatet sein könnte, beitragen.
Das Wissensforum soll folgende zwei wichtige Aufgaben erfüllen:
- Es soll Schnittstelle und Kooperationsbörse zwischen Dozentinnen und vhs-Mitarbeitern sowie fachliches Austauschforum für beide Gruppen sein.
- Daneben soll es als Plattform für Unterrichtsmaterialien und Lehrgangskonzepte dienen.
Darüber hinaus soll das Projekt "KreAktiv" dazu führen, dass sich bei vielen älteren Menschen der Selbstorganisationsgrad erhöht, "alte Kursleiter" motiviert und qualifiziert werden. Kooperationen zwischen Volkshochschulen untereinander und mit weiteren Partnern sollen die Wirkung verstärken. Insgesamt würde durch einen erfolgreichen Projektverlauf erreicht, dass das Expertenwissen "KreAktiv" strukturiert mit Hilfe der Angebote der Volkshochschulen verbreitet wird.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
portal.vhs-bayern.de
2. Tagungsprojekt "Gewalt begegnen"
Maßnahmeträger:
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstr. 2-4
82327 Tutzing
Zuschuss: 10.540 €
Projektbeschreibung:
Ausgehend von der Dominanz visueller Gewalt in Film, Fernsehen und Internet in unserer Gesellschaft muss die Frage nach der kollektiven Verantwortung von Erwachsenen für Kinder und Jugendliche neu gestellt werden. Notwendig ist die Fähigkeit zu bewusstem, kritischen Sehen, um die audio-visuellen Botschaften adäquat entschlüsseln zu können.
Angesichts des aktuellen gesellschaftlichen Problems der steigenden Gewaltbereitschaft ist die Gewaltprävention ein höchst aktuelles Thema. Zu diskutieren ist dieses Thema im Kontext mit dem Thema Bildung als d e r sozialen Frage des 21. Jahrhunderts. Bildungschancen im Sinne der Teilhabegerechtigtkeit an einer zukunftsorientierten, solidarischen Gesellschaft können nicht mehr ausschließlich unter dem Aspekt der "Employability" gesehen werden. Es sind Lösungsansätze gefragt, die eine Vernetzung von Institutionen anstreben und zur Entwicklung langfristiger Kooperationen beitragen. Die Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind Protagonisten für Vernetzung und Methodenvielfalt.
Die Evangelische Akademie in Tutzing will daher mit der geplanten Tagung - die vom 16. bis 18. Oktober 2009 stattfinden soll - einen Beitrag leisten, Ansätze zu entwickeln und sinnvolle Strategien gegen eine Ausbreitung von Gewalt vorzustellen.
Geplante Schwerpunkte sind:
- Ursachen und Entwicklung von Ausgrenzung und Gewalt
- Zusammenhang von Mediengewalt und Aggressivität
- Stellenwert zivilgesellschaftlichen Engagements für Gewaltprävention
- Kulturdifferente Gewalt
- Best Practice
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links: www.ev-akademie-tutzing.de
3. Projekt "Anforderungen reiferer Erwachsener im Zuge der demografischen Entwicklung unter Berücksichtigung von Gender-Aspekten"
Maßnahmeträger:
Gesundheitsakademie Mainburg
Mitterweg 8
84048 Mainburg
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Die Gesundheitsakademie -health and more - e.V., eine rechtlich selbstständige Ausgliederung der Volkshochschule Mainburg, strebt mit diesem Projekt einen wissenschaftlicher Austausch mit dem Ziel an, vorhandene Projekte und Ergebnisse der Projektpartner zu sichten und an länderspezifische Bedürfnisse anzupassen. Kooperationspartner sollen das bifeb) (Österreichisches Kompetenzzentrum für Erwachsenenbildung) und die Evangelische Akademie Tutzing sein.
Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass das Thema „Alter“ in Bezug auf den Menschen in unserem Kulturraum vorwiegend negativ besetzt ist; auch ist die Informationsflut zum Thema mittlerweile so umfangreich, dass es für die Betroffenen schwer ist, eine qualifizierte Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot zu treffen. Im Rahmen des Projekts sollen daher Erfahrungen ausgetauscht und wissenschaftlich fundierte Kenntnisse weiterentwickelt werden. Lösungsansätze sollen ausgearbeitet bzw. neu konzipiert werden. Zielgruppe der Maßnahme soll insbesondere die „Generation 45+“ (vorrangig weiblich) sein.
Aus den im Rahmen des Projekts zusammengeführten Erfahrungsschatz soll ein Mehrwert für alle Beteiligten und ein reicher Fundus für Betriebe im regionalen und grenzüberschreitenden Umfeld resultieren. Außerdem soll das Selbstbewusstsein von älteren Frauen in Beruf und Familienleben gestärkt und der Begriff der „Älteren Frau“ positiv besetzt werden. Die Art der Verbreitung des Endergebnisses soll auf dem Weg einer Lernplattform erfolgen. Die Projektorganisation soll ebenfalls im Wesentlichen der gleichen Struktur auf einer Lernplattform folgen, womit das Endergebnis ständiger Begleiter des Projektes sein kann.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: http://www.gesundheitsakademie-mainburg.org/we-are.html
4. Projekt "Verbesserung der Medienkompetenz bei jugendlichen Migranten und Senioren"
Maßnahmeträger:
Freundeskreis Filmfest München e.V.
Sonnenstr. 21
80331 München
Zuschuss: 23.600 €
Projektbeschreibung:
Der Freundeskreis Filmfest München e.V. beabsichtigt, mit diesem Projekt die erfolgreich angelaufene Kooperation zwischen der Münchner Filmfest GmbH und der Münchner Volkshochschule im Jahr 2010 unter einem neuen Aspekt zu vertiefen . Im Jahr 2010 sollen weitere Teilnehmerschichten der Münchner Volkshochschule (der größten Erwachsenenbildungseinrichtung Europas) mit einem großenteils eigenständigen Profil in das Projekt einbezogen werden. Dies sollen zum einen jugendliche Migranten aus dem Programmbereich „Deutsch, Migration, Integration" und Teilnehmer der Senioren Volkshochschule sein. Gemäß dem bisherigen Konzept einer Filmbildung, die „filmferne" Zielgruppen vor dem Hintergrund ihrer speziellen Lebenslage und ihres Lernhintergrunds aufsucht und auf diese zugeschnitten differenzierte Angebotsmodule entwickelt, sollen diese neuen Teilnehmerschichten mit einer abgestuften Methodik angesprochen werden.
Filmbildung für migrantische Jugendliche wird die spezifischen Medienerfahrungen dieser Jugendlichen in besonderer Weise berücksichtigen müssen, nicht zuletzt die in verschiedenen Studien nachgewiesenen stark verbreiteten negativen Klischees, die ihre Darstellung in deutschen Medien kennzeichnen. Im Zentrum soll hier die Verbindung ihrer lebensweltlichen Dimension, ihrer medialen Erfahrungen mit der Filmanalyse aus inhaltlicher Sicht stehen. In einem Workshop sollen sie gemeinsam mit Filmstudenten Kriterien für die Filmanalyse erarbeiten und eine Filmproduktion aus dem Angebot des Münchner Filmfestes aussuchen.
Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Senioren-Volkshochschule (ca. 10 000 im Jahr) wird Bildung als eine aktive und beziehungsreiche Investition in ihr Humankapitel angesehen. Das Teilnehmerprofil differenziert sich ständig weiter aus, nicht zuletzt bedingt durch sozioökonomische Veränderungen. Frauen ab etwa 50 Jahren, die ihre frühere Erwerbsarbeit wegen des Engagements für ihre Kinder aufgegeben haben, und die sich nun Eigenraum und Eigenzeit schaffen, stellen den Kern dieser Gruppe. Trotz des stark heterogenen Alters- und Bildungshintergrundes ist ein aktiver Umgang mit der Kinokultur für diese Teilnehmer nicht selten prägend gewesen, allerdings sind Kinobesuche in der aktuellen Lebensphase kaum mehr die Regel. Filmbildung beschränkt sich in diesem Teilnehmerkreis vor allem auf die Kenntnis vieler Werke der Filmgeschichte durch das Fernsehen. Die Entwicklung eines auf Senioren zugeschnittenes Moduls Filmbildung hätte hier einen spannenden Ansatzpunkt. Die altersbedingte Freiheit von fremdbestimmten Lernformen und -orten, könnte zudem für diese Zielgruppe die kollektive Aneignung oder Wiederaneignung des Orts Kino besonders attraktiv erscheinen lassen.
Um dieses Angebot konzeptionell weiterzuentwickeln und die zielgruppenspezifische Ausdifferenzierung auf eine gesicherte Basis zu stellen, sollen dieses außergewöhnliche Kooperationsmodell einer aufsuchenden Filmbildung nach der Erprobungsphase dokumentiert und das Konzept wie die Praxisaktivitäten medienpädagogisch ausgewertet werden. Aus diesen Materialien soll anschließend eine Handreichung für zukünftige filmpädagogische Aktivitäten des Bayerischen Volkshochschulverbands erstellt werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.begegnung-filmfest.de
5. Projekt "Bayerische Kräuterwege - Unkraut/ Wildpflanzen entlang von Rad – und Feldwegen sehen, erkennen, lieben und nutzen lernen"
Maßnahmeträger:
Schule der Dorf- und Landentwicklung, Abtei Plankstetten e.V.
Stadtverwaltung Berching
Dr. Hans Rosenbeck
Pettenkofer Platz 12
92334 Berching
Zuschuss: 14.675 €
Projektbeschreibung:
Über 700 Frauen und Männer in Bayern sind bisher qualifiziert zum Kräuterpädagogen® . Sie wecken wieder die Begeisterung für die Natur mit ihrem Reichtum an Wildpflanzen, die auch als Delikatessen am Wegesrand, am Wiesenrand und am Waldesrand genutzt werden können. Ausgehend davon, dass es sich entlang vorhandener Rad- und Wanderwege anbietet, die große Pflanzenvielfalt in den unterschiedlichen Natur- und Kulturlandschaften sehen, erkennen und nutzen zu lernen, plant die Schule der Dorf- und Landentwicklung, Abtei Plankstetten e.V. in Kooperation mit der Interessengemeinschaft der Kräuterpädagogen in Bayern das Projekt "Bayerische Kräuterwege - Un-Kraut / Wildpflanzen entlang von Rad – und Feldwegen sehen, erkennen, lieben und nutzen lernen". Mit dem Projekt sollen bayerische Wander- und Radwege durch vielfältig erlebnisreiche Stationen, den "Wiesen und Wald Kräuterschulen", aufgewertet werden. Wiesen und Wald Kräuterschulstationen können Höfe von Kräuterpädagogen mit besonderen Angeboten sein und/oder Gasthöfe, Museen oder Klöster, die mit Kräuterpädagogen zusammenarbeiten und ein spezielles Wildkräutererlebnisangebot haben.
Dadurch soll ein Netz von Kräuterwegen in Bayern, das sich auch in andere Regionen wie z.B. Baden-Württemberg und Sachsen als Kräuterfernwanderweg fortsetzt, entstehen. Damit könnten auch Menschen erreicht werden, die keine Bildungseinrichtungen besuchen und/oder über Naturerlebnisse für einen sensiblen Umgang mit der Schöpfung erreicht werden könnten. Kennzeichen des wissens- und erlebnisintensiven Bildungsangebot der "Wiesen und Wald Kräuterschulen" an Kräuterwegen soll eine Kombination von Ethnobotanik und bäuerlichem Erfahrungswissen/Erlebnispädagogik in Verbindung mit regionalem Brauchtum sein.
Das Projekt umfasst folgende Einzelmaßnahmen:
- Initiative Kotterhof in Böhmfeld, Landkreis Eichstätt: Hier soll insbesondere das Wohlbefinden und die Lebensfreude psychisch angeschlagener und sozial benachteiligter Menschen durch Führungen, Verkostungen und Kochen mit Wildkräutern gesteigert werden.
- Burgenweg und Themenwanderungen in Falkenstein, Landkreis Cham: Hier sollen Naturerlebnisse für gestresste Menschen, die den Blick für das Einfache und Schöne verloren haben angeboten werden. Das Geschenk der Schöpfung soll neu entdeckt werden. Die Vermittlung soll von Mensch zu Mensch – durch Bäuerinnen in ihrem Lebensumfeld erfolgen.
- Grenzerfahrungen im Waldmünchner Urlaubsland, Landkreis Cham: Die Kräuterpädagoginnen Karoline Schön, in Ast und die Kräuterpädagogin Irene Feiner, Englmannsbrunn planen einen Kräuterrundweg, der über ihre landwirtschaftlichen Betriebe mit schönen Rosen- und Kräutergärten führt und weiter an 2 vom Kneippbund anerkannten Gesundheitshöfen vorbei geht.
- Seminarbauernhof in Lenggries, Tölzer Land, mit Almbetrieb: Die Kräuterpädagogin Anastasia Danner plant die Erweiterung ihres Hofes zu einem Seminarbauernhof mit Übernachtung. Dabei soll auch der familieneigene Almbetrieb mit Produktherstellung eingeplant werden: Wiesenkochstudio – Almwanderung – Anwendung von volksheilkundlichem Kräuterwissen wie Kräuterstempel, Kräuterwanne – Herstellung von Produkten. Verknüpfung landkreisweit und in Kooperation mit den Kräuterpädagogen und den umliegenden Themenhöfen
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links: www.sdl-plankstetten.de

1. Projekt "Cafe 'Integration'"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Landshut e.V.
Gutenbergweg 16
84036 Landshut
Zuschuss: 16.100 €
Projektbeschreibung:
Das Evangelische Bildungswerk Landshut beabsichtigt, in der Zeit von 1.September 2009 bis 31. August 2010 ein Projekt mit dem Titel "Cafe Integration" durchzuführen. Mit diesem Projekt sollen die Bemühungen des Trägers um die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ergänzt und fortgesetzt werden. Im Einzelnen soll das "Cafe Integration" als Treffpunkt zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen sowie für Deutsche mit Migrationshintergrund" in der Stadt Landshut etabliert werden. Die Funktion als Treffpunkt soll durch Bildungs- und Kulturangebote unterstützt werden.
Menschen verschiedener Nationen sollen sich unterstützt von Pädagogen unvoreingenommen begegnen können. Mit Gesprächs- und Bildungsangeboten und Abenden der Kultur- und Kleinkunst wird ein lockeres Rahmenprogramm geboten, in dem Verständigung wächst und Vorurteile abgebaut werden können. Inhaltlich werden für das Bildungsangebot folgende Beispiele genannt: Gesprächsforen in den Sprachen Englisch, Spanisch, Türkisch, Russisch und Arabisch, EDV-Einsteigerkurse, Deutschkurse, Kochkurse bayerisch und international mit Köchen aus den jeweiligen Ländern, Literaturcafe mit Literaten unterschiedlicher Nationalitäten, Länderthemenabende, Gesundheitsangebote wie z.B. Yoga, Meditation, Nordic Walking, sowie Musikabende mit Künstlern aus den Herkunftsländern.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links: www.ebwlandshut.de
2. Projekt "Christenkreuz und Hakenkreuz - Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus"
Maßnahmeträger:
Bildung Evangelisch
Stadtakademie Erlangen
Hindenburgstr. 46A
91054 Erlangen
Zuschuss: 6.005 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Christenkreuz und Hakenkreuz - Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus" stellt eine Kooperation von BildungEvangelisch der Stadtakademie Erlangen mit dem Fachbereich Theologie der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und dem Institut für Regionalgeschichte (Geschichte-für-Alle) dar.
Im zentral gelegenen Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Erlangen soll eine Ausstellung des Berliner Forums für Geschichte und Gegenwart mit didaktischem Begleitprogramm präsentiert werden zu den Fragen:
Wie zeigte sich der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie in der Gestaltung jener Kirchen, die nach Hitlers Machtantritt erbaut wurden? Was berichten uns die künstlerischen und architektonischen Sachzeugnisse, die bis heute erhalten sind, über die damalige Anfälligkeit der Kirche für Rassismus, "Volksgemeinschafts"-Propaganda und Totenkult?
Vorgestellt werden die Martin-Luther-Gedächtniskirche in Berlin-Mariendorf und zehn weitere Kirchen in Deutschland, die nach 1933 erbaut oder umgebaut wurden. Im Innenraum der Martin-Luther-Gedächtniskirche sind nationalsozialistische und christliche Motive eng verknüpft. Die anderen Kirchen lassen ein breites Spektrum NS-spezifischer Ausdrucksformen in Kunst und Architektur erkennen.
Im Rahmen des Projekts sollen während der Ausstellungstage jeden Mittag Kurz-Lesungen zum Themenbereich „Durchdringung des Alltags" durch den Nationalsozialismus stattfinden. An vier Abenden sollen Vorträge zum Thema aus dem Blickwinkel der Kirchengeschichte, der Kirche, der Alltagsgeschichte/Oral History und der Christlichen Archäologie angeboten werden. An einem Tag soll ein Schriftsteller in Schulklassen und einer Erwachsenengruppe zum Thema "Leben in der Vorkriegszeit" arbeiten. Am selben Abend soll von ihm noch eine Lesung stattfinden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link: www.bildung-evangelisch.de
3. Projekt "Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Bayreuth / Bad Berneck e.V.
Richard-Wagner-Str. 24
95444 Bayreuth
Zuschuss: 17.160 €
Projektbeschreibung:
Der Antrag im Bayreuther Stadtrat, die Hans-Meiser-Straße in Bayreuth in Dietrich-Bonhoeffer-Straße umzubenennen, hat die Bevölkerung in hohem Maße emotionalisiert. Das Evangelische Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e.V. beabsichtigt deshalb, die zunächst kommunalpolitische Debatte zur Frage nach dem Umgang der Stadt und der Region mit Ihrer Geschichte aufzunehmen und in dem Projekt "Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich" die Frage nach der evangelischen Identität der Stadt und der Region zu beleuchten.
Ziele des Projekts sind:
- den bisherigen Forschungsstand zur Evangelischen Kirche in Bayreuth im Dritten Reich zu sichten, zu analysieren und erwachsenendidaktisch aufzubereiten
- qualitative Interviews mit Zeitzeugen durchzuführen
- Quellenrecherche in kirchlichen, kommunalen und staatlichen Archiven durchzuführen
- die Ergebnisse im Rahmen der evangelischen Erwachsenenbildung didaktisch aufzubereiten und zu präsentieren und
- die Ergebnisse aus den Recherchen und deren Bewertung in den öffentlichen Diskurs zum Umgang mit der lokalen/regionalen Geschichte im Dritten Reich von Stadt und Landkreis Bayreuth einzuspeisen.
Mittel- bis langfristig soll das Projekt „Die Evangelische Kirche in Bayreuth im Dritten Reich" den Auftakt zu einer reflektierten und innovativen Erinnerungskultur in der Region bilden. Dadurch soll eine Brücke zur politischen Bildungsarbeit angesichts demokratiefeindlicher Umtriebe gebildet werden.
Der zeitliche Rahmen für das Projekt erstreckt sich von 1. September 2009 bis 31. August 2010.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
4. Projekt "GenerationenHochschule"
Maßnahmeträger:
KEB Regensburg Land e.V:
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg
Zuschuss: 3.355 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt "GenerationenHochschule" möchte der Maßnahmeträger den Bedarf an Veranstaltungsreihen an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die für die Zielgruppe der über 55-jährigen zugeschnitten sind und die dazu dienen, einen Einblick in aktuelle Forschungs- und Lehrbereiche von ansässigen Hochschulen zu geben, ausloten und einen entsprechenden Veranstaltungszyklus etablieren. Es ist beabsichtigt, unter Federführung der Katholischen Erwachsenenbildung Regensburg Land e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer der Hochschule für angewandte Wissenschaften - FH Regensburg eine "GenerationenHochschule" für zunächst zwei Semester zu initiieren.
Folgende drei Themenbereiche scheinen - vorausgesetzt der Zustimmung der lehrenden Professoren und Lehrbeauftragten -langfristig aussichtsreich für eine eventuelle Durchführung:
- Fragen zur Architektur und Architekturhistorie im Zusammenhang mit dem Unesco Kulturerbe und der Rolle von Sakralbauten in der Stadt Regensburg
- Fragen aus dem Bereich der Biomechanik, Ärztetechnologie und ethischen Aspekten (z.B. Implantate, was geht bei wem unter welchen Bedingungen usw.)
- Fragen aus dem Bereich der Sensorik, Mechatronik und der Biometrik usw. und ihre Bedeutung z.B. für intelligente Systeme (Wohnung, Fahrzeuge) für ältere Menschen unter dem Aspekt von selbstbestimmtem Leben
Für die konkrete thematische Ausgestaltung der ersten Vorlesungsreihe der „GenerationenHochschule" soll als zentrales Thema das Zusammenwirken verschiedener Hochtechnologien in Bezug auf den medizinischen Fortschritt dienen. Einige Themen wurden bereits bei Professoren und Dozenten der Hochschule Regensburg angefragt. In einer Art Ringvorlesung soll das Thema "Mensch - Medizin - Maschine" von verschiedenen Fakultäten beleuchtet werden. Zu einzelnen Forschungsprojekten sollen die Forschungslabore der Professoren besichtigt respektive in einem "hands-on"-Kurs die Forschungsobjekte studiert werden.
Um die Nachhaltigkeit des Programms zu garantieren sollen die Veranstaltungen genau evaluiert und bewertet werde. Ziel soll sein auf die Bildungsbedarfe der "Generation 55+" langfristig adäquat reagieren zu können und somit ein interessantes Programm an der Hochschule Regensburg für diese Zielgruppe entwickeln zu können.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links: www.keb-regensburg-land.de
5. Projekt "Neue Formen des Ehrenamts"
Maßnahmeträger:
KEB im Bistum Regensburg e.V.
Spindlhofstr. 23
93128 Regenstauf
Zuschuss: 22.500 €
Projektbeschreibung:
Vor dem Hintergrund, dass die Katholische Erwachsenenbildung in Bayern (KEB) mit einer ganzen Reihe von Veränderungen, wie z.B. gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen oder veränderten Erwartungen an das Ehrenamt konfrontiert ist, wurden bei einem Ideentag der KEB im Bistum Regensburg im Herbst 2008 drei Arbeitsgruppen gegründet, die sich zu den Arbeitstiteln "Bildungsräume", "Projektgebundenes Ehrenamt" und "Erwachsenenbildungs-Koordinatoren" mit zentralen Herausforderungen befassten. Auf der Basis der daraus entstandenen theoretischen Ausarbeitung konkreter Arbeitsschritte will die KEB im Bistum Regensburg mit dem Projekt " Neue Formen des Ehrenamts" speziell die theoretischen Erkenntnisse der Arbeitsgruppen "Projektgebundenes Ehrenamt" und "Erwachsenenbildungs-Koordinatoren" in der Praxis erproben.
Ziel des Projekts soll es sein, die ehrenamtliche Arbeit die bisher allein in den Händen der jeweils für eine Wahlperiode vom Pfarrgemeinderat bestellten Erwachsenenbildungsbeauftragten der Pfarreien und der auf Vereinsbasis in Verbänden langfristig arbeitenden Ehrenamtlichen durch eine befristete und projektgebundene ehrenamtliche Mitarbeit zu ergänzen. Bei positivem Ausgang des Projektes soll diese Form des Ehrenamts später dann auch in den neuen Planungsstrukturen verankert werden.
Zusätzlich sollen zur besseren Unterstützung der Beauftragten in den einzelnen Pfarreien künftig ehrenamtliche "Erwachsenenbildungs-Koordinatoren" die Pfarrei-Beauftragten in Teilen eines Landkreises kontinuierlich unterstützen. Dabei sollen sie wie bisher mit einem für einen ganzen Landkreis zuständigen hauptamtlichen Bildungsreferent zusammenarbeiten. Diese Koordinatoren sollen von den hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt und geschult werden. Im Fall erfolgreich verlaufender Pilotprojekte mit einzelnen "Probe"-Koordinatoren, sollen sie zukünftig auf Landkreisebene in der Planung der Bildungsarbeit eine entscheidende Rolle spielen.
In der Durchführungsphase sollen beide Arbeitsgruppen von jeweils einem hauptamtlichen geschäftsführenden Bildungsreferenten federführend begleitet werden. In der AG Projektgebundenes Ehrenamt sollen in einer ersten Phase (Sommer 2009) Ehrenamtliche für konkret festzulegende Projekte gesucht werden. Denkbare Einsatzfelder könnten sein: Fragen des Klimaschutzes, Dialog zwischen Generationen, Stadt-Landkreis-Geschichte. Diese Ehrenamtlichen sollen sodann in kleinen Arbeitsgruppen, die die jeweiligen, zeitlich befristeten Projekte bearbeiten, eingebunden werden(Herbst 2009). Die Planungen sollen anschließend (ab Winter 2009) in konkrete Veranstaltungen (Abendvorträge, Tagesseminare, Workshops, Exkursionen, etc.) umgesetzt werden.
In der AG "Erwachsenenbildungs-Koordinatoren" sollen Interessentinnen und Interessenten gesucht werden, die für den Projektzeitraum eine klar umrissene, kleine Region von ca. zehn Pfarreien als KEB-Koordinatorin oder -Koordinator begleiten. Neben gemeinsamen einführenden Absprachen über die konkrete Aufgabenstellung, die Rolle, etc (Sommer 2009) soll ab Herbst 2009 vor Ort jede und jeder KEB-Beauftragte des Einsatzgebietes besucht, Vorschläge für die konkrete Arbeit in der Pfarrei bzw. dem Verband gemacht und weitere Projekte für das nächste Programm (Frühjahr 2010) geplant werden. Der KEB-Koordinator soll als erste Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner für den örtlich tätigen Ehrenamtlichen dienen.
Weitere Unterstützung bzw. Inputs zum Thema "Ehrenamt" sollen die Teilnehmenden durch zusätzliche Workshops mit "Profis" zum Thema: "Ehrenamt fördern - Personal entwickeln" (Frau Dr. Gerlinde Wouters/München) und durch die Darstellung eines "Modells Koordination im Ehrenamt" (Dr. Eduard Baumann/Salzburg) erhalten. Diese Projektphase soll durch die Gemeindeberatung, eine Einrichtung der Diözese Regensburg, begleitet werden; diese soll einerseits an der Umsetzung der neuen Gemeindestrukturen in denen künftig die KEB arbeiten muss, beteiligt werden, und andererseits sind deren Verantwortliche geschulte Prozessbegleiter. Die kontinuierliche wissenschaftlichen Aufarbeitung und Evaluation des Prozesses soll durch die Kooperation mit der Universität Eichstätt (Prof. Halfar) gewährieistet werden.
Zeitlicher Rahmen des Projekts soll Juli 2009 bis Juli 2010 sein.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link: www.keb-regensburg.de
6. Projekt "Ansbach-Süd im Spiegel der Zeit"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V.
Schaitbergstr. 18
91522 Ansbach
Zuschuss: 8.400 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Ansbach-Süd im Spiegel der Zeit" trägt den Untertitel "Zeitgeschichte und historische Entwicklungen eines Stadtteils Ansbachs - exemplarisch dargestellt anhand von Biografien jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger bis 1938 und Zuwanderungen von Flüchtlingen und Gastarbeitern nach dem 2. Weltkrieg".
Mit diesem Projekt möchte das Evangelische Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V. unter Einbeziehung zweier Mitgliedseinrichtungen im südlichen Stadtteil Ansbachs Zeitgeschichte nachvollziehbar darstellen und wohnortnah aufzeigen. Ein besonderes Merkmal soll dabei auf der exemplarischen Dokumentation des Schicksals ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, deren Zuzug ab 1870 die Entwicklung des Stadtteils entscheidend mit beeinflusste, liegen. Im Rahmen des Projekts soll zudem der Wandel in diesem Stadtteil als Spiegel der Zeitgeschichte an ausgewählten Objekten verdeutlicht werden. Die Spannbreite soll von der Entstehung kleiner Fabriken zur Zeit der Industrialisierung bis zur Gründung der türkisch-islamischen Gemeinde zur Zeit der Ankunft von Gastarbeitern in Ansbach reichen.
Das Projekt soll in den folgenden vier Phasen durchgeführt werden:
Planungsphase: In dieser Phase sollen Arbeitskreise auf Stadtteilebene unter Beteiligung von Ehrenamtlichen aus Mitgliedseinrichtungen des Bildungswerkes, einer Stadtführerin bzw. eines Stadtführers und fachlich geeigneter Personen - insbesondere eines Historikers - für die Akteneinsicht eingerichtet werden.
Durchführungsphase I: In einer ersten Durchführungsphase sollen die Ergebnisse der Planungsphase gesichtet, ergänzt, aufgearbeitet und dokumentiert werden. Dabei soll die spätere Präsentation im Rahmen von Schulaktionen und Erwachsenenbildungsveranstaltungen das Leitkriterium sein. Es soll eine DVD mit historischem und aktuellem Bildmaterial, mit Dokumenten und didaktischem Material erstellt werden. Auch eine Internetpräsentation ist geplant. Des Weiteren sollen ehrenamtlich Mitarbeitende für Führungen in der zweiten Durchführungsphase geschult werden.
Durchführungsphase II: In der zweiten Durchführungsphase sollen die Bildungsangebote und die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund stehen. Veranstaltungen sollen u.a. für weiterführende Schulen am Ort und für die offene Erwachsenenbildung sowie für Erwachsenen- und Seniorengruppen durchgeführt werden.
Auswertungsphase: In der Auswertungsphase soll das Projekt mit den Mitgliedern des Arbeitskreises gründlich reflektiert werden. Die Erkenntnisse aus der zweiten Durchführungsphase sollen ausgewertet werden. Insbesondere soll die Frage nach der dauerhaften Verankerung der historischen Ortsgeschichte bei den örtlichen Schulen und Erwachsenenbildungsträgern gestellt werden. Die Ergebnisse der Auswertung sollen dokumentiert werden.
Die Projektlaufzeit ist für September 2009 bis Juli 2011 geplant.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: www.ebw-ansbach.de

Projekt "Kulturfonds-Stipendium 'Botschafter Bayerns'"
Maßnahmeträger:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Zuschuss: 60.000 €
Projektbeschreibung:
Das Stipendienprogramm, das im Jahr 2004 ins Leben gerufen worden ist, beruht auf folgendem Konzept:
- Es motiviert Schüler, die zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung in der Regel die 10. Jahrgangsstufe einer bayerischen Schule besuchen, ein Jahr in einem eher ungewöhnlichen Zielland zu verbringen. Das Programm umfasst z. Zt. mittel- und osteuropäische Länder sowie Indien und China.
- Während ihres Auslandsjahres leben die Schüler in Gastfamilien und besuchen eine Schule, sodass sie die jeweilige Kultur und Lebensweise intensiv kennenlernen und sich interkulturelle Kompetenzen aneignen.
- Nach ihrem Auslandsjahr beherrschen die Stipendiaten eine Sprache, die nicht zum üblichen Fremdsprachenkanon gehört.
Daher soll auch im Kulturfondsjahr 2009 in Zusammenarbeit mit dem Youth for Understanding Komitee der einjährige Schulaufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden: China, Indien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Zwischenberichte der Stipendiatinnen und Stipendiaten der beiden bisherigen Kulturfondsjahre haben gezeigt, dass sich ein längerer Aufenthalt in Ländern, die nicht unbedingt als bevorzugte Austausch-Länder gelten, bestens dafür eignet ganz intensive Auslandserfahrungen zu sammeln. Die Stipendiaten haben die Phase des Auslandsaufenthalts gut bewältigt, sich in ihre Familien eingelebt und über die Schule oder den Projektträger zahlreiche Kontakte geknüpft. Sie äußern sich durchwegs positiv zum Austauschjahr, empfehlen diese Erfahrungen weiter und drücken ihren Dank auch dem Kulturfonds aus.
Das Kulturfondsstipendium wird bei einem offiziellen Treffen voraussichtlich im Frühsommer 2010 verliehen. Diese Veranstaltung dient auch dem Kennenlernen der "alten" und "neuen" Botschafter Bayerns. Jedes der insgesamt 15 Kulturfondsstipendien ist je nach Programmpreis mit 3.600 bzw. 4.000 EUR dotiert. Für China ist ein Eigenanteil von 2.800 für Indien von 2.000 und für europäische Länder von 1.000 EUR zu erbringen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link: Flyer zum Kulturfonds-Stipendium unter www.yfu.de/ins-ausland-gehen/botschafter-bayerns

1. Projekt "Entflammt für Energie"
Maßnahmeträger:
Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR
Marktgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Zuschuss: 15.000 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Entflammt für Energie: modellhafte außerunterrichtliche Projektwerkstätten für Schulen zur Verknüpfung der Themen Bioenergie und Kunst" ist eine Kooperation zwischen der Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR, dem bayerischen Lehrstuhl für Didaktik der Biologie (Prof. Dr. Franz X. Bogner; Universität Bayreuth), dem Staatlichem Schulamt im Landkreis und in der Stadt Bayreuth, dem Umweltbeauftragten der Grund- und Hauptschulen des Staatlichen Schulamtes, den Hauptschulen der Region Bayreuth, Künstlern und außerschulischen Umweltbildungsstätten in der Region. Das wird für den Zeitraum von 2009 bis 2011 konzipiert, durchgeführt und wissenschaftlich evaluiert. Die Übertragbarkeit auf andere Regionen und die valide Überprüfung eines nachhaltigen Wissenstransfers sind damit sichergestellt. Die Erfahrungen aus dem Projekt fließen zudem in ein laufendes DFGSchwerpunktprogramm ein (SPP1293, Umweltbildung zur Förderung umweltspezifischer Handlungs- und kognitiv-emotionaler Kompetenzen: Erfassung und Modellierung der Kompetenzstruktur).
Ziel des Projektes ist, Hauptschüler zu einer ganzheitlichen, handlungsorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema Bioenergie zu führen, wobei der Schwerpunkt auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema liegen soll.
Damit für die Evaluierung eine ausreichende Datenbasis gegeben ist, wird eine Teilnehmerzahl von ca. 400 bis 500 Schülern angestrebt. In der Pilotphase (Oktober 2009 bis Januar 2010) wird ein Konzept für die künstlerische und inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Themenkreis Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe entwickelt und an der Albert-Schweizer-Schule in Bayreuth erprobt. Nach Auswertung der Erfahrungen der Pilotphase erfolgt im Frühjahr 2010 die Ausweitung auf alle vierzehn Hauptschulen in der Region Bayreuth. Die Projektbeteiligten (Lehrer, Umweltpädagogen, Künstler, Kunsthandwerker) werden vorher geschult. Das Konzept wird in erster Linie auf die Zielgruppe der Hauptschüler (unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Migranten-Kindern und verschiedener sozialer Milieus) ausgerichtet, soll aber modifiziert an allen weiterführenden Schulen (Gymnasien, Realschulen und Gesamtschule Hollfeld) umgesetzt und auch für andere Bildungszwecke verwendet werden können.
Ziel ist die Entwicklung, Anwendung und Evaluation von methodisch-didaktisch handlungsorientierten Lernstationen mit unterschiedlichem Anforderungsprofil, die in außerschulischen Umweltbildungsstätten (Umweltstation Lindenhof, Waldhaus Mehlmeisel) aufgebaut werden. Schülerinnen und Schüler können sich dabei eigeninitiativ, selbständig und experimentell mit der Thematik Bioenergie auseinandersetzen. Das Lernen an Stationen bietet dabei gute Bedingungen, auch mit heterogenen Klassen zu einem ausbalancierten Ergebnis zu kommen, in dem sich unterschiedlich begabte Schülerinnen und Schüler abbilden können. Die Stationen schaffen insbesondere Raum für die individuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema und vermitteln jenseits eines rein kognitiven Ansatzes Basisinformationen zum Thema Bioenergie.
Das Flammenblatt als Symbol für die in Pflanzen innewohnende Energie ist Teil des Logos der Bioenergie-Region Bayreuth und soll als identitätsstiftendes Symbol für die Bioenergie-Region Bayreuth stehen. Das Symbol zieht sich als roter Faden durch alle Materialien des Infonetzes Umweltbildung. Die künstlerische Beschäftigung mit dem Thema geht vom Symbol der Bioenergie-Region Bayreuth, dem Flammenblatt aus, welches sich als Leitmotiv durch alle Stationen zieht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich dabei ausgehend von der klaren grafischen Form zu künstlerischem Schaffen inspirieren und gestalten individuell oder in Gruppenarbeit eine eigene Version des Flammenblatts - grafisch, plastisch oder multimedial. Ebenso denkbar ist eine musikalische oder textlich lyrische Auseinandersetzung. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit örtlichen (Kunst-)Handwerkern, Künstlern und Kunsterziehern, welche den Schülerinnen und Schülern Hilfestellung geben. Für die multimediale Umsetzung steht der medien- und informationstechnische Berater des Schulamts (MIB), Lehrer Stefan Ranninger, zur Verfügung. Die Kunstobjekte und eine Projektdokumentation werden auf einer zentralen Ausstellung für andere Schulen zugänglich sein; auch eine entsprechende Internetpräsentation ist vorgesehen. Dies dient dem Ideenaustausch und gibt Anstoß zur weiteren künstlerischen oder inhaltlichen Beschäftigung mit dem Thema. Da die Objekte alle den gleichen inhaltlichen Kern aufweisen, dienen sie auch zur Identitätsstiftung innerhalb der neu gegründeten Bioenergie-Region Bayreuth. Nach der Zentralausstellung werden die Exponate in den jeweiligen Schulorten aufgestellt und werben dort für das Gesamtprojekt.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.region-bayreuth.de
2. Projekt "Stadt-Geschichten"
Maßnahmeträger:
Stiftung Zuhören
Hopfenstr. 4
80335 München
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Bayerischen Rundfunk als Medienpartner möchte die Stiftung Zuhören unter ihrer Leitung das Projekt "Stadt-Geschichten" realisieren.
Dem Vorhaben liegt die innovative Idee zugrunde, bayerische Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung professioneller Journalisten auf die Spurensuche nach Geschichte und Geschichten ihrer Heimatorte zu schicken und akustische und visuelle Portraits zu produzieren. Dabei sollen ganz eigene, persönliche Portraits bayerischer Städte und Gemeinden entstehen, erarbeitet von jungen Menschen, die dort leben. Auf diese Weise werden die Jugendlichen einen anderen, neuen Bezug zu ihrer Heimat entwickeln. Zudem eignen sie sich während der Arbeit an den "Stadt-Geschichten" Kompetenzen wie Teamarbeit, Projektplanung und Sprach- und Schreibfertigkeit an - ein wichtiges pädagogisches Element in der Zielsetzung. Ein Netzwerk von Experten bildet den Hintergrund und verleiht dem Projekt Nachhaltigkeit: Die Lehrkräfte übernehmen die Koordination vor Ort unter Einbindung von Fachleuten wie Heimatpflegern, Museumskuratoren und Lokalhistorikern. Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks unterstützen die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen zu professionellen Audio-und Videobeiträgen.
Für die Teilnahme am Projekt "Stadt-Geschichten" können sich bayerische Schulen aller Schularten ab Klassenstufe 8 gemeinsam mit Ihrer Kommune bewerben - entweder mit einer ganzen Klasse oder mit einer Projektgruppe aus verschiedenen Klassen. Für die Teilnahme werden 10 Klassen/Gruppen ausgewählt. Auswahlkriterien sind regionale Streuung, Vielfalt der Schularten und der Projektideen. Mit den Schulleitern und den betreuenden Lehrkräften ist eine gemeinsame Auftaktveranstaltung geplant. Jede beteiligte Kommune erhält von der Projektleitung ein maßgeschneidertes Konzept für ihr lokales Projekt. Die erforderliche Medientechnik stellt die Projektleitung zur Verfügung.
Die Ergebnisse werden auf den Internetseiten der jeweiligen Kommune sowie auf der zentralen Projektseite des Bayerischen Rundfunks veröffentlicht und kostenlos zum Download bereitgestellt. Eine Informationsbroschüre wird auf den neuen Service hinweisen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.zuhoeren.de
3. Projekt "TUSCH - Theater und Schule"
Maßnahmeträger:
Landeshauptstadt München
Schul- und Kultusreferat
Pädagogisches Institut
Herrnstr. 19
80539 München
Zuschuss: 30.700 €
Projektbeschreibung:
"Theater und Schule" -TUSCH - ist ein Projekt zur nachhaltigen kulturell-ästhetischen Bildung von Schülerinnen und Schülern sowie zur Förderung und Festigung einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Schulen und Theatern. Im Zentrum steht die zweijährige Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Theater, deren gemeinsame, vielfältige und intensive Partnerschafts-Vorhaben den Kern der TUSCH-Idee bilden. Wenn Jugendlichen der Weg ins Theater nicht über das Elternhaus vermittelt wird, so erleben sie Theater und Theatermachen am ehesten im Rahmen des Schulunterrichts. Hier fungiert TUSCH als Mittler zwischen Kunst und Pädagogik und propagiert die Bildungsqualität von Theater und Theaterspielen. Es ermöglicht einen lebendigen Austausch zwischen Schülerinnen, Schülern und Theaterleuten. Über den direkten Kontakt zwischen einer Schule und einem Theater lernen die Jugendlichen den Theaterbetrieb in seiner gesamten Vielfalt kennen. Sie bekommen Einblicke in das konkrete Bühnengeschehen, einzelne Inszenierungsvorgänge, die dramaturgischen Vorarbeiten, die handwerklich-technischen Bereiche, die Öffentlichkeitsarbeit und Organisation.
Die Landeshauptstadt München beabsichtigt in Kooperation mit dem Freistaat Bayern, das Projekt TUSCH erstmals auch in Bayern umzusetzen.
Für die Startphase in München ist die Teilnahme derjenigen Schulen vorgesehen, die in der Vergangenheit am häufigsten beim Theatertreffen der Münchner Schulen teilgenommen haben. TUSCH München initiiert und fördert dauerhafte Partnerschaften zwischen jeweils einer Münchner Schule und einem Münchner Theater.
Folgende Partnerschaften zwischen 5 Münchner Theatern und Schulen sind für die beiden Spielzeiten/Schuljahre 2009 - 2011 geplant:
• Bayerisches Staatsschauspiel / Grundschule Hochstraße,
• Gärtnerplatztheater / Hauptschule Ichostraße,
• Bayrisches Staatsballett / Berufsoberschule Sozialwesen,
• Metropoltheater / Städt. Lion-Feuchtwanger-Gymnasium,
• Münchner Kammerspiele / Städt. Rainer-Werner-Fassbinder Fachoberschule für Gestaltung und Sozialwesen.
Im Zuge dieser Partnerschaften werden in Werkstätten verschiedene Theaterprojekte erarbeitet, die einmal jährlich im Rahmen einer TUSCH Präsentation öffentlich gezeigt werden sollen. Die längerfristigen Planungen des Maßnahmeträgers sind darauf ausgerichtet, Theater-/Schulkooperationen für alle Münchner Schulen auszuschreiben, um möglichst flächendeckend alle Schulformen und Altersstufen zu erreichen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.tusch-muenchen.de
4. Projekt "Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen"
Maßnahmeträger:
Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Augsburg KdöR
Feyerabendstr. 2
86830 Schwabmünchen
Zuschuss: 8.500 €
Projektbeschreibung:
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg plant mit dem Spielwerk Theater EUKITEA Diedorf ab Oktober 2009 ein innovatives Theaterprojekt zunächst für Grundschulkinder zum Thema "Abfallvermeidung, Abfallverwertung und bewusster Umgang mit Ressourcen". Ein buntes, spritziges, zielgruppengerechtes Theaterstück soll geschaffen werden, das Kinder zum Mitmachen, Mitfühlen und Verstehen anregt und ihnen starke Impulse zum eigenen verantwortungsvollen Handeln gibt. Zukunftsträchtige und existentielle Themen, nämlich die Abfallvermeidung und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen, stehen im Mittelpunkt. Die Kinder werden dabei aktiv mit eingebunden. Die Erhaltung von Natur und Umwelt als Grundlagen unseres Lebens bilden den Mittelpunkt im Rahmen der sehr wichtigen Umwelterziehung.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.eukitea.de
www.abfallwirtschaft-landkreis-augsburg.de
5. Projekt "Unsere Show!"
Maßnahmeträger:
Stadt Augsburg
Maximilianstr. 4
86150 Augsburg
Zuschuss: 37.450 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen, die bisher nur wenig Ambition haben, sich mit Bildung, Kultur und insbesondere Musik zu befassen. Die beteiligten Schulen in den ausgewählten Stadtteilen gelten als durchaus schwieriges Umfeld für ein ambitioniertes Musikkonzept. Es werden Stadtviertel unter anderem mit überdurchschnittlich hohem Migrationshintergrund angesprochen. Aktuell können 291 Anmeldungen und Interessenten verzeichnet werden. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten bei Bedarf ein Instrument für sich nach Hause. Insgesamt werden für dieses Projekt aktuell 151 hochwertige Musikinstrumente an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Weitere werden voraussichtlich folgen.
Über ein Jahr lang lernen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Profis einer Musikschule und Pädagogen ein Instrument und werden zeitgleich Teil eines schulübergreifenden Ensembles, das am Ende des innovativen Projektjahres ein großes Konzert gibt, nämlich "Unsere Show". So erfahren die jungen Künstler Erfolgserlebnisse durch Song-orientiertes Lernen und dem Anreiz, das Erlernte am Ende auf einer großen Bühne präsentieren zu dürfen. Basis des Konzepts ist eine praxisnahe, Freude am Musikmachen vermittelnde Instrumentalerziehung. Darüber hinaus sollen im Laufe des Projektjahres Talente erkannt und gefördert werden; aber auch Fleiß soll belohnt werden. Damit wird es auf dem Weg in UNSERE SHOW mehrere Tests und „Hürden" geben, die aber vor allem motivieren und zu Engagement führen sollen. Schülerinnen und Schüler, die den Test "nicht bestehen" gehen dabei nicht "von Bord", sondern sie werden in anderen Ensemblegruppen (z.B. Percussionsgruppe) aufgefangen oder in das Organisationsteam integriert. Das Organisationsteam wird wie eine richtige "Produktionsfirma" in Vorbereitung UNSERER SHOW in Bezug auf Technik, Promotion und Organisatorisches agieren - unter Anleitung eines "Firmenchefs". Am Ende stehen so ein Erfolgserlebnis für alle und der Applaus des Publikums. Der Weg dorthin ist mit kleinen Hindernissen gepflastert, die zu Fleiß und dem Willen, es "ins Ensemble zu schaffen" motivieren sollen. So ist auch der Name zu verstehen: UNSERE SHOW ist ein gemeinschaftlich erarbeitetes Erlebnis, das Talent sichtbar macht und Individualität fördert.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.bildungsportal.augsburg.de
6. Projekt "Paulus 2009"
Maßnahmeträger:
Verein Kronach Creativ e.V.
Klosterstr. 13
96317 Kronach
Zuschuss: 6.600 €
Projektbeschreibung:
Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy plant der Verein Kronach Creativ e.V. die Einstudierung und Aufführung von dessen Oratorium "Paulus"; der Chor wird dabei aus Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften der beiden Kronacher Gymnasien und der Berufsfachschule für Musik in Kronach gebildet. Die Solopartien werden von ehemaligen Schülerinnen und Schülern der genannten Schulen und von aktiven Lehrkräften der Berufsfachschule für Musik übernommen. Weiterhin beteiligen sich die Hofer Symphoniker.
Mit diesem Schul-Chor-Projekt, das durch die Vielzahl der jugendlichen Sängerinnen und Sänger und die Begleitung durch ein großes, professionelles Orchester besondere Bedeutung hat, sollen besonders Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche an klassische Musik herangeführt werden:
- Die aktiven Sängerinnen und Sänger durch das eigene emotionale Erleben dieser großartigen Musik und des gemeinsamen Erarbeitens eines großen Werkes.
- Die Zuhörer durch das Miterleben der Aufführung eines großen klassischen Musikwerkes, bei der Verwandte und Freunde mitwirken, wodurch die sonst so häufig bestehende Schwelle zur klassischen Musik überwunden und das Interesse an klassischer Musik und am Chorgesang geweckt wird.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.kronach-klassik.de/paulus
www.klassik-akademie.de/paulus
7. Projekt "Mittelalter erleben"
Maßnahmeträger:
Landesbund für Vogelschutz e.V:
Hegelstr. 16a
96052 Bamberg
Zuschuss: 3.558 €
Projektbeschreibung:
Der Landesbund für Vogelschutz e.V. beabsichtigt mit dieser Maßnahme, Schülerinnen und Schülern verschiedener Schularten (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasien) die geschichtlichen Hintergründe und die damalige Lebensweise und Kultur zu vermitteln.
Die Weltkulturerbestadt Bamberg mit ihrer mittelalterlichen Kulisse bietet hierzu viele Anlässe, die Geschichte im Rahmen von Veranstaltungen erlebbar zu machen. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur theoretisch die Historie aufarbeiten, sondern aktiv die Zeit nacherleben. Dabei soll durch die praktische Wissensvermittlung in Form von Aktionen, Basteleien und Spielen ein lebendiges Interesse an der Geschichte geweckt werden. Durch die Betrachtung der historischen Lebensweise sollen grundlegende Herstellungsprozesse kennengelernt werden, z.B. "vom Korn zum Brot", "von der Schafwolle zur Kleidung", Papier schöpfen usw.
So ist vorgesehen, durch eine Zeitreise in die mittelalterliche Welt der Ritter und Burgen eine Einführung in die damalige Zeit zu geben. Es wird das Leben und die Gesellschaftsform (Ritter, Bauern, Adel etc.) zu dieser Zeit geschildert. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich in einen Ritter zu verwandeln. Dabei werden Geschicklichkeit und Ausdauer bei der Ritter-Ausbildung geprüft und höfische Sitten erlernt. Oder die Kinder lernen das mittelalterliche Leben im Dorf kennen. Leben das Leben eines Bauern, ernten das Getreide, backen Brot im Lehmbackofen und spielen beim Dorffest alte Spiele. Natürlich werden auch typische mittelalterliche Speisen (z.B. Hirsebrei) selbst hergestellt. Aus angebautem Gemüse und essbaren Kräutern, die in der Natur gesucht werden, werden köstliche Suppen und Gemüseeintöpfe gekocht.
Großes Wissen, aber auch viel Aberglaube rankten sich um Zaubertränke und Heilkräuter. In der Hexenküche wird experimentiert und aus Heilkräutern Salben und Tinkturen hergestellt. es ist vorgesehen, die einzelnen Themen in verschiedenen Aktionen durchzuführen (z.B. Mittelalterliches Leben im Dorf, Nahrung/Herstellen von Essen, Heilkräuter, Kleidung. von der Schafwolle zur Kleidung, Mittelalterliches Schreiben: Schreiben mit Federkiel und selbst hergestellter Tinte, Papier schöpfen).
Zudem ist ein weiteres Teilprojekt in Zusammenarbeit mit der Berufsschule Bamberg beabsichtigt. Bei diesem Projekt steht die mittelalterliche Bauweise und die Handwerkskunst sowie das Alltagsleben der Handwerker und Bauern im Mittelpunkt.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.lbv.de
www.lbv.de
www.stadt.bamberg.de/leben/
8. Projekt "Nibili - die Theaterwerkstatt"
Maßnahmeträger:
Förderverein der Städtischen Musikschule Plattling e.V.
Waldenreuth 11
94154 Neukirchen v. Wald
Zuschuss: 52.422 €
Projektbeschreibung:
"Nibili - der kleine Drache" versteht sich als "Theaterwerkstatt" mit historischem Hintergrund und beinhaltet zwei Aspekte: Zum Einen das Schulprojekt, in dem Kinder und Jugendliche an einem Theaterprojekt arbeiten und zum Anderen eine kindgerechte Auslegung der Nibelungen-Sage. Das Musical "Nibili" ist ein Theaterprojekt, eben die "Theaterwerkstatt". In und mit diesem Projekt soll die Zusammenarbeit verschiedener Schularten und der Musikschule gefördert werden. Grund-, Haupt-, Real- und Musikschule erarbeiten innerhalb eines Jahres eine Musicalaufführung. Weiters sollen fachbezogene Partner aus der Wirtschaft (wie z.B. Eventagenturen), weiterführende Schulen (wie z.B. Berufsfachschulen) und soziokulturell engagierte Unternehmen aktiv mit eingebunden werden. In einem neu geschaffenen Schul- oder Wahlfach, der „Theaterwerkstatt", sollen die Kinder und Jugendlichen innerhalb eines Schuljahres ein Musical-Projekt inszenieren, in allen eine Theaterproduktion betreffenden Bereichen. Dieses Fach stellt ein attraktives Angebot für den Ganztagsschulbetrieb und birgt so die einzigartige Chance einer aktiven und produktiven Jugendarbeit in sich als attraktive Ergänzung zum herkömmlichen Schulbetrieb.
Ziele des Pionierprojekts, welches als erstes in der Nibelungenstadt Plattling im Schuljahr 2009/10 durchgeführt werden soll, sind schulübergreifende Kooperation, Ganztagsschule als Zukunftskonzept, kreative Berufsbildung und Integration. Kinder und Jugendliche aller Plattlinger Schulen - Grundschule, Hauptschule, Realschule und Musikschule - arbeiten in freien Wahlfächern ein Schuljahr lang an einem ganzheitlichen Theaterprojekt. Der Aspekt des Ganzheitlichen beinhaltet alle eine Theaterproduktion tangierenden Bereiche, wie zum Beispiel Eventmanagement, Werbung, Bühnengestaltung, Licht- und Tontechnik, Schauspiel und Musik. So steht zum Beispiel in den Arbeitsgruppen "Eventmanagement" und „Kostenplanung“ ein teamübergreifendes Arbeiten hinsichtlich der Gesamtorganisation und -koordination sowie die finanzielle Planung im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler sollen so in die Aufgaben des Finanzwesens hineinschnuppern. Dabei werden die Teilnehmer von Profis aus den jeweiligen Fachgebieten unterstützt und sie erhalten so die Möglichkeit, Berufe aus der Welt des Theaters kennen zu lernen und Kontakte zu möglichen Arbeitgebern und Ausbildungsstätten zu knüpfen. Förderung und Forderung, sowie gegenseitiger Ansporn sind der Nährboden für eine erfolgreiche Durchführung dieses Projektes.
In der heutigen Zeit werden wir mit multikulturellen Einflüssen auf Grund starker Zuwanderung konfrontiert. Oft fällt es einem schwer den Kulturkreis des jeweils Anderen kennen und verstehen zu lernen. Mitunter sind sprachliche Barrieren der Grund dafür, dass ein zufriedenstellender Austausch im herkömmlichen Schulunterricht statt finden kann. Die Musik dagegen braucht keine linguistische Ausdrucksweise, sie ist selbst eine Sprache, die weltweit mit ein bisschen Offenheit verstanden werden kann. Mit der Sprache Musik lassen sich Emotionen und Stimmungen ausdrücken. Dur und Moll, ob traurig oder fröhlich. Das Musical Nibili ist offen für musikalische Einflüsse anderer Kulturkreise und schafft dadurch die Möglichkeit zur gegenseitigen Integration.
Aufgrund Schul- und wirtschaftstruktureller Gegebenheiten bringt die Stadt Plattling die idealen Vorraussetzungen für ein Pionierprojekt dieser Art mit sich. In Plattling befinden sich Grund-, Haupt-, Real- und Städtische Musikschule, sowie eine Berufsfachschule für Musik.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.regiowiki.pnp.de
9. Projekt "Spielraum"
Maßnahmeträger:
Theater Pfütze e.V.
Äußerer Laufer Platz 22
90403 Nürnberg
Zuschuss: 20.000 €
Projektbeschreibung:
Fortführungsmaßnahme: Das weit über den Einzugsbereich von Nürnberg bekannte und erfolgreiche Kindertheater Pfütze entwickelt in einem 2jährigen Modellprojekt mit 4 ausgewählten Schulen ein theaterpädagogisches Programm. Nach der Auswahl im Mai 2008 wurden an den Schulen Konzeption und Schwerpunkte der theaterpädagogischen Arbeit festgelegt. Bisher ging es an der Grundschule um Selbstbeobachtung und Sprachförderung; An der Hauptschule sind die Schwerpunkte ergänzt um Gruppenprozesse und die Förderung eines selbstbewussten Auftretens; An der Realschule findet bereits intensive Theaterarbeit an Projektklassen statt; Am Gymnasium leitet die Theaterpädagogin mit Unterstützung einer Lehrerin die Theater AG. Nach einer Auswertung der ersten Phase mit Lehrkräften und einer Überarbeitung des Konzepts, sind im Herbst 2009 bis zum Juli 2010 die Durchführung der modifizierten Angebote und die Fertigstellung eines übertragbaren Modells für Theater und Schulen geplant. Das Projekt wird durch Mitarbeiter und den Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik II der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Liebau, wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Erstmals werden bei "Spielraum" ALLE allgemeinbildenden Schulen in einem Modellprojekt zusammengefasst.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.theater-pfuetze.de
10. Projekt "You + Me. So anders und doch gleich"
Maßnahmeträger:
Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds e.V.
Pagodenstr. 2
81247 München
Zuschuss: 12.000 €
Projektbeschreibung:
Mit diesem Projekt beabsichtigt der Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds ab 2009 das Thema und die Diskussion um Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf Grund religiöser oder kultureller Herkunft, in allen Projektausprägungen - Jugendfilmclubs, die Jugendkinotage und Jugendfilmwettbewerb - zubeleuchten. Die drei bislang recht unabhängig voneinander existierenden Säulen der Jugendarbeit des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds sollen durch den thematischen Überbau "Dialog der Religionen und Kulturen" eng miteinander verwoben und so zu einem gemeinsamen, starken Projekt mit dem Titel "You + Me. So anders und doch gleich" gemacht werden.
Die bereits in 2007 initiierte Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern soll konsequent fortgeführt und ausgebaut werden.
Gleichzeitig soll die Ausweitung der Kooperation auf weitere Partner erfolgen die zunächst in einem gemeinsamen Filmworkshop filminteressierter Jugendlicher münden soll und später zu einer oder mehreren dauerhaften multikulturellen und religionsübergreifenden Filmgruppen werden sollen. Als Partner kommen hierbei etwa das Islamische Zentrum München, die Evangelische Jugend München sowie der Bund der katholischen Jugend in der Region München in Frage.
Die Jugendkinotage sollen in Zukunft zusätzlich zu einem kompakten „Kurzfestival“ in der zweiten Jahreshälfte als unregelmäßige Sondervorstellungen –teilweise gekoppelt an Veranstaltungen anderer Institutionen – im Schuljahresverlauf mit Anwesenheit von Filmpaten also Filmemachern, Schauspielern etc. realisiert werden. Bestehende, eher rezeptiv arbeitende Jugendfilmclubs und neue, durch den Jugendfilmwettbewerb sowie die Kooperation mit den religionsnahen Jugendzentren entstandene, filmisch-arbeitende Clubs sollen durch dieses Projekt stärker zusammengeführt werden. Der Fonds soll künftig verstärkt als Kontaktplattform für den Austausch der Jugendlichen untereinander fungieren:
Ein mindestens vierteljährlich erscheinender Newsletter soll alle Interessenten – und auch die Partner des Fonds - zu den Aktivitäten der einzelnen Clubs informieren, die Workshops bei den Kooperationspartnern begleiten, Fotos von Dreharbeiten zeigen, bei der Suche nach Equipment helfen, Filmtipps der Clubs weitergeben etc. Auch soll dieser Newsletter dafür sorgen, dass die Jugendlichen mehr von einander erfahren, von einander lernen, sich näher kennenlernen und vielleicht auch einmal an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de
11. Projekt "Die verloren gegangenen Wurzeln Langwassers sichtbar machen"
Maßnahmeträger:
Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V.
Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg
Zuschuss: 11.000 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt will der Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V. durch Erinnerungstafeln, Führungen, Geschichtswerkstatt, Ausstellungstafeln, Material für Schulen, Zeitzeugengespräche und die Aufbereitung von erarbeitetem Material für das Internet, die Geschichte und die Geschichte der Entstehung einer Trabentenstadt mit 35.000 Einwohnern für die Einwohner des Nürnberger Stadtteils Langwasser wieder erlebbar machen und zur identitätsstiftenden Bildungs- und Kulturarbeit beitragen.
Im Vorgängerprojekt ist es inzwischen gelungen, vor allem durch ehrenamtliches Engagement zahlreicher Bewohner und Bewohnerinnen des Stadtteils die geschichtlichen Wurzeln Langwassers durch verschiedene Maßnahmen wieder auszugraben und Menschen für die Geschichte ihres bisher als "geschichtslos" erlebten Stadtteils wieder erlebbar zu machen. Auf dieser Grundlage soll nun in einem zweiten Schritt ein nachhaltig wirkendes pädagogisches Informationssystem zum Umgang mit der Geschichte Langwassers aufgebaut werden. Schwerpunkte sollen die weitere Stärkung ehrenamtlichen Engagements einschließlich der Weiterbildung engagierter Leute, die Professionalisierung der Führungen einschließlich der stärkeren Einbeziehung der Schulen, die Platzierung von „Erinnerungstafeln" im Stadtteil sowie die Vervollkommnung des begonnenen medialen Informationssystems "Langwasser-Klick" bis hin zur Intemettauglichkeit sein.
Während es bereits zahlreiche Projekte gibt, die die örtlichen Verflechtungen von Personen und Institutionen zum Nationalsozialismus aufarbeiten, besteht das Besondere dieses Projektes darin, dass primär nicht die soziologischen Gegebenheiten im Blickpunkt des Vorhabens stehen, sondern die "Sichtbarmachung" der ehemaligen Gebäudestrukturen dieses Ortsteils.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.stadtteilforum.org
12. Projekt "Memorium Nürnberger Prozesse"
Maßnahmeträger:
Stadt Nürnberg
Museen der Stadt Nürnberg
Hirschelgasse 11
90403 Nürnberg
Zuschuss: 315.000 €
Projektbeschreibung:
Rund um den historischen "Sitzungssaal 600" im Nürnberger Justizgebäude soll ein Museumsprojekt entstehen, das die weltgeschichtliche Bedeutung des Ortes dokumentiert. Hier wurden 1945 von den Alliierten 21 Hauptkriegsverbrecher - u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß, Julius Streicher - wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen den Frieden angeklagt. Der Saal 600 (in dem immer noch Prozesse stattfinden) gilt als Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts. Die bisherige Präsentation ist unzureichend - sie stand den Besuchern nur bei Führungen am Wochenende und im Rahmen organisierter Gruppenbesuche unter der Woche offen. Bis zu 40.000 Interessierte nahmen mittlerweile pro Jahr daran teil. Derzeit wird über dem historischen Saal ein bisher ungenutzter Dachboden für eine Dauerausstellung ausgebaut - von dort wird der Raum 600 durch eine Fensterfront einsehbar sein.
Die Projektentwicklung verlief im Jahr 2008 programmgemäß, sowohl bau- wie ausstellungsseitig. Unter Federführung des Staatlichen Hochbauamts Erlangen-Nürnberg wurden die für den Umbau zum Memorium notwendigen Maßnahmen getroffen:
- Umbauplanung für das Dachgeschoss, in dem die Dauerausstellung eingerichtet werden wird;
- Umbauplanung für den Zugang zum Memorium (Foyer, Fahrstuhl etc.)
- Abstimmung mit dem seit Juli 2008 vorliegenden Entwurf für die Ausstellungsgestaltung
- Ausschreibungsplanung für o.g.. Maßnahmen
- Vorbereitungen für die Räumung des Ostbaus
Seitens der Museen wurde auf der Basis der im Januar 2008 vom wissenschaftlichen Beirat verabschiedeten, vorläufigen Ausstellungskonzeption die Projektentwicklung weiter betrieben und eine entsprechende Aufgabenverteilung im Team des Dokumentationszentrums vorgenommen bzw. zusätzliche externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für bestimmte Aspekte verpflichtet. Im Herbst 2008 erfolgten u.a.. umfangreiche Recherchen in den USA und zum Thema der "Rolle der Sowjetunion". Gegenwärtig wird an der Erstellung der Ausstellungstexte gearbeitet.
Offizieller Beginn mit dem Umbau des Ostbaus war am 13. März 2009.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.museen.nuernberg.de
13. Projekt "Schau nicht zurück, Orfeo!"
Maßnahmeträger:
Freunde Internationaler Kammermusik Nürnberg e.V.
Am Stadtpark 2
90402 Nürnberg
Zuschuss: 25.000 €
Projektbeschreibung:
In einem schulartübergreifenden, modellhaften und innovativen Projekt nehmen 600 Schülerinnen und Schüler am Entstehungsprozess und der Aufführung der Oper "Schau nicht zurück, Orfeo!" teil, in dem sie unter professioneller künstlerischer Leitung das Libretto, die Choreographie, die Komposition und eine begleitende Ausstellung selbst schaffen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren aus zum Teil Brennpunktschulen (Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien) in Nürnberg, Bamberg und Schweinfurt. Aufgrund der Projektidee, strukturell benachteiligten Schülern verschiedenartiger sozialer Herkunft, Kultur und Integration, die Möglichkeit der Annäherung an Kunst und Kultur zu bieten, hat auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Förderung in Aussicht gestellt. Es sollen drei Aufführungen im Rahmen der Internationalen Gluck-Festspiele mit dem Staatstheater Nürnberg stattfinden.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
14. Projekt "2. Bayerisches Zirkuskünstefestival für Kinder und Jugendliche"
Maßnahmeträger:
Kreisjugendring im Lkr.
Garmisch-Partenkirchen
Bahnhofstr. 16
82467 Garmisch
Zuschuss: 12.100 €
Projektbeschreibung:
Anknüpfend an das bereits aus dem Kulturfonds 2008 geförderte 1. Bayerische Zirkuskünstefestival beabsichtigt der Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen ein zweites Zirkuskünstefestival für Kinder und Jugendliche durchzuführen. Mit dieser Maßnahme sollen Jugendliche an Kunst und Kultur herangeführt, künstlerische und artistische Betätigungen auf dem Gebiet der Zirkuskünste gefördert und neue Initiativen im jugendkulturellen Bereich erschlossen werden. Als Zirkuskünste werden die folgenden Bereiche verstanden:
Aus den Gebieten der Bewegung und Akrobatik: Partnerakrobatik, Luftakrobatik (Trapez, Vertikaltuch, Vertikalseil), Tanz, Schwarzlichttheater etc.. Das Gebiet Balance und Äquilibristik umfasst Aktivitäten mit dem Einrad, Hochrad, Seiltanz, Rollbrett-Balance, Hochstelzen etc.. Clownerie, Zauberei, Großillusionen, Pantomime, Feuer- und Fakirkünste verkörpern den Bereich der Theatralischen Darstellung. Schließlich umfasst das Festival auch Aktivitäten aus dem Gebiet der Jonglage, wie das Jonglieren mit Bällen, Keulen, Cigar Boxes, Diabolo, Devil Stick usw. .
Zielgruppe des Projektes sind Kinder- und Jugendzirkusgruppen aus ganz Bayern mit Teilnehmern im Alter von 10 bis 27 Jahren mit ihren verantwortlichen Betreuern. Da Jugendliche aus allen Regierungsbezirken Bayerns an dem Festival teilnehmen sollen, ist dem Vorhaben überörtliche Bedeutung beizumessen. Ziele des Projektes sind, Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranzuführen, sie in ihren Talenten und ihrem künstlerischen Ausdruck gezielt zu fördern, ihnen ein Forum einzuräumen, bei dem sie die Möglichkeit haben, ihr Können zu zeigen sowie die Möglichkeit zu vermitteln, von anderen Teilnehmern zu lernen und ihr Wissen und Können im offenen Austausch und Training weiterzugeben.
Weiteres Ziel dieses bayerischen Zirkuskünstefestival ist nach wie vor, die Veranstaltung als jährliches bayernweites Festival zu etablieren. Dabei soll der Veranstaltungsort in verschiedene Regierungsbezirke wechseln. Ausrichter des Festivals sollen Zirkusgruppen in ganz Bayern mit der Landesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik Bayern (LAG) sein. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der LAG ist derzeit noch nicht ausreichend fundiert, um eine jährliche Umsetzung zu garantieren. Eine nochmalige Förderung im Jahr 2009 ist deshalb als Anschubfinanzierung für eine langfristige Etablierung des Festivals erforderlich.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.zirkus2010.de
15. Projekt "Städtedreieck unterm Hakenkreuz – NS-Zwangsarbeit im ländlichen Raum"
Maßnahmeträger:
Projektgruppe „Zwangsarbeit“ e.V.
Proskauer Straße 32
10247 Berlin
Zuschuss: 10.000 €
Projektbeschreibung:
Um die nahezu unfassbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Zeit des Nationalsozialismus zumindest in Teilen begreifen zu können, braucht man direkte Bezüge. Erst wenn der Interessierte erfährt, dass auch auf dem Bauernhof nebenan Zwangsarbeiter beschäftigt und in der großen Scheune am Ortsausgang untergebracht waren, wird eine Ausstellung über den einmaligen Besuch hinaus nachwirken. Wenn das Wirkliche, das Nahe, das Alltägliche in Form von Namen, Gesichtern und Geschichten Teil einer Rückschau ist, wird die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu einer emotionalen, zu einer beeindruckenden Erfahrung.
Dies ist die Leitlinie des Ausstellungsprojektes der Projektgruppe Zwangsarbeit e.V., das als Wanderausstellung bundesweit in kleineren Städten und Gemeinden zu sehen sein soll und jeweils durch individuelle, auf den
Ausstellungsort bezogene Details eine Unmittelbarkeit und Tiefe erreicht, die einen direkten und nachhaltigen Zugang zu den Inhalten erst ermöglicht. Dies gilt umso mehr, da die ortsspezifischen Ausstellungsinhalte in der Region von Historikern, engagierten Bürgern, Schülern und Stadt-Archivaren zum Teil selbst erarbeitet werden, was den Bezug zur Ausstellung stärkt und somit dem Gefühl der Aufoktroyierung entgegen wirkt.
Beginnen soll die Wanderausstellung unter dem Titel „Städtedreieck unterm Hakenkreuz - NS-Zwangsarbeit im ländlichen Raum" in Maxhütte-Haidhof (Oberpfalz). Dort gab es ein großes Rüstungswerk von Friedrich Flick, in dem nach vorliegenden Dokumenten im Jahr 1944 insgesamt 875 Zwangsarbeiter (darunter auch viele Kriegsgefangene) beschäftigt waren und somit etwa die Hälfte der Belegschaft bildeten.
Die Ausstellung will auch den Blick auf die Opfer lenken. Denn es ist längst fünf vor zwölf. Die letzten Zeitzeugen - die einheimischen wie auch die ehemaligen Zwangsarbeiter - sind bereits über 80 Jahre alt.
Ihre Schicksale sollen in der Ausstellung und dem Begleitprogramm eine zentrale Rolle spielen. Aber es soll auch nach den kleinen und größeren Heldengeschichten, nach den Menschen, die sich gegen Rassismus und Diktatur zur Wehr gesetzt haben, gesucht werden.
Für die Suche nach diesen individuellen Schicksalen wurde am Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld ein Geschichtsprojekt ins Leben gerufen, das Modellcharakter hat. Die Schüler der 13. Klasse sichten Archivmaterial und befragen Zeitzeugen, beschäftigen sich mit der Geschichte ihrer näheren Umgebung.
Eine langfristige Verankerung des Projekts am Gymnasium über die nächsten zwei Jahre ist bereits angedacht. Auch eine Publikation dazu ist im Gespräch.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.proiektgruppe-zwangsarbeit.de
16. Projekt "Jugendkulturservice Oberpfalz"
Maßnahmeträger:
Bezirksjugendring Oberpfalz
Von-der-Tann-Straße 13
93047 Regensburg
Zuschuss: 5.000 €
Projektbeschreibung:
Jugendkulturarbeit und kulturelle Jugendbildung sind wesentliche Aufgabenbereiche und Angebotsformen zeitgemäßer und bedürfnisorientierter Jugendarbeit. Mit dem Projekt "Jugendkulturservice Oberpfalz" will der Bezirksjugendring Oberpfalz Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Kunst und Kultur erleichtern oder erst ermöglichen.
Ziel des Projekts ist, dass junge Menschen sich unabhängig vom Elternhaus mit Kultur in ihren vielfältigen Formen auseinandersetzen und dies als bereichernd für ihr Leben erfahren. Das kulturelle Bildungsangebot soll Kindern und Jugendlichen ihre Ausdrucksmöglichkeiten erschließen und sie zu künstlerischer und kreativer Aktivität anregen. Im Vordergrund steht hierbei das Erleben des eigenen kreativen Ausdrucks, das sinnliche Lernen durch Umgang mit Materialien und das kreative Lernen durch Experimentieren und Selbermachen, exemplarisch in den vier Kunstsparten Musik, Literatur, Theater und Bildende Kunst.
Der Maßnahmeträger entwickelt in enger Kooperation mit geeigneten Referentinnen und Referenten Workshop-Angebote für verschiedene Kultursparten und macht diese Angebote oberpfalzweit über schriftliche und digitale Medien bekannt. Die Workshopangebote können beim Bezirksjugendring Oberpfalz angefragt werden und dieser vermittelt den Kontakt zu den Kulturschaffenden. Da die Workshops im alltäglichen Umfeld der Kinder und Jugendlichen stattfinden, z. B. im Gruppenraum oder Jugendzentrum, wird Kunst ein Bestandteil ihrer eigenen Lebenswelt. Entsprechend der Zielsetzung bilden die in der Regel zweitägigen Workshops Erfahrungsräume, in denen junge Menschen unter fachlicher Anleitung aktiv werden und mit sprachlichen, bildnerischen, rhythmischen und darstellenden Ausdrucksformen experimentieren können.
Leitendes Prinzip des Projekts ist es, den Organisations- und Kostenaufwand für die Veranstalter vor Ort gering zu halten. Dies wird ermöglicht durch die dezentrale Durchführung der Workshops am Heimatort, durch die Vermittlung und Finanzierung der Künstlerinnen und Künstlern bzw. Fachreferentinnen und Fachreferenten und durch Workshopangebote, die im Vorfeld von den Künstlerinnen und Künstlern in Absprache mit dem Bezirksjugendring konzipiert sind.
Bei allen Kultursparten werden Workshops entwickelt, die weitgehend mit Materialien auskommen, die auch nach Abschluss des Workshops für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Somit ist der Weg frei für eine kontinuierliche kreativ-künstlerische Betätigung auch ohne größere finanzielle Belastung des Einzelnen.
Da die Workshopangebote über die Jugendorganisationen auf Orts- und Kreisebene, die offenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie über die Gemeindejugendarbeit realisiert werden, erreicht das Projekt Kinder und Jugendliche aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, u. a. aus unterschiedlichen Altersgruppen und Bildungsniveaus, aus urbanen und ländlichen Regionen und auch mit unterschiedlichem kulturellen Sozialisationshintergrund. Die grundsätzliche obere Altersgrenze der Workshopteilnehmenden liegt bei 26 Jahren, die untere Altersgrenze richtet sich nach der Zielgruppe der jeweiligen Jugendorganisationen und Einrichtungen und nach den jeweils angebotenen Workshops
Als Ergebnis der konzeptionellen Vorüberlegungen kristallisierten sich vier Kultursparten für die Workshops heraus:
Musik:
Im Zentrum stehen dabei Workshops im Bereich Rhythmus - Percussion. Gedacht ist an Body-Percussion und Percussion mit Alltagsgegenständen.
Theater:
Hierbei sind verschiedene Formen interessant: Tanztheater, Schwarz-Licht-Theater, Improvisations-Theater. Dabei sollen sowohl verbale als auch nonverbale Ausdrucksformen erprobt und gefördert werden.
Literatur:
Vorrangig werden hier Poetry Slam Workshops angeboten. Das Interesse an dieser jugendnahen Lyrik und Prosa mit Bühnenperformance kann ein Einstieg in die dauerhafte Beschäftigung mit Literatur und den eigenen Ausdruck in Sprachkunst bedeuten.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.bezirksjugendring-oberpfalz.de
17. Projekt "Legend of Brothers"
Maßnahmeträger:
Jugendfilmprojekte Oberfranken e.V.
Wiesenweg 1
95163 Weißenstadt
Zuschuss: 20.000 €
Projektbeschreibung:
Jugendfilmprojekte Oberfranken e.V. bietet jungen Menschen aus der Region
die Möglichkeit an komplexeren Medienprojekten mit professionellen
Ambitionen teilzunehmen.
Das Projekt beinhaltet die Erstellung eines Kino-Films. Jugendliche und Profis sollen dabei zusammenarbeiten. Die Profis fungieren als Fachberater, welche den Film bis ins Kino begleiten und den Jugendlichen die Arbeit von Filmschaffenden nahe bringen. Die Jugendlichen agieren vor- und hinter der Kamera und werden durch Castings in ganz Oberfranken, vorwiegend aus Bayreuth, Wunsiedel, Hof und Kulmbach zugezogen. Die Drehorte sind in Oberfranken.
Als Grundlage für das Drehbuch dient eine Sage aus dem Fichtelgebirge. Diese wird mit historischen und fiktiven Gegebenheiten zum Drehbuch ausgebaut. Stärkung der Medienkompetenz der Jugendlichen und filmische Darstellung der Region sind bei diesem Projekt vorrangig. Die Dreharbeiten sind in den Sommerferien 2010 vorgesehen; es wird von rd. 20 Drehtagen ausgegangen. Der Film soll anschließend in den (regionalen) Kinos gezeigt werden. Darauf aufbauend sind Besuche des Filmteams in den Schulen vorgesehen, bei denen Vorträge zu den entsprechenden Themen gehalten werden sollen und die Möglichkeit der Diskussion eröffnet wird.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.legendofbrothers.com
18. Projekt "Hör mal"
Maßnahmeträger:
Stadt Weiden i. d. Opf
Dr.-Pfleger-Straße 15
92637 Weiden i. d. Opf
Zuschuss: 4.500 €
Projektbeschreibung:
Gegenstand dieses Projekts ist das Medium "Hörspiel", das sich im Literaturbetrieb längst als eigenständige literarische Gattung etabliert hat. Über Schärfung des Hörsinns, Sprech-Training, kreatives Schreiben und Hörspielmacher-Werkzeug soll nicht nur der theoretische Zugang zum Medium Hörspiel geschaffen werden.
Zum Ende des Schuljahres sollen die Schülerinnen und Schüler selbständig unter sachkundiger Anleitung ein Hörspiel schreiben und produzieren, das öffentlich aufgeführt wird.
Das Medium Hörspiel arbeitet ganz wesentlich mit Geräuschen, die das menschliche Gehirn zwar oberflächlich aus der akustischen Wahrnehmung der Welt herausfiltert, die aber unterschwellig durchaus wahrgenommen werden und zum Gesamteindruck nicht unwesentlich beitragen.
Auch wenn man sich zum Beispiel im täglichen Leben keine Gedanken darüber macht, ob im Umfeld gerade eine Taube, eine Nachtigall, eine Amsel, eine Krähe oder ein Specht zu hören ist, erhält man über deren akustische Signale dennoch unterbewusst Informationen über den Ort, an dem man sich gerade befindet, über Tages- und Jahreszeit. Diese Informationen lassen sich auch ohne weitreichende vogelkundliche Kenntnisse leicht dechiffrieren, sind allerdings normalerweise überflüssig, da man auch ohne sie weiß, ob man sich gerade im Wald oder auf einem Marktplatz befindet, ob es Winter oder Sommer, Tag oder Nacht ist. Das Hörspiel jedoch, bei dem nicht-akustische Sinneseindrücke entfallen, arbeitet ganz wesentlich mit solchen Elementen.
Viel offensichtlicher, wenngleich erstaunlicherweise nicht minder unterbewusst, ist die Art und Weise, wie wir menschliche Stimmen wahrnehmen. Stimme und Sprache verraten eine ganze Menge über den Sprechenden: Geschlecht, Alter, lokale und soziale Herkunft, Lebensumstände, Gefühlslagen. Demgemäß können wir uns ein Bild von einem Gesprächspartner auch dann machen, wenn wir ihn oder sie - beispielsweise am Telefon - nicht sehen. Auch dieser Aspekt ist ein ganz wesentliches Element, mit dem im Hörspiel gearbeitet wird.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.hoer-mal-projekt.de
19. Projekt "Neukonzeption des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth"
Maßnahmeträger:
Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Schaumbergstraße 14
95032 Hof
Zuschuss: 40.000 €
Projektbeschreibung:
Das deutsch-deutsche Museum Mödlareuth ist eine zentrale zeitgeschichtliche Dokumentationseinrichtung, welche, ausgehend von den historischen Gegebenheiten vor Ort, in exemplarischer Weise vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs und der DDR-Diktatur die Geschichte der deutschen Teilung wie Ihrer Überwindung 1989/90 präsentiert.
Wenn das deutsch-deutsche Museum Mödlareuth künftig in möglichst optimaler Weise die Aufgaben erfüllen soll, die lokalen wie regionalen Aspekte der deutschen Teilung nachdrücklich - gerade auch jungen Menschen - zu vermitteln und diese zugleich in den Gesamtzusammenhang der Geschichte von DDR und Kaltem Krieg einzubetten, bedarf es eines neuen umfassenden Angebots. Eine derartige Aufwertung der Einrichtung setzt eine wissenschaftlich gestützte Konzeption voraus, die die inhaltlichen Erfordernisse wie die dazu notwendigen infrastrukturellen, baulichen und fachlichen wie didaktischen Notwendigkeiten beschreibt, analysiert und präsentiert.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
20. Projekt: Projekt „Short Cuts“
Maßnahmeträger:
Tanz und Schule e.V.
Kaiserstr. 46
80801 München
Bewilligter Zuschuss: 16.200 €
Projektbeschreibung:
Unter dem Titel „Short Cuts“ beabsichtigt der Maßnahmeträger eine Präsentationsplattform zu bieten, die es bayerischen Schulen ermöglichen soll, ihre jeweils erarbeiteten Tanzprojekte öffentlich zu präsentieren. Im Rahmen der Präsentation soll durch eine entsprechende Moderation das Publikum über die Projektarbeit informiert werden und einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen erhalten.
In den Tanzschulprojekten werden die Schülerinnen und Schüler zur zeitgenössischen Tanztechnik hingeführt. Sie lernen grundlegende Improvisations- und Kompositionstechniken. Festgelegtes Tanzvokabular in Verbindung mit selbst entwickelten Elementen führen zur tänzerischen Gestaltung. Die Choreographie und die Anpassung an den Bühnenraum werden in einem speziellen Probenprozess mehrtägig geprobt. Den Schülerinnen und Schülern wird durch das Projekt in seiner Gesamtheit, mit der Aufführung als krönenden Abschluss, ein intensiver Einblick in künstlerische Arbeitsprozesse ermöglicht: durch aktive Gestaltung und Präsentation, durch Rezeption und Kommunikation.
Der Moment der Zusammenführung von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersstufen und aus verschiedenen Städten, vereint in derselben Aufführung, gibt die Möglichkeit zu Begegnungen. Bei den Proben bekommen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zur Beobachtung der anderen Projekte. Beobachtung und Reflexion sind in Verbindung mit dem aktiven Prozess ein wichtiges Moment der ästhetischen Bildung. Durch das Erleben einer Präsentation mit Kostümen, Lichttechnik und vor Publikum erfahren die Kinder und Jugendlichen, dass ihre Arbeit ernst genommen und gewürdigt wird. Wirkungsweisen der künstlerischen Tanzerziehung verstärken sich in einer gemeinsamen Bühnenpräsentation und machen außerdem auf die Ziele und Inhalte dieser Arbeit öffentlichkeitswirksam aufmerksam. Die Aufführung findet in der Muffathalle in München statt und zieht so das Interesse im direkten und im weiteren Umfeld auf sich. Sie unterstützt somit die Verankerung der Tanzprojekte in den Schulen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links: http://www.tanz-und-schule.de

1,3 Million Euro für innovative Bildungsprojekte - Kultusminister Siegfried Schneider gibt 32 Projekte des Kulturfonds 2008 bekannt
MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider stellte heute dem Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages die Planungen zur Verwendung der Kulturfondserlöse 2008 vor. Dieser genehmigte die Unterstützung von insgesamt 32 Projekten durch den Kulturfonds in Höhe von zusammen rund 1,3 Mio. €. Dieser erfreulich hohe Betrag ergibt sich heuer dadurch, dass neben den eigentlichen Kulturfondserlösen 2008 auch noch Restmittel aus dem Jahr 2007 und - gezielt für ein Projekt - Verstärkungsmittel aus dem Kulturfonds des Wissenschaftsministeriums vergeben werden können. Darüber hinaus berichtete Staatsminister Schneider über neun weitere Projekte mit Fördermitteln von insgesamt rund 126.000 €, die im Rahmen des Kulturfonds 2007 zusätzlich bedacht werden konnten.
Der Kulturfonds war 1996 aus Privatisierungserlösen eingerichtet worden. Jährlich werden die Zinserträge für Projekte der Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, kirchlichen Bildungsarbeit und des internationalen Ideenaustauschs sowie für „Unvorhergesehenes und Besonderes“ verwendet.
„Mit den Mitteln des Kulturfonds können wir unabhängig von der jeweiligen Haushaltslage Projekte der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung, kulturelle Einzelprojekte oder den Internationalen Ideenaustausch fördern. Dabei unterstützen wir mehrjährige Programme. Wir setzen aber auch mit relativ kleinen Förderbeträgen innovative und modellhafte Impulse in allen Regionen Bayerns,“ würdigte Kultusminister Schneider die Bedeutung des Kulturfonds. Für die Mittelvergabe aus dem Kulturfonds sind u. a. die Wirkung und die erwarteten Ergebnisse der Maßnahmen, der Inhalt des Bildungsangebots sowie der bleibende positive Einfluss auf die Teilnehmer ausschlaggebend. Wichtig für die Förderung der Projekte ist es, dass sie nachhaltig angelegt und in der Region verankert sind.
Dr. Ludwig Unger
Tel. 089-21862105
Unter den genehmigten Projekten befinden sich:
Aus der Jugendarbeit
* Projekt „Fachprogramm Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen“
Der Bayerische Jugendring will das 2006 angelaufene Programm „Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen“ bis 2009 fortführen. Im Mittelpunkt des landes-weiten Programmes stehen Projekte zum Schutz und zur Prävention der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Diese Präventions-arbeit ist aufgrund der wachsenden Zahl von Ein-Eltern-Familien und dem Rückgang von gemeinsam verbrachter Familienzeit immer wichtiger. Dem Projekt wird ein Zuschuss von 124.000 € gewährt.
Aus der Erwachsenenbildung
* Projekt „Studium Generale“
Das Projekt „Studium Generale“ hat das Ziel, einem breit interessierten Publikum wissenschaftliche Erkenntnisse inhaltlich fundiert und zeitgemäß zu vermitteln. Landesweit sollen die einzelnen Volkshochschulangebote stärker zielgruppenspezifisch ausgerichtet und qualitativ weiter verbessert werden.
Für das Projekt wird ein Zuschuss von 30.000 € gewährt.
* Projekt "Intensivierung des Lebenslangen Lernens durch einen mentalen Trainingspfad"
Die Gesundheitsakademie – health and more – e.V., eine rechtlich selbständige Ausgliederung der Volkshochschule Mainburg, hilft seit 2007 in Zusammenarbeit mit der Grundschule und Gemeinde Volkenschwand im Rahmen dieses Projekts Erwachsenen, die geistige Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag zu erhalten. Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts ist es, Trainingsmethoden und -inhalte, wie sie im Sport getestet wurden, für die persönlichen Bedürfnisse des Alltags umzusetzen und verfügbar zu machen. Der Kulturfonds gewährt hierfür 30.000 €.
* Projekt "Implementierung individueller Lernförderung in der Grundbildung"
Mit dem Projekt „Implementierung individueller Lernförderung in der Grundbildung“ qualifiziert die Münchner Volkshochschule Lehrkräfte für den Einsatz von Lernprogrammen und online-basierten Lernportalen. Darüber hinaus sollen Schulabbrecher sowie junge Menschen ohne Schulabschluss motiviert werden, neue Lernerfahrungen zu erleben, die ihnen Wege eröffnen.
Der Kulturfonds gewährt hierfür 20.000 €.
* Projekt "München alternativ erleben"
Mit Hilfe des Projektes „München alternativ erleben“ sollen Teilnehmer in einer sechsmonatigen Bildungsmaßnahme befähigt werden, Projekte des generationsüberschreitenden und –verbindenden Lernens zur Nachhaltigkeit umzusetzen. Dabei wird den Teilnehmern der Konflikt bewusst, einerseits für eine nachhaltige Entwicklung einzutreten, andererseits aber den persönlichen Lebensstil fortzusetzen oder zu verändern.
Das Projekt wird mit 15.000 € gefördert.
Aus der kirchlichen Bildungsarbeit
* Projekt „Zeitzeugen. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 20 Jahre Mauerfall – Ereignisse betrachtet aus dem Blick der Erzdiözese Bamberg"
Die Katholische Erwachsenenbildung der Erzdiözese Bamberg geht mit „Zeitzeugen - 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland - 20 Jahre Mauerfall“ ein Ausstellungsprojekt an, das Zeitzeugen der Region aus den Jahren 1948 bis 2008 vorstellen soll. Es soll einen Anstoß geben, dass Menschen vor Ort und in der Erzdiözese Bamberg Spuren ihrer Vergangenheit suchen.
Das Projekt wird mit 30.000 € gefördert.
* Projekt "Wie eine Kerze, die an zwei Enden brennt"
Das Evangelische Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e.V. will mit dem Projekt „Wie eine Kerze, die an zwei Enden brennt“ Angebote entwickeln, die sich mit dem „Burn-Out-Syndrom“ als Folge missglückter Stressbewältigung auseinandersetzen und zur präventiven Gesundheitsbildung beitragen. Es wird mit 25.225 € unterstützt.
* Projekt "Kultur, Geschichte und Brauch im Landkreis Miesbach"
Das Katholische Bildungswerk im Landkreis Miesbach will mit „Kultus, Geschichte und Brauch im Landkreis Miesbach“ ein „Forum der Wissensvermittlung“ anbieten. Gemäß dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ will das Bildungswerk einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und das Bewusstsein dafür schärfen, dass Wege in die Zukunft nur über Kompetenz und Wissen – auch über Geschichte – erfolgreich zu gehen sind. Das Projekt wird mit 6.900 € unterstützt.
* Projekt "Ü 50 ComputerCentrum für Menschen"
Das Evangelische Bildungswerk Landshut verfolgt mit dem Projekt „Ü 50 ComputerCentrum für Menschen“ das Ziel, Menschen ab einem Alter von 50 Jahren altersgerecht mit neuen Informationstech-nologien wie Personalcomputer, Internet usw. vertraut zu machen. Auf dieser Basis können sich Menschen dieser Altersgruppe aktiv und selbstbestimmt an der Wissens- und Kommunikationsgesellschaft beteiligen. Das Projekt wird mit 24.000 € unterstützt.
* Projekt "Fotoausstellung ,Berg heil`"
Das katholische Bildungswerk Rosenheim e.V. will mit Hilfe des Projekts „Fotoausstellung, Berg heil“ und Arbeiten des Profifotografen Uli Wiesmeier eine Fotoausstellung unter dem gleichnamigen Titel im Herbst 2008 durchführen. Dazu sollen Begleitveranstaltungen, u.a. das „Kletterkabarett“ von Eberhard Köpf, mit kritischem Blick auf die Entwicklung im alpinen Raum stattfinden. Das Projekt wird mit 7.500 € unterstützt.
* Projekt "Gut beraten im Alter" – Ein Ausbildungsprojekt für ehrenamtliches Engagement im Alter“
Das Evangelische Bildungswerk Amberg will mit „Gut beraten im Alter“ älteren Menschen und deren Angehörigen ein Ausbildungs- und Begleitprojekt anbieten, um ihnen für verschiedene Lebensbereiche Hilfe an die Hand zu geben. Das Projekt baut auf Tagesseminaren mit Grundinformationen u.a. im Bereich der Gerontologie, Wohnen im Alter usw. monatliche Begleitabende auf. Ein Zuschuss von 9.630 € wird gewährt.
* Projekt "Merhaba II – Merhaba, das heißt Hallo“
Mit dem Projekt „Merhaba II“ knüpft die Evangelische Stadtakademie Erlangen an interkulturellen Kontakten an, die in einem vorausgehenden Projekt „Merhaba I“ aufgebaut wurden. Das Projekt soll die Kontakte zwischen Deutschen und Türken, zwischen Erlangen und Besiktas, also Deutschland und der Türkei fördern. Das Projekt wird gefördert mit 9.550 €.
* Projekt "Implementierung eines milieuorientierten Bildungsmarketings“
Die offene Erwachsenenbildung in katholischer Trägerschaft in München und Freising will sich mit der „Implementierung eines milieuorientierten Bildungsmarketings“ noch stärker bildungsungewohnten Bevölkerungsschichten zuwenden. Als Basis für entsprechende Angebote dient die „Sinus-Milieu-Studie“, die die Deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hatte. Das Projekt wird mit 30.000 € gefördert.
* Projekt „Qualifizierung von Bürgerinnen und Bürgern für ehrenamtliche Arbeit – Nachbarschaftsmediatoren und Implementierung von Nachbarschaftsmediation im Gemeinwesen“
Das Evangelische Bildungswerk Augsburg e.V. will mit diesem Projekt Nachbarschaftsmediation einrichten und Nachbarschafts-mediatoren ausbilden. Dazu will das Bildungswerk Ressourcen im Stadtteil aktivieren und Konflikte konstruktiv bearbeiten. Das Projekt wird mit 7.351 € gefördert.
* Projekt „Erinnern um zu versöhnen – Erinnerungsorte Europäische Erinnerungskultur und religiöse Versöhnungsarbeit“
„Europäische Erinnerungsorte“ stehen im Mittelpunkt des Projekts „Erinnern um zu versöhnen“ des Vereins „Bildung evangelisch in Europa e.V.“. Zielfragen sind: Welche Art europäischer Erinnerungsorte gibt es? Welche Bildungsarbeit wird dort geleistet? Welche Rolle spielen diese Orte für Prozesse der Integration und Versöhnung? Zeitlich stehen die Reichspogromnacht 1938, der Überfall auf Polen 1939, das Kriegsende 1945, die Schumanerklärung 1950, der Fall der Mauer 1989 und Ground Zero 2001 im Mittelpunkt. Methodisch dienen Werkshops und Symposien und der Aufbau eines europäischen Kommunikationsnetzes der Umsetzung des Projekts. Das Projekt wird mit 25.000 € gefördert.
Aus dem Internationalen Ideenaustausch
* Projekt „Bayerisches Kulturfonds-Stipendium `Botschafter Bayerns`“
Aufgrund des beachtlichen Erfolgs des im Jahr 2004 ins Leben gerufenen Kulturfonds-Stipendiums „Botschafter Bayerns“ kann 2008 in Zusammenarbeit mit dem Youth for Understanding Komitee der einjährige Schulaufenthalt von 19 einzelnen Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren gefördert werden. Die Länder sind Bulgarien, China, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Dabei entstehen sehr intensive Erfahrungen und Verbindungen, die für die weitere Entwicklung der jungen Menschen wertvoll sind. Das Kulturfonds-Stipendium wird im Juli in Würzburg verliehen. Es werden 66.300 € genehmigt.
Sonstige kulturelle Veranstaltungen und Projekte
* Projekt „Mit Sprechen durchstarten“
Die Stiftung Zuhören entwickelt und verbreitet mit „Mit Sprechen durchstarten“ Konzepte und Materialien, um Schüler der Hauptschule in ihrer Persönlichkeit und hinsichtlich der kulturellen Teilhabe zu fördern. In konkreten Übungen sollen sie ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen steigern, sich neue Lerntechniken aneignen und ihre Kenntnisse über die Arbeits- und Berufswelt erweitern. Das Projekt liefert Bausteine, um die Hauptschulinitiative des Kultusministeriums umzusetzen. Es werden 26.800 € genehmigt.
* Projekt „Bayerische Schülerakademie – Projektwoche 2009 für hochbegabte Schülerinnen und Schüler“
Der Verein „Jugend und Wissenschaft“, der bereits an Pfingsten eine Projektwoche für hochbegabte Schülerinnen und Schüler bayerischer Realschulen und Gymnasien durchgeführt hat, will im Juni 2009 eine vergleichbare Projektwoche für hochbegabte Schülerinnen und Schüler anbieten. Im Mittelpunkt stehen Werte- und Wissensvermittlung in Verbindung mit naturwissenschaftlichen Fragen. Das Projekt wird gefördert mit 21.400 €.
* Projekt „Sprachkultur im Jura-Raum“
Das Projekt „Sprachkultur im Jura-Raum“ soll die regionale Sprachkultur der Regionen um Beilngries (Oberbayern), Berching, Breitenbrunn und Dietfurt (Oberpfalz) sowie Greding (Mittelfranken) neu beleben. Dazu soll die regionale Sprachkultur dokumentiert werden, ein Sprachatlas der Jura-Region erstellt und die Ergebnisse in Musik, Theaterstücke und Lyrik umgesetzt werden. Es werden 17.500 € genehmigt.
* Projekt „Spielraum – ein theaterpädagogisches Projekt zur Zusammenarbeit von Theater und Schule“
Das Nürnberger Kindertheater „Pfütze“ will in dem auf zwei Jahre angelegten Modellprojekt „Spielraum“ mit fünf ausgewählten Schulen ein theaterpädagogisches Programm entwickeln. Es werden 20.000 € genehmigt.
* Projekt „Tanz an Bayerns Grundschulen“
Der Verein „Tanz und Schule“ will mit dem Projekt „Tanz an Bayerns Grundschulen“ die Persönlichkeit der Grundschüler fördern. Vor allem geht es um Wahrnehmung, Kreativität und ästhetisches Empfinden. In der Projektphase II, die sich ab 2009 an die bisher geförderte Phase I anschließt, will der Projektträger neben den beteiligten 8 Grundschulklassen weitere 16 einbeziehen. Es werden 30.000 € genehmigt.
* Projekt „Lichterwege“
Die Maria-Ward-Stiftung Passau, die 2008 erstmals den Maria-Ward-Preis ausgeschrieben hat, will mit Hilfe des Projektes „Lichterwege“ an der Realschule Neuhaus die äußeren Gegebenheiten und den Lebensweg der Gründerin der Kongregation aufführen. Die Szenen der zwölf Stationen werden mit Gesang, Instrumente, Kunstwerke und Bewegungskunst realisiert. 3.300 € Zuschuss werden gewährt.
* Projekt „Leben am Rande der Welt – Die Kultur der Inuit“
Im Kloster Asbach soll im Herbst mit dem Projekt „Leben am Rande der Welt – Die Kultur der Inuit“ im Internationalen Polarjahr 2008 eine Ausstellung für Schulen mit Begleitprogramm verwirklicht werden. Das Projekt soll dem besseren Verständnis der Ureinwohner am Polarkreis dienen, ferner den Wandel ihres Lebens angesichts der globalen Klimaerwärmung herausarbeiten. 8.000 € werden genehmigt.
* Projekt „Jugend Zirkus Zeltlager“
Im August 2008 wollen der Kreisjugendring Forchheim und die Offene Behindertenarbeit Forchheim unter dem Titel „Jugend Zirkus Zeltlager“ ein innovatives Theater- und Zirkusprojekt mit Kindern ab 9 Jahren durchführen. Kinder mit und ohne Behinderung werden eine Woche lang gemeinsam leben, trainieren, an Programm, Dekoration, Kostümen und Gestaltung arbeiten und abschließend ein Vorstellung für die Öffentlichkeit geben. 6.378 € werden als Zuschuss gewährt.
* Projekt „Wege durch den Mediendschungel – Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten“
Das Projekt dient der Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen und vermittelt ihnen Medienkompetenz. Es wurde bereits 2007 durch den Kultusfonds gefördert. 35.000 € werden als letztmaliger Zuschuss gewährt.
* Projekt „Band-Award und Songcontest 200 Jahre ELKB“
Der Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. veranstaltet mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche zum Jubiläum „200 Jahre ELKB in Bayern“ einen Band-Award und einen Songcontest mit dem Motto „Toleranz“. Damit wollen die Veranstalter zeigen, dass protestantischer Glaube nach wie vor frisch, einladend und gesellschaftlich wichtig und wirksam ist. Es wird ein Zuschuss von 18.887 € gewährt.
* Projekt „Workshop DUO Conradi Gehlen. Zeitgenössische Musik für die Schule“
Der Verein „flammabis – zeitgenössische Musik e.V.“ will mit dem Projekt „Workshop DUO Conradi Gehlen“ die kreative Auseinandersetzung von Schülern aller Schularten der Jahrgangsstufen 5 bis 11 mit zeitgenössischer Kunst bis hin zur erfolgreichen öffentlichen Aufführung führen. Insgesamt werden 3.200 € genehmigt.
* Projekt „Jäger, Sammler, Ackerbauern – Steinzeit im Landkreis Augsburg – Experimentelle Archäologie, Begleitprogramm für Kinder“
Im Landkreis Augsburg können sich Bürger aller Altersgruppen durch die Ausstellung „Jäger, Sammler, Ackerbauern – Steinzeit im Landkreis Augsburg“ fundiert über die Steinzeit informieren. Bedeutende Funde wie der eines Kinderskeletts in Langenreichen geben z.B. Auskunft über Bestattungsriten. Für Kindergärten und Schulen soll ein altersgerechtes museumspädagogisches Aktivprogramm unter dem Titel „Steinzeit erleben“ erarbeitet werden, das den Heimat- und Sachunterricht ergänzt. Insgesamt werden 3.250 € genehmigt.
* Projekt „Mundartwettbewerb“
Der „Mundartwettbewerb“ eröffnet bayerischen Schülern die Chance, als Einzelkünstler, als Gruppe oder Schulklasse neue Mundart-Texte oder Mundart-Musik mit eigenen Texten zu produzieren und darzubieten. Die Musikvarianten können von bayerischer Volksmusik bis zu aktuellen Musikrichtungen reichen. Insgesamt werden 3.700 € genehmigt.
* Projekt „Memorium Nürnberger Prozesse“
Eine Dauerausstellung soll rund um den historischen „Sitzungssaal 600“ im Nürnberger Justizgebäude entstehen. 1945 wurden dort von den Alliierten 21 Hauptkriegsverbrecher, u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß und Julius Streicher, wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen den Frieden angeklagt. Der Kulturfonds beteiligt sich an dem Gemeinschaftsprojekt von Freistaat Bayern und Stadt Nürnberg mit 630.000 €.
Dieses Projekt wird aus Verstärkungsmitteln aus dem Kulturfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziert.
* Projekt „Bayerisches Zirkuskünstlerfestival für Kinder und Jugendliche“
Der Verein Jugendsiedlung Hochland beabsichtigt, im September ein Zirkuskünstlerfestival für Kinder und Jugendliche bei der Jugendbil-dungsstätte Königsdorf zu veranstalten. So will der Verein Kinder und Jugendliche aus allen Teilen Bayerns an Kunst und Kultur heran-führen, sie in ihren Talenten und ihrem künstlerischen Ausdruck gezielt zu fördern. Es wird ein Zuschuss von 14.000 € gewährt.
* Projekt „Musik und Bewegung – Lehrpfad durch die Musikgeschichte“
Der Initiativkreis für Kunst und Kultur e.V. und die Johann-Riederer-Schule Hauzenberg wollen die Schüler der örtlichen staatlichen Realschule an einem Projekttag mit dem Projekt „Musik und Bewegung“ mit den unterschiedlichen Facetten instrumentaler und vokaler Musik vertraut machen – als Lehrende fungieren Profimusiker. 8.000 € werden genehmigt.
Über diese Projekte hinaus konnte zusätzlich aus Restmitteln sowie Mittelrückflüssen eine Förderung für weitere neun Maßnahmen mit einem Zuschussvolumen von insgesamt rund126.000 € in die Wege geleitet werden.
* Projekt: „Verlorene Wurzeln sichtbar machen“.
Mit Hilfe des Projekts „Verlorene Wurzeln sichtbar machen“ will der Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V. in Nürnberg die bauliche Topographie der Barackenlager aus der Zeit des Nationalsozialismus wieder sichtbar machen, auf denen der Nürnberger Stadtteil Langwasser entstand. Dabei soll die Kommunikation im Stadtteil über die eigene Geschichte gefördert werden. 11.000 € werden gewährt.
* Projekt „Wege durch den Mediendschungel – Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten"
Das Projekt „Wege durch den Mediendschungel – Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten“ soll die Medienkompetenz der Eltern und Erziehende verbessern. An vier Abenden werden sich Eltern und Erziehende unter Begleitung von pädagogischen Fachkräften im Umgang mit verschiedenen Medien bewusst werden. Dabei geht es um Fernsehen, Internet, weitere Kommunikations- und Unterhaltungsmedien sowie das Handy. Für das Projekt wird ein Zuschuss von 35.000 € gewährt.
* Projekt „KESS – Best-Practice-Durchlauf“
Das Projekt „KESS – Best-Practice-Durchlauf“ wird an den Modellschulstandorten Grundschulen Volkenschwand, Grundschule Saal/Donau und Volksschule Unterpleichfeld durchgeführt. Es soll die Kommunikation zwischen Schule und Eltern weiter entwickeln, Eltern und Externe für den Einsatz in Betreuungs- und Förderangeboten qualifizieren und die Betreuungs- und Förderangebote in der offenen Ganztagsbetreuung so vorbereiten, dass sie flächendeckend ausgebreitet werden können. Für das Programm wird ein Zuschuss von 11.500 € gewährt.
* Projekt „Tanz an Bayerns Grundschulen“
Das Projekt „Tanz an Bayerns Grundschulen“ des Vereins „Tanz und Schule“ dient dazu, die Schüler kulturell zu bilden und dabei ihre Fähigkeit, musische Kräfte und Kreativität zu fördern und die Grundlage für ein ästhetisches Empfinden zu schaffen. Gerade die Tanzerziehung fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und die Ausprägung einer eigenen Identität. Für das Projekt wird ein Zuschuss von 20.000 € gewährt. Auch aus dem Kulturfonds 2008 wird es mit weiteren 30.000 € unterstützt (hierzu schon oben).
* Projekt „Klezmer – heijmisch und hip“
Mit dem Projekt „Klezmer – heijmisch und hip“ fördert das Evangelische Bildungswerk Regensburg e.V. das Verständnis für jüdisches Leben und jüdische Kultur und öffnet den Blick für andere Kulturen. So werden z. B. anhand der Klezmer-Musik die Einflüsse jüdischen Lebens und jüdischer Kultur auf die kulturelle Entwicklung u. a. in Deutschland dargestellt.
Das Projekt wird mit 5.500 € gefördert.
* Projekt „Quali-Pass“
Mit „Quali-Pass“ wollen der Markt Weiler-Simmerberg im Landkreis Lindau und der Arbeitskreis „Miteinander“ Jugendliche veranlassen, bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz nicht nur ihre Schulzeugnisse vorzulegen. Sie sollen mit dem „Quali-Pass“ weitere Kompetenzen einbringen, die sie in unterschiedlichen Gebieten erworben haben, etwa in der Jugendarbeit. Das Projekt wird mit 20.000 € gefördert.
* Projekt „Future Fashion“
Mit dem Design-Wettbewerb „FutureFashion“ sollen sich Schüler von Haupt- und Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen kreative an die innovative Wissenschaft der Bionik und nachhaltige Rohstoffe herangeführt werden. Ihr Interesse soll geweckt werden, Natur, Bionik und Mode zu verknüpfen. Das Projekt wird mit 14.900 € unterstützt.
* Projekt „Musica sacra international – Toleranz macht Schule II“
Das Projekt „Musica sacra international – Toleranz macht Schule“ soll auf der Basis eines Musikfestivals Teilnehmer zusammenführen, die mit ihrer Musik die großen Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus verbinden. Die Ensembles gestalten 20 Konzerte und mehrere Gottesdienste. Für das Projekt werden 5.100 € bereit gestellt.
* Projekt „Bayerische Schülerakademie – Herbstseminar 2008 für hochbegabte Schülerinnen und Schüler“
Im Herbst 2008 will der Verein Jugend und Wissenschaft ein dreitägiges Seminar für 36 hochbegabte Jugendliche durchführen. Vorausgegangen war im Juni 2008 eine Projektwoche zum Thema „Ethik und Wertevermittlung in Verbindung mit Naturwissenschaften“, die ein sehr positives Echo erfahren. Das Projekt wird mit 3.000 € gefördert.
Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

Projekt "Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen"
Maßnahmeträger:
Bayerischer Jugendring
Herzog-Heinrich-Straße 7
80336 München
Zuschuss: 124.000 €
Projektbeschreibung:
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, das im Oktober 2006 angelaufene und aus Mitteln des Kulturfonds 2006 und 2007 bereits mitfinanzierte Fachprogramm „Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen" bis zum Jahr 2009 fortzuführen, um weiterhin landesweit mit Trägern der Jugendarbeit Projekte initiieren zu können, die den Schutz und die Prävention der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben.
Ausgangspunkt des Fachprogramms sind die Ergebnisse des 12. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung. Der Bericht zeigt auf, dass die Anzahl der Ein-Eltern-Familien und die Zahl der geschwisterlosen Kinder zunimmt und das Zurückgehen der gemeinsam verbrachten Familienzeit ein Phänomen ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen ist. Infolge dessen müssen viele Kinder und Jugendliche ihren Alltag selbst gestalten. Vor diesem Hintergrund wird es als notwendig angesehen, Kindern und Jugendlichen vorbereitende und begleitende Unterstützung zu geben. Hierbei soll insbesondere die Kompetenz der bewussten Nutzung und des kritischen Umgangs von und mit Medien, wie Computer, Internet, Fernsehen, Video und Handy, vermittelt werden, die den Alltag der Heranwachsenden vor allem in Fragen der Ernährung und der Freizeitgestaltung zumeist barrierefrei beeinflussen.
Ziel des Fachprogramms ist es, die modellhafte Entwicklung und spätere Nutzung kreativer wie innovativer Formen der Jugendarbeit anzustoßen, um jugendnahe Wege gesunder Lebensführung aufzuzeigen sowie einen Beitrag zur Aufklärung über die Wirkungsweisen von Gefährdungen (z.B. gelegentlicher oder regelmäßiger Alkoholkonsum, zu laute Musik in Diskotheken oder bei sonstigen Veranstaltungen, Zigaretten-/Tabakkonsum, Drang hin zu Schönheitsoperationen, Spielsucht, sexueller Missbrauch etc.) zu leisten. Dabei sollen alternative Verhaltensweisen unter besonderer Berücksichtigung alters-, geschlechts- und regionalspezifischer Unterscheide von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aufgezeigt und eingeübt werden.
Der Bayerische Jugendring wies bereits in seinem Ursprungsantrag u. a. auch auf das gesundheitliche Gefahrenpotenzial hin, das nicht allein aus unbewusster Ernährung oder unüberlegter Freizeitgestaltung (z.B. wenig oder kein Sport), sondern ganz konkret aus der unzureichenden Bewältigung von psychischen Beanspruchungen und Belastungen sowie sozialen Anforderungen (z.B. soziale Konflikte, seelische Enttäuschungen) hervorgeht. Insofern besteht der dringende Bedarf einer Weiterentwicklung der Konzepte der Jugendarbeit und somit der Weiterführung des ins Leben gerufenen Fachprogramms, um den Anforderungen einer gesunden Lebensführung und der Prävention von Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden.
Gegenstand des Fachprogramms sind Projekte zur Förderung der medienkritische Auseinandersetzung mit Gesundheits- und Gefährdungsthemen, aber auch Maßnahmen oder Aktivitäten zur Behandlung und Beseitigung der verschiedenen Gefährdungen. Die Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten, die an den Lebenswelten und gesundheitlichen Problemlagen der Kinder und Jugendlichen ansetzen, sollen weiterhin überregional initiiert, begleitet und gefördert werden. Mit Hilfe des bereits angelaufenen Fachprogramms werden zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit geschult. Durch erlebnis-, medien-, theater- und kulturpädagogischer Aktivitäten und Projekte wird dann das Thema "Gesunde Lebensführung" in der Jugendarbeit vor Ort aufgearbeitet. Kreative und innovative Ansätze werden entwickelt, landesweit verbreitet und in die Jugendarbeit implementiert.
Seit Oktober 2006 sind 49 Maßnahmen bzw. Projekte bewilligt worden; sieben Anträge werden derzeit vom Bayerischen Jugendring noch gesichtet bzw. stehen zur Entscheidung im Förderausschuss an. Das Fachprogramm soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das Thema Gesundheitsprävention in den Aktivitäten der Jugendarbeit zu verankern. Insgesamt geht das Fachprogramm sowohl in die Breite wie in die Tiefe, d. h. es beteiligen sich zahlreiche unterschiedliche Träger der Jugendarbeit mit verschiedenen Ansätzen und Aktivitäten.
Status: Erfolgreich abgeschlossen

1. Projekt "Studium Generale"
Maßnahmeträger:
Bayerischer Volkshochschulverband e.V.
Fäustlestr. 5a
80339 München
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Seit etwa fünf Jahren wächst das Interesse an wissenschaftlich fundierter Allgemeinbildung an den Bayerischen Volkshochschulen merkbar an. Um diesem Interesse zu entsprechen, werden mittlerweile an 30 Volkshochschulen Veranstaltungsreihen und Lehrgänge zum „Studium Generale“ mit Erfolg angeboten. Dabei reicht das inhaltliche Spektrum von den „klassischen Feldern“ Philosophie, Kunstgeschichte, Literaturgeschichte bis hin zu „moderneren“ Fächern wie Psychologie, Ethnologie oder Pädagogik. Auch die Naturwissenschaften werden – wenn auch zögerlich – in die Lehrgänge eingebunden.
Kennzeichnend für diese Konzepte ist, dass insbesondere vor Ort ansprechbare wissenschaftliche Experten im Studium Generale eingebunden werden. Dieses – inhaltlich häufig sehr differente - lokale Potenzial führt zwangsläufig zu einer Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen. Was unter der Bezeichnung „Studium Generale“ an den Volkshochschulen angeboten wird, ist bislang in keinen gesicherten Qualitätsprozess eingebunden. Auch führt die „konzeptionelle Individualität“ dazu, dass wichtige fachliche Orientierungen (zum Beispiel Angebote zur Naturwissenschaften) häufig ausgegrenzt bleiben.
Der Bayerische Volkshochschulverband plant deshalb, mit dem Projekt "Studium generale" bayernweit eine Qualitätssteigerung der Bildungsangebote der Volkshochschulen zu erreichen. Im Zuge dessen sollen wissenschaftliche Erkenntnisse einem breit interessierten Publikum inhaltlich fundiert und methodisch zeitgemäß vermittelt werden. Absicht ist eine stärkere Homogenisierung und Qualitätsorientierung der einzelnen vhs-Angebote. Dabei steht die Entwicklung von pädagogisch-konzeptionellen Standards, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine verlässliche inhaltliche und methodische Basis für ihren Lehrgang bietet, im Vordergrund. Vor Ort vorhandene wissenschaftliche Potenziale sollen über die vhs-Region hinaus verfügbar gemacht werden.
Diese konzeptionellen Standards zielen auf drei Angebotsvarianten im Rahmen des Studium Generale:
1) Angebote, bei denen eine Orientierung an „zeitgeschichtlichen Epochen“ mit Themenschwerpunkten im Vordergrund steht. Zum Beispiel: Studium Generale, Schwerpunkthema „Mensch und Wetter“: in der Antike, in der Renaissance, in der Romantik, in der Moderne.
2) Angebote, die Schwerpunktthemen aus aktuellen Forschungen unterschiedlicher Disziplinen verorten. Beispiel: Mensch und Wetter aus Sicht der Meteorologie, Soziologie, Psychologie, Regionalgeschichte und Kunstgeschichte.
3) Angebote, die den Disziplinen übergreifenden Wissenstransfer zum Ziel haben. Beispiel: Schwerpunktthema „Mensch und Wetter“: Wie greifen z.B. die Kultur- und Geschichtswissenschaften den naturwissenschaftlichen Diskurs auf und umgekehrt?
Projektziel ist es, dass am Ende des Projektzeitraums den bayerischen Volkshochschulen ein Qualitätstool zur Durchführung eines Studium Generale zur Verfügung steht, mit dem sich konzeptionelle Standards (inhaltlich und methodisch) vor Ort umsetzen lassen. Dazu gehört ganz wesentlich der Aufbau eines „Wissensforum Studium Generale", das technisch und inhaltlich auf der - durch den Bayerischen Kulturfonds bereits erfolgreich geförderten - vhs-freelearning-Plattform beheimatet sein wird.
Das Wissensforum soll folgende zwei wichtige Aufgaben erfüllen:
- Schnittstelle und Kooperationsbörse zwischen Dozentinnen und vhs-Mitarbeitenden und fachliches Austauschforum für beide Gruppen
- Plattform für Unterrichtsmaterialien und Lehrgangskonzepte.
Da sich das Studium Generale momentan insbesondere im südbayerischen Raum verdichtet, wird eine Erhöhung der Anzahl der Lehrgänge in Nordbayern angestrebt (weitere 10 Volkshochschule bis Projektende). Auch Kooperationen zwischen einzelnen Volkshochschulen sollen initiiert werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
2. Projekt "Intensivierung des lebenslangen Lernens durch einen mentalen Trainingspfad (MentalTOP)"
Maßnahmeträger:
Gesundheitsakademie Mainburg
Mitterweg 8
84048 Mainburg
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Die Gesundheitsakademie -health and more - e.V., eine rechtlich selbstständige Ausgliederung der Volkshochschule Mainburg, hat bereits im Jahr 2007 für ein Projekt "Intensivierung des lebenslangen Lernens durch einen mentalen Trainingspfad die Gewährung eines Zuschusses aus Mitteln des Kulturfonds Bayern beantragt. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Grundschule und der Gemeinde Volkenschwand durchgeführt.
Ausgangspunkt für die Maßnahme ist die Feststellung, dass mit dem heute "normalen" kulturellen Hintergrund eines Menschen dessen geistige Leistungsfähigkeit ohne entsprechendes Training mit zunehmendem Alter zurückfällt. Für Beruf und Alltag bedeutet dies, dass die ältere Generation nur mit Anstrengung die wachsenden Anforderungen einer Informations- und Wissensgesellschaft erfüllen kann. Ohne die erforderliche geistige Leistungsfähigkeit dürfte es jedoch nicht möglich sein, die künftigen Anforderungen, die sich durch die Verbreitung neuer Techniken und Organisationsabläufe im Berufsalltag ergeben, Rechnung zu tragen. Der Verlust des Arbeitsplatzes und damit ein erhebliches Risiko für die soziale Sicherheit sind mögliche Folgen.
Das Ziel des Projektes ist es deshalb, bisher gesicherte mentale Trainingsmethoden und -inhalte für den lebenslangen Lernalltag umzusetzen und verfügbar zu machen. Das Projekt umfasst deshalb folgende Einzelmaßnahmen:
- Entwicklung und Aufbau eines Mental-Trainings-Pfades
- Erarbeitung von Trainingsinhalten
- Vernetzung des wissenschaftlichen Hintergrundes mit dem aktiven Handeln - Aufbau eines Netzwerkes
- Qualifizierung der Mentaltrainer (Multiplikatoren)
- Auswertung/Evaluation
- Einführung/Weiterführung über Netzwerke - flächendeckend in Bayern (z.B. Seniorenbildung, Personalentwicklung/Firmen und Betreuungseinrichtungen)
Das Projekt basiert darauf, dass es im Bereich des Sports bereits gelingt, durch die Aktivierung des Mentaltrainings Leistungs- und Wohlfühlerfolge sichtbar zu machen. Eine Umsetzung der dazu eingesetzten Techniken (atmen, visualisieren, motivieren ...) in ein zusammenhängendes Konzept für Betrieb, Familie, Krankenhaus, Altersheim etc. fehlt. Mit dem Mental-Trainings-Pfad soll das lebenslange Lernen anhand konkreter Umsetzungsweisen für die betroffenen Zielgruppen (Akteure im Bildungsbereich, Multiplikatoren, Schwestern, Ärzte, Pfleger, Eltern und Senioren) angeboten werden. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Herrn Dr. Siegfried Lehrl von der Uniklinik Erlangen. Für die Evaluierung ist Fr. Prof. Dr. Regina Mulder von der Universität Regensburg vorgesehen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.gesundheitsakademie-mainburg.de
www.mental-top.org
www.gesundheitsakademie-mainburg.de/mental-top-geistig-fit.html
3. Projekt "Implementierung individueller Lernförderung in der Grundbildung"
Maßnahmeträger:
Münchner Volkshochschule GmbH
Kellerstr. 6
81667 München
Zuschuss: 20.000 €
Projektbeschreibung:
Die Münchner Volkshochschule verfolgt mit diesem Projekt, das bereits aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2007 finanziell unterstützt worden ist, das Ziel, im Rahmen eines praktischen Einsatzes Lehrkräfte für den Einsatz von Lernprogrammen und online-basierten Lernportalen zu qualifizieren. Darüber hinaus kann mit diesem Projekt zugleich das Ziel verfolgt werden, Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern, jungen Menschen ohne Schulabschluss, Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit für den Arbeitsmarkt bzw. Lehrstellenangebote unattraktiven Schulabschlüssen die Eigenverantwortlichkeit für den Wissenserwerb nahe zu bringen und sie zu motivieren, individuell neue Lernerfahrungen zu erleben, die ihnen Wege zu lebenslangem Lernen eröffnen und ihre Handlungskompetenz erweitern. Das mediengestützte Lernen ist dabei in besonderem Maße geeignet, die Selbständigkeit und die Verantwortung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen für ihren Lernerfolg maßgeblich zu fördern.
Während in der ersten Projektphase die Lehrkräfte in Kursen in der Grundbildung für den Einsatz der bestehenden Lernprogramme und online-basierten Lehrportale qualifiziert wurden, werden im zweiten Projektabschnitt Einsatz und Nutzung der Lernprogramme und Lernportale begleitend zum Unterrichtsgeschehen in den Grundbildungskursen erprobt und evaluiert. Das Projekt wird vom Lehrstuhl für Sozialpädagogik, Schwerpunkt Erwachsenenbildung, an der FH München-Pasing begleitet. Die gezielte Verknüpfung von Präsenzunterricht und begleitenden Angeboten mediengestützten Lernens, verbunden mit einer umfassenden Lernbegleitung durch qualifizierte Lehrkräfte, stellt einen neuen Versuch dar, das Modell mediengestützten und individuell gesteuerten Lernens erfolgreich zu verwirklichen. Die Ergebnisse können mit Unterstützung des Bayerischen Volkshochschulverbandes in Bayern flächendeckend multipliziert werden.
Auf der Basis der in der Erprobungsphase gesammelten praktischen Erfahrungen und der im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung gewonnen Erkenntnisse soll abschließend an der Münchner Volkshochschule ein Selbstlernstudio für junge Menschen im Übergang Schule - Beruf aufgebaut werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.mvhs.de
4. Projekt "München alternativ erleben"
Maßnahmeträger:
Münchner Bildungswerk
Dachauer Str. 5
80335 München
Zuschuss: 15.000 EUR
Projektbeschreibung:
Bei dem Projekt "München alternativ erleben" des Münchner Bildungswerkes handelt es sich um die Weiterentwicklung eines Projektes, das der Antragsteller bereits im Herbst 2007 durchgeführt hat. Auf der Grundlage der Ergebnisse des im Herbst durchgeführten Projektes sollen innerhalb einer intensiven halbjährigen Schulung die Teilnehmer befähigt werden, Projekte des intergenerationellen Lernens zu Themen der Nachhaltigkeit umzusetzen und damit für sich sowohl einen geographischen als auch einen intergenerativen, wie nachhaltigkeitsrelevanten und kulturell-gesellschaftlichen Lernerfolg zu erzielen. Ziel des Projektes ist eine Bewußtmachung des Konflikts, einerseits für eine nachhaltige Entwicklung einzutreten, andererseits damit den persönlichen Lebensstil zu hinterfragen. Zielgruppe sind interessierte Teilnehmer/-innen aus dem Pilotkurs sowie interessierte ehrenamtliche Bildungsbeauftragte, Jugendstellen und die kirchliche Romano Guardini-Fachoberschule für Sozialwesen sowie ggf. anderer Schulen. Voraussetzung für die Teilnahme an dem vierteiligen Kurs ist die Möglichkeit der Umsetzung im sozialen Nahraum der Teilnehmerinnen. Das Projekt soll in vier Modulen durchgeführt werden.
Dabei umfasst das Modul 1 die Vermittlung der Rahmenbedingungen und der Zielsetzung des Projektes. Außerdem werden die Themen Nachhaltigkeit und intergenerationelles Lernen den Teilnehmern spielerisch und theoretisch nähergebracht. In drei bis fünf Arbeitsgruppentreffen werden zwei Stationen/Stadtexkursionen aus den Bereichen Kultur, Ökonomie, Soziales oder Ökologie vorbereitet.
Im Modul 2 sollen die Teilnehmenden für ihre spätere Aufgabe als Multiplikatoren ein breites Methodenrepertoire kennenlernen, ausprobieren und auswerten.
Im Modul 3 werden die gelernten Methoden und Kenntnisse mit dem Thema Nachhaltigkeit verknüpft. Exemplarisch geschieht dies in den vier Bereichen nachhaltiger Entwicklung: Ökologie, Ökonomie, Kultur, Soziales. Insbesondere wird die Entwicklung aus den beiden Bereichen der klassischen Umweltbewegung und Bildung für die Eine Welt zur Weltdekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung dargestellt und diskutiert.
Im 4. und letzten Modul lernen die Teilnehmer Kriterien der Projektarbeit kennen. Dazu erhalten Sie Impulse zu den Themenfeldern Vorstudie, Zielformulierung, Auftragsklärung, Projektplanerstellung, Projektsteuerung und Projektauswertung.
Status: Erfolgreich abgeschlossen

1. Projekt "Zeitzeugen. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 20 Jahre Mauerfall - Ereignisse betrachtet aus dem Blick der Erzdiözese Bamberg"
Maßnahmeträger:
Katholische Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg e.V.
Domstr. 5
96049 Bamberg
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Der Träger - Katholische Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg e.V. - hat in Zusammenarbeit mit dem Referat "Projektarbeit“ im Erzbistum Bamberg das Projekt "Zeitzeugen. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 20 Jahre Mauerfall - Ereignisse betrachtet aus dem Blick der Erzdiözese Bamberg" geplant. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Wanderausstellung, die Zeitzeugen der Region aus den letzten 60 Jahren vorstellt; damit soll an das Doppeljubiläum 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Mauerfall erinnert und Anlass zur Spurensuche in der eigenen lokalen und regionalen Vergangenheit geboten werden. Die Ausstellung richtet sich an Menschen, die sich für geschichtliche aber auch Gegenwartsthemen offen zeigen. Besonders angesprochen sollen auch kirchlich interessierte Gruppierungen werden.
Der Erwachsenenbildungsträger beabsichtigt, durch Präsentation der Ausstellung in den unterschiedlichsten Regionen des Erzbistums Bamberg und begleitenden Führungen und Vorträge interessierten Menschen diese Zeit vorzustellen und zur Reflexion einzuladen. Die Vortragsveranstaltungen und eine Begleitbroschüre bzw. eine Arbeitshilfe oder ein Begleitbuch sollen die Möglichkeit zur weiteren Vertiefung bieten. Angedacht ist auch die Erstellung von begleitenden Hörfunkbeiträgen und Artikelserien. Diese Maßnahmen werden die öffentliche Aufmerksamkeit verbreitern und eine weitere Möglichkeit einer konstruktiven Auseinandersetzung mit herausragenden Ereignissen der neueren Geschichte bieten. Den Mittelpunkt bildet das Vorhaben, Zeitzeugen aus Kirche und Gesellschaft in Wort und Bild vorzustellen. Zeitzeugen, die berichten können, wie sie die jeweilige historische Phase im Erzbistum Bamberg aus ihrer Sicht erlebt und mitgeprägt haben. Gleichzeitig soll deutlich werden, welchen Beitrag diese Menschen und die Kirche in der Gesellschaft geleistet haben und immer noch leisten. Für den Besucher von Veranstaltungen und der Ausstellung sollen die Fundamente des eigenen Lebens deutlich gemacht werden.
Nicht zuletzt versteht sich das Projekt als eine Möglichkeit zur Dokumentation der
Zeitgeschichte im Erzbistum Bamberg über die Form der „Oral history". Geplant sind rund 20 multimediale Ausstellungen in den verschiedenen Regionen der Erzdiözese Bamberg im Jahr 2009/2010. Im Vorfeld dieser Ausstellungen sollen über Plakate und Medien Aufrufe an die Bevölkerung gehen Erinnerungen aus den letzten 60 Jahren einzuschicken. Außerdem sollen eine Vielzahl von Interviews vorab geführt werden und ausgewählte Persönlichkeiten schließlich für die Medienbeiträge und die Ausstellung interviewt und fotografiert werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.6020unserezeit.de
www.eo-bamberg.de (Information - Zeitzeugenprojekt)
2. Projekt "Wie eine Kerze, die an zwei Enden brennt - Erwachsenenbildung als Beitrag zur Burnout-Prophylaxe"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Bayreuth/
Bad Berneck e.V.
Richard-Wagner-Str. 24
95444 Bayreuth
Zuschuss: 23.650 €
Projektbeschreibung:
Nach verschiedenen Statistiken leiden berufsübergreifend 25% aller Arbeitnehmer unter dem Burning-Out-Syndrom. Wenn Burnout verstanden wird als die Folge einer missglückten Stressbewältigung, die zu eigenständigen Folgeerkrankungen führt, stellt sich die Frage, wie dieser schleichende Prozess von Stress, der an sich nicht schädlich ist, über Symptome wie körperliche, emotionale, geistig-mentale und soziale Erschöpfung bis zur medizinischen behandlungsbedürftigen Diagnose unterbrochen werden kann.
An diesem Punkt ansetzend beabsichtigt das Evangelische Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e.V. für die industriearme Region Bayreuth neue Angebotsstrukturen in der Erwachsenenbildung zu entwickeln. In der Region ist die Gefahr eines Burnout-Syndroms deswegen evident ist, weil viele Beschäftigte in Branchen tätig sind, in denen durch strukturelle Veränderungen spezifische psychosoziale Belastungen entstehen.
Es ist geplant, in fünf Projektphasen eine Bestandsaufnahme, eine Bedarfsermittlung, eine Teambildung, Veranstaltungen und eine Evaluation und Integration der Ergebnisse in bestehende Programme durchzuführen.
Das Projekt verfolgt unter anderem folgende Ziele:
- Interdisziplinäre Reflexion und Diskussion der "Burning-out"-Symptomatik
- Sammeln, analysieren und bewerten konkreter, bereits vorhandener Programme zur Entschleunigung
- Reflexion der spezifischen religiös-spirituellen Dimension von "Burning-Out"
- Entwickeln eines interdisziplinären, ganzheitlichen Konzepts im Rahmen der (Evangelischen) Erwachsenenbildung zum Umgang mit "Burning-out" (bzw. zur Prophylaxe) unter aktiver Beteiligung bestehender Netzwerke und betroffener Menschen
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.bildung-gegen-burnout.de
3. Projekt "Kultur, Geschichte und Brauch im Landkreis Miesbach e.V."
Maßnahmeträger:
Katholisches Bildungswerk im Landkreis Miesbach e.V.
Badstr. 3
83714 Miesbach
Zuschuss: 6.900 €
Projektbeschreibung:
Ausgehend davon, dass die gemütlich-traditionalistische Sichtweise von Heimat ihre angestammten Plätze hat - und auch braucht - plant das Katholische Bildungswerk im Landkreis Miesbach im Rahmen des Bildungswerks ein Forum der Wissensvermittlung auf hohem Niveau zu schaffen. Ein Forum, das bestimmt ist für all jene Menschen (ohne bestimmte Altersdefinition), die Offenheit, Neugier und die Motivation für LLL - LebensLangesLernen - mitbringen, um im Bereich von Kultur, Geschichte und Brauch ihr bereits vorhandenes Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Menschen, die darüber hinaus aber auch bereit sind, sich auf Neuland einzulassen, bisher Unbekanntes, Verborgenes neu für sich zu entdecken, sich damit auseinanderzusetzen um dabei auf interessante, bisher nicht gesehene Zusammenhänge zu stoßen.
Gemäß dem Motto "Zukunft braucht Herkunft" soll damit ein gesamtgesellschaftlicher Beitrag geleistet werden, getreu der Erkenntnis, dass belastbare Wege in die Zukunft nur auf Wissen und Bildung gegründet werden können.
Geplant ist eine Trimestereinteilung von jeweils 6 Seminaren und entsprechenden Exkursionen. Innovativ an diesem Studiengang mit landkreisbezogener Programmatik ist die sehr umfangreiche, vor Ort erlebbare und durchaus auch fordernde Arbeit an und mit lokaler Geschichte. Die Dimensionen Zeit (die Dauerhaftigkeit von Entwicklung und Veränderung) und Raum (der große historische Bogen und die bis ins Dorf und die Biografien rechende Wirkung) sollen den kulturellen Lernort bieten. Geschichtliche Inhalte und lebenslanges, biografisches Lernen sollen in neuer Weise und Verbindung greifbar und erfahrbar gemacht werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.kbw-miesbach.de
4. Projekt "Ü50 – Computer Centrum für Menschen"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Landshut e.V.
Gutenbergweg 16
84036 Landshut
Zuschuss: 24.000 €
Projektbeschreibung:
Sich neues Wissen über die Informationstechnologien in einem altersgerechten Lernrhythmus in Kontakt mit anderen im Sinne von aktiver Selbsthilfe anzueignen, ist das Ziel eines Computer-Kultur-Projektes des Evangelischen Bildungswerkes Landshut. Mit dem Projekt soll älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Region Landshut ein besserer Zugang zu den neuen Medien ermöglicht werden und Ihnen somit eine ihren Bedürfnissen angepasste Weiterbildung im Hinblick auf Personalcomputer, Internet und artverwandte neue Medien angeboten werden. Damit erschließt sich für diesen Personenkreis die aktive und selbstbestimmte Beteiligung an der modernen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft.
Mit den angebotenen Kursen möchte das Evangelische Bildungswerk Landshut eine zusätzliche Bildungs- und Kulturaufgabe erfüllen. Das Kursprogramm wird sich sowohl an diejenigen Älteren, die noch nie zuvor mit einem PC gearbeitet haben, als auch an erfahrene Computer-Anwender, die ihre Kenntnisse erweitern wollen oder sich speziellen Anwendungsmöglichkeiten widmen, wenden. Hierzu sollen in erster Linie qualifizierte Senioren gewonnen bzw. ausgebildet werden, die bereit sind, sich auf den älteren Teilnehmerkreis einzustellen.
Die vor allem bei älteren Menschen bestehenden Befürchtungen, dem schnelleren Lerntempo von Jüngeren nicht gewachsen zu sein und sich zu "blamieren", wird dadurch entgegengetreten, dass sich das Angebot ausschließlich an Teilnehmer einer vergleichbaren Altersgruppe richtet.
Besonders hervorzuheben ist die Sicherung der Nachhaltigkeit dieses Projektes. Als ein besonderer Erfolg wäre es anzusehen, wenn nach Ablauf des einjährigen Projektes ein von Senioren selbstverwaltetes Computerzentrum entstehen würde, das sich ausschließlich an Menschen ab 50 Jahren wendet. In der Trägerschaft eines Vereins können die Mitglieder die Verwaltung übernehmen, verantworten die Finanzen, organisieren und gestalten das Kursprogramm und andere Angebote, eignen sich in selbstorganisierter Hilfe die Fertigkeiten an, die für den Betrieb eines Kurssystems und Internet-Cafes notwendig sind. Damit werden die älteren nicht mehr nur die "Empfänger" von Angeboten der hauptamtlichen Seniorenarbeit, sondern sie würden selbst zu Akteuren der Seniorenarbeit.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.ebwlandshut.de
5. Projekt "Fotoausstellung Berg heil"
Maßnahmeträger:
Bildungswerk Rosenheim e.V.
Pettenkoferstr. 5
83022 Rosenheim
Zuschuss: 7.500 €
Projektbeschreibung:
Das Bildungswerk Rosenheim e.V. beabsichtigt, in der Zeit vom 13. Oktober bis 15. Dezember 2008 eine Foto-Ausstellung mit dem Titel "Berg Heil" mit Begleitveranstaltungen mit kritischem Blick auf die Entwicklung des alpinen Raums durchzuführen. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe sollen auch nachhaltige Ansätze zur Entwicklung des alpinen Raums aufgezeigt werden. Die Gesamtmaßnahme besteht aus folgenden vier Bestandteilen:
1. Zentraler Bestandteil des Vorhabens ist die Fotoausstellung "Berg heil" des Profifotografen Uli Wiesmeier. Bei dieser Ausstellung handelt es sich um eine satirisch-kritische Bestandsaufnahme dessen, was sich in den Bergen und in der Gesellschaft und damit auch im alpennahen Raum Rosenheim heute abspielt. Das Idyll "heile Berge" wird dabei in Frage gestellt. Ziel der Ausstellung ist es, das eigene Verhalten und die Erwartungshaltung in den Bergen zu hinterfragen und zum Nachdenken über künstlich inszenierte Alpenparks und Fehlentwicklungen in den Alpentälern aufzuzeigen.
2. Der zweite Bestandteil des Vorhabens besteht aus einem "Kletterkabarett" von Eberhard Köpf. Mit dieser Veranstaltung sollen vor allem junge Menschen auf humorige Weise für ihr Verhalten in den Bergen (beim Klettern) sensibel gemacht werden. Dabei werden Themen wie Konkurrenz, Alpen als Abenteuerspielplatz und persönliches Verhalten angesprochen
3. Mit dem Vortrag "Neues Leben in den Alpen" des Schriftstellers und Volkskundlers Hans Haid als dritten Bestandteil der Maßnahme sollen innovative Aktionen und Personen aus den Bereichen der Poesie, der Musik, der Kulturinitiativen und der Direktvermarkung und Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpentälern behandelt werden. Außerdem wird dargestellt, in welcher Weise sich finanziell aufwendige und hoffnungsvolle Maßnahmen der Europäischen Union in speziellen Regionalentwicklungsprojekten bewährt haben.
4. Vervollständigt wird das Vorhaben mit drei Filmabenden, die das Thema Verbundenheit mit den Bergen sowie positive Beispiele für nachhaltiges Leben in bergnahen Regionen zeigen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
6. Projekt "Gut beraten im Alter"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Amberg
Paulanergasse 12
92224 Amberg
Zuschuss: 9.630 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt " "Gut beraten im Alter" - Ein Ausbildungsprojekt für ehrenamtliches Engagement" des Evangelischen Bildungswerks Amberg setzt bei der These an, dass wir derzeit eine tief greifende Veränderung der Bevölkerungsstruktur erleben. Der Anteil der älteren Menschen nimmt stetig zu, Prognosen gehen von einer Steigerung der über 60-Jährigen auf 30%, der Hochbetagten (ab 80 Jahre) auf 12 % im Jahr 2030 aus. Das Alter muss dabei durch die gestiegene Lebenserwartung als eigener Lebensabschnitt angesehen werden. Um möglichst lange selbstständig, selbstbestimmt und mit Freude leben zu können, bedarf es rechtzeitiger Vorsorge und vorausschauender Entscheidungen. In den diesbezüglichen Planungs- und Entscheidungsprozessen ist oft eine Unterstützung von außen notwendig.
Ziel des Projekts ist es daher, mit einem qualifizierten Ausbildungs- und Begleitungsprojekt den Interessen der älteren Generation und deren Angehörigen Rechnung tragen und ihnen durch geschulte Ehrenamtliche Hilfe in verschiedenen Lebensbereichen anbieten zu können. Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine Ausbildung von Ehrenamtlichen, denen in fünf Tagesseminaren Grundinformationen in den Bereichen Gerontologie (Medizinische, psychologische, soziologische Aspekte des Alters), Eigene Altersbilder, Wohnen im Alter, Pflegeversicherung, Patientenverfügung, Betreuungsrecht sowie Unterstützungsangebote und Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags in Bezug auf die eigene Person und Rolle in den Bereichen Lebenssituation und Motivation für die Ausbildung, eigenes Altersbild und Älterwerden, Kontaktaufnahme und Erstkontakt mit Klienten, Beratungssituationen und Kontaktpflege und Vernetzung mit der Kirchengemeinde vermittelt werden. Nach dieser Ausbildungsphase sind für die Teilnehmenden monatliche Begleitabende geplant und fachliche Information und Supervision sollen die fachliche Weiterentwicklung und die praxisbegleitende Reflexion gewährleisten.
Das Projekt ist in vier Phasen, nämlich Planungsphase (März – April 2009), Werbungsphase (Mai – Juli 2009), Durchführung der Ausbildung (September – November 2009) und Begleitung/Supervision (ab Dezember 2009) geplant.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.ebw-amberg.de/gut beraten im alter.htm
7. Projekt "Merhaba II"
Maßnahmeträger:
BildungEvangelisch - Evangelische Stadtakademie Erlangen e.V.
Hindenburgstr. 46a
91054 Erlangen
Zuschuss: 9.550 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt des Vereins BildungEvangelisch - Evangelische Stadtakademie Erlangen e.V. knüpft an die im Projekt "Merhaba I" gewonnenen Kontakte an mit dem Ziel diese weiter zu vertiefen. Inhaltlich sollen neue Akzente gesetzt werden und die Begegnungsarbeit soll intensiviert werden.
Merhaba - das ist der Versuch, Kontakte und religiöse Begegnungen im Rahmen der Zivilgesellschaft auf kommunaler Ebene zu organisieren. Dabei kommt es vor allem auf das Verhältnis von (religiösen, nationalen und ethnischen) Mehrheiten und Minderheiten an. Das Besondere des Projekts Merhaba ist der „Doppel-Durchführungsort“: Erlangen und Besiktas/Istanbul. Dabei geht es um die Vergleichbarkeit der Diskurse in Erlangen und in Besiktas/Istanbul und den Austausch darüber.
Für das aktuelle Projekt sind folgende Veranstaltungen geplant:
1. Merhaba - Begegnung in Erlangen
a) Buchmesse Frankfurt Schwerpunkt Türkei (15. - 19. 10.2008 )
b) Türkei verstehen - zwei Diskussionsabende
c) Türkei einmal anders - Filmreihe
d) Diwan - Kooperation mit Erbes Begegnungsabend
e) Studientag Armenien - Frühjahr 2009
f) Islam aktuell - Besuch des Islamzentrums Penzberg
g) Beteiligung an einem internationalen Symposium Erfurt (2.-4.10.2008)
2. Merhaba - Begegnungen zwischen Erlangen und Besiktas
a) Besuch einer interreligiösen Delegation aus Besiktas (8.-12.10.2008)
b) Ein Land unter Strom - Studienreise nach Besiktas (September 2009)
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.bildung-evangelisch.de
8. Projekt "Implementierung eines milieuorientierten Bildungsmarketings"
Maßnahmeträger:
Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung in der Erzdiözese München und Freising
Pacellistr. 8/III
80333 München
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt "Implementierung eines Milieuorientierten Bildungsmarketing der Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung in der Erzdiösese München und Freising e.V. soll in vier exemplarisch ausgewählten Erwachsenenbildungseinrichtungen aus der Erzdiözese München und Freising eine erfolgreiche und effektive Ansprache bestimmter Zielgruppen durch milieuorientierte Planung und Bewerbung von Angeboten erarbeitet und optimiert werden. Außerdem sollen die sich daraus ergebenden notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen, z.B. Grundlagenerarbeitung, Angebotsplanung, Text- und Bildworkshops, Produktkliniken für ehrenamtliche und hauptberuflich Verantwortliche der Bildungsplanung angeboten werden, so dass damit eine breite Verankerung milieuorientierten Wissens in der Erzdiözese München und Freising gewährleistet ist. Die nachhaltige Umsetzung des milieuorientierten Bildungsmarketings wird durch ausgebildete Milieucoaches abgesichert.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.keb-muenchen.de
9. Projekt "Qualifizierung von Bürgerinnen und Bürgern für ehrenamtliche Arbeit - Nachbarschaftsmediatoren und Implementierung von Nachbarschaftsmediation im Gemeinwesen"
Maßnahmeträger:
Evangelisches Bildungswerk Augsburg e.V.
Im Annahof 4
86150 Augsburg
Zuschuss: 7.351 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt verfolgt im wesentlichen die beiden Ziele "Implementierung von Nachbarschaftsmediation" und "Qualifikation zu Nachbarschaftsmediatoren und -innen".
Für die Implementierung von Nachbarschaftsmediation ist geplant, in kooperativer Verbindung zu den vorhandenen Einrichtungen und Initiativen zu arbeiten, die vom Nutzen des Konfliktbearbeitungsangebots überzeugt sind und Konfliktparteien bereits darauf verweisen. Eine sogenannte "Mediationsstelle" soll eingerichtet werden, bei der Anfragen für die Konfliktbearbeitung ankommen und an die ehrenamtlichen Mediatoren weitergeleitet werden.
Durch die Qualifizierung zu Nachbarschaftsmediatoren sollen Bürgerinnen und Bürger aus relevanten Bevölkerungsgruppen in Augsburg-Oberhausen mittels einer Fortbildung (60 Zeitstunden und 12 Stunden Praxisbegleitung) in die Lage versetzt werden, Konflikte zwischen Bewohnern und Nachbarn, Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen, Mietern und Vermietern, Institutionen, Vereinen und kommunalen Verantwortlichen zu schlichten.
Das Projekt verfolgt das Ziel verstärkter Bürgerbeteiligung und Bürgeraktivierung durch Peer-Mediation. Eigene Ressourcen im Stadtteil sollen organisiert und aktiviert werden, um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten. Darüber hinaus sollen durch dieses Konfliktmanagement den streitenden Parteien Brücken gebaut werden, die das interkulturelle Zusammenleben und den Zusammenhalt im Stadtteil verbessern, ein Klima gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung schaffen und der zunehmenden Abkoppelung der Bewohner von gesellschaftlichen Institutionen wie Familie, Nachbarschaft, Verein und Gemeinwesen entgegenwirken.
Das Projekt soll in zwei Phasen durchgeführt werden, wobei für Phase I (Vernetzung und Abstimmung mit Institutionen, Einrichtungen und Initiativen. Anbahnung und Vorarbeit für einen intakten "Mediationsdienst", Gewinnen von Interessenten an der Fortbildung. Öffentlichkeitsarbeit) ein Zeitrahmen von 5 Monaten und für Phase II (Kurseinheiten und Supervisionen, Öffentlichkeitsarbeit) ein Zeitrahmen von 6 Monaten vorgesehen ist.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.augsburg-evangelisch.de/VorOrt/Mediation.html
10. Projekt "Erinnern um zu versöhnen - Erinnerungsorte Europäische Erinnerungskultur und religiöse Versöhnungsarbeit"
Maßnahmeträger:
Bildung evangelisch in Europa
Hindenburgstraße 46 A
91054 Erlangen
Zuschuss: 25.000 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Erinnern um zu versöhnen - Erinnerungsorte Europäische Erinnerungs-kultur und religiöse Versöhnungsarbeit" des Vereins „Bildung Evangelisch in Europa e.V.“ findet seinen besonderen Schwerpunkt in der Konzentration auf die „europäischen Erinnerungsorte". Prozesse des Erinnerns oder gar eines versöhnten Erinnern - die bewusst oder unbewusst ablaufen - haben und brauchen auch konkrete Orte, an denen solches Erinnern geschieht. Diese gehören mithin auch zum Bildungsprozess hinzu. Die Zielfrage lautet mithin: Welche Art europäischer Erinnerungsorte gibt es, welche Art von Bildungsarbeit geschieht hier und welche Funktionen haben solche Orte im Prozess der Integration und Versöhnung in Europa?
Dabei orientiert sich das Projekt zeitlich an verschiedenen deutschen und europäischen Erinnerungsdaten von Herbst 2008 bis Herbst 2009 (8. Mai: 1945 - Kriegsende, 1. September: 1939 - 60 Jahre Überfall auf Polen, 9. Mai: 1950 - Schuman-Erklärung und damit Beginn der europäischen Integration („Europatag“), 9. November : 1938 - Reichspogromnacht und 1989 - 20 Jahre Fall der Mauer, sowie 11. September: 2001 - Fundamentalistischer Terrorismus und Ground Zero). Im Projekt wird mithin der Versuch unternommen, Erinnerungsorte und Erinnerungsdaten nationaler wie europäischer Geschichte wahr zu nehmen und so Ansätze für eine Kultur der Erinnerung auf europäischer Ebene zu entwickeln. Darin liegt der besondere Beitrag des Projekts zur großen Debatte um eine europäische Erinnerungskultur.
Ein wesentliches Element der Arbeit sollen die Workshops und Symposien sein, die inter- und transdisziplinär durchgeführt werden. Mit der Einbeziehung auch ausländischer Referenten und europäischer Institutionen (wie etwa der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, GEKE) soll nicht nur die europäische Dimension verdeutlicht werden, sondern auch ein europäisches Kommunikationsnetz gefördert werden. Dem soll auch der Aufbau einer Homepage dienen. Das Projekt soll etliche Möglichkeiten für Anschlussprojekte bieten. Diese sollen von der intensiven wissenschaftlichen Projektbegleitung und den Vorarbeiten in den Workshops leben und wiederum die spezielle Projektarbeit bereichern.
Projektpartner sind die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. GEKE Wien, das Institut für Islam und Recht in Europa, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Björn Mensing. Leiter der KZ-Gedenkstätte Dachau, die gymnasialpädagogische Materialstelle der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern und BildungEvangelisch Erlangen e.V.
Es sollen folgende Veranstaltungen stattfinden:
- Tagung 10./11. Oktober 2008, Erlangen - Erinnerung als Thema politischer Bildung
- Workshop 11. Dezember 2008, Erlangen - Europäische Erinnerungsorte - Orte zivilreligiöser Inszenierungen Erinnerungskulturen zwischen Zivilgesellschaft und Religion
- Workshop 7. Februar 2009, Erlangen - Interreligiöse Erinnerungsarbeit Europäische Erinnerungskultur aus jüdischer und islamischer Perspektive
- Symposium 8./9. Mai 2009 Erinnern schafft Zukunft Zur Entwicklung europäischer Erinnerungskulturen zwischen Kriegsende (8. Mai) und Europatag (9. Mai)
- Symposium 10.-12. September 2009, Bad Alexandersbad - Gedenken -Gesellschaftspolitische Perspektiven anlässlich des 11. September
- Workshop 9. November 2009, Erinnern und versöhnen zwischen Reichspogromnacht und Mauerfall 20 Jahre nach dem Mauerfall - Nationales Gedenken im Kontext Europa Zur Zukunft der europäischen Integration.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.bee.leuenberg.eu

Projekt "Kulturfonds-Stipendium 'Botschafter Bayerns'"
Maßnahmeträger:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Zuschuss: 63.020 €
Projektbeschreibung:
Aus den Mitteln des Kulturfonds Bayern fördert das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit der Austauschorganisation Deutsches Youth für Understanding e.V. (YFU) den internationalen Austausch junger Menschen. Mit dem Teilstipendium erhalten bis zu 18 Schülerinnen und Schüler aus Bayern zwischen 15 und 18 Jahren die Möglichkeit, als "Botschafter Bayerns" ein Schuljahr in den mittel- und (süd)osteuropäischen Partnerländern des Freistaats Bayerns sowie in China oder Indien zu verbringen. Sie leben während dieses Jahres in einer Gastfamilie und besuchen den regulären Schulunterricht. Mit der Teilnahme an diesem Programm erlernen Schülerinnen und Schüler nicht nur die Sprache des Gastlandes, sondern erwerben auch interkulturelle und soziale Kompetenzen, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine wesentliche Rolle spielen und berufliche Möglichkeiten deutlich verbessern können.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt

1. Projekt "Mit Sprechen durchstarten"
Maßnahmeträger:
Stiftung Zuhören
c/o Bayerischer Rundfunk
Bildungsprojekte Hörfunk
Rundfunkplatz 1
80335 München
Zuschuss: 26.800 €
Projektbeschreibung:
Mit Sprechen durchstarten" beinhaltet als Projektidee die modellhafte Entwicklung und Verbreitung von Konzepten und Materialien zur Förderung der Persönlichkeit und der kulturellen Teilhabe von Schülerinnen und Schülern in der (Ganztags)Hauptschule.
Konkrete Übungen sollen dabei helfen, ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen zu verbessern, sich neue Lerntechniken anzueignen und ihre Kenntnis über Berufe zu erweitern. Die besondere Förderung der Sprachentwicklung sowie die Berücksichtigung der Mündlichkeit geben wichtige Anstöße für die Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen und helfen, die individuellen und sozialen Lern- und Leistungsvoraussetzungen an Ganztagsschulen zu verbessern. Die Materialien unterstützen außerschulisches Personal dabei, aktiv Sprechanlässe und Dialogsituationen zu gestalten sowie Übungen zur sinnerschließenden Wahrnehmung mündlicher Informationsangebote durchzuführen. Das Angebot erleichtert damit auch die Integration außerschulischen Personals in den Schulalltag. Das Projekt liefert Bausteine für die im Rahmen der bayerischen Hauptschulreform angestrebte Modularisierung, die besonders geeignet sind, in Ganztagshauptschulen von außerschulischem Fachpersonal eingesetzt zu werden. Eine wichtige Zielsetzung des Projekts liegt darin, die inhaltsspezifischen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Lehrkräften, weiterem pädagogischen Personal sowie externen Experten modellhaft zu entwickeln.
Zielgruppe der pädagogischen Angebote sind Schülerinnen und Schüler bayerischer Hauptschulen, insbesondere an Ganztagshauptschulen.
Um diese zu erreichen, wendet sich das Projekt an Personengruppen, die im Rahmen von Ganztagsschulen als pädagogisches Personal an der Gestaltung von Ganztagsangeboten mitwirken. Zeitlich ist die Umsetzung des Projektes auf zwei Schuljahre angelegt.
Die derzeit laufende Programmphase I beinhaltet die Entwicklung und Erprobung der Materialien, in Programmphase II soll die endgültige Erstellung des Medienpakets sowie die Durchführung von Fortbildungen für Betreuer außerhalb der Modellschulen erfolgen.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.stiftung-zuhoeren.de
2. Projekt "Bayerische Schülerakademie – Projektwoche 2009 für hochbegabte Schülerinnen und Schüler"
Maßnahmeträger:
Jugend und Wissenschaft e.V.
Donaustr. 30
81679 München
Zuschuss: 21.400 €
Projektbeschreibung:
Der Verein Jugend und Wissenschaft führte in den Pfingstferien 2008 erstmals eine Projektwoche für hochbegabte Schülerinnen und Schüler durch.
Zur Teilnahme an der Veranstaltung, die sich inhaltlich mit dem Generalthema "Ethik und Wertevermittlung in Verbindung mit Naturwissenschaften" befasste, wurden 28 Schülerinnen und Schüler aus bayerischen Gymnasien und Realschulen ausgewählt. Die weitaus höhere Anzahl an Bewerbungen für die möglichen Teilnahmeplätze zeigte, wie wichtig dieses Angebot ist. Für Juni 2009 ist nun zum zweiten Mal die Durchführung einer Projektwoche für hochbegabte Schülerinnen und Schüler aus bayerischen Gymnasien und Realschulen in den Seminarräumen der Jugendherberge München-Park (Thalkirchen) geplant. Die angebotenen Plätze sollen auf 50 erweitert werden. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgt in Kooperation mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Inhalt dieser speziellen Projektwochen ist die Bearbeitung von Themen, die in unserer oder anderen Gesellschaften kontrovers diskutiert werden. Die Teilnehmer kommen durch die Bearbeitung der Kursthemen zwangsläufig in eine kontroverse Diskussion. Durch Wissenserwerb, Erfahrung und Entwicklung der eigenen Werte soll die Gruppe gemeinsam zu einer Antwort auf die Fragestellungen innerhalb der Kursarbeit gelangen.
Durch die Teilnahme am Projekt lernen die Jugendlichen früh, sich mit ethischen Fragen auseinander zu setzen. Ihnen wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, Wertediskussionen auf der Basis von Sachargumenten zu führen. Um wirkungsvoll arbeiten zu können, werden die Jugendlichen in die Grundlagen der Informationsrecherche und in Präsentationstechniken eingeführt. Sie sollen für die wichtige Auseinandersetzung mit ethischen Fragen sensibilisiert werden und erfahren, wie ein Wertekodex entsteht und eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit schwierigen ethischen Fragestellungen möglich ist.
Werte- und Wissensvermittlung in Verbindung mit Naturwissenschaften ist neu und innovativ. Das Projekt hat Pilotcharakter, da es zumindest in Deutschland
keine entsprechenden Angebote gibt. Insgesamt ist eine dreijährige Erprobungsphase vorgesehen. Im Anschluss daran kann das Modellprojekt in allen weiterführenden bayerischen Schulen installiert werden. Das neuartige Konzept von Ethik- und Wissensvermittlung soll auch Lehrkräfte im Rahmen von Hospitationen und in der Mitarbeit als Co-KursleiterInnen zugänglich gemacht werden und so seinen Weg in alle Schulen finden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.jugendundwissenschaft.de
3. Projekt "Sprachkultur im Jura-Raum"
Maßnahmeträger:
Jura 2000 GmbH
Pettenkoferplatz 12
92334 Berching
Zuschuss: 17.500 €
Projektbeschreibung:
Mit der Bildung eines Forums "Sprachkultur im Jura-Raum" soll im Rahmen dieses innovativen Projekts die regionale Sprachkultur der Gebiete um Beilngries (Oberbayern), Greding (Mittelfranken) sowie Berching, Breitenbrunn und Dietfurt (Oberpfalz) wieder belebt werden. Nachfolgende Inhalte und angestrebten Ziele liegen dem Projekt zugrunde:
Abschnitt 1: Zeitraum 2008/2009
- Dokumentation der regionalen Sprachkultur
(welche sprachliche Vielfalt bzw. welche Gemeinsamkeiten prägen unseren Raum? - Erstellung eines Jura-Wörterbuches der Alltagssprache),
Abschnitt 2: Zeitraum 2009/2010
- Erstellung eines Sprachatlasses für die Jura-Region (Spracheinflüsse, Sprachentwicklungen),
Abschnitt 3: Zeitraum 2010/2011
- Umsetzung des Projekts in Musik (neue Mundarttexte zur Anwendung in allen Musikbereichen), in Theaterstücke (Umschreibung oder Neukreation auf mundartlicher Basis), in Gstanzl`n und Gedichte (präsentieren die sprachliche Vielfalt der Jura-Region).
In das geplante Forum sollen neben den Vertretern der Vereine aus dem jura2000-Bereich auch Heimatforscher, bestehende Musikgruppen und insbesondere
möglichst viele Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte eingebunden werden. In der jura2000-Region stehen dafür mit fünf Grund- und Hauptschulen, einer Förderschule, zwei Realschulen sowie mit einem Gymnasium eine Reihe von schulischen Einrichtungen zur Verfügung. Die Unterstützung der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird dabei angestrebt.
Die Maßnahme ist in drei Abschnitte aufgeteilt, um die einzelnen Facetten auch in der erforderlichen Tiefe und in der gesamten Region entsprechend zu verankern und das Bewusstsein dafür ohne Zeitdruck wachsen zu lassen. Während der gesamten Projektdauer wird das Forum die Arbeit aktiv begleiten und dabei sicherstellen, dass der wesentliche Teil der inhaltlichen Arbeit von Betroffenen und insbesondere auch von den am Thema interessierten Jugendlichen aus den Schulen und Vereinen geleistet wird. Um das Vorhaben auf eine sprachkulturelle Grundlage zu stellen, werden sich Recherchearbeiten, fachlicher Input und Koordinationsaufgaben als notwendig erweisen, die von den Beteiligten aus dem Forum selbst nicht zu leisten sind und daher beauftragt werden müssen.
Die Koordinierung des Gesamtprojekts liegt bei jura2000 GmbH unter Einbindung des jura2000-Landkultur e. V.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.altmuehl-jura.de/handlungsfeld/kultur/sprachkultur/
4. Projekt "Spielraum – ein theaterpädagogisches Projekt zur Zusammenarbeit von Theater und Schule"
Maßnahmeträger:
Theater Pfütze e.V.
Äußerer Laufer Platz 22
90403 Nürnberg
Zuschuss: 20.000 €
Projektbeschreibung:
Das weit über den Einzugsbereich von Nürnberg bekannte und erfolgreiche Kindertheater Pfütze will in einem zweijährigen Modellprojekt mit fünf ausgewählten Schulen der Schularten Grund-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien ein theaterpädagogisches Programm entwickeln.
Die Ausschreibung und Auswahl der Schulen ist im Sommer 2008 geplant, bevor ab Herbst 2008 das Modellprojekt an den Schulen umgesetzt wird. Nach einer Auswertung der ersten Phase mit Lehrkräften und einer Überarbeitung des Konzepts sind im Herbst 2009 bis zum Juli 2010 die Durchführung der modifizierten Angebote und die Fertigstellung eines übertragbaren Modells für Theater und Schulen geplant.
Das Projekt wird durch Mitarbeiter und den Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik II der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, Prof. Eckart Liebau, wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
5. Projekt "Tanz an Bayerns Grundschulen" Projektphase II
Maßnahmeträger:
Tanz und Schule e.V.
c/o Kulturbüro Simone Schulte
Kaiserstr. 46
80801 München
Zuschuss: 30.000 €
Projektbeschreibung:
Das Konzept des Projekts "Tanz an Bayerns Grundschulen "sieht vor, die Elemente Tanz und Bewegung in den ersten Schuljahren zu verankern.
Geschulte Choreographen/Tänzer/Innen und Tanzpädagogen erteilen Unterricht in zeitgenössischem kreativem Tanz. In Zusammenarbeit mit den Lehrkräften werden die Themen sowie die aktuellen Belange der Klassengemeinschaft besprochen.
Die tänzerische Gestaltung kann inspiriert sein durch ein Thema aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder oder ist angelehnt an Unterrichtsinhalte. Den individuellen und unterschiedlichen Ausdrucksbedürfnissen der Kinder wird Raum, Zeit und Form gegeben.
Als Ergebnis entsteht ein gemeinsam erarbeitetes Tanzstück, das abschließend schulintern oder öffentlich (in Kooperation mit den örtlichen Theatern und Kulturträgern) aufgeführt wird.
Ziel des Projektes ist es, zur kulturellen Bildung der Schülerpersönlichkeit beizutragen, die kindliche Wahrnehmungsfähigkeit, die musischen Kräfte sowie die Kreativität zu fördern und Grundlagen für ein ästhetisches Empfinden zu schaffen. Tanzerziehung fördert die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung. Im Zuge der Entwicklung zur Ganztagsschule und Öffnung nach außen bildet sie ein qualifiziertes Angebot. Die Tanzerziehung baut Brücken zu Theatern und anderen Kulturträgern.
Die Erprobung des Projekts an einigen Münchner Schulen hat gezeigt, dass mit dem Konzept erfolgreich die angestrebten Ziele erreicht werden. Der Verein TANZ UND SCHULE hatte sich deshalb im Jahr 2007 entschlossen, das Projekt in zwei Phasen auch in anderen bayerischen Grundschulen zu starten. Im Rahmen der derzeit laufenden Projektphase I wurden im Juli 2008 zwei Projektwochen mit 8 Grundschulklassen in den Städten Augsburg, Nürnberg, Regensburg und Rosenheim durchgeführt. Die von allen Klassen erarbeiteten Tanzstücke wurden am 26. Juli 2008 in einer gemeinsamen Aufführung ("Kids on Stage") in der Nürnberger Tafelhalle vor Publikum präsentiert.
Für die Projektphase II im Jahr 2009 ist vorgesehen, weitere 16 bayerische Grundschulklassen (Auswahl erfolgt mittels Ausschreibung und Jury) in das Projekt einzubeziehen. Die in Projektphase I gewonnenen Erfahrungen werden eine wichtige Grundlage für die erweiterte Projektumsetzung in der Phase II darstellen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.tanz-und-schule.de
6. Projekt "Lichterwege"
Maßnahmeträger:
Förderverein der Realschule
Neuhaus am Inn
Römerstr. 14
94099 Ruhstorf
Zuschuss: 3.300 €
Projektbeschreibung:
Die Maria-Ward-Schulstiftung Passau hat für das Jahr 2008 erstmals den Maria-Ward-Preis ausgeschrieben. Mit der Preisverleihung soll der Namensgeberin der Stiftung in besonderer Weise gedacht und Maria Ward einmal mehr in den Mittelpunkt des Schullebens gerückt werden. An dem Preisausschreiben nehmen insgesamt sieben Maria-Ward-Schulen mit insgesamt 5000 Schülern und 500 Lehrern teil. Im Mai 2008 wird im Rahmen dieser Vergabe an der Realschule Neuhaus das Projekt „Lichterwege" realisiert. Unter Einbindung der Fachbereiche Musik, Theater, Religion und Sport wird das Leben Maria Wards künstlerisch dargestellt. Die vier Fachbereiche arbeiten bei diesem Projekt fächerübergreifend miteinander. Die umfangreichen Vorbereitungen laufen im außerschulischen Bereich und bei der Realisierung des Projekts werden sowohl die Eltern als auch die Schulstiftung mit einbezogen.
Die Maria-Ward-Schule Neuhaus liegt malerisch gelegen auf einer kleinen Insel am Inn. Mit dem Schloss, dem Maria-Ward-Haus, der Kirche und dem Josefshaus verfügt sie über vier traditionelle Gebäude, außerdem befinden sich noch ein Obstgarten, der Klostergarten sowie der Seitenarm des Inns auf dem Gelände der Schule. Diese äußeren Gegebenheiten und das Lebenswerk Maria Wards bestimmen den Ablauf der Lichterwege. Die Aufführung der Lichterwege beginnen in der Abenddämmerung. Rund um das gesamte Schulgelände sowie in den verschiedenen Schulgebäuden werden zwölf Stationen aufgebaut, die sich entweder mit der Geschichte Maria Wards beschäftigen, mit der damaligen Zeit, mit der Kultur zwischen 1585 - 1645 und mit der Landschaft des Rottals. Die Szenen der einzelnen Stationen werden durch Gesang, Instrumente, Kunstwerke und Bewegungskünste realisiert.
Die Zuschauer werden ab Beginn der Dämmerung nach einem ganz genau festgelegten Zeit und Wegeplan in Gruppen bis zu zwanzig Personen an den einzelnen Stationen vorbei geführt. Jede Szene einer Station dauert zwischen einer bis drei Minuten. Die Szenen werden durch Leuchtmittel beschienen und verdunkeln sich nach Ende der Darbietung wieder bis die nächste Zuschauergruppe kommt.
Auf den Eintrittskarten wird die Thematik des Abends vom Leben der Maria Ward kurz erläutert.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.mariaward.de/mariaward/index.htm
www.mariaward-realschule-neuhaus.de
7. Projekt "Leben am Rande der Welt – Die Kultur der Inuit"
Maßnahmeträger:
Landkreis Passau
- Kulturreferat –
Passauer Str. 39
94121 Salzweg
Zuschuss: 8.000 €
Projektbeschreibung:
Zum Internationalen Polarjahr 2008 soll im September bis November 2008 ein großes Ausstellungsprojekt im Kloster Asbach für Schulen realisiert werden. Initiiert wurde die Ausstellung von dem stellvertretenden Direktor des Staatlichen Museums für Völkerkunde, Dr. Jean-Loup Rousselot, der ein weltweit anerkannter Fachmann für Nordamerika und das Polargebiet ist. Diese Ausstellung wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich (www.nonam.ch) und dem Völkerkundemuseum München. Dadurch ist es möglich, die arktischen Schätze aus fünf großen Schweizer Museen in Asbach zu präsentieren. Es werden ca. 150 Objekte aus dem zirkumpolaren Raum, aus Kanada, Alaska, Grönland, Sibirien und Lappland präsentiert. Diese Objekte sind besonders selten, außergewöhnlich oder auch besonders ästhetisch und gut erhalten. Die Ausstellungsobjekte werden folgenden Kategorien zugeordnet: Jagd, Spiritualität, Alltag, Kleidung: Gebrauchs- und Zeremonialgegenstände, Spiele, Fellkleidung, Stiefel, Taschen, Darmanorak.
Um die Schülerinnen und Schüler aktiv in das Projekt einzubinden wurde folgendes pädagogisch-didaktische Vermittlungsprogramm geplant:
- Workshops für Schulklassen
Das Internationale Polarjahr 2008 bietet die einzigartige Möglichkeit, den Dialog mit Bildungseinrichtungen zu intensivieren. So sollen polare Themen auf allen Bildungsebenen für die Öffentlichkeit und Medien in den Vordergrund rücken. Mit dieser Ausstellung sollen Schüler aller Schularten sensibilisiert werden für die Vorgänge in den Polargebieten, die das globale, also auch das mitteleuropäische Klima steuern. So soll die Ausstellung einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis der Ureinwohner am Polarkreis, deren Existenz durch die globale Klimaerwärmung mehr und mehr gefährdet wird.
- Fussballträume im Schnee und andere Geschichten aus der Arktis - Workshop für 3. bis 6. Klasse
Die Schüler und Schülerinnen setzen sich eingehend mit dem heutigen Alltagsleben der Inuit auseinander. Im Workshop lernen sie, dass Inuitjungs von heute nicht nur die Jagdtraditionen Ihrer Väter und Großväter weiterleben. Sie erfahren ebenfalls, dass auch ein Junge in Eis und Schnee heutzutage davon träumt, einmal ein großer Fussballstar zu werden. Quasi im Sinne der „Globalisierung“ gesellschaftlicher Themen.
- Workshop für Oberstufenklassen: Arktische Bilder in unseren Köpfen - oder wie Objekte und Filme das Bild vom Leben in der Arktis prägen
Die Teilnehmer befassen sich mit ihren Vorstellungen über die Menschen in der Arktis. Wie prägen arktische Gegenstände, wie man sie in der Ausstellung sehen kann, unsere Wahrnehmung der Inuit? Wie spielen Filmemacher mit solchen Bildern? Und: Was denken die Inuit eigentlich über uns?
- Polares Klima auch bei uns? Steinartefakte der letzten Eiszeit aus der Region Passau
Das Ausstellungsprojekt bietet zugleich die Möglichkeit einen direkten Bezug zum Leben der Menschen in der mitteleuropäischen Altsteinzeit herzustellen. Gerade in der heutigen Zeit, wo klimatische Veränderungen der Erde mit großem medialen Echo erläutert werden, ist der fundierte Blick zurück in die Erdgeschichte notwendig.
Vor 100 000 bis 15 000 Jahren herrschten auch in Mitteleuropa polare Klimabedingungen. Dementsprechend schwierig gestaltete sich das Leben der damaligen Europäer: Neandertaler bzw. Cromagnon-Menschen. Diese waren bei ihrer Nahrungssuche auf ständiger Wanderschaft. Spuren solcher Wanderungen konnten auch in der Region Passau entdeckt werden. Diesbezüglich fand die Abteilung Archäologie im Landkreis Passau um 1990 Steinartefakte wie Faustkeile, Blattspitzen, Klingen usw., die als Waffen oder Werkzeuge verwendet wurden. Die Präsentation einer eher „trockenen" Materie in einer durchaus lebendigen Ausstellung bietet der Archäologie die Chance, ein breites Publikum zu erreichen. So sollen die Schüler aller Jahrgangsstufen in dieser Ausstellung auch mit diesem Thema konfrontiert werden.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.inuit-asbach.de
8. Projekt "Jugend, Zirkus, Zeltlager"
Maßnahmeträger:
Kreisjugendring Forchheim
Löschwöhrdstr. 5
91301 Forchheim
Zuschuss: 6.378 €
Projektbeschreibung:
Der Kreisjugendring Forchheim möchte vom 3. bis 9. August 2008 ein innovatives Theater- / Zirkusprojekt mit Kindern und Jugendlichen ab 9 Jahren im Landkreis Forchheim durchführen. Theater in dieser Größenordnung in dieser Zusammenstellung ist spannend und ungewöhnlich. Theater als gemeinsames Zeltlager für Menschen mit und ohne Behinderung um so mehr.
Standort für das Zirkuszeltlager mit Zirkuszelt (35 x 35 m) und dem Zeltlager wird voraussichtlich die Gemeinde Dormitz sein. Teilnehmen können unter der Anleitung von vier Zirkuspädagogen und 12 Betreuern von KJR und OBA sowohl Teilnehmer mit als auch ohne Behinderung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden eine Woche gemeinsam leben, gemeinsam trainieren, gemeinsam an Programm, Dekoration, Kostüm und Wochengestaltung arbeiten und wachsen. Am Freitag und Samstag sind jeweils eine etwa dreistündige Vorstellung für die Öffentlichkeit (je ca. 300 Besucher) geplant. Hier werden die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen.
Sinn des Projektes ist es, über die körperliche und sinnliche Erfahrung des Miteinanders wie auch des aufeinander Verlassens (zum Beispiel bei Pyramiden oder Seilnummern), gegenseitiges Verstehen unterschiedlicher Menschen „begreifbar" zu machen. Sinn ist es auch, sich persönlich einzubringen, Ideen Lebensraum oder in diesem Fall eher „Spielraum" zu gestalten und über das Medium Theater - Zirkus auf Zuschauer - Jugend - Politik einzuwirken und Jugendarbeit / Jugendkulturarbeit im Landkreis Forchheim sichtbar zu machen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
9. Projekt "Wege durch den Mediendschungel – 2. Projektabschnitt"
Maßnahmeträger:
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband e.V.
Arabellastr. 1
81925 München
Zuschuss: 35.000 €
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt "Wege durch den Mediendschungel - Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten" möchte der Landesverband Bayern des Deutschen Kinderschutzbundes die Medienkompetenz von Eltern und Erziehern erhöhen. In einem Medienkompetenzkurs, der sich über vier Abende erstreckt, sollen sich Eltern und Erziehende über eigene Erziehungsvorstellungen im Umgang mit verschiedenen Medien bewusst werden, die Kommunikation zum Thema neue Medien in der Familie gestärkt und fachliche Informationen über eine altersgerechte Mediennutzung geboten werden. Die Kurse werden von pädagogischen Fachkräften dezentral und bayernweit angeboten
Der erste Abend befasst sich dabei mit dem Medium Fernsehen. Dabei sollen folgende Punkte angesprochen werden: Zugang zur Medienwelt über eigene Medienerfahrungen (Fernsehen); Eltern von heute und deren Bedeutung; was verstehen Kinder? Entwicklungspsychologische Aspekte; Qualität von Kindersendungen; Konkrete Unterstützung /Regeln im Umgang mit dem Medium Fernsehen.
Der zweite Abend ist dem Medium Internet gewidmet. Hier geht es darum, was Kinder im Internet machen, wie sie den Umgang mit dem Internet in ihrer eigenen Familie erleben und wie jüngere Kinder an das Internet herangeführt werden können bzw. wie Kinder und Jugendliche im Umgang mit den neuen Medien begleitet werden können.
Der dritte Abend befasst sich mit den Kommunikations- und Unterhaltungsmedien. Themen sind: Chat und Instant Messenger, die Faszination von web 2.0 Angeboten, sozial network - was ist das?, virtuelle Welten: second live und co, Umgang mit PC-Spielen.
Im letzten Abend wird schließlich auf das Handy mit seinen Funktionen eingegangen. Dabei soll der eigene Umgang mit dem Handy reflektiert werden, jugendschutzrelevante Aspekte, neue Formen des Mobbings wie i-bullying und happy slapping erörtert werden. Auch die Themen Gewaltvideos auf dem Handy und Kostenfallen werden angesprochen.
Für die Qualitätssicherung der Medienkompetenzkurse ist die kontinuierliche Begleitung und der fachliche Austausch der Kursleiterinnen sichergestellt. Mit einer Medienkampagne und Pressekonferenzen sowie freie Anzeigen zur Platzierung in unterschiedlichen regionalen Zeitungen soll auf diese Angebot aufmerksam gemacht werden und die Öffentlichkeit für die Thematik bayernweit sensibilisiert werden. Die Medienkompetenzkurse des Kinderschutzbundes werden vom JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis wissenschaftlich begleitet. Nach der erfolgreichen Einführung der Medienkompetenzkurse in Bayern ist im Laufe des Jahres 2009 eine bundesweite Einführung geplant.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Link:
www.kinderschutzbund-bayern.de
www.medien-dschungel.de
10. Projekt "Bandaward und Songcontest – 200 Jahre ELKB"
Maßnahmeträger:
Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V.
Weiltingerstr. 17
90449 Nürnberg
Zuschuss: 18.887 €
Projektbeschreibung:
Um zu zeigen, dass protestantischer Glaube frisch, einladend und gesellschafts-relevant ist veranstaltet der Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. gemeinsam mit der Landeskirche, AfJ und EJB im Rahmen von "200 Jahre ELKB in Bayern" einen Bandaward sowie einen Songcontest unter dem Motto "Toleranz"; ganz nach der Devise: ein Geburtstag ohne Musik ist kein Geburtstag ("unser Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Glaubens" - Steffensky). Eingeladen sind dazu alle Bands aus Jugendarbeit und Gemeinden, die Lust haben ihr Können im Rahmen eines Wettbewerbs unter Beweis zu stellen. Zum Songcontest sind alle, die Lieder mit religiösem und thematischem Bezug komponieren und schreiben, eingeladen.
Geplant ist, dass sich alle Bandaward- und Songcontestteilnehmer zentral beim Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. bewerben.
Als Start für den Bandaward ist der Reformationstag 2008 geplant. Die Kirchenkreisvorentscheidungen sollen dann (in Eigenregie der jeweiligen Kirchenkreise) zwischen Februar und April 2009 stattfinden. Die Endausscheidung mit den jeweiligen (6) Siegerbands soll zentral in Nürnberg stattfinden. Die Bands sollen sich mit einem Song nach eigener Wahl aus dem eigenen Programm (Cover oder eigener Song) und einem Song der vorgegeben wird (z.B. aus dem neuen ökumenischen Jugendliederbuch "Alive") und der zum Mitsingen geeignet ist, bewerben. In der Jury sollen u.a. fachkundige Persönlichkeiten wie etwa Dieter Falk sitzen.
Der Songcontest soll mit dem Auftakt der Feierlichkeiten zum Reformationstag 2008 starten und einen Monat vor der Endausscheidung des Bandawards enden. Das Siegerlied soll gleichzeitig der Vorgabesong der Jury für den zentralen Abschlussaward werden. Es werden Teilnahmebedingungen für den Bandaward und den Songcontest erarbeitet werden.
Ziel des Projekts ist es u.a. mit beiden Wettbewerben eine Stärkung des Wir-Gefühls zu erreichen, Anlass zu geben zum Ausspruch "Ich bin stolz auf meine evangelische Kirche", Kirche und Glaube öffentlich wahrnehmbar zu machen und die (musikalische) Kernkompetenz zur Verkündung des Glaubens (Luther: "Wer sing betet doppelt") zu verdeutlichen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.respect-award.de
11. Projekt "DUO ConradiGehlen – Zeitgenössische Musik für die Schule"
Maßnahmeträger:
flammabis – zeitgenössische Musik e.V.
Frühlingsstr. 27
97264 Helmstadt
Zuschuss: 3.200 €
Projektbeschreibung:
flammabis - zeitgenössische Musik e.V. ist ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die teils hohen Barrieren gegenüber der von vielen Zuhörern zunächst als eher ungewohnt empfundenen zeitgenössischen neuen Musik abzubauen.
Lernziel des Workshop-Projektes DUO ConradiGehlen ist die Erweiterung des Musikbegriffes durch eine kreative Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst bis hin zur erfolgreichen Aufführung vor einem Publikum. Bereits die mehrjährige Erfahrung von flammabis mit Kindern und Jugendlichen hat gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik am besten durch die aktive Beteiligung der jungen Menschen gelingt.
Zielgruppe für das Projekt sind Schülerinnen und Schüler der 5. bis 11. Jahrgangsstufe aller Schularten. Das Projekt zielt auf einen aktiven Dialog zwischen Interpreten, Komponisten und Schülern bzw. auf eine Beteiligung der Jugendlichen ab, berücksichtigt deren Interessen und ist deshalb von der Konzeption her gut geeignet, Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe verschiedene Bereiche der zeitgenössischen Musik näher zu bringen.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
12. Projekt "Jäger, Sammler, Ackerbauern – Steinzeit im Landkreis Augsburg"
Maßnahmeträger:
Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.
Prinzregentenstr. 4
86150 Augsburg
Zuschuss: 3.250 €
Projektbeschreibung:
Mit der Ausstellung „Jäger, Sammler, Ackerbauern - Steinzeit im Landkreis Augsburg" bietet der Landkreis Augsburg breiten Bevölkerungskreisen die einzigartige Gelegenheit, sich wissenschaftlich fundiert über die steinzeitlichen Funde zu informieren, die in den letzten Jahren meist ehrenamtlich durch den Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V. geborgen wurden. Die zum Teil spektakulären Auffindungen und deren überraschende Auswertungsergebnisse haben weit über die Landkreisgrenzen hinweg wichtige Forschungsimpulse zum Neolithikum geliefert. So konnte beispielsweise mit dem Fund eines Kinderskeletts in Langenreichen erstmals überhaupt eine Bestattung in den Erdwerken der Münchshöfener Kultur nachgewiesen werden, wodurch sich Traditionsstränge aufzeigen lassen, die bis in die linearbandkeramische Kultur zurückreichen.
Sowohl Kindergärten als auch Schulen soll während der Dauer der Ausstellung über die Landkreisgrenze hinweg die Möglichkeit geboten werden, fernab des gewöhnlichen Schulalltags ein etwa dreistündiges museumspädagogisches Aktivprogramm „Steinzeit erleben" zu absolvieren. Als Kontrast zu ihrer häufig von modernen Massenmedien dominierten Lebenswelt können die jungen Besucher im Landratsamt Augsburg Geschichte durch experimentelle Archäologie im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erfahren und ein Gefühl dafür entwickeln, welche Anstrengungen ihre Vorfahren unternehmen mussten, um heute größtenteils selbstverständliche Handgriffe zu bewerkstelligen.
Bereits bei der Ankunft im Landratsamt Augsburg erhält jedes Kind ein „steinzeitliches" Gewand aus Leder, Fell, Schafswolle und Leinen und verwandelt sich dadurch äußerlich in einen echten Steinzeitmenschen. Nach einer kurzen altersgerechten Einführung in die Archäologie wird den Kindern der lange Weg der Fundstücke in die Vitrinen erläutert. Anschließend können die Exponate mit sachkundiger Unterstützung ganz genau in Augenschein genommen werden, um dann in kleinen Gruppen selbst Hand anzulegen. Je nachdem, für welche Stationen sich die Lehrkräfte bzw. Klassen im Vorfeld des Besuchs entschieden haben, können die Kinder Mehl mahlen, einen Flechtzaun herstellen, weben, Kleingefäße aus Ton modellieren oder Schmuckscheiben gestalten. Jede Schulklasse wird bei den praktischen Arbeiten in drei bis vier Gruppen aufgeteilt und von Studenten der Archäologie, Alten Geschichte oder Pädagogik betreut, so dass ein intensives Arbeiten jedes einzelnen Teilnehmers gewährleistet ist.
Die Kinder werden bei jeder Station mit für sie ungewohnten Fragen konfrontiert:
- Was ist überhaupt Keramik und wie kommt das Muster in einen Topf?
- Wie macht man einen Silexbohrer, der für die Herstellung von kleinen Schmucksteinen unabdingbar ist und
- wie baut man am besten einen Flechtzaun?
Bei der Lösung jeder Aufgabe sind nicht nur praktische Fingerfertigkeit, sondern auch Phantasie und Kreativität gefordert, und daher ergänzt das Begleitprogramm in idealer Weise sowohl den Lehrplan des Heimat- und Sachkundeunterrichts als auch den des Kunst- und Werkunterrichts. Die Schüler tauchen während ihrer Arbeiten in eine für sie unbekannte Welt ein, lernen, die Leistungen der Steinzeitmenschen in einem anderen Licht zu sehen und schätzen den Wert der in den Vitrinen ausgestellten Fundstücke nach ihren Gruppenarbeiten viel differenzierter ein als zuvor. Zudem kommen sie auf spielerische Weise mit Archäologie in Berührung und haben die Möglichkeit, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Bewahrung von historischem Erbe sowie den verantwortlichen Umgang mit diesem zu entwickeln. Um die Eindrücke noch nachhaltiger zu machen, bekommt jedes Kind zum Abschluss ein selbst gemachtes Erinnerungsstück von seinem Ausflug ins Neolithikum mit nach Hause.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.heimatverein-landkreis-augsburg.de
13. Projekt "Mundartwettbewerb Musik und Text an bayerischen Schulen"
Maßnahmeträger:
Gesellschaft zur Förderung der Bayer. Mundart i.d. zeitgen. Popularkultur e.V.
93057 Regensburg
Zuschuss: 3.700 €
Projektbeschreibung:
Bayern ist seit vielen Jahrhunderten ein beständiges Staatsgebilde mit eigener reicher Sprach- und Musikkultur. Durch Bewahrung und Förderung dieses Kulturgutes bereits in der Schule wird in der Öffentlichkeit das Wissen und das Bewusstsein um und für diese reiche Kultur erhalten und neu belebt.
Der Wettbewerb gibt bayerischen Schülerinnen und Schülern ab der 7. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, als Einzelkünstler, als Gruppe oder als ganze Schulklasse neue Mundart-Texte oder Mundart-Musik mit eigenen Texten zu produzieren und darzubieten. Die Wahl der Stilrichtung ist frei und bleibt den Teilnehmern vorbehalten. Traditionelle bayerische Volksmusik ist dabei ebenso erwünscht wie aktuelle Musikrichtungen oder neue innovative Kreationen. Die wichtigsten Kriterien sind die Verwendung der regionalen Mundart (z.B. bayerisch, fränkisch, schwäbisch etc.), die Eigenständigkeit der Texte und der Musik sowie die sprachliche als auch musikalische Qualität und die Art der Darbietung.
Die Wettbewerbsbeiträge werden in drei Kategorien (Einzelkünstler, Gruppe und Klasse) sowie in drei Jahrgangsstufen (5-7,8-10 und 11-13) bewertet. Eine hochrangige Jury aus prominenten Kulturschaffenden der Bereiche Mundart-Musik und Mundart-Text, Vertretern der Mundart Ageh, Medienvertretern, Vertretern der Wissenschaften und der Stiftung art 131 wird die Einsendungen bewerten.
Die Gewinner/Gruppen erwarten attraktive Preise:
- Einladung mit Aufnahmen und Schulung besonders talentierter Teilnehmer ins Jugendgästehaus nach Waldmünchen (Inhalt: professionelle Musik und Textgestaltung, Bühnenpräsenz, Studioaufnahmen, Vorbereitung eines öffentlichen Auftritts),
- eine Veröffentlichung der Sieger-Texte, -Lieder und -Songs auf der Homepage der Mundart Ageh sowie auf der CD-Dokumentation, Live-Auftritte für erste Preisträger auf dem Bayerischen Mundart-Festival im Sommer 2008 in Waldmünchen und bei Konzerten der Mundart-Ageh.
Der Wettbewerb wird auf einer eigenen CD dokumentiert.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Link:
www.mundartwettbewerb-bayern.de
14. Projekt "Memorium Nürnberger Prozesse - Schaffung einer Erinnerungsstätte im Justizgebäude Nürnberg"
Maßnahmeträger:
Stadt Nürnberg
Museen der Stadt Nürnberg
Hirschelgasse 11
90403 Nürnberg
Zuschuss: 630.000 €
Projektbeschreibung:
Rund um den historischen „Sitzungssaal 600“ im Nürnberger Justizgebäude soll ein Museumsprojekt entstehen, das die weltgeschichtliche Bedeutung des Ortes dokumentiert. Hier wurden 1945 von den Alliierten 21 Hauptkriegsverbrecher - u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß, Julius Streicher – wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen den Frieden angeklagt. Der Saal 600 (in dem immer noch Prozesse stattfinden) gilt als Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts. Die derzeitige Präsentation ist unzureichend – sie steht den Besuchern nur bei Führungen am Wochenende und im Rahmen organisierter Gruppenbesuche unter der Woche offen. Bis zu 40.000 Interessierte nahmen mittlerweile pro Jahr daran teil. Künftig soll über dem historischen Saal ein bisher ungenutzter Dachboden für eine Dauerausstellung ausgebaut werden. Von dort wird der Raum 600 durch eine Fensterfront einsehbar sein.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.museen.nuernberg.de/prozesse
15. Projekt "1. Bayerisches Zirkusfestival für Kinder und Jugendliche"
Maßnahmeträger:
Jugendsiedlung Hochland e.V.
Rothmühle 1
82549 Königsdorf
Zuschuss: 14.000 €
Projektbeschreibung:
Der Verein Jugendsiedlung Hochland beabsichtigt, im September 2008 auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte Königsdorf ein Zirkuskünstefestival für Kinder und Jugendliche durchzuführen. Mit dieser Maßnahme sollen Jugendliche an Kunst und Kultur herangeführt, künstlerische und artistische Betätigungen auf dem Gebiet der Zirkuskünste gefördert und neue Initiativen im jugendkulturellen Bereich erschlossen werden. Als Zirkuskünste werden die folgenden Bereiche verstanden:
Aus den Gebieten der Bewegung und Akrobatik: Partnerakrobatik, Luftakrobatik (Trapez, Vertikaltuch, Vertikalseil), Tanz, Schwarzlichttheater etc.. Das Gebiet Balance und Äquilibristik umfasst Aktivitäten mit dem Einrad, Hochrad, Seiltanz, Rollbrett-Balance, Hochstelzen etc.. Clownerie, Zauberei, Großillussionen, Pantomime, Feuer- und Fakirkünste verkörpern den Bereich der Theatralischen Darstellung. Schließlich umfasst das Festival auch Aktivitäten aus dem Gebiet der Jonglage, wie das Jonglieren mit Bällen, Keulen, Cigar Boxes, Diabolo, Devil Stick usw. .
Zielgruppe des Projektes sind Kinder- und Jugendzirkusgruppen aus ganz Bayern mit Teilnehmern im Alter von 10 bis 27 Jahren mit ihren verantwortlichen Betreuern. Da Jugendliche aus allen Regierungsbezirken Bayerns an dem Festival teilnehmen sollen, ist dem Vorhaben überörtliche Bedeutung beizumessen. Ziele des Projektes sind Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranzuführen, sie in ihren Talenten und ihren künstlerischem Ausdruck gezielt zu fördern, ihnen ein Forum einzuräumen, bei dem sie die Möglichkeit haben, ihr Können zu zeigen sowie die Möglichkeit zu vermitteln, von anderen Teilnehmern zu lernen und ihr Wissen und Können im offenen Austausch und Training weiterzugeben.
Zweites Ziel dieses bayerischen Zirkuskünstefestivals ist es, sich als jährliches bayernweites Festival zu etablieren. Dabei soll der Veranstaltungsort in verschiedene Regierungsbezirke wechseln. Die Förderung im Jahr 2008 soll deshalb lediglich eine Anschubfinanzierung für eine langfristige Etablierung des Festivals darstellen. Die Jugendbildungsstätte Königsdorf hat sich als erster Veranstaltungsort angeboten, da hier auf eine sehr gute Infrastruktur und personelle Ressourcen zurückgegriffen werden kann.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.jugendbildung.info
www.jugendsiedlung-hochland.de/informieren/pages/InformierenAktuellesNeuigkeiten.php
www.lag-zirkuspaedagogik-bayern.de/html/main.html
16. Projekt "Musik und Bewegung – Lehrpfad durch die Musikgeschichte"
Maßnahmeträger:
Initiativkreis für Kunst und Kultur e.V.
Frankldorfer Str. 13
94121 Straßkirchen
Zuschuss: 8.000 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt ist eine Kooperation des Initiativkreises für Kunst und Kultur e.V. und den Fachschaften Musik und Sport der Johann-Riederer-Schule Hauzenberg (Staatl. Realschule) und es soll in der letzten Schulwoche im Schuljahr 2008/09 stattfinden. Alle Schüler der Realschule Hauzenberg lernen an einem Vormittag die unterschiedlichen Facetten der instrumentalen und vokalen Musik der jeweiligen Epochen kennen. Profimusiker aus verschiedenen Berufsorchestern und internationale Instrumentalsolisten werden den zeitlosen Zauber konzertanter Musik zu vermitteln wissen. Das Projekt wird im Vorfeld an der Schule vorbereitet. Pädagogische Einführungen mit den jeweiligen didaktischen Schwerpunkten werden den Schülern den Zugang zur klassischen Musik erleichtern. Eine Zusammenarbeit der Fachschaften Musik und Sport wird den Aspekt der Bewegung in Form Initiativkreis für Kunst und Kultur e.V. - Vorstand: Oliver Lakota - einer pädagogischen Arbeitsphase an der Schule umsetzen. Denkbar und möglich sind verschiedene Modelle handlungsorientierter Musikdarstellung in den Tänzen der jeweiligen Epochen. Auch Improvisationstänze sind für das Projekt zuträglich und gewünscht.
Alle Schüler lernen an einem erlebnisreichen Tag viele Musikstile kennen, die sich auch in gleicher Form im Lehrplan der Realschule wieder finden. Das außergewöhnliche Klangerlebnis und populäre Werke der klassischen Musik wirken als Primäreffekt, der eine positive Erfahrung mit dieser Art von Musik bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen wird.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.realschule-hauzenberg.de (Projekte)
17. Projekt "Faszination Klöster – Orte die berühren"
Maßnahmeträger:
Bildungswerk Rosenheim e.V.
Pettenkofer Str. 5
83022 Rosenheim
Zuschuss: 6.000 € (M-Quote)
Projektbeschreibung:
Das Bildungswerk Rosenheim e.V., größte kirchliche Einrichtung der offenen Erwachsenenbildung in Stadt und Landkreis Rosenheim, plant von Februar bis Oktober 2009 ein Schwerpunktprojekt "Faszination Klöster - Orte die berühren".
Geplante Elemente des Projektes sind:
* Die Fotoausstellung "Klöster - Berührungspunkte zwischen Himmel und Erde" von Fotografin Cristiana Wilson und P. Dr. Florian Florek vom Karmeliterkloster in Reisach, die eigens für diesen Schwerpunkt zusammengestellt werden soll. Dabei sollen Bildungszentrum Rosenheim etwa 40 großformatige Fotos aus Klöstern zwischen Salzach und Ammersee zu sehen sein, die Architektur, wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Leistungen der regionalen Klöster und Ordensgemeinschaften sowie deren Spiritualität sichtbar machen.
* Eine Vortragsreihe mit geschichtlichen, psychologischen, religiösen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesundheitlichen Aspekten des klösterlichen Lebens in Geschichte und Gegenwart - auch im Blick auf heutige gesellschaftliche Probleme und die spirituelle Suche der Menschen.
* Seminare, Wanderungen und Exkursionen zu Klöstern in der Region, um deren Spiritualität, geschichtliche und kulturelle Leistungen vor Ort erlebbar zu machen.
* Darüber hinaus sollen die Mitgliedseinrichtungen angeregt werden, vor Ort dieses Thema mit eigenen Veranstaltungen aufzugreifen.
Das Projekt wird durch einen eigenen Programmflyer beworben, der in einer Auflage von 5000 Stück in Stadt und Landkreis Rosenheim verteilt werden soll.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.bildungswerk-rosenheim.de
18. Projekt "SPRACH-Rhythmus"
Maßnahmeträger:
Hofer Symphoniker gGmbH
Klosterstr. 9-11
95028 Hof
Zuschuss: 8.000 EUR (M-Quote)
Projektbeschreibung:
Das Schulprojekt "SPRACH-Rhythmus" der Hofer Symphoniker soll wie schon das Vorgängerprojekt "Lebenstakte" in der Sophienschule im Hofer Bahnhofsviertel durchgeführt werden, das durch das Zusammenleben von Einwohnern aus vielen Nationen einen sozialen Brennpunkt der Stadt Hof darstellt. Schüler mit Migrationshintergrund sollen im Schuljahr 2008/2009 Unterricht in Rhythmus und Sprache bekommen. Das Ziel soll größere Konzentrationsfähigkeit, größere emotionale Stabilität und Senkung des Aggressionspotentials sein.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.hofer-symphoniker.de/musikschule/modellprojekte/sprach-rhythmus/
19. Projekt "Medienpädagogische Kooperation in der Erwachsenenbildung II"
Maßnahmeträger:
Freundeskreis Filmfest München e.V.
Sonnenstr. 21
80331 München
Zuschuss: 16.062 €
Projektbeschreibung:
Als größtes Publikumsfestival in Deutschland soll das Filmfest München "breiten Bevölkerungskreisen" Filmkultur nahe bringen. Daraus leitet sich auch der volkspädagogische Auftrag ab, den Film als Kunstform aktiv auch an nicht-cineastische Zielgruppen heranzutragen, um deren Kommunikationsfähigkeit und ästhetisches Urteilsvermögen zu fördern. Die Entwicklung eines neuen pädagogischen Ansatzes mit dem Ziel einer möglichst "barrierefreien" Zugangsvermittlung für bisher dem Medium Film eher fernstehende Bevölkerungsschichten stand bereits im Mittelpunkt der Idee für ein Projekt "Medienpädagogische Kooperation in der Erwachsenenbildung", das erstmals aus dem Kulturfonds 2007 bezuschusst wurde.
Im Rahmen dieser Projektfortführung sollen die medienpädagogischen Kooperationen in der Erwachsenenbildung weiter ausgebaut und methodisch differenzierter werden. Gemeinsam mit der Münchner Volkshochschule soll ein neues Bildungsangebot entwickelt werden.
Dabei sollen zunächst
* die Medienkompetenz der Menschen erhöht,
* Zusammenhänge (insbesondere die Mechanismen der Vermittlung von Kultur und Werten) bewusst gemacht,
* die Eigenverantwortung im Umgang mit Medieninhalten gestärkt,
* die Suggestionskraft technischer Bilder untersucht und
* die Kritikfähigkeit weiter Bevölkerungsteile vergrößert werden.
In Zusammenarbeit zwischen der Münchner Volkshochschule und dem Filmfest sollen in Workshops vor Beginn des Filmfests insgesamt mindestens fünf Veranstaltungen während des Festivals konzipiert und durchgeführt werden.
Im Rahmen des 27. Filmfest München soll dann an fünf Tagen jeweils ein ausgewählter, aktueller Film aus dem Programm des Filmfests in einer eigenen Vorführung für die Teilnehmer der Volkshochschulkurse gezeigt werden. Wichtiger Projektteil ist die anschließende Diskussion mit mindestens einem Mitwirkenden - in aller Regel dem Regisseur, evtl. einem der Darsteller - und dem Programmer (= Kurator), der beim Filmfest für Auswahl und Programmierung des Films verantwortlich ist. Ziel ist, Inhalt und Form (d.h. visuelle Darstellung, Dramaturgie etc.) gleichzeitig und als zusammengehörig zu diskutieren, um sowohl zu einem vertieften Umgang mit dem Thema beizutragen, als vor allem auch die Sensibilität dafür zu schärfen, wie stark die Wahrnehmung von Inhalten von deren künstlerischer und medialer Gestaltung abhängt. Dabei sollen sich Anspruch und Niveau der Auseinandersetzung und Reflexion selbstverständlich an den Voraussetzungen und konkreten Bedürfnissen der Kursteilnehmer orientieren.
Das Neuartige der geplanten Kooperation liegt vor allem darin, innerhalb dieses maßgeschneiderten Bildungsangebotes dieselben hohen ästhetischen und intellektuellen Standards anzulegen, wie sie in nicht-didaktischen Veranstaltungen vorausgesetzt werden. Allerdings macht dies die geschickte Vermittlung der Inhalte zur zentralen Frage. Die Volkshochschule, das Filmfest München und der Freundeskreis Filmfest München e.V. setzen für dieses Projekt ihre strategische Allianz fort, um neue Zielgruppen darin zu unterstützen,
ihre ästhetische Orientierungs- und Urteilskompetenz zu erweitern.
Status: In Vorbereitung bzw. wird gerade durchgeführt
Links:
www.filmfest-muenchen.de
20. Projekt "Auf die Bühne, fertig, los"
Maßnahmeträger:
Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen e.V.
Josef-Bromberger-Weg 1
82515 Wolfratshausen
Zuschuss: 8.728 €
Projektbeschreibung:
Das Projekt "Auf die Bühne, fertig, los" ist ein "Workshoppaket", das an die Schule kommt und mit den Schülerinnen und Schülern in einem kreativen, klassenübergreifenden Setting arbeitet. Die Einbindung der verschiedensten Kräfte (Lehrer, Eltern, Kommune) sowie die Vernetzung mit den Fachkräften der Jugendhilfe verleihen dem Projekt Pilotcharakter. Die Innovation liegt im Workshopangebot, das den unterschiedlichen Neigungen und Charakteren von Kindern Rechnung trägt (Pantomime, Körpertheater, Rhythmik, Musik,
Bewegung, Zirkuskünste, etc.). In neuen Gruppen machen die Schüler neue Erfahrungen mit ihrem Körper, mit neuen Geräten und mit anderen Mitschülern. Durch diese Form des neuen, am Kind orientierten Lernens, gewinnen die Kinder ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Das Hauptaugenmerk wird auf das gemeinsame Lernen gelegt nach dem Motto: "miteinander statt gegeneinander". Die Einbeziehung der Lehrkräfte bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Schüler in einem anderen "Setting" wahrzunehmen und besser kennenzulernen.
Es ist geplant, das Projekt an 5 Grundschulen (Beuerberg-Eurasburg, Icking, Egling, Wolfratshausen-Weidach und Münsing) durchzuführen. Insgesamt werden dabei über 600 Kinder erreicht. Das Projekt umfasst jeweils eine Schulwoche und findet während der regulären Schulzeit statt. Die Projektwochen wurden in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulleitungen, Kommunen, Elternbeiräten und Fördervereinen an Schulen geplant und werden in Zusammenarbeit mit erfahrenen und professionellen Pädagogen durchgeführt. Jeweils am Ende der Woche, am Freitagnachmittag, werden die Kinder ihr neu erworbenes Können in einer Abschlussgala auf der Bühne präsentieren. Von Seiten der lokalen Printmedien ist eine intensive Begleitung und Berichterstattung gesichert. Des weiteren steht der Maßnahmeträger wegen einer Berichterstattung bzw. intensiven Projektdokumention mit dem Bayerischen Rundfunk in Verbindung.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
21. Projekt "Musica Mediterranea"
Maßnahmeträger:
Europamusicale Veranstaltungs GmbH
Brienner Str. 55
80333 München
Zuschuss: 67.800 €
Projektbeschreibung:
Das 5. Europäische Musikfest EUROPAMUSICALE befasst sich im Jahr 2009 speziell mit der Musik der südeuropäischen Länder. Im Mittelpunkt des Festivals "Musica Mediterranea" werden dreizehn Länder Südeuropas sowie des Mittelmeerraumes stehen: Bosnien und Herzegowina / Bulgarien / Frankreich / Griechenland / Italien / Kroatien / Malta / Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien / Portugal / Rumänien / Spanien / Türkei / Zypern.
Die Länder präsentieren sich vornehmlich im Bereich Musik, einzelne Länder stellen sich zusätzlich mit Werken aus Literatur, Wissenschaft und Film vor. In der Zeit vom 29.04. - 26.05.2009 finden hauptsächlich in München und einigen weiteren bayerischen Orten insgesamt 29 Konzerte und Veranstaltungen statt. Der musikalische Schwerpunkt des Festivals liegt in der ethnischen Musik des jeweiligen Landes und wie sie ihren Einfluss nimmt in verschiedene Bereiche der Musik (z. B. Klassik, Jazz, Pop, Rock).
Das 5. Musikfest EUROPAMUSICALE sieht erstmals die Einbindung von Schulen in das Projekt vor. In Kooperation mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus soll eine Reihe von Schulen in Müncheri und den umliegenden Landkreisen kontaktiert und die Schülerinnen und Schüler zum kostenlosen Besuch des Festivals eingeladen werden. Die Musiklehrer/Innen der interessierten Schulen erhalten Materialien zur Vorbereitung. Zudem ist geplant, dass Musikwissenschaftler der Hochschule für Musik und Theater in den Musikunterricht kommen, anschaulich die Musik des Festivals "Musica Mediterranea" erläutern und leicht verständlich in die Konzerte einführen.
Nach dem Besuch der Konzerte sollen den Schulen entsprechende Materialien, z. B. Konzertmitschnitte, zur Nachbereitung Im Unterricht zur Verfügung gestellt werden.
Auch wird vielen Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund aus den teilnehmenden Ländern damit die Möglichkeit geboten, sich bei einem Konzertbesuch –und seiner Vor- und Nachbereitung im Unterricht- mit ihrer Ursprungskultur auseinander zu setzen und zu identifizieren.
Ziel der gesamten Festivalkonzipierung ist es, schwerpunktmäßig die Aufgeschlossenheit für andere (Musik)Kulturen und deren Hintergründe möglichst in allen Gesellschaftsschichten, insbesondere bei der Jugend, zu wecken.
Status: Erfolgreich abgeschlossen
Links:
www.europamusicale.eu

Projekt „Mit Sprechen durchstarten"
Dieses Projekt der Stiftung Zuhören beinhaltet als Projektidee die modellhafte Entwicklung und Erprobung von Konzepten und Materialien zur Förderung der Persönlichkeit und der kulturellen Teilhabe von Schülerinnen und Schülern in der (Ganztags)Hauptschule. Mittels konkreter Übungen soll geholfen werden die sprachlichen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, sich neue Lerntechniken anzueignen und die Kenntnisse über Berufe zu erweitern. Die besondere Förderung der Sprachentwicklung sowie die Berücksichtigung der Mündlichkeit sollen wichtige Anstöße für die Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen geben und helfen, die individuellen und sozialen Lern- und Leistungsvoraussetzungen an Ganztagsschulen zu verbessern. Die Materialien sollen außerschulisches Personal dabei unterstützen, aktiv Sprechanlässe und Dialogsituationen zu gestalten sowie Übungen zur sinnerschließenden Wahrnehmung mündlicher Informationsangebote durchzuführen. Das Angebot soll damit auch die Integration außerschulischen Personals in den Schulalltag erleichtern.
Damit soll das Projekt Bausteine für die im Rahmen der bayerischen Hauptschulreform angestrebten Modularisierung liefern, die besonders geeignet sind, in Ganztagshauptschulen von außerschulischem Fachpersonal eingesetzt zu werden.
Den wissenschaftlichen Part des Projekts übernimmt Professor Kahlert, ein ausgewiesener Grund- und Hauptschuldidaktiker, der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Zeitlich erstreckt sich das Projekt voraussichtlich auf zwei Schuljahre. In Phase I sollen in mehreren Arbeitsschritten Materialien entwickelt und erprobt werden und in Phase II soll dann die endgültige Erstellung des Medienpakets und die Durchführung von Fortbildungen für Betreuer außerhalb der Modellschulen erfolgen.
Am Projekt teilnehmende Schulen sind die Hauptschule Pfarrkirchen, die Frieden-Volksschule Schweinfurt, die Weiß-Ferdl-Hauptschule Altötting, die Hauptschule Bad Endorf, die Hauptschule Thannhausen, die Volksschule Garching, die Ottfried-Preußler-Schule Stephanskirchen und die Hauptschule Peiting.
Internet:
www.br-online.de/br-intern/thema/stiftung-zuhoeren/3-hauptschulen.xml
www.stiftung-zuhoeren.de/PROJEKTE/Kinder_und_Jugend/index.jht (vorauss. Anfang 2008)
Projekt „Musica Sacra International – Toleranz macht Schule II
Musica Sacra International, das Musikfestival der großen Weltreligionen vereint Teilnehmer, die mit Ihrer Musik das Christentum (auch orthodox), das Judentum, den Islam, den Buddhismus und den Hinduismus repräsentieren. Die eingeladenen Ensembles gestalten 20 gemeinsame Konzerte und einige Gottesdienste in der gesamten Region. Den Konzertbesuchern wird durch ein umfangreiches Programmbuch und durch Textübersetzungen aller Werke ein umfangreiches Hintergrundwissen vermittelt. Eine Vortragsreihe ergänzt den pädagogischen Aspekt des Festivals.
In Zusammenarbeit mit der Filmburg Marktoberdorf wurden den Schülergruppen jeweils ein thematischer Film zu einer Religion gezeigt – im Anschluss folgte eine Live-Demonstration religiöser Musik mit dem jeweiligen Ensemble, gefolgt durch eine moderierte Diskussion über den Film und eine Fragestunde über die jeweilige Religion mit den Musikerinnen und Musikern und Experten für die jeweilige Religion. In Zusammenarbeit mit den beiden Ministerialbeauftragten für Realschulen und Gymnasien des Bezirks Schwaben wurden Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Region eingeladen. Die Lehrerinnen und Lehrer erhielten im Vorfeld Unterrichtsmaterial über die Filme und eine Ensemblebeschreibung, um die Schülerinnen und Schüler auf die Veranstaltung vorzubereiten. Alle Teilnehmer erhielten das Programmbuch und die Flyer des Festivals, um sich auch im Nachgang weiter zu informieren. Dreimal war die Filmburg Marktoberdorf mit interessierten jungen Leuten gefüllt. Lehrer und Schüler nutzten die Gelegenheit, den Musikern aus aller Welt Fragen zu stellen und deren Lebenssituationen kennen zu lernen.
Fazit:
„Hier bekommen die Jugendlichen Verständnis für andere Kulturen. Es wird Ihnen klar, wie die Realität woanders aussieht!“ so eine Lehrerin aus Sonthofen. Nach dem Film über Afrika wird die tägliche Dusche vielleicht etwas kürzer ausfallen – angesichts des Leids in der Dritten Welt kommen die Schülerinnen und Schüler ins Grübeln! Aber die fröhlichen Gesänge des Chores Kwaya ya Uinhilisti Loruvani aus Tansania zeigen Ihnen auch, wie man mit Musik und Rhythmus trotz schwieriger Lebensumstände froh und glücklich leben kann – das relativiert vieles und lädt zum Nachdenken ein – auch über das eigenen Leben. Die der deutschen Jugendkultur sehr ferne Religionsphilosopie des ZEN-Buddhismus und Tadashi Tajima überraschte die Schüler mit einer farbenreichen Erklärung des Shakuhachispiels auf Japanisch, die Betreuer Uli Flick spontan übersetzte. Der Aufforderung Tajimas, sich mal auf die Stuhlkante zu setzen, die Augen zu schließen und einfach nur zu Atmen und die Atmosphäre im Raum auf sich wirken zu lassen, kamen die Jugendlichen – zunächst teils kichernd – nach und ließen ihre Aufmerksamkeit lenken. Die Ruhe beim darauffolgenden Shakuhachispiel war für ein derart junges Publikum beeindruckend – der alte japanische Shakuhachi-Meister hatte sie „gepackt“!
Über Leben und Kirche im heutigen Russland schließlich diskutierte Archimandrit Irenäus Totzke zusammen mit dem Ensemble Svetilen aus Ivanovo und den Jugendlichen. Die Russen waren vom Film „Rubljovka“ nicht sehr begeistert, zeige er doch eine Facette des heutigen Russland, die ihnen nicht so lieb sei – auch hier also genügend Stoff für interessante Diskussionen.
Projekt „Dialog der Religionen“ – Jugendfilmclubs für Toleranz, Integration, Aufklärung
Grenzen zu überwinden und vor Gewalt und Verfolgung von Menschen anderer geistiger Prägung zu warnen, ist das Ziel des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. . Im Sinne eines Vermächtnisses des großen deutschen Schauspielers und Regisseurs Bernhard Wicki will der Fonds dabei Wegbegleiter für die Identitätsbildung von Heranwachsenden sein. Zur Erreichung dieser Ziele möchte der Gedächtnisfonds beginnend ab Herbst 2007 mit den Jugendfilmclubs und den dazugehörigen Veranstaltungen, wie den Symposien, Podiumsdiskussionen und nunmehr auch den „Jugendkinotagen – die Brücke“, ganz bewusst Jugendliche christlicher, jüdischer und muslimischer Prägung über eine Brücke führen, um im Dialog Ideen zu entwickeln und einen Weg zu finden, ohne Vorurteile miteinander die Zukunft unseres Landes zu gestalten. Unter dem besonderen Einsatz des Mediums Film soll damit ein „Dialog der Religionen und Kulturen“ in Gang gesetzt werden, der zu mehr Toleranz und Verständnis für das jeweilige Gegenüber führt. Der Fonds unterstützt derzeit Jugendfilmclubs in München, Kempfenhausen, Eckental und Oberstdorf. Der Projektträger will Lehrer und Schüler an bayerischen Schulen aller Art - von der Förderschule über Hauptschulen, Realschulen bis hin zu Gymnasien und beruflichen Schulen - dazu anregen, solche Gemeinschaften zu gründen, sie aufbauen helfen und begleiten. Ein Schwerpunkt wird zudem auf der Ausweitung des pädagogischen Konzepts auf die bayerischen Ganztageshauptschulen liegen, da hier deutliches Potential für die Gestaltung außerschulischer Aktivitäten gesehen wird. Gezielt sollen jene Schulen angesprochen werden, in denen unterschiedliche kulturelle und religiöse Gruppen aufeinandertreffen. Ermutigt durch die Erfahrungen bei den Jugendkinotagen 2005 und 2006 soll es zukünftig auch gehörlosen Schülern ermöglicht werden, an den Aktivitäten der Jugendfilmclubs teilzunehmen. Der Gedächtnisfonds möchte diesen Diskurs mit Gebärdendolmetschern unterstützen, um auch hier eine Brücke zu schlagen zwischen behinderten und nicht behinderten Jugendlichen.
Als Partner des Projekts konnte das Jugendzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München gewonnen werden. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden zwei Denkansätze für die Realisierung eines ersten interreligiösen Filmclubs:
- Die Jugendlichen der verschiedenen Religionen verbringen gemeinsam ca. 2 Wochen an einem Ort außerhalb Münchens, wo sie im Rahmen dieser „interreligiösen Begegnung“ an ihrem eigenen Film arbeiten sollen. Oder:
- Es werden jüdische, evangelische, muslimische Clubs etc. eingerichtet und jeder Club produziert seinen eigenen Film und die einzelnen Clubs treffen sich in regelmäßigen Abständen mit den Anderen, um dann im Rahmen eines Workshops zum Beispiel zu lernen, wie man ein Drehbuch schreibt oder eine Kamera bedient.
Zusätzlich zu dieser Kooperation will sich der Gedächtnisfonds zur Umsetzung der neuen Projektidee in den Schulen gezielt an die verantwortlichen Lehrer insbesondere der Fächer Kunst, Ethik, Religion, Sozialkunde, Medien etc. wenden. Neben einer Vorstellung der neuen Initiative basierend auf beispielhaften Aktivitäten der bereits bestehenden Jugendfilmclubs soll ein „Jugendfilmclub-Startpaket“ bestehend aus dem Film „Die Brücke“, dem Filmbegleitheft sowie Ideen zur Fortführung des Clubs angeboten werden.
Für die kreative und gestalterische Umsetzung der Filmprojekte steht den Jugendfilmclubs der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. mit Rat und Tat zur Seite, der bezüglich der technischen Unterstützung auf die in fast allen bayerischen Städten existierenden Medienzentren zugehen wird.
Internet: www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de/jugendprojekte.htm
Projekt "Power!Percussion"
Im Rhythmus und im Sound eine gemeinsame Sprache finden“ – das war das Anliegen des Projekts „Power!Percussion“, das am Donau-Gymnasium Kelheim vorgestellt wurde. Veranstaltet wurde das Percussion-Projekt von der Musikvereinigung Kelheim und der Stiftung art 131, die bayernweit künstlerisch-kulturelle Projekte für Schulen anbietet. Die finanzielle Unterstützung erfolgte vom Kulturfonds Bayern, der Musikvereinigung Kelheim, der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern, Stadtmarketing Kelheim plus und der Stadt Kelheim. Das Percussion-Projekt hatte Pilotcharakter: Aus sechs verschiedenen Schularten und aus unterschiedlichsten Kulturkreisen kamen die Schülerinnen und Schüler, die mit den Profis von Power!Percussion acht Wochen lang zusammen arbeiten durften. Am Ende der intensiven Probenarbeit stand am 17. Oktober 2008 ein gemeinsames Konzert.
Kultusminister Schneider war Schirmherr des Projektes und betonte: „Es geht nicht allein um die Förderung musikalischer Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Die intensive Arbeit an und mit der Musik schafft eine gemeinsame kulturelle Basis – und stellt so einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Integration dar.“
Das gemeinsame Musizieren und die praktische Zusammenarbeit mit
einem echten Profi fördern die schöpferischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und verbessern die Qualität und das Profil des Unterrichts im künstlerisch-kulturellen Bereich. Darüber hinaus werden die Potenziale besonders Begabter besonders gefördert und entwickelt. Durch die persönliche Begegnung mit Künstlern, durch die individuelle Annäherung an ihre Kunst und nicht zuletzt durch das Erleben eines bisher unbekannten künstlerischen Austausches erfahren Kinder und Jugendliche Schlüsselerlebnisse mit besonders nachhaltiger Wirkung.
Folgende Schulen waren an den Workshops und dem Konzertauftritt beteiligt:
Förderschule: Cabrinischule Offenstetten;
Grundschule: Bischof Manfred Müller Schule Regensburg;
Hauptschule: Wittelsbacher Hauptschule Kelheim und Hauptschule Riedenburg,
Realschule: St. Anna Realschule Riedenburg und Staatliche Realschule Riedenburg;
Gymnasium: Donau-Gymnasium Kelheim;
Berufsschule: Staatliches Berufsbildungszentrum Regensburg.
www.art131.de
www.musikvereinigung-kelheim.de
Projekt "KESS – Best Practice Durchlauf"
Das Projekt "KESS- Kompetenz Extern in Schule und Schulleben" - Best-Practice-Durchlauf - soll an den drei Modellschulen Grundschule Volkenschwand, Grundschule Saal a.d. Donau und Volksschule Unterpleichfeld durchgeführt werden. An diesen Schulen stehen bereits durch die erste Pilotphase dieses Kulturfonds-Projekts KESS-Experten zur Verfügung.
Mittels des Projektes soll ein Einsatzplan für KESS-Experten im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung erstellt werden und durch Schulleitung und KESS-Experten die fachliche Ausweitung und finanzielle Basis erprobt werden. Mit einem Budget von 6.000 € pro Schule sollen KESS-Experten an den drei Schulen eingesetzt werden, um dadurch den für die Schulleitung verlässlichen Einsatz von Eltern/Externen (mit KESS-Qualifizierung) zu erproben und gleichzeitig die Förderangebote für die Kinder kostenfrei anbieten zu können. Dabei sollen die Eltern die sich einer KESS-Qualifizierung unterziehen, ein Honorar (5,00 € mehr als nicht qualifizierte Eltern/Externe) erhalten.
Vorrangiges Ziel der Maßnahme ist es, die Kommunikation zwischen Schule und Eltern vertrauensvoll aufzubauen und die Betreuungs- und Förderangebote in der offenen Ganztagsbetreuung für eine flächendeckende Ausweitung vorzubereiten und zu sichern. Daneben soll die KESS-Qualifizierung bei flächendeckender Verbreitung in Bayern und die Kooperation mit den Schulleitungen u.a. durch die Erprobung der Abläufe und Organisationsstrukturen für die Schulleitungen gesichert werden. Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
Projekt „Münchner Bücherschau junior 2008“
Die 2. Münchner Bücherschau junior vom 1.— 9. März 2008 stand ganz im Zeichen der Leseförderung. Mehr als 19.000 große und kleine Buchfans kamen in die Rathausgalerie, um die Kindermedienausstellung sowie die vielfältigen Veranstaltungen zu besuchen.
Speziell das Programm für Schulklassen und Kindergartengruppen wurde gut angenommen — das Vorhaben, Kinder im Alter von etwa 3 - 12 Jahren an das Lesen und das Buch heranzuführen und Eltern, Erziehern und Lehrern Orientierung zu bieten, wurde erfolgreich umgesetzt. Man hat sich hierbei verstärkt dafür eingesetzt, qualitätsvolle Programmpunkte zu koordinieren und umzusetzen, um im Bereich der Weiterbildung für Lehrer, Erzieher und Eltern interessante und motivierende Präsentationen von Buchinhalten zu ermöglichen.
In mehr als 25 Lesungen, Workshops und Exkursionen für alle Altersgruppen konnten Kinder, Begleitpersonen, Lehrer und Erzieher viele Autoren live erleben, selbst spannende Erfahrungen machen und die Welt entdecken, in der Bücher entstehen oder ihre Leser finden.
Auflistung der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der Leseförderung
Organisation und Durchführung von Exkursionen:
Informationen über die Hintergründe der Buchbranche durch Besuch eines Autors, eines Verlags, einer Buchhandlung, einer Bibliothek:
- Dorling Kindersley Verlag
- Buchhandlung Hugendubel
- Erhard Dietl (Autor)
- Kinder- und Jugendbibliothek der Münchner Stadtbibliotheken im Gasteig
Organisation und Durchführung von Veranstaltungen - speziell auch für Kindergartengruppen und Schulklassen:
- Fossilienwerkstatt (Tessloff Verlag)
- Richtig clever! Experimente rund um Töne, Klänge und Farben (Esslinger Verlag)
- Gewitternach(t)mittag (Schreib-und Zeichenwerkstatt)
- Chinesisch-Superleicht (Workshop, Dorling Kindersley Verlag)
- Magic Cooking - Englisch mit Hexe Huckla (Langenscheidt Verlag, Gräfe und Unzer Verlag, Kinderküche)
- Malen mit dem Blauen Reiter (Prestel Verlag)
- Der große Märchen-Mitmach-Vormittag
- Schreiben und Gestalten von Sachbüchern (in Kooperation mit Verlag "Bunt & Vielfalt"): Recherche, Schreiben, Illustration, Druck, Buchbindung....
Bereitstellen von Informationen Anregungen für Eltern und Erzieher:
- Die besten Hörbücher für Kinder (In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der Stiftung Zuhören)
- Wissen macht stark" - die besten neuen Sachbücher
München entdecken -Aktionen im Rahmen des Stadtjubiläums der Stadt München:
- Geschichte und Geschichten mit dem Münchner Kinderportal pomki.de: Schnitzeljagd durch München, Schreiben, Zeichnen und dichten über München, Kinderredaktion Nymphenburg für Kinder (Besuch des Nymphenburger Parks mit Hinweisen zu Pflanzen und Tieren)
- Münchner Residenz: Besuch der Schatzkammer, Rundgang durch die Residenz
Projekt „Wege durch den Mediendschungel“
Mit dem Projekt "Wege durch den Mediendschungel - Kinder und Jugendliche sicher in der Medienwelt begleiten" möchte der Landesverband Bayern des Deutschen Kinderschutzbundes die Medienkompetenz von Eltern und Erziehern erhöhen. In einem Medienkompetenzkurs, der sich über vier Abende erstreckt, sollen sich Eltern und Erziehende über eigene Erziehungsvorstellungen im Umgang mit verschiedenen Medien bewusst werden, die Kommunikation zum Thema neue Medien in der Familie gestärkt und fachliche Informationen über eine altersgerechte Mediennutzung geboten werden.
Der erste Abend befasst sich dabei mit dem Medium Fernsehen. Dabei sollen folgende Punkte angesprochen werden: Zugang zur Medienwelt über eigene Medienerfahrungen (Fernsehen); Eltern von heute und deren Bedeutung; was verstehen Kinder? Entwicklungspsychologische Aspekte; Qualität von Kindersendungen; Konkrete Unterstützung /Regeln im Umgang mit dem Medium Fernsehen.
Der zweite Abend ist dem Medium Internet gewidmet. Hier geht es darum, was Kinder im Internet machen, wie sie den Umgang mit dem Internet in ihrer eigenen Familie erleben und wie jüngere Kinder an das Internet herangeführt werden können bzw. wie Kinder und Jugendliche im Umgang mit den neuen Medien begleitet werden können.
Der dritte Abend befasst sich mit den Kommunikations- und Unterhaltungsmedien. Themen sind: Chat und Instant Messenger, die Faszination von web 2.0 Angeboten, sozial network - was ist das?, virtuelle Welten: second live und co, Umgang mit PC-Spielen.
Im letzten Abend wird schließlich auf das Handy mit seinen Funktionen eingegangen. Dabei soll der eigene Umgang mit dem Handy reflektiert werden, jugendschutzrelevante Aspekte, neue Formen des Mobbings wie i-bullying und happy slapping erörtert werden. Auch die Themen Gewaltvideos auf dem Handy und Kostenfallen werden angesprochen.
Die Kurse werden von pädagogischen Fachkräften dezentral und bayernweit angeboten. Für die Qualitätssicherung der Medienkompetenzkurse ist die kontinuierliche Begleitung und der fachliche Austausch der Kursleiterinnen und -leiter sichergestellt. Mit einer Medienkampagne und Pressekonferenzen sowie freie Anzeigen zur Platzierung in unterschiedlichen regionalen Zeitungen soll auf diese Angebot aufmerksam gemacht werden und die Öffentlichkeit für die Thematik bayernweit sensibilisiert werden. Die Medienkompetenzkurse des Kinderschutzbundes werden vom JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis wissenschaftlich begleitet. Nach der erfolgreichen Einführung der Medienkompetenzkurse in Bayern ist im Laufe des Jahres 2009 eine bundesweite Einführung geplant.
www.kinderschutzbund-bayern.de
Das Projekt ist zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
Projekt "Interdisziplinäres Musikprojekt in der Ganztagesklasse"
Ein Schwerpunkt des Projektes der Hofer Symphoniker bestand in der Erarbeitung und Aufführung eines interdisziplinären Musikprojekts. In der interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Lehrkräfte der öffentlichen Schule (Musik, Deutsch, Sport u.a.) der Kulturpädagogin des Theaters (Regie) und den Dozenten der Musikschule der Hofer Symphoniker (Kinderchöre, Tanz, Percussion) wurde ein gemeinsames Stück von Grund auf erarbeitet. Favorisiert wurde ein Werk, bei dem je nach Begabung möglichst alle Schülerinnen und Schüler der Ganztagesklasse beteiligt werden konnten. Dadurch ließ sich das Projekt gut in den normalen Unterrichtsalltag der Hauptschule integrieren.
Das Stück wurde beim schuleigenen Sommerfest und beim Aktionstag „Kultur und Sport gegen Gewalt“ in der Hofer Altstadt aufgeführt. Gerade durch die Aufführung beim Aktionstag erreichte das interdisziplinäre Projekt aus Tanz, Percussion und Gesang eine hohe Resonanz. Beteiligt waren 20 Schülerinnen und Schüler beim Tanz, 15 Schülerinnen und Schüler bei Percussion und 15 Schülerinnen und Schüler sowie 35 Choristen des Kinderchors der Musikschule der Hofer Symphoniker.
Aufgrund des interdisziplinären Ansatzes wurden auch positive außermusikalische Effekte erzielt. Durch die verdichtete zielgerichtete Arbeit wurde die Konzentration geschult, durch die langfristig geplante Vorbereitung öffentlicher Auftritte das zielorientierte Arbeiten über längere Zeiträume und durch die Erfahrung, auf der Bühne zu stehen und Aufführungen zu gestalten, die persönliche Entwicklung der Kinder und deren Selbstbewusstsein entscheidend gefördert.
Projekt "Bionikcamps"
"Lernen aus der Natur" - unter diesem Motto möchte das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit seinem Pilotprojekt „Bionikcamps“ Jugendliche nachhaltig für die Verbindung von Natur und Technik begeistern. Die Natur wird als Vorbild für technische Lösungen entdeckt, indem Naturphänomene beobachtet und eigene Forschungsprojekte durchgeführt werden. Die Jugendlichen lernen die Bionik als innovative, interdisziplinäre Wissenschaft kennen und erfahren, dass aus der Naturbeobachtung wichtige Ideen für technische Lösungen gewonnen werden.
Es ist geplant, in den Schulferien 2007 und 2008 als Pilotprojekt drei jeweils einwöchige Bionikcamps anzubieten, die in der Nationalparkregion Bayerischer Wald durchgeführt werden sollen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen bayerischer Gymnasien, die sich im Rahmen einer offenen Ausschreibung für eine Teilnahme bewerben können. Die Teilnehmerzahl ist pro Camp auf 15 beschränkt. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden am Ende eines Camps Unternehmensvertretern, den Eltern sowie der Presse und der Öffentlichkeit präsentiert. Ein organisiertes und betreutes Rahmenprogramm, mit Teamaufgaben und gemeinsamen Aktivitäten in und mit der Natur verleiht der Woche den Campcharakter und fördert die Teamfähigkeit.
Projekt "Tanz an Bayerns Grundschulen"
Das Projekt "Tanz an Bayern Grundschulen 2008" konnte mit großer Resonanz in fünf Städten durchgeführt werden. Der Projektträger "Tanz und Schule" ist ein Verein mit Sitz in München. Seit 2006 ist er angegliedert an die Tanzbasis, die mit dem Konzept Access to Dance insbesondere jungen Menschen den zeitgenössischen Tanz näher bringen will. Hiermit begreift der Verein die Arbeit auch als wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Er wird vom Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Bundeskulturstiftung gefördert und führt sehr erfolgreich Tanzprojekte mit professionellen Tänzern und Tanzpädagogen im Regelunterricht in allen Schulformen in München und Umgebung durch.
Dieses Projekt war allerdings etwas ganz Besonderes: zum ersten Mal arbeitete der Verein auch außerhalb Münchens mit Künstlern und mit Schulen zusammen. Zwei Wochen lang haben die Künstler intensiv mit den Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen täglich mindestens 3 Stunden gearbeitet. In der Arbeit ging es um den kreativen Prozess. Neben dem Training wurde unter Anleitung der beiden Künstler, die in jeder Klasse verantwortlich waren, eine Choreographie entwickelt. Kleine Tanzstücke sind entstanden (zwischen 5 und 8 Minuten pro Klasse). Auf der DVD Kids on Stage, Tafelhalle Nürnberg kann man alle Stücke und die Begeisterung der kleinen Tänzer und Tänzerinnen sehen. So wichtig es auch ist, dass die Kinder ihre Werke vor dem Publikum (ausverkauftes Haus Tafelhalle) präsentieren können, sie einmal das Erlebnis haben, auf einer großen Bühne zu stehen, um so wichtiger ist doch auch der Arbeitsprozess selbst, in dem die Kinder viele neue Erfahrungen machen konnten: den eigenen Körper wahr zu nehmen, das Zusammenspiel von Musik und Bewegung zu erfahren, selber schöpferisch tätig zu sein. Gleichzeitig ist aber auch Disziplin, Durchhaltevermögen und Teamarbeit gefragt: einander zuhören, sich gegenseitig beobachten, gemeinsam Ideen entwickeln. Und immer ist der volle Einsatz gefragt. In einem künstlerischen Prozess, wie diesen, erhalten die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen, die sie auch in anderen Lebensbereichen anwenden können. Wie gut es den Schülern, den Lehrern und Schulleitern und dem Künstlerteam gefallen hat, kann man an folgenden Reaktionen erkennen:
- Briefe der Kinder,
- Interessensbekundungen von Lehrkräften und Schulleitern, beim kommenden Projekt wieder dabei zu sein,
- alle Künstler wollen die Arbeit fortsetzen,
- große öffentliche Aufmerksamkeit durch die Presse
Das Projekt wird 2009 vom 13.-24. Juli 2009 mit Grundschulklassen aus München, Augsburg, Nürnberg und Regensburg stattfinden.
Dokumentation:
Im Rahmen des Projekts entstanden: Webpage, Videodokumentation, Fotodokumentation, Pressespiegel, Internetblog auf www.tanzinbayern.de. Probetagebücher der Schülerinnen und Schüler und studentische Dokumentationen für die Publikationen.
Beteiligte Schulen und ihre Projektleiter:
Augsburg - Friedrich-Ebert-Grundschule, Friedrich-Ebert-Str. 14, 86199 Augsburg; Klasse 3b;
Projektleitung: Sebastian Eilers, Assistenz: Tina Essl; Lehrkraft: Sonja Nichtl, Schulleitung: Christa Baumann
München - Grundschule an der Grandistrasse, Grandlstr. 5, 81247 München; Klasse 3b; Projektleitung: Andrea Marton, Assistenz: Lotte Holmskov; Lehrkraft: Annette Keitl, Schulleitung: Christina Huber
München - Grundschule an der Rennertstrasse, Rennertstr. 10, 81739 München; Klasse 4; Projektleitung: Sabine Haß-Zimmermann, Assistenz: Heidi Schnirch; Lehrkraft: Frau Frenz, Schulleitung: Frau Bormann
München-Lochham - Volksschule Locham, Adalbert-Stifter-Platz 1, 82166 Gräfelfing; Klasse 3c; Projektleitung: Mirjam Tegeder, Assistenz: Judith Hummel; Lehrkraft: Frau Gastl, Stellvertretende Schulleitung: Martina Behr
Nürnberg - Theodor-Billroth-Schule, Billrothstr. 16, 90482 Nürnberg; Klasse 3c; Projektleitung: Beate Höhn, Assistenz: Petra Javorsky; Lehrkraft und Schulleitung: Irmgard Weigert
Nürnberg - Astrid Lindgren Schule, SalzbrunnerSr. 61, 90473 Nürnberg; Klasse 4; Projektleitung: Alexandra Rauh, Assistenz: Mey Sefan; Lehrkraft: Erika Zeltner, Schulleitung: Ursula Reichel
Regensburg - Volksschule Sinzing, Bergstr. 11, 93161 Sinzing; Klasse 3d; Projektleitung: Kilta Rainprechter, Assistenz: Christiane Winkler; Lehrkraft: Frau Schopf, Frau Laudi; Schulleitung: Herr Thieme
Rosenheim - Volksschule Schlossberg, Schulstr. 4, 83071 Stephanskirchen; Klasse 4; Projektleitung: Christa Coogan, Assistenz: Steffie Scheidler; Lehrkraft und Schulleitung: Dr. Irmgard Reitmaier
Team und Förderer
Künstlerische Leitung und Konzept: Tanz und Schule e.V./Kulturbüro Simone Schulte und Andrea Marton
Produktionsleitung Kids on Stage: Dagmar Pilsner
Presse: Lina Meli, Simone Schulte
Verträge und Kommunikation: Anja BrixIe
Grafik: Ruth Botzenhardt
Praktikantin: Jana Brambach
Wissenschaftliche Begleitung: Dr. Katja Schneider
Fotos: Franz Kimmel, Klaus Gruber
Webpage: Kristen Bird
Künstlerische Projektleitungen: Christa Coogan, Sebastian Eilers, Andrea Marton, Mirjam Tegeder, Alexandra Rauh, Bärbel Höhn, Sabine Haß-Zimmermann, Kulta Rainprechter
Assistenzen: Tina Essl, Lotte Holmskov, Steffie Scheidler, Heidi Schnirch, Christiane Winkler, Petra Javorsky, Judith Hummel, Mey Sefan
Fotoauswahl:
www.tanz-und-schule.de/fotoarchiv.html: siehe auch weitere Berichte und Fotos unter www.tanzinbayern.de
Pressespiegel, DVD, Programmheft, Flyer, Plakat auf Anfrage
Projekt "Literarische Brücken bauen"
Die Stiftung art. 131 konnte für dieses Projekt den Schriftsteller Nevfel Cumart gewinnen. Projektträger war die Kester-Haeusler-Stiftung. Der deutsche Staatsangehörige mit türkischen Migrationshintergrund ist der Träger des Bayerischen Förderpreises für Literatur 1995 und bekannt für seine völker- und kulturverbindenden Gedichte und Texte. Der Schriftsteller versuchte im Rahmen des Projekts Schülerinnen und Schülern Einblicke in literarische Grundlagen zu vermitteln, lebendige Charaktere und Figuren zu erarbeiten sowie Texte und Szenen zu entwickeln, denen in seiner Gesamtheit die Schwerpunkte Toleranz, Gewaltlosigkeit und Völkerverständigung zugrunde liegen. Nevfel Cumart bot an 6 bayerischen Haupt- und Realschulen seine kreativen Schreibwerkstätten als "poetischer Pädagoge" an. Zusammen mit den jeweiligen Lehrkräften erhielten die Teilnehmer Einblicke in literarisches Denken, Schreiben und Darstellen. Bei einer Abschlussveranstaltung mit Lesungen von Schülerinnen und Schülern wurden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Projekt "Qualipass"
Mit dem Projekt „Qualipass“, das vom Markt Weiler-Simmerberg durchgeführt wird, sollen Jugendliche u. a. dazu veranlasst werden, bei Bewerbungen nicht nur auf ihren schulischen Abschluss zu verweisen, sondern zugleich ihre weiteren Kompetenzen, die sie sich auf verschiedenen Gebieten erworben haben, einzubringen. Dazu erhalten die Jugendlichen einen Ordner, in dem sie Nachweise über außerhalb der Schule erworbene Kompetenzen, insbesondere Praxiserfahrung dokumentieren können. In vielen Fällen ist den Jugendlichen nicht bewusst, über welche Kompetenzen, die sie außerhalb der Schule erworben haben, sie verfügen und die bei einer Bewerbung u. U. berücksichtigt werden oder gar den Ausschlag für eine Einstellung geben können.
Neben seinem Wert als Dokumentensammlung bei Bewerbungen soll der „Qualipass“ auch eine wichtige Zusammenstellung darstellen, um jungen Menschen ihr eigenes Kompetenzprofil zu veranschaulichen und die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Forderung nach „Lebenslangem Lernen“ zu vergegenwärtigen. Es soll aber auch ein Dokument sein, mit dem das Selbstbewusstsein von jungen Menschen gefördert werden kann, weil damit gleichsam in einem Spiegel die eigenen bereits erworbenen Fähigkeiten erkennbar werden.
Darüber hinaus ist in dem Qualipass vorgesehen, wichtige Informationen zu Ausbildungsplatz- und Stellensuche, Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgesprächen aufzunehmen und ihn so zu einem Handbuch bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche zu machen.
www.weiler-simmerberg.de
www.landkreis-lindau.de
www.kjr-lindau.de
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.

Projekt "Entstehung rechter Jugendkulturen"
Das kirchliche Jugendbüro Pfarrkirchen hat auf Grund von Erfahrungen im täglichen Umgang mit Jugendlichen in der Jugendarbeit festgestellt, dass die Jugendlichen und auch Erwachsenen zu wenig wissen, wie sich Rechtsextremismus zu erkennen gibt. Zudem nimmt die Gewaltbereitschaft in der rechten Szene immer mehr zu. Glatze, Springerstiefel etc. sind Bilder die normalerweise durch die Köpfe spuken, wenn von Neonazis die Rede ist. Doch der Schein trügt. Der ordentlich adrette Junge mit Seitenscheitel aus der Nachbarschaft, der Opa von nebenan, der Rocker, der Auszubildende im Blaumantel usw. – sie alle finden sich in den unterschiedlichsten Strukturen des organisierten Rechtsextremismus wieder. Rechte Einstellungen sind nicht allein ein Jugendproblem. Doch ist es vor allem das Entstehen einer rechten Jugendkultur, die dem Rechtsextremismus Auftrieb gibt. Das kirchliche Jugendbüro Pfarrkirchen will daher mit seinem Projekt Stellung beziehen, Jugendliche aufrütteln und sensibel werden lassen für die Demokratie. Zunächst wird eine Ausstellung, die aufklärt und aufzeigt und auch zur Diskussion anregt mit verschiedenen Medien ergänzt. In einem zweiten Schritt wird auf dieser Basis dann an den Schulen mit den Zielgruppen 8. bis 10. Jahrgangsstufe gemeinsam mit den Lehrkräften gearbeitet. Im Vordergrund soll aber immer die offene Diskussion stehen.
Das Projekt ist ein wichtiges Mittel zur demokratischen Bildung unserer Jugend.
www.kjb-pan.de
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
„Projekt „Das große (Arbeits)Los – Ein integratives Theaterprojekt in Landshut“
Nicht erst die Geschehnisse in der französischen Hauptstadt Paris im Sommer 2005 haben deutlich gemacht, dass in einer Gesellschaft das Klima des sozialen Friedens dann sicherer ist, wenn Gerechtigkeit und Gleichbehandlung gefördert und Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung verhindert werden können. Arbeitslosigkeit kann ausgrenzen, stigmatisieren, mut-los und sogar krank machen. Mit der Hoffnung auf Beschäftigung sinkt bei vielen Arbeitslosen zugleich auch das Selbstwertgefühl.
Hier setzt das interkulturelle Theaterprojekt des Evangelischen Bildungswerkes Landshut e.V. an. In Zusammenarbeit mit der „Arbeitsgemeinschaft Stadt“, der Agentur für Arbeit und dem Kulturfonds der Bayerischen Staatsregierung sollen 15 bis 20 arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene zusammen mit einem Regisseur, einem Ausbilder, einem Sozialpädagogen und Handwerkern in einer Arbeitsmaßnahme ein sozialkritisches Stück erarbeiten.
In dem einjährigen Theaterprojekt (Herbst 2007 bis Sommer 2008) stehen die Jugendlichen und junge Erwachsenen beruflichen und schulischen Herausforderungen gegenüber. Im Team soll von den Projektteilnehmern als Schauspieler, Bühnengestalter, Handwerker, Nähern/innen und Köchen/innen gemeinsam mit Fachleuten ein Theaterstück erarbeitet werden. Dabei soll nicht allein die Inszenierung und Aufführung im Vordergrund stehen, sondern auch die konkrete Erarbeitung eines kompletten Schauspiels.
Im Rahmen dieses integrativen Theaterprojekts, das eine Ideen- und Handlungswerkstatt für ein solidarisches Miteinander darstellt, sollen die Teilnehmer modellhaft demokratisches, gemeinschafts- und zielorientiertes Handeln erlernen. Die Theaterproben sollen außerdem ein Entdecken und Erleben der eigenen Potentiale und Begabungen ermöglichen. Ferner sollen die jungen Arbeitslosen erfahren, dass sie in der Lage sind, eine sinnvolle Leistung zu erbringen. Diese Erfahrung ist von hohem psychologischem Wert. Durch das Spiel vor der Gruppe und schließlich vor dem Publikum soll das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl und der Glauben an eigene Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden. Zugleich soll die Kommunikationskompetenz verbessert werden.
Das Projekt gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung wird zwar nicht die ökonomische Grundlage und Lebenssituation des Einzelnen für immer verändern, es kann aber in einem bedeutenden Ausmaß dazu beitragen, das Selbstvertrauen der Teilnehmenden zu stärken und sie zu ermutigen, sich für eine positive Veränderung ihrer persönlichen Situation in unserer Gesellschaft einzusetzen. Das Projekt ist daher von großer Bedeutung für die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
www.ebwlandshut.de
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
Projekt „Ich kenne meine Pappenheimer – Ein Projekt zum interkulturellen Dialog“
In der Gemeinde Pappenheim, Landkreis Weißenburg/Gunzenhausen, haben sich viele ausländische Zuwanderer angesiedelt. Neben Zuwanderern aus dem asiatischen, südamerikanischen und südosteuropäischen Raum dominiert eine stark türkisch geprägte Migrantengruppe, die sich nur unzureichend integrieren konnte. Erste Ansätze einer gelingenden Integration wurden durch die Durchführung eines Integrationssprachkurses an der Landvolkshochschule Pappenheim initiiert, der im Sommer 2006 erfolgreich beendet wurde. Mit dem aktuellen Projekt wird versucht diese Ansätze einer Integration weiterzuentwickeln und sich über die Sprache hinaus mit der Kultur des Gastlandes vertraut zu machen. Neben der Vermittlung von Wissen über kulturelle Traditionen und Ausprägungen vor dem Hintergrund der eigenen Herkunft ist insbesondere daran gedacht, praxis- und lebensnahe Kenntnisse und Einblicke in die Bereiche Bildung, Schule, Sport, Arbeitswelt, Gesellschaft, Politik, Kultur und Religion zu vermitteln bzw. eine Auseinandersetzung mit diesen Bereichen zu ermöglichen. In 50 Wochenveranstaltungen an Nachmittagen bzw. Abenden, die von einem lizenzierten Sprachlehrer begleitet werden, sollen zusätzlich Fachreferenten und Ansprechpartner aus Behörden, Kirchen und Vereinen eingebunden werden. Darüber hinaus sollen die Kursteilnehmer an geeigneten kulturellen Veranstaltungen wie Theaterabenden, Bürgergesprächen, Konzerten, Vereinsveranstaltungen und ähnlichem teilnehmen, wodurch eine aktive Auseinandersetzung mit den kulturellen Bedingungen ermöglicht und persönliche Kontakte hergestellt werden sollen, die die vorhandenen Blockaden abbauen helfen.
www.lvhs-pappenheim.de
Projekt „Merhaba heißt Hallo. Oder wie Europa zusammenwächst“
Mit dem Projekt des Evangelischen Stadtakademie Erlangen e. V. wurde das interkulturelle und interreligiöse Miteinander in Erlangen und Erlangens Partnerstadt Besiktas (ein Stadtteil von Istanbul, der eine vergleichbare soziale, wirtschaftliche und kulturelle Struktur wie Erlangen aufweist) gestärkt und durch Beziehungen einzelner Gruppen zwischen Erlangen und Besiktas intensiviert.
Das Projekt ist hervorragend gelungen, jedoch anders und vielfältiger, als ursprünglich geplant. Es hat sich ein Projekt entwickelt, das weit über das Jahr 2008 und die alte Projektidee hinaus wirkt.

Kulturfonds-Stipendium "Botschafter Bayerns"
Das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“ hat sich als äußerst erfolgreiches Projekt etabliert. Die Berichte der Stipendiatinnen und Stipendiaten der vergangenen Kulturfondsjahre haben es gezeigt: Ein längerer Aufenthalt in Staaten, die üblicherweise nicht unbedingt als bevorzugte Austauschländer gelten, ermöglicht ganz besonders intensive Erfahrungen. Die Stipendiaten haben ihren Auslands-aufenthalt sehr gut bewältigt, sich in ihre Familien eingelebt und über die Schule oder auch den Projektpartner zahlreiche Kontakte, vor allem auch zu Gleichaltrigen geknüpft. Sie äußern sich durchwegs positiv zu ihrem Auslandsjahr, empfehlen diese Erfahrung weiter und drücken auch ihren Dank für die Förderung aus dem Kulturfonds aus.
Zusammen mit dem Projektpartner AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. konnten die Stipendien an Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 18 Jahren für die folgenden Partnerländer Bayerns vergeben werden: China, Polen, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Stipendiaten haben ihr Gastland „hautnah“ erlebt und es gelang ihnen, sich in eine ihnen fremde Kultur einzufügen, eine ihnen völlig neue Sprache zu erlernen und sich im Alltag zurechtzufinden. Fähigkeiten, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine wesentliche Rolle spielen. Im Kontext all dieser Erfahrungen, die sich entscheidend auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, wird dadurch auch ein neues Bewusstsein für die eigene Kultur und Sprache geschaffen.
Das Kulturfonds-Stipendium 2007 wurde am 12. Juli 2007 in Regensburg offiziell vom Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Ministerialdirektor Josef Erhard, verliehen. Diese Veranstaltung diente auch der Anbahnung von Kontakten zwischen den „alten“ und „neuen“ Botschaftern Bayerns („Netzwerk“).
Das Kultusministerium arbeitet ab dem Kulturfondsjahr 2008 mit dem neuen Projektpartner YFU Deutsches Youth für Understanding Komitee e.V. zusammen. Es können bis zu 19 Stipendien vergeben werden und das An-gebot wurde um drei weitere Partnerländer Bayerns, Indien, Bulgarien und Rumänien ergänzt. Die Höhe des zu erbringenden Eigenanteils beläuft sich für China auf 2.200,- € und für die anderen europäischen Länder auf 1.100,- € . Für das neue Austauschland Indien beträgt der Eigenanteil 2.000,- €. Für den einjährigen Schulaufenthalt können sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren bewerben. Nähere Hinweise und Detailinformationen zum Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“ 2008 (Austauschjahr 2008/2009) können Sie dem beigefügten Faltblatt entnehmen.

Kulturfondsprojekt „Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen“
Der Bayerische Jugendring hat im Jahr 2006 ein breit angelegtes, neues Fachprogramm eingeführt, mit dem Ziel, landesweit mit den Trägern der Jugendarbeit konkrete Projekte zu initiieren, durch die ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet werden soll, das Thema Gesundheitsprävention in den Aktivitäten der Jugendarbeit umfassend zu verankern.
Im Ergebnis geht es um die Weiterentwicklung bestehender Konzepte der Jugendarbeit, um den Anforderungen einer gesunden Lebensführung und der Prävention von Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden.
Ausgangspunkt des Fachprogramms sind die Ergebnisse des 12. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung. Der Bericht zeigt auf, dass die Anzahl der Ein-Eltern-Familien und die Zahl der geschwisterlosen Kinder zunimmt und das Zurückgehen der gemeinsam verbrachten Familienzeit ein Phänomen ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen ist.
Viele Kinder und Jugendliche müssen ihren Alltag selbst gestalten. Um ihnen vorbereitende und begleitende Unterstützung zu geben, soll insbesondere die Kompetenz zur bewussten Nutzung und zum kritischen Umgang von und mit Medien vermittelt werden, die den Alltag der Heranwachsenden vor allem in Fragen der Ernährung und der Freizeitgestaltung zumeist barrierefrei beeinflussen.
Das Fachprogramm will jugendnahe Wege gesunder Lebensführung aufzeigen sowie einen Beitrag zur Aufklärung über die Wirkungsweisen von Gefährdungen leisten, wie etwa gelegentlicher oder regelmäßiger Alkoholkonsum, zu laute Musik in Diskotheken oder bei sonstigen Veranstaltungen, Zigaretten-/Tabakkonsum, der Drang hin zu Schönheitsoperationen, Spielsucht, sexueller Missbrauch usw. Dabei sollen alternative Verhaltensweisen unter besonderer Berücksichtigung alters-, geschlechts- und regionalspezifischer Unterschiede von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aufgezeigt und eingeübt werden.
Ebenso wird das gesundheitliche Gefahrenpotenzial berücksichtigt, das nicht allein aus unbewusster Ernährung oder unüberlegter Freizeitgestaltung hervorgeht - wie etwa wenig oder kein Sport -, sondern ganz konkret aus der unzureichenden Bewältigung von psychischen Beanspruchungen und Belastungen sowie sozialen Anforderungen (z.B. Konflikte, Enttäuschungen). Mit Hilfe des Fachprogramms sollen kreative und innovative Ansätze entwickelt, landesweit verbreitet und in die Jugendarbeit implementiert werden.
Der Bayerische Jugendring hat bereits mit den landesweiten Beratungs-, Koordinations- und Auswertungstätigkeiten sowie der finanziellen Abwick-lung des Fachprogramms bzw. der Einzelprojekte begonnen.
In der ersten Projektphase wurden 51 Projektanträge gestellt. Von August 2006 bis Mitte Juli 2007 konnten hiervon 20 Projekte bewilligt werden; weitere Bewilligungen wurden inzwischen für das bereits laufende Kulturfondsjahr 2007/2008 ausgesprochen. Dies zeigt, dass das Fachprogramm gut angenommen wird.
Die beantragten und bewilligten Projekte gehen sowohl in die Breite als auch in die Tiefe, d.h. es beteiligen sich unterschiedliche Träger der Jugendarbeit mit verschiedenen Ansätzen und Aktivitäten:
Verbände, Jugendringe, Bildungsstätten, Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in öffentlicher Trägerschaft usw. setzen sich mit den unterschiedlichsten Methoden bei ein oder mehrtägigen Veranstaltungen und Tagungen oder in mittel- und langfristigen Projekten mit der Thematik „Gesunde Lebensführung“ auseinander. Es gibt Wettbewerbe, Aktionswochen, Ferienfreizeiten, Erlebnisfahrten, Fotowettbewerbe, mediale Auseinandersetzungen etc., mit denen unterschiedliche Altersgruppen angesprochen werden. Ebenso wird durchweg großen Wert auf den Gender-Aspekt gelegt.
Thematisch können bei den Aktivitäten folgende Schwerpunkte unterschieden werden: gesunde Ernährung, adäquate Bewegung, Gesundheitswissen, Gesundheitsbewusstsein, gesundes Leben lernen, innovative Formen der Wissensvermittlung, Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit (z. B. in den Jugendgruppen) und Multiplikatorenschulungen.
Insgesamt scheint sich der Trend zu verstetigen, dass das Thema „Gesunde Lebensführung“ an viele Kinder und Jugendlichen herangetragen und eine Verankerung im Bereich der Jugendarbeit erfolgen wird.
Festzustellen ist auch, dass vor Ort über den Bereich der Jugendarbeit hinaus Netzwerke entstehen, die sich des Themas „Gesunde Lebensführung bei Kindern und Jugendlichen“ annehmen und dieses in den örtlichen Lebenswelten vorantreiben.
Auf der Homepage des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de wird unter der Rubrik „Förderung“ über das Fachprogramm „Gesunde Lebensführung“ informiert. Hier finden sich u. a. eine Kurzbeschreibung und die Richtlinien des Programms, ebenso Hilfen zur Antragstellung sowie die entsprechenden Kontaktadressen des Bayerischen
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.

Projekt "Regionale Weiterbildungszentren im Konzept des lebensbegleitenden Lernens"
Seit Mitte der 90er Jahre wird in der Bildungspolitik für die lebensbegleitende Weiterbildung verstärkt eine Förderung neuer Lernkulturen gefordert. Dabei ist eine Verlagerung des Schwerpunktes von einem weiteren Ausbau institutionalisierter Weiterbildung hin zu vielfältigen Netzwerken gefragt. Daneben hat mit dem Strukturwandel in allen Lebensbereichen der Begriff des lebenslangen Lernens (LLL) angesichts der gestiegenen Notwendigkeit, Wissen und Kompetenzen stets aktualisieren zu müssen, einen zentralen Stellenwert bekommen. OECD-Studien zur Weiterbildungsteilnahme zeigen, dass Deutschland hier im Länderdurchschnitt hinter anderen Ländern rangiert, die Anstrengungen zur Erreichung der Ziele von Lissabon sind deshalb zu intensivieren. Durch Kooperation und Vernetzung von (Weiter-)Bildungseinrichtungen können vorhandene personelle und finan-zielle Kapazitäten besser genutzt werden und die Qualität der Weiterbildung gesteigert werden. Darüber hinaus ist zukunftsorientierte Weiterbildungspolitik heute nur unter Berücksichtigung europäischer und internationaler Entwicklungen zu gestalten. Deshalb kommt dem Informationsaustausch über die institutionelle Entwicklung von Erwachsenenbildung, über Professionalisierung und Standards pädagogischer Professionalität eine hohe Bedeutung zu.
Die Evangelische Akademie Tutzing führt in diesem Zusammenhang, am 7. und 8 April 2008 in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek München und dem Goethe-Institut eine Tagung mit dem Titel "Regionale Weiterbildungszentren" durch. Dabei werden Hintergründe und Konzepte lebensbegleitenden Lernens sowie erfolgreiche Partnerschaftsprojekte im Sinne einer Förderung regionaler Entwicklungsprozesse dargestellt und erörtert werden. Anhand von ausgewählten "Best Practice"-Beispielen aus Deutschland und grenzübergreifend mit europäischen Partnern soll dokumentiert werden, wie durch eine Erhöhung der Durchlässigkeit Bildungsbeteiligung erhöht, Begabungen mobilisiert und die Bezüge zwischen verschiedenen Bildungsbereichen sowie die Eigenverantwortung der Lernenden gestärkt werden können. Neben Beispielen aus Frankreich, Südtirol und Österreich sollen dabei auch Beispiele vorgestellt werden, die bereits in früheren Jahren aus Mitteln des Kulturfonds Bayern finanziell unterstützt worden sind. Die Veranstaltung dient damit auch der Sicherung der Nachhaltigkeit von bereits aus dem Kulturfonds Bayern geförderten Projekten.
Internet: http://www.ev-akademie-tutzing.de/?locus=http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?lfdnr=1163∂=detail
Projekt "KESS – Kompetenz extern für Schule und Schullandheim"
Das Projekt der Volkshochschule Mainburg wurde in einem ersten Projektjahr aus dem Kulturfonds 2006 gefördert (hierzu www.stmuk.bayern.de/km/aufgaben/kulturfonds/projekte/thema2006/04483/index.shtml).
Zwischenzeitlich wurde mit den Projektpartnern Bayerisches Schullandheimwerk, Bayerischer Rundfunk/Stiftung Zuhören und dem Bayerischen Volkshochschulverband eine Arbeitsgruppe aus Experten zusammengestellt. In bisher insgesamt 10 Sitzungen dieses Gremiums wurden die Inhalte der Qualifizierungsmodule diskutiert und erarbeitet. Im Ergebnis wurden die Themen in sieben Module unterteilt und die Dauer des KESS-Grundkurses auf insgesamt drei Wochenenden festgelegt. Mit den termingerecht erstellten Lehrgangsunterlagen konnte der erste KESS-Grundkurs am 9./10. März in Riedenburg mit insgesamt 22 Teilnehmern aus fünf verschiedenen Schulen beginnen. Dabei erfolgte etwa die Hälfte der Anmeldungen von den Eltern unmittelbar, die andere Hälfte wurde über die jeweiligen Schulleitungen und den Elternbeirat initiiert.
Für die externe Evaluation konnte Frau Prof.Dr.Regina Mulder, Institut für Pädagogik an der Universität Regensburg gewonnen werden, die mit dem Eintritt in die erste Erprobungsphase ihre Arbeit aufnahm. Die Rückmeldungen aus den ersten Befragungen werden in die weitere Projektentwicklung mit einfließen.
Das Projekt wird aus dem Kulturfonds 2007 in einem zweiten Projektjahr gefördert.
Die Münchner Volkshochschule verfolgt mit diesem Projekt zum einen die praxisbegleitende Qualifizierung von Lehrkräften für den Einsatz von Lernprogrammen und online-basierten Lernportalen, denn das mediengestützte Lernen ist in besonderer Weise dazu geeignet, die Selbständigkeit und die Verantwortung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihren eigenen Lernerfolg maßgeblich zu fördern. Zweites Ziel ist, Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern, jungen Menschen ohne Schulabschluss, Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit unattraktiven Abschlüssen für den Arbeitsmarkt bzw. die Lehrstellenangebote die Eigenverantwortlichkeit des Wissenserwerbs nahe zu bringen und sie zu motivieren, individuell neue Lernerfahrungen zu erleben, die ihnen Wege zu lebenslangem Lernen eröffnen und ihre Handlungskompetenzen erweitern. Es sollen zusätzlich zum Kursgeschehen individuelle Kenntnisse erweitert, Fertigkeiten entwickelt und Kompetenzen erschlossen werden, um damit das individuelle Lerntempo und die Lerntiefe zu verbessern. Dabei werden Lernprogramme und Lernportale begleitend zum Unterrichtsgeschehen in den Grundbildungskursen zum Einsatz kommen.
Für eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts, die den Prinzipien der Entwicklungs- und Anwendungsorientierung folgt, soll der Lehrstuhl für Sozialpädagogik, Schwerpunkt Erwachsenenbildung, an der FH Pasing in München gewonnen werden.
Abschließend soll dann auf der Basis der in der Erprobungsphase gesammelten praktischen Erfahrungen und der im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung gewonnenen Erkenntnisse ein Selbstlernstudio insbesondere für junge Menschen im Übergang Schule – Beruf an der Münchner Volkshochschule aufgebaut werden.
Das modellhafte Pilotprojekt hat überregionale Bedeutung.
Der Bayerische Volksbildungsverband beabsichtigte mit diesem Projekt Intentionen und Gedankengut seines Gründers Georg Kerschensteiner in verstärktem Maße zu vermitteln. Aus diesem Grund plante er eine Veranstaltungsreihe durchzuführen, die zum Nachdenken über das Wesen von Kunst anregen und die Teilnehmer in die Lage versetzen sollte, ihre Bewertungskriterien von Kunst zu überprüfen und sich verstärkt ein eigenes Urteil zu bilden. Die Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Wieso eigentlich ernste Musik?" umfasste ein Seminar, einen Vortrag sowie zwei Konzerte.
Mit dem Seminar sollte den Teilnehmern in erster Linie Raum eröffnet werden, um über ihren jeweiligen Ausgangspunkt bei einem Konzertbesuch sowie beim Musikhören nachzudenken. Dazu wurde auf die historischen Umstände, die zur bürgerlichen Musikkultur geführt haben, eingegangen, um anschließend die verschiedenen historischen und aktuellen Formen der Musikrezeption zur Diskussion zu stellen. Außerdem sollten die Kursteilnehmer über die höfische Musikkultur, ihre Gepflogenheiten, Entstehung sowie Funktion der Kompositionen informiert werden. So wurde die Form einer Suite oder eines Ballets erklärt und die vielfältigen Funktionen von Musik für den Tagesablauf bei Hof (Beispiel: Versailles unter Ludwig XIV.) vorgestellt. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete die Musik der Wiener Klassik. In einem dritten Schritt sollte über die verschiedenen Funktionen von Musik nachgedacht werden. Dabei ging es darum, das Medium Musik in seiner Vielfältigkeit zu beurteilen und die historischen Phasen sowie unser heutiges Konzertleben, das derzeit in einem Wandel begriffen ist, zu beleuchten.
Das Seminar fand vom 23. bis 25. Mai 2008 in den Räumen des Kloster Seeon statt.
Durch die exklusive Lage des Klosters Seeon und die professionelle Betreuung während der zwei Tage beim Seminar und der beiden Konzerte wurde das Projekt ein großer Erfolg. Die international bekannten Künstler "Los Otros" (für die alte Musik) und "Nomos-Quartett" (für die neuere Musik) sowie der Referent Prof. Dr. Wolfgang Rathert von der LMU konnten durch ihre Kenntnisse und Darstellung den Seminar- und Konzertbesuchern ein vielfältiges und interessantes neues Wissen vermitteln.

Kultusminister Siegfried Schneider hat die aus dem Kulturfonds 2006 geförderten Projekte dem Bayerischen Landtag am 11. Juli 2006 vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit hob er auch die besondere Bedeutung des Kulturfonds hervor: „Die vorgelegten Projekte beweisen, dass der Kulturfonds den Anstoß gibt für eine nachwirkende kulturelle Bildungsarbeit durch gemeinsame Anstrengungen der Beteiligten vor Ort.“ Wie der Minister ausführte, ist es „das besondere `Markenzeichen` der Förderung aus dem Kulturfonds Unterricht und Kultus, dass „Schulen und Schüler, Eltern und Lehrer aber auch andere Bildungsträger und Institutionen sich `vernetzen`, ihre Kräfte bündeln und dadurch dem Schulleben wie auch dem kulturellen Profil der Region zu größerer Vielfalt verhelfen können“. „Bei der Vergabe von Kulturfondsmitteln“ - so der Minister - „wird hinsichtlich der Wirkung der geförderten Maßnahmen, des Inhalts des Bildungsangebots wie aber auch der erwarteten Ergebnisse der Maßnahmen konsequent darauf geachtet, dass diese einerseits einen bleibenden positiven Einfluss auf die Teilnehmer und ihr Umfeld ausüben, dass sie andererseits aber auch geeignet sind, positive Beispiele zu setzen und zur Vernetzung oder Nachahmung anzuregen.“

Projekt „Förderung und Stärkung einer gesunden Lebensführung von Kindern und Jugendlichen“
Der Bayerische Jugendring beabsichtigt, in den Jahren 2006 bis 2009 ein breit angelegtes neues Fachprogramm einzuführen. Ziel ist es, landesweit mit den Trägern der Jugendarbeit konkrete Projekte zu initiieren. Im Ergebnis geht es um die Weiterentwicklung bestehender Konzepte der Jugendarbeit, um den Anforderungen einer gesunden Lebensführung und der Prävention von Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden. Das Fachprogramm soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das Thema Gesundheitsprävention in den Aktivitäten der Jugendarbeit umfassend zu verankern. Ausgangspunkt des neuen Fachprogramms sind die Ergebnisse des 12. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung. Der Bericht zeigt auf, dass die Anzahl der Ein-Eltern-Familien und die Zahl der geschwisterlosen Kinder zunimmt und das Zurückgehen der gemeinsam verbrachten Familienzeit ein Phänomen ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen ist. Viele Kinder und Jugendliche müssen ihren Alltag selbst gestalten. Um ihnen vorbereitende und begleitende Unterstützung zu geben, soll insbesondere die Kompetenz zur bewussten Nutzung und zum kritischen Umgang von und mit Medien vermittelt werden, die den Alltag der Heranwachsenden vor allem in Fragen der Ernährung und der Freizeitgestaltung zumeist barrierefrei beeinflussen.
Das Fachprogramm will jugendnahe Wege gesunder Lebensführung aufzeigen sowie einen Beitrag zur Aufklärung über die Wirkungsweisen von Gefährdungen leisten, wie etwa gelegentlicher oder regelmäßiger Alkoholkonsum, zu laute Musik in Diskotheken oder bei sonstigen Veranstaltungen, Zigaretten-/Tabakkonsum, Drang hin zu Schönheitsoperationen, Spielsucht, sexueller Missbrauch u. a. . Dabei sollen alternative Verhaltensweisen unter besonderer Berücksichtigung alters-, geschlechts- und regionalspezifischer Unterschiede von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aufgezeigt und eingeübt werden. Der Projektträger weist in diesem Zusammenhang auch auf das gesundheitliche Gefahrenpotenzial hin, das nicht allein aus unbewusster Ernährung oder unüberlegter Freizeitgestaltung hervorgeht - wie etwa wenig oder kein Sport -, sondern ganz konkret aus der unzureichenden Bewältigung von psychischen Beanspruchungen und Belastungen sowie sozialen Anforderungen (z.B. Konflikte, Enttäuschungen). Mit Hilfe des geplanten Fachprogramms sollen kreative und innovative Ansätze entwickelt, landesweit verbreitet und in die Jugendarbeit implementiert werden. Hierfür geht es zunächst um eine Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit. Durch erlebnis-, medien-, theater- und kulturpädagogische Aktivitäten und Projekte soll dann im Rahmen des Fachprogramms das Thema "Gesunde Lebensführung" in der Jugendarbeit vor Ort aufgearbeitet werden.
Gegenstand des Fachprogramms sind daher Projekte zur Förderung der medienkritischen Auseinandersetzung mit Gesundheits- und Gefährdungsthemen, aber auch Maßnahmen oder Aktivitäten zur Behandlung und Beseitigung der verschiedenen Gefährdungen. Die konkreten Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten, die an den Lebenswelten und gesundheitlichen Problemlagen der Kinder und Jugendlichen ansetzen, sollen überregional initiiert, begleitet und gefördert werden. Der Bayerische Jugendring übernimmt die landesweiten Beratungs-, Koordinations- und Auswertungstätigkeiten und somit auch zentral die finanzielle Abwicklung des Projekts für die Träger der Jugendarbeit. Diese Federführung hat sich bei anderen Projekten in der Vergangenheit sehr bewährt. Auch für dieses Fachprogramm und die Einzelprojekte sichert der Bayerische Jugendring schon jetzt die landesweite Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse zu.
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.

Projekt „Implementierung eines e-learning Modellprojekts für ausgewählte bayerische Volkshochschulen“
Der Bayer. Volkshochschulverband (bvv) hat im Januar 2005 mit der Durchführung des Vorhabens "Implementierung eines e-learning-Modellprojekts" begonnen. Ziel des Projektes ist es, eine bayernweite Konzeption zur Einführung so genannter "distance-learning" - Module an den Bayerischen Volkshochschulen zu erarbeiten und anschließend zu implementieren. Von August 2006 bis Juni 2007 stehen die Aufgaben der Pilotierung, laufenden Evaluation und weiteren Tutoren-Qualifizierung auf dem Plan, im Juli 2007 sollen der Abschlussbericht und die fachlich-inhaltliche Bewertung erfolgen. Mittlerweile haben sich gewinnbringende Kooperationen zwischen dem free-learning-Teilprojekt „Franconian Culture Network“ und der „Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO)“ sowie der Angebotsbörse des Arbeitskreises für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e.V. ergeben, die im Zeitraum Juli 2006 bis Juni 2007 vertieft werden sollen.
Das Projekt wurde zwischenzeitlich abgeschlossen und kann insgesamt als ein positiver Meilenstein in der Fortentwicklung erwachsenenpädagogischer Grundlagenkonzepte gewertet werden.
Projekt "Erwachsenenbildung im Wandel - der Zugang des Einzelnen zur Information im Zeitalter digitaler Vermittlungstechniken"
Unter diesem Titel veranstaltete die Evangelische Akademie Tutzing unter der überaus fachkundigen Leitung von Frau Dr. Roswitha Terlinden in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek eine vom Kulturfonds Bayern geförderte Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.
Ausgangspunkt einer Vielzahl hoch qualifizierter Beiträge war die gemeinsame Feststellung, dass sich durch die Digitalisierung von Information und Kommunikation nahezu alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens verändern. Besonders betroffen sei der mit der Produktion, Vermittlung und Speicherung von Wissen befasste Sektor. Wissen, Information, Bildung und Qualifikation gelten aber als die Schlüsselfaktoren für die Zukunftsfähigkeit eines Landes und dessen Stellung im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb. Da die neuen Medien von ihren Nutzern die Fähigkeit zu einer aktiven Informationsbeschaffung verlangten, stehe die Erwachsenenbildung vor erheblichen Herausforderungen. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt vollzögen sich in immer kürzer werdenden Zyklen und setzten beim Arbeitnehmer eine hohe Flexibilität sowie die Bereitschaft voraus, sich immer wieder mit den neuen Technologien zu beschäftigen. In fast allen Berufsfeldern werde heute der Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verlangt.
Vor dem Hintergrund des beschleunigten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels sei der Einzelne aufgefordert, sich ständig weiter zu bilden – aus dem „Lernen fürs Leben“ ist ein lebenslanges Lernen geworden. Dies setze zum einen die Aneignung neuer Informations- und Lerntechniken und zum anderen die Fähigkeit voraus, sich in der Vielfalt der Lernangebote zurecht finden zu können. Der Strukturwandel betreffe den Einzelnen, der seine Identität in einer globalisierten Welt neu definieren muss – dabei helfen ihm regionale Einbindungen - und verändere Bildungsprozesse und Berufsbilder.
In seinem Grußwort für das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus bemerkte Ministerialrat Dr. Udo Dirnaichner, ein Titel „Erwachsenenbildung im Wandel“ - oder, wie oft zu lesen sei „Die Erwachsenenbildung ist in Bewegung geraten“ - umschreibe eher behutsam die teils heftig geführten Diskussionen um die aktuelle und vor allem zukünftige Positionsbestimmung eines traditionell als „Vierte Säule des Bildungswesens“ bezeichneten Aufgabenfeldes. Zum einen gemahnten wissenschaftlich gesicherte Befunde, eine erlahmende Weiterbildungsbereitschaft nicht aus dem Auge zu verlieren. Und dies trotz der in aller Munde befindlichen „Strategie des Lebenslangen Lernens“. Auch lebe eine zunehmende Zahl von Menschen bei uns, die mit Brüchen in ihrer Biographie umzugehen hätten: Migranten zum Beispiel oder Menschen, die aufgrund welcher Umstände auch immer ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss sind. Auch für sie müsse es hinreichende Bildungsangebote geben und diese müssten auch bezahlbar bleiben sowie gesicherten Qualitätsstandards entsprechen. Das gesamtgesellschaftliche Umfeld entfalte sowohl Rückwirkungen auf die Ausgestaltung von Bildungsangeboten wie auch die (Angebots)Struktur der Bildungsanbieter selbst. Im Freistaat Bayern habe sich dabei im letzten Jahr ein sehr lebendiger Diskussionsprozess über den Stellenwert der Erwachsenenbildung entwickelt. Dies sei sehr zu begrüßen, denn bereits der bisherige verstärkte Dialog habe einige Missverständnisse über die Arbeit und die Ziele des jeweiligen Gegenübers ausräumen können.
Einigkeit bestand zwischen den zahlreichen Teilnehmern darüber, dass sich die Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Bayern haben sich in Struktur und in ihrem Angebot auf die Transformationsprozesse hin zur Wissensgesellschaft einzustellen hätten. In gleicher Weise müssten auch andere Bildungseinrichtungen wie die Bibliotheken angesichts der Herausforderungen der Informationsgesellschaft ihre Rolle neu definieren. Und genau hier gelte es anzusetzen: Gemeinsame Ansatzpunkte auszuloten und mögliche Kooperationen zu erarbeiten oder zu vertiefen war ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Dabei ging der Ansatz weit über die Verbindung von analytischem Zugang und der Präsentation von Internetangeboten, die sich bereits in der Praxis bewährt haben, hinaus. Die Tutzinger Fachtagung sendete insoweit ermutigende Impulse in Richtung auf eine für beide Seiten Gewinn bringende Vernetzung der Bildungsbereiche aus.
Projekt "Abenteuer Zuhören - Markt der Möglichkeiten"
Mit der Projektplattform "Abenteuer Zuhören - Markt der Möglichkeiten" möchte die Stiftung Zuhören Bausteine aus verschiedenen - in den letzten Jahren mit Unterstützung des Kulturfonds durchgeführten - Projekten auf einem "Markt der Möglichkeiten" präsentieren und einem breiten Fachpublikum zur Integration in die jeweilige Arbeit empfehlen. Inhaltlich sollen die Teilnehmer Ansätze und Bausteine zur bayernweiten Verbreitung in Workshops erarbeiten. Der "Markt der Möglichkeiten" gibt dabei praxisnahe Impulse, dass die verschiedenen bereits erprobten Projekte eine Breitenwirkung entfalten können. Die vorgelegte Konzeption ist somit als Fortsetzungsmaßnahme folgender Vorhaben im Sinne einer Sicherung der Nachhaltigkeit anzusehen:
Um darüber hinaus dem Gedanken der Vernetzung in besonderer Weise Rechnung zu tragen, sollen als Projektpartner die Hanns-Seidel-Stiftung, das Senioren-, Jugendamt und Kulturamt der Stadt Nürnberg, die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, die Evangelische Akademie Tutzing, die Akademie für Politische Bildung Tutzing, der Caritasverband, das Diakonische Werk, der Bayer. Volkshochschulverband, der Bayer. Städtetag, sowie weitere interessierte Organisationen gewonnen werden. Die Besucher des "Markts der Möglichkeiten" erhalten aus den genannten Projekten Impulse, wie eine Förderung des Zuhörens in innovativen Formen erfolgen und so einen lebendigen Austausch zwischen Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Kultur ermöglichen kann. Den Teilnehmern wird "Zuhören" als in jeder Situation lehr- und lernbare soziale Grundfertigkeit nahe gebracht, die unverzichtbar für eine lebendige Zivilgesellschaft ist, welche auf der Eigeninitiative von Bürgern beruht. Vorgestellt werden Projekte aus den Bereichen Kindergarten, Schule, Handwerk, Kunst, Senioren und Medizin. Darüber hinaus können sich weitere Initiativen und Projekte für eine Präsentation auf dem "Markt der Möglichkeiten" bewerben. Es findet eine öffentliche Ausschreibung statt.
Projekt „Ein Niederbayerischer Dreiklang - Mundart und Dialekt als kulturelle Identifikation"
Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes wollte mit diesem Projekt bewusst die kulturellen Identifikationsaspekte und Eigenschaften Niederbayerns bzw. des Rottals im Zeitraum zwischen Juli und September 2006 in einer kleinen Veranstaltungsreihe vermitteln und erfahrbar machen. Veranstaltungsort war am 08. und 30. August sowie am 14. September 2006 das Freilichtmuseum Massing an der Rott. Das Programm gliederte sich in vier Teile, wobei den Schwerpunkt der literarisch-sprachliche Teil bildete. Zu Beginn des Abends begrüßte Frau Bezirksbäuerin Heckner die Teilnehmer. Anschließend führte die Gartenfachfrau Resi Ott unterhaltsam und lehrreich durch den Bauerngarten des Museumsdorfes. Sie zeigte typisch niederbayerische Gemüsearten, Kräuter und Blumen, erklärte Anbaubedingungen und beschrieb die Wirkungen und Anwendungsformen einiger Kräuter. Im Museumsstüberl servierte dann Maria Maierhofer den Teilnehmern ein traditionelles Rottaler Essen. Alle Teilnehmer erhielten hierzu ein Rezeptheft. Während und nach dem Essen zitierte Mundartsprecher Dr. Hans Göttler Werke von Robert Erbertseder, Wigg Ponzauner, Max Peinkofer und viele weitere. Zudem stellte er Raritäten aus dem Sprachatlas vor. Helmut und Esther Rewitzer sorgten mit Volksliedern auf Akkordeon und Gitarre für den musikalischen Teil des Abends. Mit dieser Zusammenführung zentraler Merkmale der bäuerlichen Gartenkultur, des niederbayerischen Sprach- und Literaturschatzes sowie der regionalen Volksmusik und der regionalen Küche sollte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine äußerst authentische und umfassende Darstellung der typisch niederbayerischen Lebensart vermittelt werden. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen anschließend in die Bildungsangebote des Bauernverbandes einfließen, weshalb auch unter den 108 Teilnehmern insgesamt 20 Multiplikatoren vor Ort waren.
www.bayerischerbauernverband.de/sro.php?redid=67136
www.stmuk.bayern.de/imperia/md/content/pdf/erwachsenenbildung/pnp_ra.pdf
Projekt „KESS - Kompetenz Extern für Schule und Schullandheim"
Die Volkshochschule Mainburg beabsichtigt, in Kooperation mit dem Bayer. Schullandheimwerk, dem Bayer. Rundfunk und dem Bayer. Volkshochschulverband das Projekt "KESS - Kompetenz Extern für Schule und Schullandheim" durchzuführen. Mit diesem Projekt sollen Eltern und Erziehungsberechtigte, aber auch Bürgerinnen und Bürger allgemein, durch Qualifizierung als so genannte "Elternexperten" aktiv am schulischen Erziehungsprozess beteiligt werden. Die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ist ein allenthalben viel beschworenes Thema und für die Erziehung und Betreuung von Schülern wichtig. Die nachweisbaren Bemühungen der Schulen, neben der Vermittlung von Lerninhalten auch erzieherisch auf die Jugendlichen einzuwirken, verdienen Unterstützung auf verschiedensten Ebenen. Mitzuhelfen, den gegebenen Erziehungsbedarf im wünschenswerten Umfang - soweit es möglich ist - abzudecken, ist ein Ziel des Projekts. Das bei den Eltern schon vorhandene Experten- und Erfahrungswissen soll nutzbar gemacht und mit methodischem und didaktischem Instrumentarium ergänzt werden. Die zu vermittelnden Qualitätsstandards sollen dazu führen, dass Kinder nicht nur beaufsichtigt, sondern umfassend gefördert werden. Diese Förderung soll den professionellen Unterricht ergänzen, in dem sich die Schüler unter Anleitung der qualifizierten "Elternexperten" beispielsweise noch einmal mit dem im Unterricht gelernten Stoff auseinandersetzen, neue Themenfelder erkunden und unter Anleitung der Elternexperten gemeinsam Projekte planen.
Im Ergebnis soll durch die Qualifizierung eine breite Schicht von Eltern nahe an die Schule und deren Aufgabenstellung herangeführt werden. Es geht darum, das Verständnis der Eltern für Organisations-, Lehr- und Erziehungsprobleme der Schule zu fördern, bestehende Barrieren zwischen Schule und Eltern sollen abgebaut und neue Vertrauenspositionen zwischen Eltern und Lehrerkollegium aufgebaut werden. Das Projekt KESS wird deshalb neben der Elternqualifizierung eine intensive Zusammenarbeit mit regionalen Kompetenzträgern, wie etwa Musikschulen, Stadtbüchereien oder Vereinen sowie anderen Begegnungsorten (zum Beispiel Freibädern) suchen. Die gewonnenen Kompetenzen können durch diese Qualifizierung zielgerichtet beispielsweise auf die Nachmittagsbetreuung oder die Teilnahme an Schullandheimaufenthalten ausgerichtet und eingebunden werden.
www.kess-experten.de/presse-eltern-for-family.html
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
Projekt "Europäische Nachbarschaft pflegen durch Verstehen und Begegnen"
Vor dem Hintergrund der Landesausstellung Bayern – Böhmen 2007 in Zwiesel hat sich die Volkshochschule Regen mit diesem Projekt zum Ziel gesetzt, neue modulare Angebote der Erwachsenenbildung zu entwickeln um ein Zusammenwachsen Europas zu erleichtern. Fachlich-inhaltlicher Schwerpunkt ist es unter anderem, die grenznahe Bevölkerung mit Aufklärung und organisierten Begegnungen im Rahmen der Landesausstellung zu grenzüberschreitender Kooperation zu motivieren, eine interkulturelle Sensibilisierung für Geschäftsmöglichkeiten und touristische Vermarktung auf beiden Seiten der Grenze zu erzielen und durch moderierte und begleitete Begegnungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen die Bevölkerung für ein erfolgreiches Miteinander zu qualifizieren. Ferner sollen Kursangebote für die Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Museumspädagogik erarbeitet werden, um dadurch Anreize zu schaffen, Museen und Ausstellungsgebäude als Orte für Qualifizierungen, Seminare und Veranstaltungen zu nutzen, damit im Nebeneffekt die Attraktivität von Museen, Galerien etc. gesteigert wird.
Zwischenzeitlich hat im Rahmen dieses Projekts beispielsweise am 9. Juni 2007 das Sokol-Fest in Klattau stattgefunden.
Das Projekt ist von großer grenzüberschreitender Bedeutung für die Region Bayerischer Wald.
Internet: www.landesausstellung-bayern-boehmen.de/164.html

Projekt „Gärten der Begegnung - Internationale Gärten"
Hier geht es um ein Projekt der interkulturellen Integrationsarbeit und des bürgerschaftlichen Engagements in der Trägerschaft des Evang. Bildungswerkes Bayreuth/Bad Berneck. Auf der Basis von gemeinschaftlichem Gartenbau und handwerklichen Tätigkeiten, interkulturellen Aktivitäten sowie gemeinschaftlich konzipierter Bildungsarbeit sollen neue Handlungsmöglichkeiten, Erfahrungen und Begegnungsräume für Migranten und die alteingesessene Bevölkerung am Ort einer Kleingartenkolonie entstehen. Konkret bedeutet dies, dass in einem "internationalen Garten" ein Drittel deutsche Kleingärtner und zwei Drittel Kleingärtner mit Migrationshintergrund (vorwiegend Familien) ihre Parzellen bebauen und gestalten. Der transkulturelle Akzent ist bereits dadurch gewährleistet, dass jede nichtdeutsche Volksgruppe nur jeweils einmal vertreten ist. Die Stadtverwaltung Bayreuth hat sich bereit erklärt, für dieses Projekt ein geeignetes Grundstück am Rande einer Bayreuther Kleingartenkolonie bereitzustellen. Bei den ausländischen Mitbürgern handelt es sich um Projektteilnehmer, die häufig alles zurückgelassen haben, bei den deutschen Mitbürgern um "Kleingärtner", die fest in ihrem traditionellen Milieu verhaftet sind. In diesem interkulturellen Gartenprojekt begegnen sich unterschiedliche ethnisch-kulturelle Hintergründe wie auch verschiedene soziale Milieus, Lebensformen und Altersgruppen.
Sinn und Zweck dieses Projektes bestehen u. a. darin, nieder-
schwellige Kontakte und Begegnungen zwischen Deutschen und Ausländern anzubahnen, wobei sich beide Gruppen zu einer Arbeits- und zugleich auch Lerngemeinschaft zusammenfinden. Daneben soll den ausländischen Mitbürgern geholfen werden, soziale Zusammenhänge, die sie in ihrer Heimat aufgeben mussten, behutsam wieder herzustellen. Mit dem "Runden Tisch Ausländerarbeit" ist ein kompetenter Unterstützerkreis von Fachleuten aus der Arbeit von Mitbürgern mit Migrationshintergrund vorhanden. Die Kontakte bestehen zu Gruppen von Aussiedlern aus den ehemaligen Sowjet-Staaten wie auch zu Gruppen von anerkannten Asylbewerbern, EU-Bürgern und ausländischen Universitätsangehörigen. Zwei Landschaftsgärtner sind zur kostenlosen Beratung und Mitarbeit bereit.
http://www.ebw-bayreuth.de/programm/programm.php?page=va6611&thb=03
Die "Gärten der Begegnung" konnten zwischenzeitlich errichtet werden. Die Projektidee wurde mit Leben gefüllt.
Die positiven Erfahrungen aus dem Projekt haben dazu geführt, dass die "Gärten der Begegnung" von einem befristeten Projekt in eine dauerhafte Einrichtung überführt werden sollen.
Projekt "Landshut für Ausländer - ein interkultureller Stadtführer in 8 Sprachen"
Einwanderung hat die gesellschaftlichen Strukturen in Deutschland grundlegend verändert: Ethnische, sprachliche, kulturelle und religiöse Vielfalt sind zur gelebten Wirklichkeit geworden. Allerdings zeigen insbesondere die Ereignisse vor wenigen Monaten in Frankreich beispielhaft, welche fatalen Folgen eine mangelnde Integration jugendlicher Ausländer nach sich ziehen kann. Vor diesem Hintergrund möchte das Evangelische Bildungswerk Landshut mit seinem Projekt einen thematisch außergewöhnlichen Führer für die Stadt Landshut erstellen und veröffentlichen. Zum Einen soll der Stadtführer ausländische Mitbürger unterschiedlichster Herkunft in Kurzporträts vorstellen. Zudem sollen wichtige Adressen und Hinweise auf Behörden, Vereine, Selbsthilfeorganisationen für Migranten sowie Läden, Geschäfte und Gasthäuser und Restaurants, die von Ausländern gegründet und besucht werden, aufgenommen werden. Eine multinationale, interkulturelle Arbeitsgruppe unter der Leitung eines Sozialpädagogen recherchiert und erstellt alle wesentlichen Inhalte des Stadtführers. Das Projektziel erschöpft sich aber nicht in der Erstellung des interkulturellen Stadtführers. Die Herausgabe dieser Veröffentlichung ist zwar das wichtigste, greifbare Resultat des Vorhabens, nachhaltiges Ziel ist jedoch auch der Aufbau von längerfristigen Kontakten und Verbindungen zum Zweck eines interkulturellen Austausches. Nicht zuletzt steht auch der Wunsch im Raum, durch die gemeinsame Erarbeitung des Stadtführers zwischen Deutschen und Ausländern ein intensiveres Gespräch, einen verständnisvolleren, angst- und vorurteilsloseren Umfang im multikulturellen städtischen Miteinander zu erzielen. Zielgruppe des Projektes sollen zwar in erster Linie Mitbürger mit einer anderen Muttersprache als Deutsch sein, die Broschüre soll aber auch bei den Einheimischen Interesse für ein Aufeinanderzugehen wecken.
Projekt "Werte machen Sinn! Von der Würde des Menschen und dem Wert des Lebens in der alternden Gesellschaft"
Das Vorhaben des Evangelischen Bildungswerks Kronach - Ludwigstadt - Michelau will eine Wertediskussion aus christlicher Sicht führen. Im Mittelpunkt stehen Problemkreise, mit denen sich der Einzelne, die Gesellschaft und auch die Politik auseinandersetzen müssen. Neben der breit angelegten Auftaktveranstaltung beinhaltet die Veranstaltungsreihe folgende Einzelveranstaltungen: Drei Seminare zum Thema "Selbstwertgefühl", eine Podiumsdiskussion "Wie leben wir Familie?", sechs Elternveranstaltungen für Kindergarteneltern, sechs Veranstaltungen in Seniorenkreisen, sechs Veranstaltungen in Frauenkreisen, vier Veranstaltungen rund um den behinderten Menschen unter dem Thema "wertvoll - sinnvoll - würdevoll Leben mit Behinderung", zwei Veranstaltungen mit den Hospizvereinen Lichtenfels und Kronach, zwölf Veranstaltungen in Eltern-Kind-Gruppen sowie sechs Infostände in Fußgängerzonen und bei Gemeindefesten.
Bei diesen Veranstaltungen werden beispielhaft folgende und ähnliche Fragestellungen thematisiert: Welchen Wert haben ältere/alte Menschen in unserer Gesellschaft? Welchen Wert hat Familienarbeit? Welchen Stellenwert hat der Sonntag als gesetzlich geschützter Ruhetag? Wie gehen wir mit behinderten Menschen um? Welchen Wert haben die Menschen in verschiedenen Religionen? Was macht einen Menschen wertvoll? Welche Werte wollen wir den Kindern vermitteln? Welche Werte werden den Kindern durch Film und Fernsehen vermittelt? Welche Werte für das Zusammenleben der Menschen vermittelt die Bibel? Was macht das Leben lebenswert in einer Zeit des rapiden Wertewandels?

Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“
Das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“ wird äußerst erfolgreich durchgeführt. Daher soll auch im Kulturfondsjahr 2006 in Zusammenarbeit mit ABS Interkulturelle begegnungen e.V. der einjährige Schulaufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden: China, Polen, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Berichte der Stipendiatinnen und Stipendiaten der vergangenen Kulturfondsjahre haben es gezeigt: Ein längerer Aufenthalt in Staaten, die üblicherweise nicht unbedingt als bevorzugte Austauschländer gelten, ermöglicht ganz besonders intensive Erfahrungen. Die Stipendiaten haben ihren Auslandsaufenthalt sehr gut bewältigt, sich in ihre Familien eingelebt und über die Schule oder auch AFS zahlreiche Kontakte, vor allem auch zu Gleichaltrigen geknüpft. Sie äußern sich durchwegs positiv zu ihrem Auslandsjahr, empfehlen diese Erfahrung weiter und drücken auch ihren Dank für die Förderung aus dem Kulturfonds aus.
Die Stipendiaten haben ihr Gastland „hautnah“ erlebt und es gelang ihnen, sich in eine ihnen fremde Kultur einzufügen, eine ihnen völlig neue Sprache zu erlernen und sich im Alltag zurechtzufinden. Fähigkeiten, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine wesentliche Rolle spielen. Im Kontext all dieser Erfahrungen, die sich entscheidend auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, wird dadurch auch ein neues Bewusstsein für die eigene Kultur und Sprache geschaffen.
Jedes der insgesamt 15 Kulturfonds-Stipendien für die zukünftigen "Botschafter Bayerns" ist wiederum mit 4.000,- € dotiert; für China ist ein Eigenanteil in Höhe von 3.000,- € zu erbringen, für die anderen Länder beträgt der Eigenanteil für ein Jahr 1.300,- €.
Das Kulturfonds-Stipendium 2006 wurde am 11. Juli 2006 in Augsburg offiziell von Herrn Staatssekretär Karl Freller verliehen. Diese Veranstaltung diente der Anbahnung von Kontakten zwischen den „alten“ und „neuen“ Botschaftern Bayerns („Netzwerk“).

Projekt "Das Prinzip Rache“ – Kurzspielfilm von Jugendlichen, die sich in einem berufsvorbereitenden Bildungsjahr befinden"
Die Volkshochschule Kelheim verfolgte das Ziel bei diesem Projekt mit benachteiligten Jugendlichen, die sich in einem berufsvorbereitenden Bildungsjahr befinden, einen Kurzspielfilm zu erstellen. Insbesondere sollten sich an diesem Projekt Kinder aus Emigrantenfamilien mit mangelhaften Deutschkenntnissen, junge Menschen aus rechtsradikalem Umfeld, Jugendliche mit Lernbehinderungen und junge Leute mit Sucht- oder Gewaltpotential beteiligen. Zielsetzung war die Jugendlichen mittels des Mediums Film auf unterschiedlichste Weise zu fördern und zu motivieren. Dabei sollten die Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit lebendig nahe gebracht werden, um den kulturellen Integrationsprozess in Deutschland voranzutreiben. Konkret sollten unter der Leitung eines Mitarbeiter- und Dozententeams der Volkshochschule Drehbücher für einen Kurzfilm erarbeitet werden.
Im Zuge der Projektvorbereitungen mit den Jugendlichen hat man sich dann aufgrund der unterschiedlichen Homogenität der Projektteilnehmer entschlossen zwei unabgängige Filmprojekte anstelle eines Gemeinschaftsprojekts zu gestalten.
Es entstand daher zum einen eine Dokumentation über die Befreiungshalle Kelheim mit dem Titel „Da Fülm üba da Befreiungshalle“ und zum anderen ein Filmprojekt mit dem Titel „Break Up“ dem ein 21-seitiges Drehbuch zu Grunde liegt, das Jugendthemen wie Zusammenhalt einer Gruppe, Ausländerfeindlichkeit, Drogenabhängigkeit, Mobbing und Verrat an der Gemeinschaft behandelt. Es ist eine Einreichung dieses Films beim Jufinale im Herbst 2007 geplant.
www.la-macchina-volante.de
Das Projekt wurde zwischenzeitlich abgeschlossen.
Projekt "Anne Frank - ein Mädchen aus Deutschland"
Es handelt sich um eine vielfältige, hochmoderne multimediale Wanderausstellung des Berliner Anne Frank Zentrums mit innovativem pädagogischem Profil.
Gezeigt wurde diese Ausstellung in Mittelfranken erstmals am Theresiengymnasium in Ansbach unter Mitwirkung aller weiterführenden Schulen in Ansbach, dem kirchlichen Gymnasium in Neuendettelsau und der Fachhochschule Ansbach in der Zeit vom 19. Juni bis 26. Juli 2007.
Im Zentrum der Ausstellung stand das Tagebuch der Anne Frank, das das übergreifende zeitgeschichtliche Thema "Nationalsozialismus, nationalsozialistische Gewaltherrschaft und Holocaust" darstellt. Durch den vielfältigen Einsatz verschiedener Medien wurden unterschiedliche Perspektiven auf geschichtliche Ereignisse symbolisiert und visuelle, auditive und haptische Eindrücke verwoben. Einzelne Aspekte aus Anne Franks Biographie wurden vertieft und auf ihre heutige Bedeutung hin befragt. Allzu eindeutige Antworten wurden jedoch nicht gegeben.
Zielgruppe der Ausstellung waren besonders Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Nach dem Prinzip "Jugendliche begleiten Jugendle Jugendliche eine aktive Rolle als Gruppenbegleiterinnen und -begleiter ein und verliehen der Präsentation dadurch zusätzliche Lebendigkeit. Die Schülerinnen und Schüler als Ausstellungsbegleiter einzusetzen, stellte sich lt. Maßnahmeträger als durchschlagender Erfolg dar. Zahlreiche Jugendliche arbeiteten mit großem Engagement und entsprechendem Einsatz eigener Freizeit, fanden hervorragenden Kontakt zu den weit überwiegend jugendlichen Besuchergruppen und sahen ihr Tun als sehr bereichernd für sich selbst an. Auch wurde der Auf- und Abbau der Ausstellung durch ein Team hilfswilliger Schüler unterstützt.
Gleichzeitig fand im Rahmen des Projekts eine ganztägige Maßnahme der Lehrerfortbildung statt, um das Modell auch anderen interessierten Schulen vorzustellen. Daneben wurden in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen der Stadt für die Allgemeinheit zahlreiche Vorträge, Konzerte und Vorführungen passend zum Thema angeboten.
Von der Schule wird das Projekt als großer Erfolg bewertet. Die Zielsetzungen
- Werteerziehung an den Schulen und in der Öffentlichkeit, weit über die schulische hinaus
- Veranschaulichung fachlicher Lehrplaninhalte
- Kooperationsgedanke und Schülereinbindung
wurden voll erreicht.
Die Ausstellung wurde von ca. 84 Besuchergruppen mit jeweils rd. 30 Personen besucht. In der Presse wurde mehrfach über das Projekt berichtet und es war daher von überregionaler Bedeutung.
www.thg-ansbach.de
Projekt: „Jugendfilmclubs für Toleranz,Integration und Verständigung“
Grenzen zu überwinden und vor Gewalt und Ver¬folgung von Menschen anderer geistiger Prägung zu warnen, ist das Ziel des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. . Im Sinne eines Vermächtnisses des großen deutschen Schauspielers und Regisseurs Bernhard Wicki will der Fonds dabei Wegbegleiter für die Identitätsbildung von Heranwachsenden sein. Zur Erreichung dieser Ziele strebt der Fonds die Gründung von „Jugendfilmclubs zur Förderung von Toleranz, Integration und Verständigung“ an. Hierin ist ein innovatives und in seiner besonderen Ausprägung modellhaftes Projekt für außerunterrichtliche Aktivitäten zu sehen, in dem Schülerinnen und Schüler sich – betreut von Lehrkräften und mit der Unterstützung des Fonds als einer außerschulischen Institution – zu eigenverantwortlichen Gemeinschaften zusammenschließen, um sich anhand künstlerisch und thematisch herausragender Filme mit jugendrelevanten Themen auseinander zu setzen.
Der Projektträger will Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler an bayerischen Schulen aller Art - von der Förderschule über Hauptschulen, Realschulen bis hin zu Gymnasien und beruflichen Schulen - dazu anregen, solche Gemeinschaften zu gründen, sie aufbauen helfen und begleiten. Das Projekt schlägt „Die Brücke“ zwischen dem außerunterrichtlichen, freiwilligen und eigenverantwortlichen Engagement von Schülerinnen und Schülern und dem regulären Schulunterricht zum einen über die Schülersymposien, wo die Schüler des Jugendfilmclubs und Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte im Klassenverband aufeinander treffen; zum anderen über die für das Projekt erarbeiteten Begleitmaterialien, die sich aufgrund ihrer Thematik besonders für den Unterricht in den Fächern Geschichte, Sozialkunde, Religion und Ethik eignen.
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de/index1.htm
Projekt „Das kann nicht jeder - Mündliche Erschließung und Weitergabe handwerklichen Erfahrungswissens"
Das Projekt wurde von der Stiftung Zuhören im Schuljahr 2005/2006 ins Leben gerufen.
Die Durchführung von insgesamt 18 Projektwochen an 18 bayerischen Berufsschulen hat an den beteiligten Schulen sowie bei den Lehrkräften und den jungen Handwerkern einen Entwicklungsschub ausgelöst. Das belegt die im Auftrag der Stiftung Zuhören von der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung München durchgeführte wissenschaftliche Projektevaluation.
Die Evaluation wurde so gestaltet, dass sie auch als Informationsbroschüre weitere Schulleiter und Schulen zur Durchführung des Projekts anregt.
Im Mittelpunkt der nachhaltigen Fördererfolge steht die erfolgreiche Vermittlung von Medienkompetenz, sozialer und personaler Kompetenzen sowie der jeweiligen (fachlichen) Berufskenntnis der Jugendlichen durch eine Fül-le neuer Erfahrungs- und Lerngelegenheiten. Das während der Projektwoche entstandene Produkt („akustisches Berufsportrait“) können die Schülerinnen und Schüler als Nachweis einer ganzen Reihe berufsvorbereitender Kompetenzen den eigenen Bewerbungsunterlagen beilegen und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Die Lehrkräfte erhielten den Ergebnissen der Evaluation zufolge wertvolle Anregungen für die Unterrichtsgestaltung. Im Sinne einer nachhaltigen Projektentwicklung wurde eine Arbeitsgruppe von im Pilotjahr am Projekt beteiligten Lehrkräften gebildet, die in einem Dillinger Arbeitskreis derzeit daran arbeitet, Projektbestandteile von „Das kann nicht jeder“ in den regulären Unterricht zu integrieren und für die Schulgestaltung und –organisation zu nutzen. Die Ergebnisse werden modular aufbereitet und in Form eines Dillinger Akademieberichts zugänglich gemacht.
Die wertvollen Anregungen des Projekts für die innere Schulentwicklung sind u.a. Frucht der im Projekt vorgesehenen Vernetzung und Einbeziehung externer Partner wie Rundfunk, Handwerkskammern, Museen und Betrieben. „Das kann nicht jeder“ trägt damit nachhaltig zu einer Stützung und Entwicklung des dualen Ausbildungssystems bei. Dies zeigt sich u.a. daran, dass mittlerweile Projektbestandteile zusammen mit der Arbeitsagentur Regensburg genutzt werden, um die Berufsorientierung von Hauptschülern zu verbessern. Ähnliche Bestrebungen gibt es auf Seiten der bayerischen Handwerkskammern, die u.a. eine Nutzung von Projektbestandteilen für die Nachwuchswerbung und die Bildungsförderung von Meistern ins Auge fassen.
Positive Signale der Jugendlichen und ihrer Schulen in Richtung künftige Arbeitgeber konnten im Rahmen des Projekts insbesondere auf diversen Berufs- und Handwerksmessen ausgesendet werden: Projektpräsentatio-nen gab es auf einer projekteigenen Berufsbildungsmesse (Regensburg, Juni 2006), auf der Heim + Handwerk (München, Dezember 2006), auf der I.H.M. (München, März 2007) und der Berufsbildung 2007 (Nürnberg, Dezember 2007).
Eine Adaption der ursprünglichen Projektidee für das Berufsvorbereitende Jahr an Berufsschulen (BVJ) im Rahmen des Programms Profil 21 der Stiftung Bildungspakt Bayern stellt eine weitere wichtige nachhaltige Wirkung der Fördermaßnahme in Aussicht: Eine Arbeitsgruppe beteiligter Projektlehrer entwickelt derzeit Module für die Berufsfelderschließung im Rahmen des Projekts „Das kann nicht jeder“. Im Schuljahr 2007/2008 soll eine Projektwoche an fünf Pilotschulen stattfinden. Bei positiven Ergebnissen soll das Projekt in die Breite gebracht werden. Damit kann für die stark belasteten Lehrkräfte von BVJ-Klassen spürbare Entlastung geschaffen werden. Eine erfolgreiche Vermittlung berufsvorbereitender Kompetenzen zusammen mit einer wirksamen Berufsorientierung bei den Jugendlichen legt den Grundstein für einen gelingenden Einstieg ins Berufsleben.
www.daskannnichtjeder.de
Projekt „Vorbild Natur - BIONIK“
Der Verein Natur- und Tierfilm e.V. hat sich mit seinem Programm "NaturVision" einen ausgezeichneten Namen geschaffen. Der Kulturfonds-Bereich Unterricht und Kultus konnte hierzu beitragen, denn es wurden bereits zwei Aktivitäten gefördert. Vor allem das vom Verein initiierte Natur- und Tierfilmfestival ist zu einem Markenzeichen geworden. Rund um dieses Festival hat der Verein inzwischen weitere innovative Aktivitäten in der Jugendarbeit initiiert und umgesetzt.
Im Jahr 2006 befasst sich der Schülerfilmwettbewerb "Vorbild Natur" insbesondere mit dem Thema "BIONIK", einem Begriff , der aus "Biologie" und "Technik" gebildet wurde. Allgemein beschäftigt sich die Bionik mit der Entschlüsselung von "Erfindungen der belebten Natur" und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Es handelt sich demzufolge um einen sehr interdisziplinären Bereich, in dem Biologen, Ingenieure, Techniker und Designer zusammen arbeiten.
Bei „Vorbild Natur“, einem Medienprojekt, sollen Schüler durch Experten einen informativen Ein- und Überblick in diese Trendwissenschaft erhalten, um anschließend mit professioneller filmischer Begleitung in regionalen Wirtschaftsunternehmen einen Kurzfilm zu produzieren; dieser soll beim internationalen Natur- und Tierfilmfestival 2006 an einem Wettbewerb teilnehmen und dort der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Schülerfilmwettbewerb findet in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt statt. Dabei geht es vor allem darum, die Inspiration der Schüler und deren Blick für die im Prinzip positive Verknüpfung der Bereiche Natur - Technik - Entwicklung zu öffnen. Dabei soll das freie, assoziative Denken der Schüler gefördert werden. Die filmischen Inhalte können sich unmittelbar mit bionischen Produkten beschäftigen oder in der Evaluierung von Dienstleistungsorganisationen oder Unternehmen der Region unter bionischen Gesichtspunkten bestehen. Drehort kann der Nationalpark Bayerischer Wald, ein Unternehmen oder eine Behörde sein. Für die filmische Realisierung stehen den Jugendlichen ein Kameramann und ein Cutter zur Verfügung. Wegen des vorgesehenen zeitlichen Ablaufes wurde für das Projekt die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilt. Danach wurden bereits im März/April 2006 Schulen (Gymnasien) in der Region sowie ein Gymnasium in Tschechien angesprochen. Nach Projekttagen in den Schulen mit einem Wissenschaftler im Mai soll im Juni die Filmidee realisiert werden. Ende Juli 2006 ist die Preisverleihung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vorgesehen.
Projekt „Film ab!“
Im Rahmen des kulturellen Begleitprogramms zur Fußballweltmeisterschaft 2006 führt die Stiftung „art.131“ das Projekt "Film ab!" durch. In einer ersten Pilotphase wurde im Schuljahr 2004/2005 ein Drehbuchwettbewerb zum Thema "Fußball und mehr" für die Klassen 5 bis 7 und 8 bis 10 aller Schularten organisiert mit dem Ziel, anschließend die Drehbücher der Wettbewerbsgewinner zu verfilmen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen werden zwischenzeitlich die beiden siegreichen Drehbücher unter professionellen Bedingungen real verfilmt. Schülerinnen und Schüler sollen mit eingebunden werden und als Komparsen und in kleineren Sprechrollen mitwirken. Die Premiere findet im Frühsommer 2006 in einem renommierten Münchner Kino und in Anwesenheit der siegreichen Einreicher und Klassen statt. Der Kinopremiere folgen weitere Ausstrahlungen im Fernsehen und in Kinos. Der Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft wird diesem kreativen und innovativen Projekt entsprechende Breitenwirkung verleihen.
www.art131.bayern.de/content/projekte/film/film-ab/filmab.html
Projekt „Kinder- und Schülerprojekt ´Zauberflöte` der Kulturwerkstatt Kaufbeuren“
Durch die Arbeit der Projektgruppen nahm im Herbst 2006 nach und nach die Theaterproduktion „Auf der Suche nach der Zauberflöte“ Gestalt an. Die Arbeit wurde zunächst in verschiedene Projektgruppen verteilt und danach wieder im Gesamtprojekt zusammengeführt. Im Einzelnen waren dies folgende Projektgruppen:
1. Die Projektgruppen
1.1. Schreib und Konzeptwerkstatt
In einem Intensivworkshop über 4 Tage gelang es zusammen mit 12 Schülerinnen und Schülern an den Inhalten von Mozarts „Zauberflöte“ zu arbeiten. In gezielter Einzelarbeit entwickelten sich einigen Analysen von Libretto und Sichten von Mozarts Musik. Der Transfer der Inhalte in jugendliche Empfindungswelten wurde immer wieder im Plenum mit den jugendlichen Autoren diskutiert. Zum bestehenden leicht gekürzten und modifizierten Libretto und Schauspieltext wurde eine neue Spielfigur hinzuentwickelt, die in der Inszenierung “Die Zeit“ darstellte. Ergebnis dieses Workshops war vor allem den Interpretationen der Jugendlichen Mozarts Zeit und Kunstverständnis gegenüber zu stellen. Der Konflikt, resultierend aus diesen beiden Aspekten, wurde durch Improvisationsspiele immer deutlicher. Die Schauspieler, angeleitet von der Konzeptgruppe, versuchten diese erarbeiteten Inhalte schauspielerisch und vereinfacht inhaltlich umzusetzen. Die Texte aus Jan Assmanns Analysen zur „Zauberflöte erschienen für viele Schülerinnen und Schüler zu kompliziert und mussten in der weiteren Inszenierungsarbeit vereinfacht werden.
1.2. Musik und Schauspielwerkstatt
Die Musik- und Schauspielgruppen starteten kurz vor den Sommerferien in Kleingruppen mit ihren Trainings. Im gesanglichen Bereich umfassten die altersgerechten Workshops vor allem Musikkunden (Gesangstrainings, Atem und Entspannungsübungen) und das so genannte „method-acting“. Auf sehr spielerische Weise wurden die Schülerinnen und Schüler an Mozarts Werk herangeführt. Auch die Auslotung der Machbarkeit einzelner Arien und Stücke standen hier im Fokus. Die Figurinen der Kostümwerkstattgruppe wurden eingesetzt für eine kurze konzertante „Erprobungsaufführung“ vor Freunden, Eltern und Lehrern.
Die direkte Verknüpfung von gesanglichen und schauspielerischen Elementen erschien in den weiteren Arbeiten mit den Schülergruppen sehr wichtig. Gerade in der gesanglichen Arbeit mit den Rollenträgern der „Knaben“ wurden man am Ende der Ferien mit der Problematik des „Stimmbruchs“ konfrontiert. Jungen, die aus diesen Gründen stimmlich aus der Inszenierung ausfielen, konnten weiter schauspielerisch im Ensemble mitarbeiten und wurden von unseren Pädagogen begleitet. Neben dem gesangsspezifischen Arbeiten und Training, arbeiteten die Theaterpädagogen zunächst einmal in Einzelarbeit an der so genannten Rollenfindung eines jeden einzelnen Akteurs. Neben der Körperarbeit stand hier vor allem auch die inhaltliche Arbeit zu einzelnen Rollen-Charakteristika im Vordergrund. Ein Probenplan bis zur Premiere wurde gemeinsam erstellt und auch ein gemeinsames „Intensivwochenende“ auf einer Berghütte durchgeführt. Die Darsteller und Gesangsgruppe wuchsen durch die offene intensive Art der Pädagogen, Sänger und Schauspieler immer mehr zusammen. Der Spaß an der Auseinandersetzung mit Klassischer Musik konnte zusehends vermittelt werden. Die älteren Darsteller „mischten“ sich bewusst und verantwortungsvoll in die Regiearbeit ein, setzten ihre eigenen Interpretationsideen um und ergänzten das Profiteam enorm durch ihre frische Art.
1.3. Bühnenbildwerkstatt + Kostümwerkstatt + Technik
Am fleißigsten waren die Werkstattgruppen, die die Zeit der Sommerferien nutzen, um in Absprache mit den Schauspielern, Sängern und Regisseuren, das Bühnenbild und die Kostüme zu entwerfen. Zusammen mit Traudl Vogler wurden zunächst Figurinen zur „Zauberflöte“ mit den typischen Charakteristika entworfen und entwickelt.
Zusammen mit den Profis wurden dann, nach der Grundlagenausbildung in den Bereichen Bühnenbild, Kostüm und Technik, diese Ideen grafisch in Entwürfe umgesetzt. Diese Entwürfe wurden dann zum Teil mit den Kindern und Jugendlichen mit den Schneidern und Bühnenbildnern in den jeweiligen Ateliers umgesetzt. Ende Oktober wurden dann die Bühnenbilder im Stadttheater Kaufbeuren aufgebaut und dann von unserer Technikgruppe ausgeleuchtet. Der technische Leiter der Kulturwerkstatt begleitete in dieser Zeit mehrere Kinder und Jugendliche bei dieser Arbeit und wies sie in die Grundlagen der Bühnentechnik ein. So vorbereitet konnten damit die Jugendlichen zur Premiere das Lichtstellwerk und die Bühnentechnik selbst bedienen.
1.4. Schulprojekt Leserei „Mozart, ein Kind zum Wundern“
Der schulbegleitende Projektteil „Leserei - Mozart, ein Kind zum Wundern“ konnte von Seiten der Schulen erst nach der Premiere der Theaterproduktion beginnen. Es wurden mit vielen Klassen der Stadt und der Region die „Leserei“ als ergänzendes Angebot durchgeführt. Insgesamt waren an dem Schulprojekt ca. 250 Kinder beteiligt. Erst durch dieses begleitende Angebot konnten vielfach Einblicke in die Hintergründe von Mozarts Werken und Leben gegeben werden.
2. Aufführung Theaterprojekt „Auf der Suche nach der Zauberflöte“
Am 10.11.2007 fand die Premiere im Stadttheater Kaufbeuren. Insgesamt wurden 7 Vorstellungen vor ca. 1600 Zuschauern gegeben, dabei mehrfach vor ausverkauftem Haus. Sowohl die Resonanz des Publikums, wie auch der Medien war überwältigend. Es waren ca. 70 Kinder- und Jugendliche, weitere 17 ehrenamtliche Helfer und das Mitarbeiterteam der Kulturwerkstatt direkt in den unterschiedlichsten Bereichen an dem Gelingen des Projekts beteiligt.
www.kulturwerkstatt.eu/
Projekt „Romeo und Julia - Tanzprojekt mit 55 Schülerinnen und Schülern“
Mit 55 Schülerinnen und Schülern aus drei verschiedenen Ingolstädter Schulen (2 Hauptschulen, 1 Gymnasium) soll das Stück "Romeo und Julia" als Tanzprojekt erarbeitet und anschließend in drei Aufführungen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das schulartübergreifend angelegt Projekt verfolgt insbesondere den sozialen und kulturpädagogischen Leitgedanken, strukturell benachteiligten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der Annäherung an Kunst und Kultur zu bieten sowie durch die Kooperation von Jugendlichen mit verschiedenartiger sozialer Herkunft, Kultur und Integration und Toleranz zu fördern. Das Projekt entsteht im Zusammenwirken der drei Schulen, dem örtlichen Verein "Stiftung Jugend" und der Stadt Ingolstadt. Die gemeinsame Aufbereitung des Projektes eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung und zukünftig vertiefter Kooperation zwischen den Beteiligten. Die professionelle musikalische (Georgisches Kammerorchester Ingolstadt mit Chefdirigent Markus Poschner) und choreographische (Susan Oswell) Planung, Leitung und Unterstützung des gesamten Projektes gewährleisten die künstlerische Qualität. Mit der groß angelegten öffentlichen Präsentation an drei Tagen wird eine besondere, überregionale Breitenwirkung erzielt.
Projekt „Himmelsstangen“
Schulen aus Niederbayern, Oberösterreich und Südböhmen werden eingeladen, Stangen in Zusammenarbeit mit Künstlern aus den drei Ländern zu gestalten. Die künstlerisch gestalteten Stangen sollen im Jahr 2007 im Rahmen der Gartenschau unter dem Motto „aufwärts, himmelwärts“ präsentiert werden. Der Berufsverband Bildender Künstler nimmt die Bewerbungen der Schulen entgegen und führt das netzwerkübergreifende Projekt mit den Schulen durch. Hintergrund dieses Anliegens ist es, Schulen aller Schularten über die Ländergrenzen hinweg durch dieses Projekt an die zeitgenössischen Kunstschaffenden heran zu führen. Grenzen überschreitende Kreativität und Netzwerkdenken der Schüler werden daher gefördert. Das Moment der Begegnung, d.h. die Zusammenführung der Jugend dreier Länder in einem gemeinsamen Gestaltungsvorhaben, ist das hervorstechende Projektziel. Eine pädagogische Vor- und Nachbearbeitung vertieft die Einsicht in die Zusammenhänge von „Kunst und Europa“. Im Sinne eines zukunftsweisenden Vermittlungsauftrags der „kulturellen Bildung“, welcher auch von den Fachlehrplänen an allen Schularten gewünscht wird, geht von dem Projekt ein deutliches Signal aus.
www.gartenschau2007.de/index.php?id=173
Projekt „Power! Percussion - Konzerte für die niederbayerischen Schulen“
Das Percussion-Ensemble „Power! Percussion“ besteht aus international renommierten Musikern, die auch als Dozenten an bayerischen bzw. bundesdeutschen Musikhochschulen tätig sind. Die hohe Qualität des Ensembles ist allgemein anerkannt. Der schülergerecht gehaltene theoretische Teil wurde von dem Ensemblemitglied Wolfram Winkel entwickelt, der als Lehrbeauftragter für Schlagzeug der Abteilung Musikpädagogik an der Universität Regensburg sowie an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg tätig ist. Die Musiker informieren anschaulich über das klassische und moderne Schlagzeug und geben einen Überblick über die Vielfalt der Instrumente und ihrer Rhythmusstrukturen. Hierbei werden die Schüler aufgefordert, ihr Wissen aktiv mit einzubringen. Sowohl klassische Percussioninstrumente wie Handtrommel, Tamburin, Bongos als auch Alltagsgegenstände wie Eimer und Dosen können hierzu verwendet werden. Damit bietet sich für die zur aktiven Mitwirkung in einem vorher einstudierten 10-minütigen Percussion-Stück einbezogenen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sehr schnell auch ohne vertiefte Vorkenntnisse musikalisch tätig werden zu können („Erfolgserlebnis in der Gruppe“). An den beteiligten Schulen werden an interessierte Fachkräfte zwei Monate vor dem Termin Worksheets mit Partituren ausgegeben, bestehend aus 4 unterschiedlichen Stimmgruppen in je zwei Schwierigkeitsgraden für die 3. bis 7 Jahrgangsstufe und die 8. bis 12. Jahrgangsstufe. Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus nimmt die niederbayernweite Ausschreibung vor. Am Tag der Aufführung werden die beteiligten Schüler mit dem vorbereiteten Stück in das große Finale integriert.
www.powerpercussion.de/
Projekt „Integration sozial schwacher Schüler“
Der Verein der Gönner und Förderer der Hauptschule Hauzenberg setzte sich mit diesem Projekt besonders dafür ein, sozial schwache Kinder und Jugendliche zu fördern. Durch gezielte schulische und außerschulische Maßnahmen in Form von sportlichen Aktivitäten, insbesondere Mannschaftssportarten wurden die Schülerinnen und Schüler charakterlich gestärkt und auf die künftigen gesellschaftlichen Anforderungen vorbereitet (Berufsleben, weiterführende Schulen, soziales Miteinander). Durch länderübergreifende Aktionen wurde Zugang zu anderen Nationalitäten geboten und geholfen Vorurteile abzubauen.
Projektinhalte waren insbesondere
- Maßnahmen im Rahmen von Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball etc.
- individuelle Fördermaßnahmen (Konzentrationstraining, Sozialtraining), Sportwoche und Projekttage mit Partnerschulen
- Beteiligung an Schulwettbewerben und
- internationale Tage der Vereinten Nationen.
www.hauptschule-hauzenberg.de/
Projekt „Weg des Erinnerns“
Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau wurde am 1. Mai 2005 der vom Freistaat Bayern geplante neue Zugang zur KZ-Gedenkstätte Dachau über das historische Jourhaus eröffnet. Ergänzend hierzu wird die Stadt Dachau im Verlaufe des Jahres 2006 den historischen Fußweg zwischen Bahnhof Dachau und Jourhaus, über Schleißheimer Straße, Friedenstraße, John-F.-Kennedy-Platz und Straße der KZ-Opfer, durch ein Wegmarken-System zu einer Topografie der Zeitgeschichte Dachaus ausgestalten. Das Leitkonzept für diesen "Weg des Erinnerns" sieht vor, die Besucher der KZ-Gedenkstätte Dachau vom Bahnhof zum Jourhaus zu geleiten, also über den so genannten "historischen Weg", an dem entlang das Gleis verlief, auf dem unzählige Häftlinge in Güterwaggons in das Konzentrationslager gebracht wurden. Die Wegmarken werden verschiedene Darstellungen und Informationen wie Texte, Fotos, Grafiken oder Pläne tragen und entlang des historischen Weges an markanten Stellen mit geschichtlichem Bezug aufgestellt.
www.dachau.info
Projekt „Kinderakademie für Denkmalpflege“
Der Verein zur Förderung der museumspädagogischen Werkstatt Schloss Oberzenn hat im Jahr 2000 die museumspädagogische Werkstatt im Blauen Schloss zu Oberzenn gegründet. Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsenen Eindrücke, die während einer Führung im Blauen Schloss entstanden sind, noch vertiefen und die Materialien der Zeit begreifen. Mit der Gründung einer Kinderakademie soll bei Kindern und Jugendlichen das Verständnis für den Erhalt unserer Denkmäler und Kulturgüter geweckt werden. Die Kinderakademie versteht sich vor allem als Erweiterung der museumspädagogischen Werkstatt mit dem Ziel, andere konkrete Programme, die nicht in der Schule durchgeführt werden, umzusetzen. Ein Thema „Denk mal über dein Denkmal nach“ soll ab der Saison 2007 fest installiert werden. Kinder im Alter zwischen 8 und 18 Jahren sollen an die Denkmalpflege herangeführt werden. Durch kriminalistische Spurensuche und Forschung im Blauen Schloss und in der Werkstatt, erfahren Kinder auf kindgerechtem Niveau was Denkmalpflege ist. Sie werden hingeführt, un-sere Kulturgüter zu erhalten und unser kulturelles Erbe zu bewahren. Dazu möchte der Verein mit der Kinderakademie beitragen.
www.kinderakademie-denkmalpflege.de

Projekt: „Modellprojekt für die bayerische Erwachsenenbildung: Methodisch-didaktisches Lern- und Lehrmaterial zur Förderung der Zuhörfähigkeit“
Die „Stiftung Zuhören" führt - gefördert aus dem Kulturfonds 2004 - das auf zwei Jahre angelegte Projekt durch, in dem Lern- und Lehrmaterialien entwickelt werden, um die Zuhörfähigkeit von Erwachsenen als entscheidende Grundkompetenz fördern und schulen zu können. „Hören" und "Zuhören" kommt faktisch ein Leben lang der größte Anteil an den kommunikativen Aktivitäten zu. Von der Fähigkeit zum Zuhören hängt nicht nur die Gestaltung von sozialen Beziehungen ab, sie spielt darüber hinaus auch eine wesentliche Rolle beim Erwerb sozialer Kompetenzen. Zuhören beeinflusst nicht nur den beruflichen Erfolg, sondern wirkt sich auch auf das persönliche Lebensglück eines Menschen im privaten Umfeld aus.
Unmittelbar an der Projektumsetzung beteiligt sind der Bayer. Volkshochschulverband, das Bildungswerk der Bayer. Wirtschaft und das DGB-Bildungswerk. Bereits im 1. Projektjahr hat sich das Konzept sehr erfolgreich entwickelt; Kennzeichen ist die besondere Praxisnähe des Projekts, da die Materialien in enger Zusammenarbeit mit den Erwachsenenbildungsträgern entwickelt und begleitend auch in entsprechenden Seminaren und Veranstaltungsreihen erprobt werden. Radiosendungen sowie Vorträge, Pressemitteilungen und Informationsveranstaltungen bei den beteiligten Trägern begleiten die Durchführung und sollen die Öffentlichkeit für das Thema "Zuhören" sensibilisieren. Das Projekt wird zum Ende des Kulturfondsjahres 2005 mit einer wissenschaftlich begleitenden Dokumentation der entwickelten Unterlagen abgeschlossen, die über die an dem Projekt unmittelbar beteiligten Partner hinaus allen Trägern der Bayerischen Erwachsenenbildung zur Verfügung stehen wird.
Das Projekt zeichnet sich in besonderer Weise durch den „Netzwerkgedanken“ aus. So ziehen nicht nur verschiedene Bildungsträger „an einem Strang“, sondern die positiven Erfahrungen aus dem Projekt wirken bereits jetzt in andere Bereiche hinein: Beispielsweise hat das Bildungswerk der Bayer. Wirtschaft ein Modul aus dem Projekt nach einem erfolgreichen Probelauf fest in das Konzept „Lehrer in der Wirtschaft“ integriert und wird in dem - ebenfalls aus dem Kulturfonds 2004 geförderten - Projekt „WiNa - Wildnis- und Naturerfahrung“ im Bayer. Wald einen so genannten „Zuhörspaziergang“ für Erwachsene, insbesondere Multiplikatoren, aus dem Bereich Natur, Kultur und Wirtschaft anbieten.
Projekt „Geländeinformationssystem Reichsparteitagsgelände Nürnberg“
Die Fußball WM 2006 in Deutschland bedeutet auch für die Stadt Nürnberg eine Herausforderung, liegt doch das Frankenstadion inmitten des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Um den WM-Besuchern den historischen Gesamtzusammenhang näher zu bringen, soll ein neues Geländeinformationssystem installiert werden. Ziel des Informationssystems ist es, den Besuchern, aber auch den Spaziergängern, Freizeitsportlern oder auch den Teilnehmern an Großveranstaltungen in knapper Form an den jeweiligen Punkten grundlegende Informationen (zweisprachig / deutsch und englisch) zu geben. Für die interessierten Besucher soll ein Rundgang angeboten werden, der die wichtigsten Monumente oder Denkmäler umfasst. Als drittes Informationselement ist ein bereits beim Dürer-Weg erstmals in Deutschland im Außenbereich erfolgreich eingesetztes „pda-System“ (Mikro-Computer) vorgesehen; damit ist die Verknüpfung von Bild- und Toninformationen möglich, die sich gerade bei dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände anbietet. Ein traditioneller gedruckter Kurzführer wird das Informationsgebot abrunden.
Projekt „Implementierung eines e-learning Modellprojekts für ausgewählte bayerische Volkshochschulen“
Damit sollen die im Rahmen des Projektes "Einführung von Telelearning im offenen Bereich der beruflich qualifizierenden Erwachsenenbildung" gewonnenen Erfahrungen evaluiert und weiterentwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, eine bayernweite Konzeption zur Einführung so genannter "distance-learning" - Module an den Bayerischen Volkshochschulen zu erarbeiten und anschließend zu implementieren. Die in diesem Zusammenhang noch zahlreichen offenen finanziellen und pädagogischen Fragen sollen mit diesem Modellprojekt untersucht und möglichst einer Klärung zugeführt werden. In das Projekt sollen die Erfahrungswerte verschiedener Volkshochschulen in Bayern einfließen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Volkshochschule Weiden/Neustadt a.d.W., die in einem Konsortium mit der Fa. LOGin gGmbH und der Staatlichen Berufsschule Weiden bereits einen weitreichenden systematischen Ansatz entwickelt hat und im Jahr 2003 den bundesweit ausgeschriebenen "edut@in award" für die „e-learning VHS 2003" verliehen bekommen hat.
Projekt "aktiv.Initiative für Senioren“
Die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH, eine Tochter des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft (bbw), beabsichtigt die Durchführung von Seminaren für Senioren. Das Projekt "aktiv.Initiative für Senioren" geht von der Erfahrung aus, dass Menschen, die sich im Ruhestand oder in der Übergangsphase vom Beruf in die erwerbsfreie Zeit befinden, auf Dauer nur dann aktiv am Leben teilhaben können, wenn ihr Wissen, ihre Kompetenz, ihre Erfahrung und vor allem ihr persönliches Kulturgut gesichert bleiben. Mit dem Projekt sollen deshalb mit Hilfe von ausgewählten und/oder mit der Zielgruppe erarbeiteten Themen auf der Basis von vorhandenem Kulturwissen sowohl die Neuen Medien als auch neue Alltagsanwendungen erschlossen werden.
Das Projekt ist bayernweit ausgerichtet, legt jedoch besonderes Augenmerk auf Regionen außerhalb der Ballungszentren, in denen die Anbindung mittels moderner Technologie besonders sinnvoll erscheint. Deshalb wird das Projekt mit einer Pilotphase in der Region Niederbayern, (Passau, Pocking, Grafenau) gestartet. Das Bildungs- und Beratungsangebot fördert insbesondere den Umgang mit den technischen Kommunikationsmitteln und sichert somit den Anschluss an das gesellschaftliche Leben. Die Seminarreihe umfasst 9 Treffen mit insgesamt 27 Unterrichtsstunden.

Projekt „Entwicklung und Erprobung eines wertorientierten familien- und entwicklungsbezogenen Elterntrainings“
Die Landesstelle der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern möchte in der Zeit von Juli 2005 bis Juli 2006 unter Beteiligung mehrerer Mitgliedseinrichtungen aus den Großräumen Regensburg, Würzburg und Nürnberg das Projekt "Entwicklung und Erprobung eines werteorientierten, lebensraumnahen familien- und entwicklungsphasenbezogenen Elterntrainings in evangelischer Trägerschaft" durchführen. Das „Elterntraining“ besteht aus zwei Modulen. Das erste Modul des Elterntrainings richtet sich an Eltern von Säuglingen und Kleinkindern; durch eine Kooperation mit Tageseinrichtungen für Kinder sollen auch Eltern aus einem bildungsfernen Milieu erreicht werden. Mit dem Modul "Pubertät" soll der Feststellung Rechnung getragen werden, dass diese Altersphase für den Familienalltag immer wieder eine Herausforderung darstellt und sich hier Erziehungsthemen in einer spezifischen Weise stellen.
Neben der Landesstelle der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern beteiligen sich an dem Vorhaben die Evangelischen Bildungswerke Fürth, Nürnberg, Regensburg und Würzburg sowie die Evangelische Bildungsstätte Nürnberg und das Evangelische Bildungszentrum Würzburg. Dem Vorhaben kommt unter dem Gesichtspunkt der gesellschaftspolitisch wichtigen Förderung der Familienbildung eine herausgehobene Bedeutung zu.
Es geht um folgende Ziele:

Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“
Das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Kulturfonds-Stipendium „Botschafter Bayerns“ ist äußerst erfolgreich angelaufen. Daher soll auch im Kulturfondsjahr 2005 in Zusammenarbeit mit dem American Field Service (AFS) der einjährige Schulaufenthalt einzelner Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren in einem der folgenden Länder gefördert werden: China, Kroatien, Polen, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Zwischenberichte der Stipendiatinnen und Stipendiaten des ersten Kulturfondsjahres haben es gezeigt: Ein längerer Aufenthalt in Staaten, die üblicherweise nicht unbedingt als bevorzugte Austauschländer gelten, ermöglicht ganz besonders intensive Erfahrungen. Die Stipendiaten haben die erste Phase ihres Auslandsaufenthaltes sehr gut bewältigt, sich in ihre Familien eingelebt und über die Schule oder auch AFS zahlreiche Kontakte, vor allem auch zu Gleichaltrigen geknüpft. Sie äußern sich durchwegs positiv zu ihrem Auslandsjahr, empfehlen diese Erfahrung weiter und drücken auch ihren Dank für die Förderung aus dem Kulturfonds aus.
Die Stipendiaten haben ihr Gastland „hautnah“ erlebt und es gelang ihnen, sich in eine ihnen fremde Kultur einzufügen, eine ihnen völlig neue Sprache zu erlernen und sich im Alltag zurechtzufinden. Fähigkeiten, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine wesentliche Rolle spielen. Im Kontext all dieser Erfahrungen, die sich entscheidend auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, wird dadurch auch ein neues Bewusstsein für die eigene Kultur und Sprache geschaffen.
Jedes der insgesamt 15 Kulturfonds-Stipendien für die zukünftigen "Botschafter Bayerns" ist wiederum mit 4.000,- € dotiert; für China ist ein Eigenanteil in Höhe von 3.000,- € zu erbringen, für die anderen Länder beträgt der Eigenanteil für ein Jahr 1.300,- €.
Das Kulturfonds-Stipendium 2005 wurde am 14. Juli 2005 in Nürnberg offiziell von Herrn Staatssekretär Karl Freller verliehen. Diese Veranstaltung diente der Anbahnung von Kontakten zwischen den „alten“ und „neuen“ Botschaftern Bayerns („Netzwerk“).

Projekt "Münchner Bücherschau junior 2008"
Vom 1. bis 9. März 2008 führt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München zum zweiten Mal die „Münchner Bücherschau junior“ durch.
Analog zum Konzept der Münchner Bücherschau bietet die Bücherschau junior eine Buchausstellung der Verlage sowie ein umfassendes Veranstaltungsprogramm. Einen Schwerpunkt bildet dabei eine Reihe von Lesungen, bei denen gleichzeitig die Gelegenheit besteht, bekannte Kinderbuchautoren persönlich zu erleben. Zusätzlich bietet das Ausstellungsangebot nicht nur Bücher, sondern auch andere Kindermedien, wie Spiele, Kinderkassetten/-CD`s, Lernspiele, Kindercomputer und ausgewählte Notebooks.
Ziel der Bücherschau junior ist es, den Spaß an Kinderbüchern und Medien zu fördern und Kindern im spielerischen Umgang mit den Medien die Lust am (unbemerkten) Lernen zu vermitteln. Eltern und Erziehern bietet die Bücherschau junior Orientierungshilfen in einem umfangreichen und oft als unüberschaubar empfundenen Medienmarkt. Die enge Anbindung an die Buchhandlungen und Verlage über die Buchwunschzettel und weitere Aktivitäten soll dabei sicherstellen, dass die positiven Anregungen der Bücherschau junior nicht im Alltag versickern.
www.muenchner-buecherschau-junior.de
Projekt "Interdisziplinäres Musikprojekt in Ganztagesklassen"
Die Hofer Symphoniker, die bereits in den letzten Jahren innovative Wege beschritten haben mit dem Ziel Kinder und Jugendliche werteprägend zu erziehen und an Kultur heranzuführen, führen ab dem Schuljahr 2007/2008 ein „Interdisziplinäres Musikprojekt in Ganztagesklassen“ durch. Aufbauend auf den Erfahrungen, die in verschiedenen musikpädagogischen Angeboten für die Nachmittagsbetreuung gewonnen werden konnten wird das Projekt mit jeweils unterschiedlicher Zielrichtung an der Sophienschule Hof und der Christian-Wolfrum-Schule durchgeführt. Gemeinsam ist beiden Projekten, dass neben musikalischen Fertigkeiten auch soziale Kompetenzen und Werte vermittelt, sowie die Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden sollen. Insbesondere soll die intensive musikalische Arbeit auch der Gewaltprävention dienen. Beide Schulen bauen dabei aufeinander auf und ermöglichen die Fortsetzung der in der Grundschule begonnenen schulischen Angebote. Das Angebot der Ganztagesklassen an beiden Schulen berücksichtigt die sozial schwierigen Verhältnisse der entsprechenden Stadtviertel mit einem hohen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund.
Das Projekt an der Sophienschule ist für die Ganztagesklasse ab Klasse 1 langfristig konzipiert und umfasst vorerst die ersten beiden Schuljahre. Ausgehend vom Percussionsunterricht soll den Kindern eine umfassende musikalische Erziehung und vor allem eine umfassende Persönlichkeitsbildung vermittelt werden.
An der Christian-Wolfrum-Schule richtet sich das Projekt an Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Ganztagesklassen in der Hauptschule. Dort soll in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Lehrkräften für Musik, Sport, Handarbeit usw. ein Kindermusical erarbeitet werden. Mehrere Aufführungen im Theater Hof sind bereits geplant.
Als Projektzeitraum sind zwei Schuljahre angestrebt.
In beiden Projekten werden wichtige Erfahrungen in der musikalischen Betreuung von Ganztagesklassen gesammelt, so dass hiervon allgemein gültige Erfahrungen abgeleitet werden können, die andernorts zu Nachahmung führen werden.
www.hofer-symphoniker.de/268.0.html
Projekt "Künstler machen Schule"
Der Landkreis Miltenberg hat dieses Projekt „Künstler machen Schule“ im Zeitraum April bis Juli 2006 durchgeführt.
Es handelt sich dabei um ein Großprojekt, das durch und mit dem „Kunstnetz“ entstanden ist und richtungweisend für den Umgang mit Kunst und Kindern im Landkreis werden sollte. Die Institution „Kunstnetz“ hat sich u.a. zum Ziel gesetzt Kinder und Jugendliche an zeitgenössische Kunst heranzuführen, die Möglichkeiten für Begegnungen mit Künstlern aus der Region Bayerischer Untermain zu schaffen und durch Einzelförderungen talentierte Kinder bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen und einzelne Gemeinschaftsprojekte zu fördern.
Mit dem Projekt „Künstler machen Schule“ sollte möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, in der Begegnung mit und unter der fachkundigen Anleitung von Kunstschaffenden ihr individuelles Potential an Kreativität, Fantasie und Sinnlichkeit frei von Normierungen leben und entfalten zu können.
Das Projekt umfasste drei Bereiche:
1. Workshops für Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen
2. Durchführung von Projekten in dem Bereich „Bildende Kunst“ mit Gruppen von Schülern unter Mitarbeit der (geschulten) Lehrkräfte
3. Eine Ausstellung der in den Projekten erschaffenen Kunstwerke
Zusätzlich war eine Dokumentation der Schaffensprozesse durch die Medienzentrale zur Präsentation an anderen interessierten Schulen geplant.
Projekt "Netzwerk Natur"
Der Verein Natur und Tierfilm e.V. bietet im Rahmen seines Programms "Naturvision" verschiedene Jugendaktivitäten, insbesondere das "Netzwerk Natur" an. Damit soll die junge Generation bereits früh für einen aufmerksamen Umgang mit der Natur sensibilisiert und eine lebhafte Diskussion über Natur, Tier und Film in Gang gebracht werden. Im Rahmen des Netzwerkes Natur geht es darum, dass mehrere Institutionen ein gemeinsames Konzept entwickeln mit dem Ziel, Erfahrungen weiterzugeben und inhaltlich auf die Natur ausgerichtete interaktive Schulprogramme auf ganz Bayern auszudehnen. Das Angebot richtet sich zunächst primär an Schulen in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Jugendaktivitäten des Festivals "Naturvision" in München in Kooperation mit der BUGA und der Evangelischen Jugend zwei Jugendfilmworkshops angeboten. Daneben findet im „Stifter-Jahr“ unter dem Titel "Medienabenteuer Foto - auf den Spuren von Adalbert Stifter" ein mehrtägiger Fotoworkshop mit deutschen und tschechischen Jugendlichen im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Dabei werden Tiere und Fauna unter Anleitung professioneller Fotografen beobachtet, fotografiert und anschließend die Bilder entwickelt bzw. bearbeitet. Im Rahmen dieses Workshops wird auch auf das literarische Werk von Adalbert Stifter eingegangen. Die Teilnehmer dieses Workshops können ihre Ergebnisse anschließend beim Internationalen Naturvision-Fotowettbewerb einreichen. Die besten Bilder werden in einer Ausstellung in Schloss Wolfstein, Freyung, und im Kulturzentrum Vimperk, Tschechien, öffentlich präsentiert.
Das Projekt konnte zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen werden.
Projekt „Lebenstakt - Musik an der Schule des 21. Jahrhunderts“
Von September 2004 bis Sommer 2007 lief an der Sophienschule Hof dieses Projekt der Hofer Symphoniker. Ziel des Projekts war es, im Rahmen der Nachmittagsbetreuung mit den Mitteln der musikalischen und der allgemeinen künstlerischen Betätigung ein soziokulturelles Projekt zur Wertevermittlung und Gewaltprävention bei Grundschulkindern zu erproben. Mit Bedacht wurde deshalb die Sophien-Grundschule in Hof ausgewählt, die in einem der sozialen Brennpunkte der Stadt mit einem hohen Ausländeranteil und ebenfalls einem hohen Anteil allein erziehender Eltern liegt.
Bis zum Sommer 2007 wurde ein interdisziplinäres, die gesamte Schule einbeziehendes Theater- und Musikprojekt erarbeitet. Thema dieses Stücks, bei dem Sprecher, Schauspieler, Tänzer und eben ein Musikensemble mitwirkten, war eine Zeitmaschine in einem Science-Fiction-Umfeld. Das Musikensemble wurde von den beiden Percussionisten der Hofer Symphoniker, Willi Melzer und Claudio Estay, in zwei Gruppen auf das Projekt vorbereitet. Zum Schuljahresende fand eine große Aufführung dieses Projekts an dem ca. 20 Schüler der Jahrgangsstufen 2,3,4 und 6 teilgenommen haben, statt.
Durch die kontinuierliche Förderung der Kinder im wöchentlichen Unterricht konnte eine deutliche Verbesserung der musikalischen Kompetenz erreicht werden. Die Erfolge sind in allen Fällen sehr deutlich und auch sehr erfreulich, denn die Kinder erhalten in ihrem häuslichen Umfeld zumeist überhaupt keine Anregung in musikalischer und kultureller Hinsicht. Sie konnten also in diesem Projekt wichtige Erfahrungen für ihr ganzes Leben sammeln.
Dank der großen Begeisterung der Kinder für das Percussionspiel, den regelmäßigen Unterricht und die Auftritte waren eine ganze Reihe weiterer Entwicklungen zu beobachten. Durch die beim Musizieren notwendige gegenseitige Rücksichtnahme wurde eine völlig veränderte Disziplin erarbeitet, durch die über lange Zeit angelegten Lern- und Entwicklungsprozesse konnte die Konzentrationsfähigkeit und vor allem auch die Zielstrebigkeit der Kinder wesentlich verbessert werden. In der Folge ging, das bestätigten die beteiligten Lehrkräfte und Instrumentaldozenten einhellig, das Aggressionspotenzial stark zurück. Im gleichen Maße entwickelten sich soziale Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Integrationsvermögen, Fairness etc..
Durch die musikalische Arbeit mit den Schülern, vor allem aber durch die Ausstrahlung auf das gesamte schulische Leben durch die von der Musikgruppe ausgehenden interdisziplinären Projekte strahlte „Lebens-Takt“ auf das gesamte schulische Leben aus und verbesserte das Mitein-ander der Schüler. Durch die Aufgabe gemeinsam etwas für das Publikum, die Eltern und Angehörigen zu schaffen gab es unter den Schülern eine äußerst positive Entwicklung hinsichtlich ihres eigenen Selbstwertgefühls. Diese Entwicklung wird sich auch künftig auf das Lernverhalten und die weitere Entwicklung des jeweiligen Lebensweges auswirken.
http://www.hofer-symphoniker.de/59.0.html
Projekt „Vorträge und Lesungen an historischen Gedenktagen“
Der Verband Deutscher Schriftsteller (Regionalgruppe Regensburg/Ostbayern) möchte anknüpfend an „denkwürdige Tage“ in den Jahren 2005 und 2006 Vorträge und Lesungen veranstalten, die den Unterricht in den Schulen ergänzen sollen. Kriegsende (8. Mai) und Reichspogromnacht (9. November) geben Jahr für Jahr Anlass zur Erinnerung; an die Gräuel der Naziherrschaft im Dritten Reich und an Menschen, deren Leben bedroht und ausgelöscht und deren Bücher und Schriften verboten und verbrannt wurden. Es liegt in unser aller Verantwortung, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, was geschehen ist, gerade um junge Menschen durch Wissensvermittlung gegen die populistischen Parolen neuer rechtsradikaler Kräfte stark zu machen. Aus diesem Grund bieten in der Region ansässige Schriftsteller den Schulen unterrichtsergänzende Lesungen und Diskussionen rund um die Gedenktage an. Die Reihe verbannter/verbrannter Autoren, deren Texte hierbei vorgestellt werden, ist lang. Sie reicht von Hannah Arendt über Brecht, Bredel, Kästner, die Gebrüder Mann, Tucholsky u.a. bis Stefan Zweig; auch Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank sowie aktuelle Texte zeitgenössischer Autoren gehören dazu. Die jeweilige Auswahl orientiert sich jedoch an den Schulen und der Altersstufe der Schüler. Die Veranstaltungen sind schulartunabhängig und sollen im gesamten ostbayerischen Raum angeboten werden.
www.vs-ostbayern.de
Projekt „Artothek - Kunstvermittlung an Schulen“
Die Stiftung „art.131“ plant für das Schuljahr 2005 / 2006 die Fortsetzung des im Schuljahr 2004 / 2005 gestarteten Projekts "Artothek - Kunstvermittlung an Schulen“. Das Konzept des Projekts bleibt unverändert: Kunstwerke renommierter zeitgenössischer Künstler werden von Schulen ausgeliehen und dort rücken sie für drei Monate in das Zentrum des schulischen Lebens - Schüler und Lehrer setzen sich intensiv mit den Kunstwerken auseinander. Sie stehen dort im Zentrum vielfältiger kultureller Aktivitäten der Schüler: Gespräche mit den Künstlern über ihr Schaffen, begleitende Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Theater, andere Formen von Vermittlungsaktionen.
Das Projekt "Artothek" wurde bereits aus dem Kulturfonds Bayern 2004 gefördert.
www.artothek.bayern.de
Projekt „Das kann nicht jeder - Bildungsförderung an bayerischen Berufsschulen“
Das Projekt der Stiftung Zuhören dient der eigenständigen Erschließung und Weitergabe handwerklichen Erfahrungswissens. Die Schüler erstellen gemeinsam und in Zusammenarbeit mit ihrer Berufsschule, zwei Mediencoaches und den Handwerkerverbänden Audio-Berufsbildpräsentationen. Fachliche Qualifizierung und gezielte Förderung von kommunikativen Grund- und Kernkompetenzen werden miteinander verbunden. Die Schüler setzen sich mit ihrem Beruf und seiner Geschichte auseinander, lernen erfahrene Kollegen und die Strukturen der Berufsverbände kennen. Berufsschüler und Berufsschulen können sich nach innen und außen profilieren.
Das Projekt ist innovativ und hat Pilotcharakter. In der Modellphase werden an 10 Berufsschulen (verteilt auf alle Regionen Bayerns) in Workshops die methodisch-didaktischen Materialien entwickelt und erprobt sowie eine Internetplattform geschaffen, auf der die erstellten Audio-Berufsbilder präsentiert werden. Damit ist die Grundlage für eine möglichst autarke Fortführung des Bildungsprojekts gelegt. In der Ausweitung des Projektes können neue Berufspräsentationen in die in der Pilotphase entstehende und mit Arbeitsagenturen etc. standardisierte Internet-Plattform problemlos eingepflegt werden.
Bei der Auswahl der Schulen wird darauf geachtet, der Vielfalt der Ausbildungsberufe in ganz Bayern gerecht zu werden.
www.daskannnichtjeder.de/index.html
www.br-online.de/br-intern/thema/stiftung-zuhoeren/3-berufsschulen.xml
Projekt „Canto Migrando“ Musiker aus afrikanischer, asiatischer und europäischer Musiktradition erarbeiteten mit Schülerinnen und Schülern ein kulturübergreifendes Konzertstück und führten dieses auf.
Die beteiligten Schüler und Lehrer erhielten anhand des Konzertstücks Canto Migrando für großes Orchester, Chor und Jazzsolisten von Hannes Beckmann Einblicke in neue und andere Formen von Musik und deren Klangsprache. Das Projekt förderte die Annäherung an fremde Kulturen und das Verständnis für verschiedene Kulturen. Mit den Mitteln der Musik gelang zugleich ein Beitrag zur Gewaltprävention.
Im Zeitraum von November 2004 bis Frühjahr 2005 fanden an 4 bayerischen Schulen (2 Hauptschulen, 1 Realschule und 1 Gymnasium) die Workshops für Streicher, weitere Saiteninstrumente/Melodieinstrumente und Percussion statt. In vier sechswöchigen Blöcken mit je zwei Wochenstunden probten Hannes Beckmann, einer der bekanntesten Jazz-Violinisten Deutschlands und seine Quartett-Mitglieder Karem Mahmoud Jarboui, Seref Dalyanoglou und Edgar Wilson mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam an den Schulen.
Während eines weiteren einwöchigen Intensiv-Workshops wurden kurz vor dem Konzert-Auftritt in Nürnberg erstmals alle Teilnehmer (Schülerinnen und Schüler der genannten Schulen, Studenten der Hochschule für Theater und Musik München und Profis) zu einem multinationalen Orchester zusammengeführt. Die Proben fanden in der Hochschule für Musik und Theater in München statt.
Alle Workshops dienten als Vorbereitung für den Konzertauftritt, der auf dem Schülerfestival „young & free on tour“ 2005 in Nürnberg am 27. Juli stattfand.
www.art131.bayern.de/content/projekte/musik/canto-migrando/canto-migrando.html
Projekt "JA! - Alt und Jung - Brücke zwischen den Generationen durch Erzählen - Vorlesen - Zuhören"
Aus dem Kulturfonds 2004 wurde das Konzept „JA“ in einem 1. Projektjahr gefördert. Die positiven Auswirkungen von „Zuhören und Erzählen können“ treten in unserer medienüberfluteten Welt immer deutlicher zu Tage: Die Förderung der Sprachlichkeit, und damit häufig die Vermittlung von Erfahrungswissen, die nicht allein durch schulischen Unterricht geleistet werden kann, steht im Mittelpunkt aller Initiativen. Das Augenmerk richtet sich zunehmend auf diese Sprachlichkeit, denn nur wer zuhören gelernt hat, kann das Erzählte, das Vermittelte so aufnehmen, dass er es speichert, verarbeitet und weitergeben kann. Neueste Forschungsergebnisse bestätigen, dass durch einen Dialog der Großelterngeneration mit der Enkelgeneration die Sozialkompetenz wesentlich verbessert wird und der Wertekanon deutlicher wird. Das Projekt wird begeistert aufgenommen. Da sich sehr schnell gezeigt hat, dass eine Vielzahl von Initiativen in den Regierungsbezirken im Bereich „Alt fördert Jung durch Vorlesen –Zuhören – Erzählen“ entstehen, sollten – um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen – in einem 2. Projektjahr weitere Modellvorhaben entwickelt und verstärkt werden.
Nach der erfolgreichen Expertentagung in Wildbad Kreuth (April 2005) wird der Projektträger - wiederum in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung - ein Jugendforum für Berufsschüler veranstalten. In Zusammenarbeit mit IHK, Berufsschulen, Handwerkskammer sollen Positionen umrissen und mögliche Blockaden der Dialogfähigkeit gemeinsam herausgearbeitet werden. In einem Workshop sollen dann in einem nächsten Schritt Politiker, Wissenschaftler und Praktiker aus Bildung und Wirtschaft die wichtigsten Faktoren für das Gelingen des Dialogs zwischen Alt und Jung, Jung und Alt erarbeiten und drei Modellprojekte für den gesamten Bildungsbereich festgelegen. Ein weiterer Workshop soll sich mit den Fortbildungen für Senioren und für Lehrkräfte beschäftigen. Zielsetzung ist, die gesamten Projektaktivitäten in einen Kongress einfließen zu lassen, um auf einem „Markt“ viele zukunftsweisende, generationenübergreifende Projekte zu präsentieren, die ihrerseits wieder Impulse für weiterführende Konzepte vermitteln.
Das Projekt wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen.
www.hss.de
Projekt „Film ab!“
Im Rahmen des kulturellen Begleitprogramms zur Fußballweltmeisterschaft 2006 führt die Stiftung „art.131“ das Projekt "Film ab!" durch. In einer ersten Pilotphase wurde im Schuljahr 2004/2005 ein Drehbuchwettbewerb zum Thema "Fußball und mehr" für die Klassen 5 bis 7 und 8 bis 10 aller Schularten organisiert. Die Stiftung „art.131“ wird hieran anschließend in den Schuljahren 2005/2006 und 2006/2007 unter Einbindung der Schülerinnen und Schüler und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen die Verfilmung von zwei Drehbüchern (Wettbewerbsgewinner) ermöglichen. Unter anderem ist auch vorgesehen, dass die Schüler bei den Dreharbeiten als Komparsen und in kleineren Sprechrollen mitwirken. Mit den Produktionsvorbereitungen soll im August 2005 begonnen werden; die Dreharbeiten selbst finden voraussichtlich in der Zeit von Oktober 2005 bis Februar 2006 statt.
www.art.131.de
Projekt „Mathematik-Olympiade“
Die Mathematik-Olympiade ist eine der wichtigsten Institutionen, mit denen bei Schülerinnen und Schülern das Interesse an der Mathematik und an mathematischen Wettbewerben gefördert werden sollen. Neben der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) gibt es auf nationaler Ebene die deutsche Mathematik-Olympiade (DMO), die jedes Jahr in vier Stufen durchgeführt wird. Bei der DMO konnten die Vertreter Bayerns immer wieder den Spitzenplatz, den der Freistaat bundesweit bei der mathematischen Ausbildung einnimmt, beeindruckend unter Beweis stellen. Traditionsgemäß übernimmt jedes Jahr ein anderes Land die Organisation der Endrunde. Die Endrunde im Jahr 2006 wird nach längerer Pause wieder einmal im Freistaat Bayern stattfinden. Eine „Denksport“-Olympiade tritt somit zum sportlichen Wettkampf mit der Fußballweltmeisterschaft an.
Projekt „Bamberger Musiktage“
Der Förderverein „Freundeskreis des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums Bamberg“ e.V. führt im Zeitraum Dezember 2004 bis Juni 2006 das Projekt „Bamberger Musiktage“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen bayerischen Schulen durch. Aus Mitteln des Kulturfonds 2004 wurde für die 1. Projektphase eine Anschubfinanzierung gewährt.
www.bnv-bamberg.de/home/ETA.Bamberg/BMT/
Projekt „Zentrale Bayerische Schultheatertage“
Im Juli 2006 werden erstmals die Zentralen bayerischen Schultheatertage durchgeführt. Die Organisatoren (Pädagogischer Arbeitskreis Schulspiel e.V.- PAKS) arbeiten seit Jahren mit Kompetenz und großem Engagement daran, die Vielfalt und die Bedeutung des Darstellenden Spiels und des Szenischen Gestaltens aufzuzeigen, das Interesse bei den Lehrkräften zu wecken und diese entsprechend fortzubilden. In den Lehrplänen der Grund- und Hauptschulen ist Darstellendes Spiel nicht nur in Form von Arbeitsgemeinschaften von Bedeutung: Szenisches Gestalten wird vielfach angeregt, ist in einigen Fächern verbindlich vorgeschrieben und kann auch in der erziehlichen Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erwerb von Sozial- und Selbstkompetenz leisten. Aufgrund der durch das Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen sollen künftig weitere derartige Projekte der Theaterarbeit folgen; fachlich gesehen folgt der Gedanke von Schultheatertagen allgemein aus dem "Theaterspielen" an sich; Theaterspielen lebt auch vom Vorführen. Eine derartige Plattform soll den 13 Spielgruppen angeboten werden. Damit verbunden sind Workshops, die Schülern und Lehrkräften fachliche Informationen vermitteln sollen.
