Kinderfilm - Filmkultur im Bildungskontext SchulKinoWoche Bayern begeistert Schülerinnen und Schüler

Woche der Superlative: Mehr als 100 Kinos nahmen bayernweit daran teil und boten über 170.000 Schülern tolle cineastische Erlebnisse. Auch für die Lehrkräfte gab es ein spannendes Programm.

Der besondere Kinderfilm: Filmkultur im Bildungskontext – so das Motto der Auftaktveranstaltung zur 9. SchulKinoWoche Bayern, die im Cineplex Erding zentral eröffnet wurde. Auf dem Stundenplan stand die exklusive Preview des Kinderfilms ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS, der am 26. Mai offiziell in den deutschen Kinos startet.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich begrüßte zum Start des bayernweit größten Filmbildungsprojekts nicht nur Schüler aus der Region, sondern auch viele Ehrengäste. So nahmen neben Erdings Oberbürgermeister Max Gotz auch Dr. Karin E. Oechslein vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, Michael Jahn von VISION KINO sowie zahlreiche Filmschaffende von ENTE GUT! an der Eröffnungsveranstaltung teil. 

Regisseur und Produzent Norbert Lechner, die Drehbuchautorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann sowie Geräuschemacher Joo Fürst stellten ihr neuestes Werk selbst vor und gewährten den rund 200 Schülerinnen und Schüler aus Erding, Oberding, Hallbergmoos und Markt Schwaben exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Eröffnungsfilms 2016.

Einzigartige Filmbildungsinitiative mit erneutem Anmelderekord

„Die bayerische SchulKinoWoche bietet auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges Programm an Filmen, Kinoseminaren und Lehrerfortbildungen. Diese vorbildliche Filmbildungsinitiative trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler kritische Zuschauer in unserer Medienwelt werden. Die erfreulich hohen Anmeldezahlen zeigen einmal mehr, wie beliebt das Angebot bei Schülern und Lehrkräften ist“, freut sich Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich über den anhaltenden Erfolg der bayerischen SchulKinoWoche.

„Kino und Film können auf unterhaltsame Weise an aktuelle und wichtige Themen heranführen. Das trifft auch auf den Eröffnungsfilm zu, in dem es um den Umgang mit fremden Kulturen, Tradition und Anderssein geht“, so Georg Eisenreich weiter.

Spannender Auftakt mit vielen Höhepunkten

Nach der feierlichen Eröffnung durch Staatssekretär Eisenreich sahen die Schülerinnen und Schüler der Erdinger Grundschule am Grünen Markt, der Mittelschule aus Oberding, des Jugendwerks Birkeneck sowie des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben den mit Spannung erwarteten Eröffnungsfilm ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS.

Der mit viel Herz, Humor und Abenteuerlust erzählte Kinderfilm handelt von der Freundschaft der beiden vietnamesischen Schwestern Linh und Tien sowie der elfjährigen Einzelgängerin und Hobby-Spionin Pauline. Die außergewöhnliche Geschichte, die von Außenseitertum, kulturellen Identitäten, Migration und Toleranz in einer kindlichen Alltagswelt erzählt, begeisterte das junge Publikum.

Prädikat "besonders wertvoll"

Auch die dramaturgisch durchdachte Erzählweise, die glaubhaften Jungdarstellerinnen und die Aktualität der filmischen Themen trugen zum besonderen Kinoerlebnis in Erding bei. Der sich um das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient gemachte Kinderfilm bewies sich vor der exklusiven Preview in Erding als Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde der Initiative "Der besondere Kinderfilm".

Die Initiative fördert originäre Kinderfilme mit Relevanz für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren. Darüber hinaus war das Drehbuch der Autorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann für den Deutschen Drehbuchpreis 2015 nominiert. Und erst vorletzte Woche erhielt der Film den Publikumspreis beim International Children’s Film Festival in Montreal.

Mit Filmemachern auf Tuchfühlung

Mit den Filmemachern auf direkte Tuchfühlung gingen die anwesenden Schulklassen im Anschluss an die Filmvorführung in drei spannenden KinoSeminaren und Workshops. Regisseur und Produzent Norbert Lechner (Tom und Hacke, Toni Goldwascher) erklärte in seinem Making-Of den Entstehungsprozess eines Films und berichtete über die vielseitigen Herausforderungen bei einer Filmproduktion.

Einblicke in das Handwerk des Drehbuchschreibens erhielten die jungen Cineasten hingegen im direkten Austausch mit den beiden ENTE GUT! - Autorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann. Und auch Geräuschemacher Joo Fürst erlaubte einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und begeisterte die Schülerinnen und Schüler in seinem Workshop, in dem sogar selbst ausprobiert werden konnte, wie mit Alltagsgegenständen, Phantasie und Leidenschaft die Welt der Töne und Geräusche im Film entsteht.

Expertengespräch zum diesjährigen Motto

Das parallel zur Filmvorführung durchgeführte Expertengespräch widmete sich voll und ganz dem diesjährigen Motto "Der besondere Kinderfilm: Filmkultur im Bildungskontext". Die Diskussions-teilnehmer Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich, Michael Jahn von VISION KINO, Filmlehrer Peter Rohmfeld vom Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben und die anwesenden Filmschaffenden gingen im Rahmen der Podiumsdiskussion gemeinsam den Fragen nach, was einen besonderen Kinderfilm auszeichnet, warum Filme für Kinder und Jugendliche wichtig sind und welche Rolle der Film als Kultur- und Bildungsgut im Unterricht spielt.

Die Gesprächsleitung übernahm PULS-Moderatorin Kristin Amme vom Bayerischen Rundfunk. Erfreut zeigten sich alle Podiumsteilnehmer vom nachhaltigen Erfolg der SchulKinoWoche Bayern. „Die SchulKinoWoche Bayern bringt seit neun Jahren Schule und Kino überaus erfolgreich zusammen. Bereits ab der ersten Klasse erlernen Schülerinnen und Schüler den notwendigen Umgang mit dem Medium Film.

Altersgerechte Medienkompetenz wird an den Schulen großgeschrieben. Und ein weiteres Momentum macht die SchulKinoWochen so attraktiv: Kino ist Lern- und Kulturort zugleich. Erst der gemeinsame Kinobesuch macht Film erleb- und begreifbar und so zu einem einzigartigen kollektiven Erlebnis“, so Michael Jahn von VISION KINO über den anhaltenden und im bundesweiten Vergleich größten Erfolg der Filmbildungsinitiative.

SchulKinoWoche Bayern 2016 der Superlative

Die offizielle Auftaktveranstaltung der SchulKinoWoche in Erding setzt den Startschuss für eine Woche voller unterrichtsrelevanter, aber auch unterhaltsamer Kinofilme sowie ein vielseitiges und breites Seminarprogramm. Die nachhaltige Beliebtheit der SchulKinoWoche Bayern verdeutlicht sich im erneuten Anstieg der Buchungszahlen:

In diesem Jahr haben sich mehr als 170.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte angemeldet. Ein erneuter Registrierungsrekord! Als Publikumslieblinge 2016 haben sich die Filme Rico, Oskar und das Herzgebreche (25.000 Anmeldungen), Shaun das Schaf – Der Film (17.000) und Rettet Raffi! (12.000) heraus kristallisiert.

Mehr als 4.400 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte

Auch bei den medienpädagogisch begleiteten KinoSeminaren ist ein Rekord zu vermelden: Mehr als 4.400 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte werden die rund 60 Veranstaltungen in Bayern besuchen. Erfahrene Filmpädagogen leiten Schülerinnen und Schüler zur Filmanalyse an und führen in Formen des filmischen Erzählens ein.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Seminare und Workshops, die in Anwesenheit von Filmschaffenden und Fachexperten stattfinden. Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten und Vertreter anderer Gewerke stellen sich hier nicht nur den interessierten Fragen der Schulklassen, sondern machen die facettenreiche Welt des Films in all seinen Ausprägungen und Erscheinungsformen begreifbar.

Neuerlicher Anmelderekord

„Mehr als 170.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte haben sich in diesem Jahr zur SchulKinoWoche in Bayern angemeldet. Dieser neuerliche Anmelderekord verdeutlicht einmal mehr, wie attraktiv das ganzheitliche Angebot bestehend aus Filmvorführungen, KinoSeminaren, Lehrerfortbildungen und Unterrichtsmaterialien für Schulen und Lehrkräfte ist.

In 100 Kinos und in 93 Städten hat sich die SchulKinoWoche damit zu einer fest im Schuljahr verankerten Institution im Bereich Film- und Medienkompetenz entwickelt“, betont Katrin Miller, Projektleiterin der SchulKinoWoche Bayern, den kontinuierlich wachsenden Zuspruch auf die Angebote der Projektwoche.

Die Förderung von Film- und Medienkompetenz durch eine reflektierte Auseinandersetzung mit aktuellen und gesellschaftskritischen Themen im Lernort Kino ist ein erklärtes Ziel der SchulKinoWoche Bayern.

Über die SchulKinoWochen

Die SchulKinoWochen sind ein bundesweites Filmbildungsangebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e. V., dem HDF Kino e. V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e. V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.

Die SchulKinoWoche Bayern ist ein Projekt von VISION KINO, koordiniert und durchgeführt vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Das Kultusministerium unterstützt die SchulKinoWoche als Bildungsmaßnahme zur Förderung von Film- und Medienkompetenz. Es begrüßt die Teilnahme der bayerischen Schulen und erkennt den Besuch der Filmvorstellungen als Unterrichtszeit an.

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