Deutsch-israelische Freundschaft: Bayerische Schulen schließen Partnerschaftsvertrag mit Yad Vashem

Historischer Moment im Maximilianeum: Drei bayerische Gymnasien unterzeichnen als erste Schulen in Deutschland Partnerschaftsverträge mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Im Vorfeld würdigte Kultusminister Ludwig Spaenle bei einem Empfang die Bildungspartnerschaften als wichtigen Baustein in der einzigartigen Beziehung zwischen Deutschland und Israel.

Im Beisein von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Israels Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, Martin Güll, dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses, und dessen Stellvertreter Georg Eisenreich hat Dr. Noa Mkayton, Leiterin der Abteilung für die deutschsprachigen Länder in der Internationalen Schule für Holocauststudien (ISHS) der Gedenkstätte Yad Vashem, den Partnerschaftsvertrag mit drei bayerischen Gymnasien unterschrieben. Auf bayerischer Seite unterzeichneten die Schulleiterin Helma Wenzl für das Anne-Frank-Gymnasium Erding, sowie die Schulleiter Dr. Reinhard Kammermeyer für das Katharinengymnasium Ingolstadt und Otto Beyerlein für das Melanchthon-Gymnasium Nürnberg. Als Paten für das Bildungsabkommen fungieren Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Avner Shalev, Vorstandsvorsitzender von Yad Vashem.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der im Vorfeld des historischen Termins Enia Kupfer, Leiterin der Pädagogik vom Tel Aviver Diaspora-Museum Beit Hatfutsot, im Kultusministerium empfing, unterstrich die Bedeutung der bayerisch-israelischen Bildungskooperationen für Staat und Gesellschaft: „Bereits im November 2011 haben wir gemeinsam erklärt: Wir wollen unsere Bildungszusammenarbeit intensivieren. Auf der Basis dieses bayerisch-israelischen Abkommens ist in den vergangenen Monaten nun eine immense Vielfalt von Projekten entstanden, unter anderem die Kooperation bayerischer Gedenkstätten mit Yad Vashem, oder der Gedankenaustausch bayerischer Schulleiter mit ihren israelischen Kollegen. Ich bin stolz auf diesen Austausch. Auch diese Bildungspartnerschaften sind ein wichtiger Baustein für den freundschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Israel.“

Yad Vashem ist die bedeutendste Holocaust-Gedenkstätte Israels. „Die Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, so der offizielle Name, erinnert an die nationalsozialistische Judenvernichtung und hat sie wissenschaftlich dokumentiert. Yad Vashem liegt in Jerusalem und wurde am 19. August 1953 durch einen Beschluss der Knesset als staatliche Behörde gegründet. Die Gedenkstätte wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht.

Beit Hatfutsot, ein am israelischen Erziehungsministerium angebundenes Museum mit der Aufgabe, ein Bewusstsein für die jüdische Identität zu stärken, ist neben Yad Vashem ein wichtiger Partner der bayerisch-israelischen Bildungskooperation. Als wegweisend betrachtet wird vor allem die Arbeit dieses Museums zu Migration, Integration und Identität – auch als wichtige Folie für bayerische Aktivitäten auf diesem Gebiet.

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Stand: 19.03.2013

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