Der Weg zum Traumberuf

Die Lehrerbildung gliedert sich in drei Phasen. Nach einer theoretisch fundierten, wissenschaftlichen Ausbildung in den Fachwissenschaften (einschließlich Fachdidaktiken) und Erziehungswissenschaften an Universitäten oder Kunsthochschulen, erfolgt eine zweijährige, überwiegend schulpraktische Ausbildung im Vorbereitungsdienst (Referendariat) an Seminar- und Einsatzschulen. Studium und Vorbereitungsdienst schließen mit der Ersten Lehramtsprüfung bzw. Zweiten Staatsprüfung ab. Die Lehrerfortbildung wird als dritte Phase der Lehrerbildung bezeichnet.

Die Ausbildung an den Universitäten und Kunsthochschulen erfolgt schulartspezifisch in überwiegend grundständigen Studiengängen. Einige Universitäten bieten aber lehramtsgeeignete Studiengänge an, die nicht nur zur Ersten Lehramtsprüfung führen, sondern auch den Erwerb der Abschlüsse Bachelor und ggf. Master ermöglichen.
Und: Die Lehrerbildung in Bayern ist an den Schularten, also dem konkreten späteren Berufsfeld, orientiert. Entsprechend erfolgt zum Beispiel mit der Lehramtsbefähigung für Mittelschulen der Einsatz grundsätzlich an einer Mittelschule; wer in einer anderen Schulart beschäftigt werden will, muss in der Regel die Lehramtsbefähigung dafür zusätzlich erwerben. Damit unterscheidet sich Bayern von anderen Bundesländern, in denen eine schulstufenbezogene Ausbildung erfolgt.

Das sollten Sie wissen, wenn Sie in Bayern die Befähigung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen erwerben möchten, insbesondere vor Aufnahme eines Lehramtsstudiums:

Lehrerbedarfsprognose

Traumberuf: Welche Fächer soll ich studieren?

Traumberuf: Welche Fächer soll ich studieren?

Mit der jährlich veröffentlichten "Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern" will das Bildungsministerium allen am Lehrerberuf interessierten Abiturientinnen und Abiturienten sowie Studentinnen und Studenten Informationen über Angebot und Bedarf an Lehrkräften geben. Berücksichtigt werden jeweils die jüngsten vorliegenden Zahlen über Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Lehramtsstudierende.  Die Modellrechnung zur Entwicklung des Lehrerbedarfs in Bayern ist differenziert nach Schularten und Lehrämtern und reicht derzeit bis zum Jahr 2025.

Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern 2014 - Kurzfassung (Stand: Februar 2014)

Im Fokus der Broschüre „Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern 2014“ (Stand: Februar 2014) stehen die Aussagen zu den Einstellungsaussichten in den verschiedenen Lehramtsbereichen.

Als Download im barrierefreien PDF-Format ist die Broschüre im Broschürenbestellportal der Bayerischen Staatsregierung erhältlich. Bei der Broschüre handelt es sich um eine optisch aufbereitete Kurzfassung der eigentlichen Hauptveröffentlichung, die ebenfalls im Bestellportal erhältlich ist.

Regional unterschiedliche Einstellungs- und Versetzungssituation

Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Mittelschulen, Lehramt für Sonderpädagogik Vorlesen lassen

Der demographisch bedingte Schülerrückgang in den Grund- und Mittelschulen gestaltet sich höchst unterschiedlich. Da die Lehrerzuweisung zwingend den Schülerzahlen folgen muss, ist es notwendig, zur Einstellung anstehende Bewerber dem Bedarf gemäß bayernweit einzusetzen. Die Einstellung erfolgt daher überwiegend in Regionen mit vergleichsweise geringen Schülerrückgängen, für das Lehramt an Grundschulen und das Lehramt an Mittelschulen insbesondere im Regierungsbezirk Oberbayern.

Versetzungen von Lehrkräften richten sich ebenso wie die Einstellungen nach den Bedarfen in den einzelnen Regierungsbezirken. Sie werden jährlich geprüft und unter Berücksichtigung der einschlägigen Landtagsbeschlüsse umgesetzt.

Lehramt an Realschulen Vorlesen lassen

Die Einstellungs- und Versetzungssituation im staatlichen Realschulbereich gestaltet sich zunehmend schwieriger. Dies ist vor allem den weiterhin deutlich rückläufigen Schülerzahlen sowie der augenblicklichen Altersstruktur der Lehrerkollegien an den einzelnen Schulen  geschuldet. Hinzu kommt, dass eine Sättigung des Bedarfs in nahezu allen Fächerverbindungen eingetreten ist, so dass in sehr vielen Regionen keine oder nur sehr wenige Einstellungen oder Versetzungen – selbst unter Berücksichtigung wichtiger Sozialkriterien – realisiert werden können.

Lehramt an Gymnasien Vorlesen lassen

Grundsätzlich gilt: Je größer die Anzahl der Lehrkräfte bzw. je höher der Bedarf in der entsprechenden Fächerverbindung ist, umso günstiger gestaltet sich die Versetzungssituation. Unter regionalem Blickwinkel ist festzustellen, dass seit mehreren Jahren die Städte Regensburg, Würzburg und Bamberg von wesentlich mehr Lehrkräften als Einsatzorte gewünscht werden als dort Einsatzmöglichkeiten bestehen. Daher sind Einstellungen und Versetzungen an einen dieser Orte in den meisten Fällen nur dann möglich, wenn die Bewerberin oder der Bewerber eine besonders zu berücksichtigende soziale Situation, insbesondere Familie, vorweisen kann. Versetzungen und Einstellungen in die ländlichen Regionen der Oberpfalz, Unterfrankens und Oberfrankens sind leichter zu realisieren als z.B. in die genannten Städte. Derzeit können rund 75% der Anträge auf Versetzung oder Rückkehr nach Beurlaubung wunschgemäß erfüllt werden. Voraussetzung für die Einstellung ist aber immer ein entsprechender Bedarf.

Verstärkter Unterrichtseinsatz am Nachmittag und Einsatz an Ganztagsschulen

Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Mittelschulen, Lehramt für Sonderpädagogik Vorlesen lassen

Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten in der Grund- und Mittelschule ist ein vorrangiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung und stellt einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar.

In Bayern können gebundene Ganztagesklassen an Grund- und Mittelschulen eingerichtet werden.

Unter gebundener Ganztagsschule wird verstanden, dass

- ein Aufenthalt in der Schule an mindestens vier Wochentagen mit einer Unterrichts- und Betreuungszeit von grundsätzlich 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr verpflichtend ist und

- der Pflichtunterricht auf Vormittag und Nachmittag verteilt ist.

In der gebundenen Ganztagesschule arbeiten überwiegend Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern, aber auch Mitarbeiter außerschulischer Partner, etwa während der Mittagszeit sowie bei der Gestaltung der Neigungsangebote, Berufsorientierung oder bei erzieherischen Angeboten. Der gesamte Tagesablauf wird von der Schule gestaltet.

In Bayern können des weiteren offene Ganztagsgruppen an Mittelschulen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 eingerichtet werden.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen wie gewohnt den stundenplanmäßigen Unterricht, der im Klassenverband überwiegend am Vormittag stattfindet. Im Anschluss daran bietet die Schule im Rahmen ihres Ganztagskonzepts an vier bis fünf Tagen ein betreutes Mittagessen und ein verlässliches Nachmittagsangebot mit Neigungsangeboten und Hausaufgabenbetreuung an. Lehrkräfte werden am Nachmittag nur im Rahmen des Wahlunterrichts bzw. von freiwilligen Arbeitsgemeinschaften eingesetzt.

Im Schuljahr 2012/13 wurden in Bayern an 964 Standorten gebundene Ganztagsschulen eingerichtet. Dabei bilden die Mittelschulen mit 411 Standorten den größten Anteil, danach folgen 336 Grundschulen.

Seit 2002/2003 werden zur ganztägigen Förderung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern (der Jahrgangsstufen 5 mit 10) offene Ganztagsschulen eingerichtet. Im Schuljahr 2012/13 gab es an 1363 Standorten offene Ganztagsschulen, davon sind 626 Mittelschulen.

Lehramt an Realschulen, Lehramt an Gymnasien Vorlesen lassen

Bei der Entscheidung für das Lehramt an Realschulen oder das Lehramt an Gymnasien sollte berücksichtigt werden, dass der Unterrichtseinsatz künftig vermehrt am Nachmittag stattfinden wird, da auch in diesen Schularten Ganztagsangebote weiter ausgebaut werden.

Altersgrenze von 45 Jahren bei Verbeamtung

Vor einer Einstellung wird geprüft, ob die allgemeinen Voraussetzungen für eine Berufung in das Beamtenverhältnis gegeben sind. Eine Übernahme in das Beamtenverhältnis ist bei Erfüllen der leistungsmäßigen und sonstigen Voraussetzungen bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres möglich. Darüber hinaus kann eine Einstellung nur mehr im unbefristeten Arbeitsverhältnis erfolgen.

Der Zugang zum Vorbereitungsdienst, der im Beamtenverhältnis auf Widerruf abgeleistet wird, ist davon ausgenommen. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Ausbildungsanspruchs wird darauf hingewiesen, dass für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedstaates nicht zwingend erforderlich ist.

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Weitere Informationen und Links

Praktikum Vorlesen lassen

Orientierungspraktikum
Der Studierende wendet sich nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften selbstständig an das zuständige Schulamt, falls das Praktikum an einer Grund- oder Hauptschule abgeleistet werden soll, ansonsten unmittelbar an die Schulleitung der Förderschule, der Realschule, des Gymnasiums, einer beruflichen Schule oder an die Leitung der Einrichtung, die unter die Maßgabe der entsprechenden Bestimmung fällt.

Betriebspraktikum
Der Studierende wendet sich nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften selbstständig an einen Betrieb.

Praktika für das Lehramt an Grundschulen und das Lehramt an Mittelschulen im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I Vorlesen lassen

Neben dem Orientierungs- und Betriebspraktikum sind folgende Praktika abzuleisten:

  • Ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum.
    (Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 noch nach den Bestimmungen der bisherigen LPO I aufgenommen haben:
    • ein schulpädagogisches Blockpraktikum
    • ein fachdidaktisches Blockpraktikum in einem vom Studierenden gewählten Fach)
  • Ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum, das sich auf die vom Studierenden gewählten Fächer bezieht.
  • Ein zusätzliches studienbegleitendes Praktikum im Zusammenhang mit dem Studium der Didaktik der Grundschule oder ein zusätzliches studienbegleitendes Praktikum im Zusammenhang mit dem Studium der Didaktiken einer Fächergruppe der Haupt-/Mittelschule.

Zur Organisation der Praktika für das Lehramt an Grundschulen und das Lehramt an Mittelschulen werden an den Universitäten Praktikumsämter eingerichtet:

Praktika für das Lehramt an Realschulen im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I Vorlesen lassen

Neben dem Orientierungs- und Betriebspraktikum sind folgende Praktika abzuleisten:

  • ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum
    (Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 noch nach den Bestimmungen der bisherigen LPO I aufgenommen haben:
    * ein schulpädagogisches Blockpraktikum
    * ein fachdidaktisches Blockpraktikum in einem vom Studierenden gewählten Fach)
  • ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum, das sich auf dem vom Studierenden gewählten Fächer bezieht

Zur Organisation der Praktika für das Lehramt an Realschulen werden bei den Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Bayern Praktikumsämter eingerichtet:

Praktika für das Lehramt an Gymnasien im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I Vorlesen lassen

Neben dem Orientierungs- und Betriebspraktikum sind folgende Praktika abzuleisten:

  • Ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum.
    (Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 noch nach den Bestimmungen der bisherigen LPO I aufgenommen haben:
    • ein schulpädagogisch-fachdidaktisches Blockpraktikum, das sich nicht auf ein die Erweiterung des Studiums begründendes Fach und nicht auf das Fach Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt bezieht)
  • Ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum in einem der gewählten vertieft studierten Fächer, das nicht ein die Erweiterung des Studiums begründendes Fach und nicht das Fach Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt ist.

Zur Organisation der Praktika für das Lehramt an Gymnasien sind bei den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern Praktikumsämter eingerichtet:

Praktika für das Lehramt an beruflichen Schulen im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I Vorlesen lassen

Neben dem Orientierungspraktikum sind folgende Praktika abzuleisten:

  • Ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum.
    (Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 noch nach den Bestimmungen der bisherigen LPO I aufgenommen haben:
    • ein schulpädagogisches Blockpraktikum
    • ein fachdidaktisches Blockpraktikum im Zweitfach)
  • Ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum in der beruflichen Fachrichtung.

Bei Fragen zur Organisation und fachlichen Betreuung wenden Sie sich im Falle der Technischen Universität München bitte an die TUM School of Education. An den Universitäten Bamberg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg wird diese Aufgabe von dem Praktikumsamt für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen übernommen.

Praktika für das Lehramt für Sonderpädagogik (an Sonderschulen) und für das Studium einer sonderpädagogischen Qualifikation im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I Vorlesen lassen

Neben dem Orientierungs- und Betriebspraktikum sind folgende Praktika abzuleisten:

  • ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum.
    (Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2008/09 noch nach den Bestimmungen der bisherigen LPO I aufgenommen haben:
    • ein schulpädagogisches Blockpraktikum
    • ein fachdidaktisches Blockpraktikum)
  • das sonderpädagogische Blockpraktikum
  • das studienbegleitende sonderpädagogische Praktikum
  • ein zusätzliches studienbegleitendes Praktikum im Zusammenhang mit dem Studium der Didaktik der Grundschule oder ein zusätzliches studienbegleitendes Praktikum im Zusammenhang mit dem Studium der Didaktiken einer Fächergruppe der Hauptschule

Die an den Universitäten München und Würzburg für die Lehrämter an Grundschulen und Hauptschulen eingerichteten Praktikumsämter (s.o.) übernehmen auch die Organisation der Praktika für das Lehramt für Sonderpädagogik (an Sonderschulen).

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