UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO ist die einzige Organisation im System der Vereinten Nationen mit einem Mandat im Kulturbereich.

Eine ihrer Hauptaufgaben ist es, das Erbe der Menschheit in seinen verschiedenen Ausdrucksformen zu schützen und zu erhalten. Dieses Erbe zu bewahren, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft.

Bereits im Jahr 1972 hat die UNESCO die Welterbe-Konvention verabschiedet. Die Aktivitäten zum Schutz bedeutender Kultur- und Naturstätten werden seitdem von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. In Bayern finden sich inzwischen sieben Welterbestätten, die aufgrund ihres "außergewöhnlich universellen Werts" in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurden. Sie decken die ganze Bandbreite historischer Denkmäler ab:

  • vom herausragenden Baudenkmal wie die Würzburger Residenz, die Wieskirche und das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth
  • über eindrucksvolle Ensembles wie die Altstädte von Bamberg und Regensburg
  • bis zum bedeutenden Bodendenkmal (Germanisch-raetischer Limes) und Unterwasserdenkmal (Prähistorische Pfahlbauten).

Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben diesem materiellen auch das sogenannte immaterielle Kulturerbe zu schützen. Darunter sind handwerkliche und künstlerische Fertigkeiten genauso zu verstehen wie mündliche Überlieferungen und Traditionen. Gerade in Bayern genießen solche regionalen kulturellen Ausdrucksformen einen besonderen Stellenwert.

Das dokumentarische Erbe der Menschheit, das in Archiven und Bibliotheken lagert, soll mit dem UNESCO-Programm „Memory of the World“ gesichert werden. Der Freistaat ist stolz darauf, dass gleich mehrere bedeutende Beispiele dieses Weltdokumentenerbes in seinen Einrichtungen aufbewahrt werden.

 

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