Flexible Grundschule: Bald machen 80 Grundschulen in Bayern mit

Die Ausweitung des Modellversuchs wurde in München bekanntgegeben

Die Ausweitung des Modellversuchs wurde in München bekanntgegeben

 

Die Flexible Grundschule in Bayern wird ausgeweitet. Vom Herbst 2012 an werden sich 80 Schulen im ganzen Freistaat an dem Modellversuch beteiligen. Je nach Lerntempo können sich die Schüler den Lernstoff der ersten und zweiten Jahrgangsstufe in einem Jahr, in zwei Jahren oder in drei Jahren aneignen. Jedes Kind bekommt die Zeit, die es braucht.

Bislang hatten sich 20 Schulen aus Bayern mit insgesamt 51 Klassen beteiligt. Rund 1.100 Kinder wurden im vergangenen Schuljahr in dem Modellprojekt unterrichtet. Die Erfahrungen der Lehrkräfte und der Schulleitungen, der Schüler und der Eltern war durchweg positiv – darum soll der Modellversuch nun um weitere 60 Schulen ausgeweitet werden.

„Mit der Flexiblen Grundschule richten wir die Schulen noch stärker auf das einzelne Kind hin aus“, sagte Stiftungsvorsitzender Thomas Kreuzer. Er gab die Ausweitung des Modellversuchs im Kultusministerium in München mit Bertram Brossardt, dem Haupt- geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft bekannt.

Dieser betonte: „Es ist jetzt nötig, die Fachkräfte von morgen zu fördern. Talente, aber auch Schwächen müssen frühzeitig erkannt und jedes einzelne Kind optimal gefördert werden. Das Projekt Flexible Grundschule ist ein innovativer und kindgerechter Ansatz, um in den ersten Schuljahren den unterschiedlichen Begabungen und Lernvoraussetzungen stärker gerecht zu werden. Deshalb unterstützen wir die flächendeckende Einführung der Flexiblen Grundschule.“

Grundschüler fühlen die Buchstaben

Grundschüler fühlen die Buchstaben

In der Flexiblen Grundschule hat jedes Kind die Zeit, die es benötigt, bis es im Lesen, Schreiben und Rechnen stabile Grundkenntnisse erworben hat. Auf diesem soliden Fundament aufbauend besuchen die Schülerinnen und Schüler dann die dritte und die vierte Jahrgangs- stufe. Pädagogisch gesehen geht es darum, die Lernvorgänge auf den individuellen Lernstand bestmöglich auszurichten.

Die praktischen Erfahrungen stellte Rektorin Sylvia Blank gemeinsam mit den Kindern der Grundschule Sankt Peter und Paul in Landshut vor. Hier werden „Sonnenkinder“ und „Sternenkinder“ gemeinsam unterrichtet. Die besondere Chance sieht die Schulleiterin darin, dass die Kinder gezielt voneinander und miteinander lernen. Die Lehrkräfte passen die Arbeitsaufträge auf Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen Kinder an. So motivieren sie die Grundschulkinder, Neues selbst zu entdecken. Die Beobachtung der Schulleiterin: Der Unterricht weckt Motivation und Neugier bei den Kindern.

Stand: 7. November 2011

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