TUSCH: Münchner Schulen beeindrucken mit Theater

Kultusminister Ludwig Spaenle mit Teilnehmern des Tusch-Projekts. Foto: Stefan Gänsler

Kultusminister Ludwig Spaenle mit Teilnehmern des Tusch-Projekts. Foto: Stefan Gänsler

TUSCH – das ist die Abkürzung von Theater und Schule. Bei dem Projekt haben fünf Münchner Schulen zwei Jahre lang mit fünf Theatern zusammen gearbeitet. Bei ihrer Präsentation Schulträume – Bühnenräume II zeigten die Schülerinnen und Schüler, was sie auf und hinter der Bühne können.

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und in ihr den eigenen Platz zu finden“ – bei der Präsentation im Carl-Orff-Saal des Münchner Gasteigs zitierte Kultusminister Ludwig Spaenle den amerikanischen Schriftsteller Paul Auster.

Einmal jährlich zeigen die Jung-Schauspieler die Ergebnisse dieses vielfältigen Projekts. Rund 3.500 Schüler an fünf Schulen nahmen teil. Den Machern des Projekts war dabei besonders der direkte Kontakt und der lebendige Austausch zwischen Schülern und Theaterleuten wichtig.

Szene aus der Kooperation der Fachoberschule mit den Münchner Kammerspielen

Szene aus der Kooperation der Fachoberschule mit den Münchner Kammerspielen

„Kunst und Kultur sind keine Luxusgüter, auf die man im Notfall auch verzichten könnte“, sagte Minister Spaenle, „sie haben mit vollem Recht ihren festen Platz in unserer Gesell- schaft und natürlich auch in der Schule.“ Dazu dient auch das Projekt TUSCH München – eine Kooperation des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München mit dem bayerischen Kultus- ministerium. 

Schülerinnen und Schüler aller Schularten und aller Alterstufen lernen dabei die Facetten der Arbeit am Theater kennen. Professionelle Theatermacher – Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner und Dramaturgen – entwickelten mit den begeisterten Kindern und Jugendlichen eigene Werke im Schauspiel, im Ballett und im Musiktheater.

Diese Theater und Schulen arbeiteten zusammen:

  • Tagesheimschule Hochstraße und Bayerisches Staatsschauspiel
  • Hauptschule Ichostraße und Staatstheater am Gärtnerplatz
  • Städtisches Lion-Feuchtwanger-Gymnasium und Metropoltheater
  • Städtische Berufsoberschule Sozialwesen und Bayerisches Staatsballett
  • Städtische Rainer-Werner-Fassbinder Fachoberschule Sozialwesen/Gestaltung und Münchner Kammerspiele

Kultusminister Spaenle war von der Präsentation der Werke beeindruckt: „Die Stücke zeigen die unglaubliche Vielfalt des Jahrtausende alten Mediums Theater, das noch immer hochaktuell ist." Durch das Theaterspiel hätten die Schüler wichtige kulturelle Kompetenzen erlernt: „Es geht darum, die Kultur und die Werte unserer Gesellschaft aufzunehmen, weiterzutragen und auch Verantwortung für sie zu übernehmen.“

Das erfolgreiche Projekt TUSCH München soll fortgesetzt werden: Die Bewerbungsphase für neue Kooperationen zwischen Theatern und Schulen hat bereits begonnen. 

Stand: 10.Mai 2011

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