Bildungsregion in Bayern Landkreis Pfaffenhofen erhält Auszeichnung

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm die Auszeichnung „Bildungsregion in Bayern“ verliehen. Landrat Martin Wolf nahm in Vohburg das Gütesiegel von Minister Spaenle entgegen.

Bildungsminister Spaenle betonte bei der Übergabe im Kulturstadl Vohburg: „Ich freue mich sehr, dass die Bildungseinrichtungen und Verantwortlichen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm die Initiative zur Gestaltung einer ,Bildungsregion in Bayern‘ aufgegriffen haben. Sie haben bewiesen, dass sie intensiv an einer weiteren Verbesserung der Bildungssituation arbeiten und hier neue Vernetzungen schaffen, um den jungen Menschen zusätzliche Chancen auf eine optimale Bildung zu eröffnen. Ich möchte hierbei besonders die Einbettung der Initiative in das Gesamtkonzept ,Familienaktiver Landkreis‘ hervorheben.“

Zu den best practice Beispielen im Landkreis zählen z. B.:

  • die pädagogische Begleitung von Schülerinnen und Schülern, die vom Gymnasium auf die Realschule wechseln. Sie werden dabei unterstützt, sich das Wissen bzw. die Kompetenzen, die sie aufgrund der verschiedenen Lehrpläne der unterschiedlichen Schularten für die neue Schule brauchen, anzueignen;
  • die Vorbereitung von Absolventinnen und Absolventen von Realschulen auf ihrem weiteren schulischen Weg an der Fachoberschule und ihre Begleitung an dieser;
  • das Projekt „Miteinander statt Gegeneinander“, bei dem die Förderschule Geisenfeld und die Realschule Geisenfeld eng zusammenarbeiten,
  • sowie das Projekt „Lernen fürs Leben macht Schule“. Bei diesem werden Schülerinnen und Schüler mit auffälligem Sozialverhalten in der Sozial- und Beziehungskompetenz gefördert und deren Eltern beim Erwerb von Erziehungskompetenzen unterstützt.

Bildungsregionen in Bayern

70 Landkreise und kreisfreie Städte beteiligen sich an der Initiative des Bayerischen Bildungsministers, sich zu einer „Bildungsregion in Bayern“ zu entwickeln. Sie bringen u. a. Kommunen, Jugendhilfe, Schulen und Vertreter der Wirtschaft vor Ort in Dialogforen zusammen, um die Qualität der Bildungsangebote für die jungen Menschen zu verbessern und ihnen Zukunftschancen zu eröffnen.

Um das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ zu erhalten, müssen fünf Handlungsfelder intensiv bearbeitet werden. So geht es darum:

  • Übergänge zwischen einzelnen Einrichtungen fließender zu gestalten, etwa von Kindergärten zu Schulen, von Schulen zu Unternehmen usw.,
  • Schulische und außerschulische Bildungsangebote zu vernetzen,
  • Jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen,
  • Die Bürgergesellschaft zu stärken und dazu auch z. B. die Schulen und die Jugendarbeit enger zu verbinden, und
  • Die Herausforderungen des demographischen Wandels proaktiv zu gestalten.

Am Ende des Prozesses, der sich je nach Gebietskörperschaft verschieden gestalten und unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann, steht das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“. Dieses verleiht das Ministerium nach einer Prüfung des jeweiligen Konzepts und der Umsetzungsschritte.

Weitere Informationen

Stand: 14. Januar 2016 // Bild: Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

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