Bildungsleitlinien: Kinder profitieren von besserer Abstimmung in Kita und Grundschule

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Sozialministerin Christine Haderthauer und  Schulleiterin Sigrid Binder freuen sich mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule an der Markgrafenstraße

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Sozialministerin Christine Haderthauer und Schulleiterin Sigrid Binder freuen sich mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule an der Markgrafenstraße

Die Zusammenarbeit zwischen Krippe, Kindergarten und Schule und mit den Eltern als wichtigstem Bildungsort stärken: Das ist das Ziel der neuen „Bayerischen Leitlinien für Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit“. Sie wurden in der Grundschule in der Markgrafenstraße in München vorgestellt.

„Wir setzen mit unseren neuen Leitlinien als eines der ersten Bundesländer auf einen ganzheitlichen Ansatz von der Geburt bis zum Ende der Grundschulzeit. Dabei verbessern wir nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Krippe, Kindergarten und Schule, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Familien, die der wirksamste und damit wichtigste Bildungsort sind. Denn Bildung gelingt nur dann nachhaltig, wenn die außerfamiliären Bildungseinrichtungen auf der Erziehungs- und Bildungsarbeit in der Familie effektiv aufbauen,“ so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer bei der heutigen Vorstellung der „Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit“ gemeinsam mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in der Grundschule in der Markgrafenstraße in München.

Kultusminister Spaenle erläuterte: „Es war uns ein zentrales Anliegen, unser gemeinsames Verständnis von Bildung im Elementar- und Primärbereich als Grundlage für eine effektive Förderung der Kinder in den Bildungseinrichtungen und Familien zu formulieren. Die Leitlinien stellen für uns einen Baustein in unserem Bemühen dar, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einrichtungen, die sich der Förderung von Kindern und Jugendlichen widmen, nachhaltig zu organisieren und auch die Übergänge für die Kinder und ihre Eltern damit fließender zu gestalten.“ Eine solche Situation stellt zum Beispiel der Wechsel eines Kindes vom Kindergarten in die Grundschule dar.

Für Minister Spaenle bilden die Leitlinien einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für all diejenigen, die sich professionell mit Kindern beschäftigen.

Den eigenverantwortlichen, beziehungs- und gemeinschaftsfähigen, wertorientierten, weltoffenen und schöpferischen Mensch nennen die Leitlinien als oberstes Bildungs- und Erziehungsziel. Darüber hinaus betonen sie die Bedeutung der Familie als wichtigsten Bildungsort. Bildung – ob in der Kindertageseinrichtung oder in der Schule – kann daher nur aufbauend auf die Prägung in der Familie erreicht werden.

An der Erstellung der Leitlinien waren neben dem Bayerischen Familienministerium und dem Bayerischen Kultusministerium auch das Staatsinstitut für Frühpädagogik, das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung und eine 65-köpfige Expertenkommission beteiligt. „Es hat sich gezeigt, wie reibungslos sich die Kooperation zwischen den beiden Ministerien sowie den am Bildungsprozess der Kinder beteiligten Einrichtungen gestaltet hat“, so Ministerin Haderthauer und Minister Spaenle.

Die Leitlinien werden über Rundschreiben, Newsletter und das Internet bekannt gemacht und gelten für die pädagogische Arbeit in allen außerfamiliären Bildungsorten, die Verantwortung für die Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit tragen. Adressaten der Leitlinien sind damit alle Kindertageseinrichtungen, wie Krippen, Kindergärten, Horte und integrative Einrichtungen, die bayerischen Grund- und Förderschulen aber auch die Kindertagespflege, Heilpädagogische Tagesstätten, schulvorbereitende Einrichtungen, mobile sonderpädagogische Dienste und sonstige Bildungseinrichtungen, wie Musik- und Kunstschulen oder Kultureinrichtungen.
Darüber hinaus sind die Bildungsleitlinien Grundlage für die Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung des pädagogischen Personals. So startet noch im Oktober die gemeinsame Fortbildungskampagne Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern, die sich an Kindertageseinrichtungen und Schulen richtet. Zudem werden zur Umsetzung der Leitlinien in der pädagogischen Praxis Materialien mit Praxisbeispielen und eine Broschüre zum Thema Inklusion erstellt.

Stand: 22. Oktober 2012

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