Die Bayerische Museumsakademie bringt Schulen und Museen zusammen. Lehrkräfte lernen bei der diesjährigen Herbstakademie, den Bildungsort „Museum“ für ihren Unterricht zu nutzen, um die Schüler für kulturelle Bildung weiter zu sensibilisieren.
Bei seinem Besuch der Herbstakademie betonte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: „Die Bayerische Verfassung enthält in Art. 131 den Auftrag, unseren Kindern die Kultur unseres Landes nahezubringen. Wir müssen die jungen Menschen in die Lage versetzen, unser reiches kulturelles Erbe zu erkennen, am kulturellen Leben aktiv teilzunehmen und Qualitätsmaßstäbe für die Kultur eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens zu entwickeln.“
Das Kulturland Bayern verfügt über rund 1.350 Museen mit einer enormen Bandbreite ihrer Sammlungsgebiete. Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, kulturelles und historisches Wissen zu bewahren und zu schaffen. Damit bieten bayerische Museen hervorragende Voraussetzungen, um die schulische Bildungsarbeit zu ergänzen und zu unterstützen.
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Der Museumsbesuch mit Schulklassen ist jedoch anspruchsvoll: Er erfordert viel Zeit und Geduld. Und er erfordert mehr als standardisierte Führungen und abgeschottete museumspädagogische Räume. Bei der diesjährigen Herbstakademie der Bayerischen Museumsakademie stand daher der Gedanke im Vordergrund, den Dialog zwischen Schulen und Museen zu fördern und nachhaltige Bildungspartnerschaften aufzubauen. Kultusminister Spaenle bezeichnete diese Initiative als vorbildhaft: „Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, wird kulturelle Bildung gelingen.“
Die Bayerische Museumsakademie wurde vor einem Jahr als Bestandteil des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) gegründet. Schon nach dieser kurzen Zeit ist sie als gemeinsame Initiative des Lehrstuhls für Bayerische Geschichte, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und des Museumspädagogischen Zentrums München in der Öffentlichkeit deutlich wahrnehmbar: Sie agiert landesweit im Bereich der Museumspädagogik und organisiert darüber hinaus unterschiedlichste Veranstaltungen.
Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt das MPZ finanziell sowie durch die Abordnung von Lehrkräften.
Stand: 15. Oktober 2012
