Mittelschule: Kultusminister Spaenle besucht zwei Vorbilder in Niederbayern

Der Schulchor der Mittelschule Aidenbach untermalte das Fest

Der Schulchor der Mittelschule Aidenbach untermalte das Fest

Mit der Mittelschule St. Georg in Vilshofen und der Mittelschule Aidenbach hat Kultusminister Ludwig Spaenle „zwei mustergültige Beispiele für die gelungene Weiterentwicklung der Haupt- zur Mittelschule“ besucht. In Aidenbach wurden im Rahmen der Zukunftsinitiative Aufbruch Bayern 5,5 Millionen Euro in eine Generalsanierung investiert.

Kultusminister Spaenle in Vilshofen, links Schulleiter Thomas Knab

Kultusminister Spaenle in Vilshofen, links Schulleiter Thomas Knab

In Vilshofen an der Donau informierte sich Kultusminister Spaenle über den Stand der Schulentwicklung – seit August 2010 trägt die Schule den Titel Mittelschule St. Georg. Schulleiter Thomas Knab erläuterte, welche Maßnahmen beim Umbau zur Mittelschule ergriffen wurden. „Umbau“ ist dabei auch wörtlich zu verstehen – die Schule in Niederbayern wird gerade generalsaniert. „Es lässt sich jetzt schon absehen, dass die Mittelschule St. Georg mit ihrer geplanten modernsten Ausstattung ein Vorreiterstellung einnehmen wird“, sagte der Minister. Diese starke Stellung erreiche die Schule aber nicht nur durch hervorragende Rahmen- bedingungen. Die Schule arbeitet auch sehr erfolgreich, weil sie sich die im Konzept der Mittelschule angeregte Öffnung der Schule zu eigen gemacht hat – etwa durch enge Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Arbeitgebern oder der Agentur für Arbeit.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle schreibt eine Widmung in Aidenbach

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle schreibt eine Widmung in Aidenbach

Die Schule, die Teil des Schulverbandes Vilshofen ist, „wirkt durch diese starke und konstruktive Öffnung nach außen als Mittelschule weit über die Grenzen Vilshofens hinaus. Sie ist ein elementarer Bestandteil der schulischen Landschaft in dieser Region“, sagte der Minister. Um den bestmöglichen Bildungserfolg für jedes einzelne Kind zu erreichen, sei außerdem ein enger Dialog zwischen Schule und Eltern notwendig, der bei der Mittelschule St. Georg in vorbildlicher Weise organisiert sei.

Die Mittelschule Aidenbach ist schon einen Schritt weiter – während in Vilshofen die Generalsanierung noch läuft, konnte hier schon die Einweihungsfeier der generalsanierten Mittelschule und Turnhalle begangen werden. Rund 5,5 Millionen Euro wurden investiert, um die  Schule zu gestalten. Der Freistaat Bayern beteiligte sich an diesem „finanziellen Kraftakt“ – so Spaenle – mit einer Summe von rund 2,5 Millionen Euro.  „Das ist eine Menge Geld, gerade in Zeiten knapper und unter Sparzwang stehender öffentlicher Kassen“, sagte der Kultusminister, „gleichzeitig ist es aber auch gut und sinnvoll investiertes Geld, weil es dazu beiträgt, dass hier in der Region Aidenbach junge Menschen gute, ja bestmögliche Bildungschancen erhalten“.

Die Schulfamilie in Aidenbach kann sich nun freuen über eine neue Mensa und eine neugestaltete Aula. Das Gebäude wurde energetisch saniert. Die Fassadendämmung und die neue Hackschnitzelheizung weisen eine außergewöhnliche Energieeffizienz auf – „ein wegweisendes Beispiel für Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit Energieressourcen“, würdigte der Minister.

Beide Schulen bieten – wie es für alle Mittelschulen verpflichtend ist –

  • die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales
  • ein Ganztagsangebot
  • ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt
  • Kooperationen mit der Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur
  • sowie eine individuelle Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips
Ludwig Spaenle in Aidenbach

Ludwig Spaenle in Aidenbach

Doch die Schule füllen diese Anforderungen in ganz besonderem Maße mit Leben: In Aidenbach durchlaufen die Schülerinnen und Schüler schon von der fünften Jahrgangsstufe an eine Vielzahl von berufsorientierenden Maßnahmen. So besteht eine intensive Kooperation mit der Handwerkskammer Passau und dem „bfz“ (Berufliche Fortbildungs- zentren der Bayerischen Wirtschaft) im Rahmen der vertieften Berufs- orientierung, die Schule organisiert gemeinsame Praxistage mit der Partnerschule, der Mittelschule Ortenburg und beide führen gemeinsam Berufsfindungstage durch.

Einen wichtigen Baustein im Konzept der neuen Mittelschule stellt die Bildung von Schulverbünden dar. Auf diese Weise kann jede Schule ihre individuellen Stärken einbringen und gleichzeitig von den Vorzügen der Partnerschulen im Verbund profitieren. Im Schulverbund der Mittelschule Aidenbach mit der Mittelschule Ortenburg sind außerdem die Ganztags- und M-Klassen in Aidenbach organisiert, die von Schülerinnen und Schülern beider Schulen besucht werden.

„Die Mittelschule Aidenbach ist für die Schulstruktur in der Region von enormer Bedeutung“, sagte der Minister, „im nahen Umkreis ist sie die einzige Schule, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, einen mittleren Schulabschluss zu erwerben.“

Weitere Informationen

Stand: 11. Mai 2012 / Fotos: Mittelschule Aidenbach (3); Mittelschule Vilshofen (1)

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