Die bereits 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung verabschiedete Agenda 21 weist der Bildung eine tragende Rolle für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung zu. Inzwischen sind dazu auch an den bayerischen Schulen eine Vielzahl von Initiativen und Projekten entstanden, die sich auf diese Aufgabe berufen. Die Umweltbildung ist eine wichtige Quelle dieser Aktivitäten.
Wir stellen hier nicht nur eine Auswahl der unzähligen Aktionen vor, sondern bieten auch weitere Informationen zum Thema Umweltbildung - für Eltern, Lehrer und Schüler gleichermaßen.

Kampagne „Schulstart für den Blauen Engel – 100 % für unsere Umwelt“:
Die Aktion wird von der Jury Umweltzeichen, dem unabhängigen Beschlussgremium des Blauen Engel gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und der RAL gGmbH bereits im Juni gestartet und unterstützt unter anderem den Kauf von Schulheften aus Recyclingpapier.
www.schule.blauer-engel.de
Streuobst-Schulwochen:
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft führt jährlich Streuobst-Schulwochen durch. Hierzu werden den Schulen geschulte Streuobstwiesenführer zur Seite gestellt. Zusätzlich wurde ein Leitfaden für Streuobstwiesenführer erstellt, in dem Fachinformationen und Unterrichtsmaterialien für den Streuobstbereich zusammengestellt sind.
www.lfl.bayern.de/streuobst
Grundsätzliches und Praxisbeispiele:
www.bne-portal.de/UN-Dekade, www.transfer-21.de
Gute praxiserprobte Beispiele zum Thema Nachhaltige Entwicklung: www.lbv.de/umweltbildung/umweltschule-in-europa
Waldpädagogik in Walderlebniszentren
www.forst.bayern.de/waldpaedagogik
Umweltstationen
www.umweltbildung.bayern.de
Lernort Bauernhof
www.lernenaufdembauernhof.de / www.landwirtschaft.bayern.de
Eine Liste mit altersgerechten und online verfügbaren Projektideen, Spielen, Versuchsanleitungen, Bastelideen und interaktiven Angeboten zum Thema: Klimaschutz macht Schule
http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_112_klimaschutz_schule.pdf
Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme, Abwärme und Biomasse liefern umweltfreundliche Energie. Wie das geht und wo was wie am sinnvollsten eingesetzt werden kann, zeigt der interaktive „Energie-Atlas Bayern“. Das Internetangebot wendet sich an Bürger, Kommunen und Unternehmen und informiert auch über die Beste aller Energiequellen: Energie ganz einsparen oder effizient nutzen.
http://www.energieatlas.bayern.de
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert ein neues Themenportal zur Umweltbildung und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei Lehrer-Online. Lehrer-Online ist ein kostenfreier Internet-Service, der Lehrerinnen und Lehrer mit Informationen rund um den schulischen Einsatz digitaler Medien unterstützt.
Die Bayerische Architektenkammer bietet den Schulen kostenlose Hilfe zur Untersuchung des Schulgebäudes gemeinsam mit den Schülern um ein klimagerechtes Nutzerverhalten zu ermöglichen www.byak.de/start/architektur/architektur-fuer-kinder/klimadetektive
In der Rubrik "Lehr- und Lernmaterialien" im BNE-Portal finden Sie ausgesuchte Materialien im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für den Schulunterricht.
Zum Thema Klimawandel und nachhaltige Energieversorgung hat ECOMOVE International e.V. ein umfassendes Medienpaket aus Dokumentationen, Kurzfilmen und Spots erstellt.
http://www.ecomove.de/start/willkommen.cfm
Best practice von fairen Schülerfirmen stellt das Forum Fairer Handel auf seiner Webseite vor. Dort finden Sie viele Informationen und Hintergrundmaterialien zum Thema fairer Handel.
http://www.forum-fairer-handel.de/#7
Informationsplattform zukundo zum Themenbereich Nachhaltigkeit für Schüler: Zeitgemäß mit innovativen Konzepten (Wettbewerbe, Expertenunterstützung etc.) gestalten Schüler auf dieser Online-Plattform das eigene Verständins von Nachhaltigkeit.
www.zukundo.de

Ein "Wink" ist ein Hinweis, ein guter Tipp, etwas, das bei der Orientierung hilft. Die Internetseite www.klimawink.de ist Deutschlands erste Social Bookmark Community zur Umweltbildung und hilft bei der Suche nach guten Bildungsangeboten zum Klimaschutz.
Hier können zum Beispiel Lehrkräfte ab sofort ihre Internetfavoriten zu diesem Thema austauschen, bewerten und diskutieren.
Das Internetangebot ist Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz an Schulen des Bundesumweltministeriums.

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Didaktik der Geographie der Universität Augsburg veröffentlicht das Landesamt für Umwelt (LfU) regelmäßig Unterrichtskonzepte zu lehrplanrelevanten Themen aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Als erstes Angebot stehen nun Materialien zum Thema "Der ökologische Fußabdruck" kostenlos auf der Homepage des LfU zur Verfügung. Weitere Unterrichtshilfen sind geplant. Das LfU unterstützt damit in sehr geeigneter Weise den durch die "Richtlinien für die Umweltbildung an bayerischen Schulen" definierten fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsauftrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Der Schülerwettbewerb "klima on s'cooltour" ruft Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 zur Auseinandersetzung mit dem Thema Klima- und Umweltschutz auf.
Bundesweit sind alle Schüler der Klassen 5 bis 13 eingeladen, Ideen für eine klimafreundliche Zukunft zu entwickeln, sie umzusetzen und ihre gewonnenen Erfahrungen weiterzugeben. Ihre Projekte können sie in beliebiger Form dokumentieren. Ein Expertengremium begutachtet die Arbeiten und prämiert die besten Ideen.
Kooperationspartner aus Kommunen, Verbänden und Handwerk unterstützen die Schüler praxisnah bei ihren Recherchen und Aktionen.
Die s'ooltour besteht aus dem Projektwettbewerb und der Klimaexpedition, die aktuelle Bilder aus dem Weltall in die Klassenzimmer bringt. Beides kann unabhängig voneinander angemeldet werden. Der Wettbewerb ist für die Schulen kostenlos. Für die Klimaexpedition fällt pro Projekttag (2 x 90 Min.) ein Eigenanteil von 120 Euro an.

Die Lehreinheit "Der Blaue Engel macht Schule" bietet Unterrichtsmaterialien zum produktorientierten Umweltschutz.
Ob Rätsel, Fragespiele oder Schreibübungen – mit den Schulmaterialien "Der Blaue Engel macht Schule" lernen Schüler spielerisch und kreativ, was jeder Einzelne aktiv zum Umweltschutz beitragen kann.
Sie ist als PDF-Dokument erschienen und kann auf der Internetseite www.blauer-engel.de kostenlos heruntergeladen werden.

Frühstücken und Klima schützen? Was hat das miteinander zu tun?
Mit dem Projekt „Das Klimafrühstück – wie unser Essen das Klima beeinflusst“ wird am Beispiel des täglichen Frühstücks gezeigt, warum und wie das Essen mit dem Thema "Klimaschutz" zusammenhängt. Das Projekt richtet sich an Kinder im Alter von 8 –12 Jahren und darüber hinaus an Erwachsene, die die Methode des Klimafrühstücks in der Bildungsarbeit verbreiten und verankern wollen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück bewerten die Kinder die von ihnen verspeisten Lebensmittel nach den Kriterien Regionalität, Abfallmengen, Saisonalität und ökologischer Landbau. Anschließend wird ergründet, warum der eine oder die andere „klimafreundlich“ oder eher „klimaunfreundlich“ gefrühstückt hat. Wesentlich ist, dass alle Teilnehmer Zusammenhänge zwischen dem eigenen Frühstücken bzw. den Themen Ernährung und Klimaschutz erkennen und Anregungen für das eigene Handeln (Lebensmittelauswahl beim Einkaufen) mitnehmen. Dieser Zugang vermittelt Schülern konkrete Handlungsoptionen für einen gesunden sowie klima- und umweltfreundlichen Konsum.
Das Klimafrühstück eignet sich sehr gut als vertiefter Einstieg in die ausführliche Bearbeitung der Themen Klimaschutz, Ernährung und „Eine Welt“. Es kann aber auch als eigenständiges Projekt durchgeführt werden.

Die "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule" ist ein Projekt des weltweiten Eco-Schools Netzwerks der europäischen Umweltbildungs-stiftung Foundation for Environmental Education (FEE), in Deutschland vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU). Gegenwärtig beteiligen sich weltweit rund 14.000 Schulen in mehr als 38 Staaten.
Das frühere europäische Netzwerk der FEE ist damit zu einem weltumspannenden Verbund von umweltaktiven Schulen gewachsen. Dies eröffnet u. a. vielfältige neue Chancen für globale Schulpartnerschaften und Partnerschaftsprojekte im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Globale Aspekte müssen dabei eine stärkere Berücksichtigung finden. Der Wandel wird auch im Titel deutlich: Aus "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule" wird in Zukunft "Internationale Agenda 21-Schule".
Näheres zu den Teilnahmemodalitäten findet sich auf der Homepage des Projektes.

Um eine nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen, werden in der Agenda 21 ausdrücklich alle gesellschaftlichen Gruppierungen, also auch Bildungseinrichtungen und Schulen (Kapitel 36) zu einer aktiven Teilnahme aufgefordert. Die Bund und Länderkommission hat diesen Auftrag aufgenommen und eine fünfjährige bundesweite Schulstudie ausgeschrieben, welche untersuchen soll, wie Bildung für eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich in den Schulalltag implementiert werden kann. An diesem Schulversuch, der von 1999 bis zum Jahr 2004 lief, beteiligten sich bundesweit etwa 170 Schulen, davon 11 Schulen (4 Gymnasien, 4 Realschulen und 3 Hauptschulen) in Bayern, die sich in Kooperation mit Kommunen, Wirtschaft und Verbänden in verschiedenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Projekten engagierten. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Koordinierungsstelle an der Freien Universität Berlin. Die Betreuung der bayerischen Modellschulen erfolgte durch die Akademie für Lehrerbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen.
Am 1. August 2004 startete das Programm Transfer-21. Die im vorangegangenen BLK-Programm „21“ erarbeiteten Konzepte, Materialien und Strukturen, sollen nun an 10% der Schulen der beteiligten Bundesländer etabliert und ausgebaut werden. Um Bildung für nachhaltige Entwicklung in großem Umfang zu verankern, werden in den Transfer-21 nun auch Grund- und Ganztagsschulen sowie die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern integriert werden. Damit soll sich die schulische Bildung dauerhaft am Konzept der Nachhaltigkeit orientieren. Zentrales Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern Gestaltungskompetenz für die Zukunft näher zu bringen.
Beispiele gelungener Praxis werden allen Schulen in Form von Arbeitsmaterialien und einer Projektdatenbank zugänglich gemacht. Es wird weiterhin der Aufbau eines Netzwerkes aller interessierten und engagierten Schulen vorangetrieben.

Das Projekt "Online mit der Natur - Lern- und Erlebnisort Großschutzgebiete" bietet neben Bildungsangeboten u.a. für Schulklassen zu allen deutschen Großschutzgebieten eine ausführliche Gebietsbeschreibung, ein Foto, Adressen von Informationszentren, Reiseveranstalter usw.
Besonders hilfreich für die Vorbereitung von Klassenreisen und -ausflügen in Großschutzgebiete sind Informationen über Lehrpfade, Urnweltstudienplätze in Jugendherbergen, Exkursionsangebote für Kinder- und Jugendliche oder besondere Attraktionen wie Wildfreigehege und Naturerlebnispfade.
Projektbegleitend entstand außerdem die CD-ROM "Lern- und Erlebnisort Großschutzgebiete". Sie enthält über 1.500 Unterkünfte für Kinder und Jugendliche in den über 100 deutschen Großschutzgebieten (Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate).

Die aufwändig gestaltete Broschüre gibt zahlreiche Anregungen für Aktionen, die Kinder und Jugendliche für die Alpen begeistern. Mit Methoden aus Erlebnispädagogik und Umweltbildung sowie mit Experimenten und Spielvorschlägen werden Möglichkeiten für ein ganzheitliches Erleben der Alpen geboten - sowohl zu Hause im Gruppenraum als auch im Sommer oder Winter in den Bergen. Kurz gefasste und gut verständliche Hintergrundinformationen ergänzen die Anregungen.
Die "Alpenkiste" enthält eine Fülle von Aktionsmaterialien und Anregungen für Projekttage und Aktivitäten zu den Alpen mit Jugendgruppen und Schulklassen und kann wochenweise bei CIPRA Deutschland ausgeliehen werden

Die Aktion "Brot für die Welt" hat für die Schulen verschiedene Materialien zum Thema "Eine Welt im Unterricht" erarbeitet.
Weitere Informationen zu diesen Materialien können im Internet abgerufen werden. Die Zeitschrift "Global lernen" mit Ausgaben zu verschiedenen interessanten Spezialthemen steht dort zum Herunterladen zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft "Natur- und Umweltbildung" (ANU) hat eine CD zur Umweltbildung herausgegeben, die einen interessanten Überblick über Theorie und Praxis der Nachhaltigkeitsbildung der Umweltzentren bietet.
Die CD kann gegen ein Rückporto von 2,20 Euro (in Briefmarken) unter folgender Adresse bezogen werden:
ANU 2000
Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
Die Internet-Version der CD kann áuch unter Umweltbildung.de abgerufen werden (Rubrik: "Bildung für Nachhaltigkeit").

Das Bildungsprojekt zukundo wurde als offizielles Projekt der UN Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet und kooperiert mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Diese Informationsplattform im Internet soll Jugendliche zeitgemäß mit innovativen Konzepten (Wettbewerbe, Expertenunterstützung etc.) für Nachhaltigkeit sensibilisieren und begeistern. Mit Hilfe dieser Plattform können die Schüler durch interaktiven Diskurs und jugendgerechte Ansätze ein eigenes Verständnis von Nachhaltigkeit gestalten. Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein Creating Sustainability e. V., der von Studenten und Doktoranden aus München und Konstanz gegründet wurde.

Startseite | Kontakt | Publikationen | Presse | Newsletter | Sitemap

