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Einer der bekanntesten Schlesier ist der Dichter der Romantik Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857). Ist Gerhart Hauptmann der Dichter Niederschlesiens, so gilt das bei Eichendorff für Oberschlesien. Der Autor der berühmten Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ wurde auf dem (im Zweiten Weltkrieg zerstörten) Schloss Lubowitz (Łubowice) nahe Ratibor (Racibórz) geboren und verbrachte große Teile seines Lebens in Schlesien. 2007 jährt sich sein 150. Todestag. Eichendorff spielt für die kulturelle Identität der heutigen deutschen Minderheit in Oberschlesien eine große Rolle. Zugleich sind seine Gedichte über Heimatliebe und Abschied nehmen für viele Vertriebene zum Symbol ihres eigenen Schicksals geworden.
Das folgende Gedicht beschrieb in einer früheren Fassung noch die reale Heimat Eichendorffs, Schloss Lubowitz. In dieser späteren Fassung von 1837, die von Felix Mendelssohn-Bartholdy vertont wurde, hat es sich gewandelt: von einer Heimatdichtung im engeren Sinne zur Darstellung der grundmenschlichen Situation von Abschied und von Sehnsucht nach der vergangenen wie auch der zukünftigen, ewigen Heimat des Menschen.
O Täler weit, o Höhen, |
Da steht im Wald geschrieben, |
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Wenn es beginnt zu tagen, |
Bald werd' ich dich verlassen, |
Aus Joseph von Eichendorff: Gedichte. In chronologischer Folge herausgegeben von Hartwig Schultz. Frankfurt/Main 1988.
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