Eröffnung der Ausstellung „Nie wieder ...“ im
Gymnasium Herzogenaurach:
Nachkriegsdeutschland und der Holocaust
Die Ausstellung, die auf der gleichnamigen Publikation von Martin Gilbert
(Propyläen-Verlag) beruht, dokumentiert auf knappem Raum und zugleich
sehr eindrucksvoll das einzigartige Geschehen des Holocaust und versetzt
so insbesondere Schülerinnen und Schüler in die Lage, das angebotene
Material zum Ausgangspunkt für weitere Recherchen und Reflexionen
zu machen. Die Ausstellung wird derzeit an verschiedenen bayerischen Gymnasien
gezeigt. Für April 2004 ist ein abschließendes Symposion von
Landeszentrale, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Jüdische
Buchhandlung von Rachel Salamander in München und Propyläen-Verlag
vorgesehen, bei dem Schüler, Lehrer, Medienexperten und Didaktiker
gemeinsam die Frage erörtern werden, wie pädagogisch mit dem
Holocaust und zugleich mit dem Auftrag an die politische Bildung umzugehen
ist, alles für humane Bedingungen unserer Existenz zu tun. mehr...
Dieser Satz aus dem nachfolgenden Gespräch mit Jack Terry verweist
unausweichlich auf die Verpflichtung, der sich jede Bildung und Erziehung
zu allererst zu stellen hat. Die Sorge, dass Zivilisation gedeihe und
gestärkt werde, dass das Barbarische eben nicht aufbreche, steht
im Zentrum besonders der politischen Bildung, gerade wenn sie – als
Gedenkstättenpädagogik – an den historischen Orten die
geschichtliche Realität des Terrors begreifbar machen kann.