Bayerische Denkmalschutzmedaille 2014: Engagierte Bürger erhalten Auszeichnung

Von alten Bauernhäusern über Schlösser bis hin zu Kirchen und Synagogen: Viele Bürger engagieren sich in Bayern für die Erhaltung oder Instandsetzung von denkmalgeschützten Gebäuden. Nun wurden 27 Preisträger mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille 2014 ausgezeichnet. Lohn für ein sehenswertes Engagement!

Die Bayerische Denkmalschutzmedaille ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich im Bereich des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege besonders verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wird auf Grundlage von Vorschlägen der Regierungen, Bezirke, Landkreise, Kirchen, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und von Privatpersonen vergeben – in diesem Jahr bereits zum 36. Mal.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „In diesem Jahr verleihen wir die Medaille an 27 Preisträgerinnen und Preisträger. Sie haben Sakralbauten und Gasthäuser, Wohnhäuser, Bauernhöfe und Schlösser in allen Teilen des Freistaats instandgesetzt oder als Heimatpfleger das historische Erbe für zukünftige Generationen bewahrt. Zudem zeichnen wir zwei Journalisten aus, die mit ihrer Arbeit öffentlichkeitswirksam andere Ehrenamtliche für Denkmalschutz und Denkmalpflege begeistern. Mit ihrem Engagement helfen sie, das architektonische Erbe Bayerns zu bewahren und den Stellenwert der Denkmalpflege ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, indem sie den Wert der bayerischen Baukultur anschaulich machen.“

Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege: „Der Erfolg der Denkmalpflege hängt vom guten Zusammenwirken aller Beteiligten ab: der Bauherren, Architekten, Handwerker, Behörden und vieler anderer. Beispielhaft zeigen die Projekte aber auch, wie reich unsere Denkmallandschaft in Bayern ist. Es sind Beispiele, die für die Vielfalt und die regionalen Unterschiede stehen – diese zeichnen Bayerns Kulturlandschaft aus! Und alle Beispiele belegen sehr eindrucksvoll, dass Denkmalpflege, die auf die Menschen zugeht, den Erhalt wertvoller Kulturgüter in unserem Land sichert.“

Trägerinnen und Träger der Bayerischen Denkmalschutzmedaille 2014:

Unterfranken Vorlesen lassen

- Der Träger- und Förderverein der ehemaligen Synagoge Obernbreit e.V., vertreten durch Friedrich Heidecker, für die Instandsetzung der ehemaligen Synagoge in Obernbreit

- Claudia und Stephan Illsinger für die Instandsetzung des ehem. Amtsschlosses Burg Arnstein

- Johann Popp für die Instandsetzung der Zehntscheune in Gössenheim und der Burgruine Homburg oberhalb von Stadtoldendorf

 

Mittelfranken Vorlesen lassen

- Brigitte und Stefan Bär für die Instandsetzung des Geburtshauses von Wilhelm Löhe sowie der Drogerie Heinrichs Nf. in Fürth

- Angela und Hermann Hollberg für die Instandsetzung des Gasthauses "Zum Güldenen Ritter" in Treuchtlingen-Schambach

- Fritz Muggenthaler für die Instandsetzung des ehemaligen Gasthauses "Wolfsschlucht" in Hersbruck
 

Oberfranken Vorlesen lassen

- Birgit und Peter Fröhlich für die Instandsetzung eines ehem. Gärtnerhauses in Bamberg

- Achim Gottfried für die Instandsetzung eines im Kern spätmittelalterlichen Hauses in Coburg

- Anja und Stefan Kramer für die Instandsetzung des Anwesens Oberer Markt 2 in Thurnau

- Thomas Kurrer für die Instandsetzung von Schloss Eichhof in Coburg-Scheuerfeld

- Arbeitskreis Geschichte und Archäologie Coburg, vertreten durch Dieter Wendler, für Ehrenamtliches Engagement in der Bodendenkmalpflege, Coburg
 

Oberpfalz Vorlesen lassen

- Alwin Geiger für sein Lebenswerk als Kreisheimatpfleger, Hohenwarth

- Albert Köstler für  die Instandsetzung der Alten Posthalterei, des Sengerhofs. des Rathauses und des Schulstadels in Neualbenreuth

- Ilse und Richard Weidmüller für die Instandsetzung des Wohnhauses Werftstraße 4 in Regensburg

- Heiner Zimmermann für die Instandsetzung der Kapelle Ziegelberg in Beratzhausen
 

Schwaben Vorlesen lassen

- Albrecht zu Oettingen-Spielberg für Erhalt und Instandsetzung der Schlossanlage in Oettingen

- Die Lebenshilfe Donau-Ries e.V., vertreten durch Günther Schwendner, für die Instandsetzung zweier Denkmäler in Nördlingen

- Albert Wechs für sein Lebenswerk als Kreisheimatpfleger, Bad Hindelang
 

Oberbayern Vorlesen lassen

- Der Münchner Merkur, vertreten durch Bettina Bäumlisberger, für die engagierte Berichterstattung zum Thema Denkmalpflege im Rahmen der „Denkmalreihe Oberbayern“ seit 2013, München

- Dr. Karl Dürner für die Instandsetzung der ehemaligen Schloss-Gaststätte in Schwindegg

- Schwester Chiara Hoheneder für die Instandsetzung des Ökonomiegebäudes des Provinz- und Missionshauses Hl. Kreuz in Altötting

- Simone und Wolfgang Kuffner für die Instandsetzung des sog. "Moarhofs" in Samerberg

- Herbert Stiglmaier für die engagierte Berichterstattung zum Thema Denkmalpflege im Rahmen der Sendung „Freizeit“ des Bayerischen Fernsehens, München
 

Niederbayern Vorlesen lassen

- Dr.-Ing. Norbert Bergmann für die Instandsetzung des Bergbauernhofs Dreiwies in Markt Schwarzach

- Edith und Jörg Ludwig für die Instandsetzung des Anwesens Kirchgasse 239 in Landshut

- Anja und Norbert Raith mit Christian Gehr für die Instandsetzung des ehem. Krankenhauses in Kelheim

- Robert Wagner für die Instandsetzung des ehemaligen Kastnerhauses in Langquaid
 

Weitere Informationen

Stand: 8. Mai 2014 // Bilder: Peter Herzig (1), StMBW (Fotograf: Peter Hemza)

Seite empfehlen

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Staatssekretär Georg Eisenreich
Staatssekretär Bernd Sibler
Alle Videos ansehen!
Schulleben - Die wichtigsten Fragen und Antworten
Termine
Mein Bildungsweg
Link öffnet neues Fenster zur Webseite: www.studieren-in-bayern.de

Newsletter bestellen

Seite empfehlen

Vorlese-Steuerung schließen